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NOA – begleitender Font für Fließtext


_Jakob

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_Jakob

Hallo Liebe Leute,

 

ich lese schon länger mit und behaupte, Ihr seit zumTeil für meine typografische Bildung mitverantwortlich.

 

Ich möchte die Noa für eine Besuchermesse einsetzen (Logo und Überschriften), die das Thema Energiesparen hat. Also Solar, Wind, regenerative Energie im Allgemeinen.

 

Ich bin der Meinung sie passt sehr gut, da sie nicht futuristisch, aber dennoch einen Hinweis auf die Zukunft enthält.

Sie ist natürlich etwas technisch, aber nicht so sehr wie die übrigen spornlosen, wie die Francker z.B. Ein wenig wäme strahlt sie auch aus, durch die runden Formen.

 

Da bei einigen Buchstaben (g, f) "gespart" wurde, wird das Thema irgendwie gut transportiert.

 

Nun suche ich eine Schrift, die ich für Kataloge oder Broschüren als Mengentext im Infoteil einsetzen kann, die sie harmonisch begleitet, modern aber nicht technisch oder kalt wirkt, denn es geht immer noch um Menschen im Kontext zu Technologie.

 

Generell habe ich mich bereits für eine Antiqua festgelegt. 

Mir geistern Namen wie Minion, Frutiger Serif, Meta Serif im Kopf herum, würde da aber gerne eure feinfühlige Meinung dazu einholen.

 

Danke schonmal für eure Tips :)

Jakob

bearbeitet von Jakob Piest
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_Jakob

Nagut, 

die Frage ist vielleicht kompliziert gestellt.

Zuerst: das ist kein kommerzielles Projekt.

 

Was haltet Ihr von der Meta Serif zu der Noa? Gibt es Gründe, dass nicht zu machen?

Beide haben ja eine hohe x-Höhe und ich mag die Meta Serif, sie ist irgendwie erhaben und macht einen sehr sauberen Eindruck .. 

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Kathrinvdm

Hallo Jakob, 

 

die Frage ist schon gut verständlich, allerdings hat sie es inhaltlich in sich. Die Noa, die Du Dir ausgesucht hast, ist ja ganz schön eigenwillig - es ist nicht so einfach, da ad hoc den passenden serifenbehafteten Antagonisten zu finden. Spontan würde ich zu einer Slabserif-Schrift greifen, weil ich vermute, dass zartere Serifen nicht mit den plakativen und robusten Formen der Noa harmonieren. 

 

Schau Dir doch auch noch mal die PMN Caecilia an oder die Sanchez. Die sind beide noch ein bisschen stabiler als die Meta Serif. Die Foro von Hoftype könnte auch interessant sein. 

 

Lieber Gruß, 

Kathrin 

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_Jakob

Hallo Kathrin, danke für deine Antwort.

 

Ja, ich habe die Noa genau deswegen ausgesucht.

Etwas neutrales als Begleitung ist darum mein gedanklicher Ansatz.

 

Eine Slab hatte ich bisher gar nicht auf dem Zettel, danke für die Anregung, dass werde ich sofort ausprobieren.

Das einzige was ich befürchte ist das, wenn ich zwei eher ungewöhnliche Fonts kombiniere, die Aufmerksamkeit zu sehr an der Schrift hängen bleibt.

Deine Tipps gefallen mir sehr.

 

Ich teste.

 

:)

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Kathrinvdm

Warum nicht? Gute Slabserifschriften sind sorgfältig gesetzt ohne weiteres fließtexttauglich. Das habe ich gerade mit der FS Clerkenwell durchgespielt und bin vom Ergebnis sehr angetan.  :-)

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_Jakob

Weiß ich auch nicht, rein intuitiv. Wahrscheinlich weil ungewohnt.

 

Also das war ein guter Tipp von dir, ich denke damit kann man gut leben.

Foro links, Meta rechts. Die Anderen habe ich leider nicht.

 

Ist jetzt nicht schön gesetzt, aber ich finde die Foro und die Noa gehen gut zusammen, wenn der Größenunterschied stark genug ist.

Spritzig, fresh, anders, markant.

 

Falls keine Einwände kommen, und ich morgen immer noch ein gutes Gefühl habe, wirds das werden.

Ich hoffe, dass ich ein gutes Händchen fürs setzen habe.

 

Merci :)foro_vs_meta.JPG

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Kathrinvdm

Gefällt mir beides gut! Die Foro ist der Noa von den Buchstabenproportionen noch etwas ähnlicher, hat eine etwas höhere x-Höhe. Ich würde ihr daher noch etwas mehr Zeilendurchschuss geben - so dass der luftige Eindruck entsteht, den Du bei der Meta schon erreicht hast. 

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_Jakob

In Ordnung. Ich bin ganz verzaubert von dieser guten Lösung und der netten Hilfe.

Ich zeige später wie es fertig aussieht und frage nochmal nach, falls ich unsicher werde.

 

Danke dir und einen schönen Abend,

Jakob

 

P.S.: dein Portfolio gefällt mir auch gut, besonders der Baukasten und die Illustration von dem Hibiskus (?) und der Distel sind der Hammer.

bearbeitet von Jakob Piest
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Kathrinvdm

Melde Dich gerne wieder, ich bin gespannt, wie das Resultat aussehen wird. 

 

PS: Dankeschön für Dein Kompliment!  :-)

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R::bert

Ich schließe mich einfach mal Kathrin an, die Foro finde ich die bessere weil harmonischere Kombination. Fein fein!

PS.: Musste heute Nachmittag die Frage auch erst einmal setzten lassen. Übrigens hat mich die Noa etwas an die dänische FF Max erinnert, welche mittlerweile auch eine Slabschwester bekommen hat, aber ob diese im Mengensatz dann auch so gut funktioniert wie die Foro, steht auf einem anderen Blatt … nur so am Rande. : )

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_Jakob

Hi R::bert,

danke für die Bestätigung!

 

Die Max ist ja auch pikfein, die muss ich mir merken. Ist allerdings recht quadratisch, und das kleine g ist nicht so "catchy".

Dafür hat sie lustige Schlenker am Fuß :) Sehr lecker. 

 

Ich kann eine Slab Version nicht finden, meinst du vielleicht die FF Unit Slab? Die hab ich auch auf dem Zettel, läuft mir aber zu schmal.

Die Foro ist übrigens die light Version, hatte ich nicht erwähnt.

 

Jetzt hab ich soviele hervorragende Schriften im Kopf, ist fast unanständig ...

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R::bert
Ich würde trotzdem was Schmäleres ausprobieren … vielleicht Richtung Luxi?

Weshalb würdest Du etwas »Schmäleres ausprobieren«?

Ich persönlich finde die Luxi hält der Noa aufgrund der feinen Strichstärken, zarten Serifen und geringen Weite nicht so richtig stand, sondern fällt etwas durch. Da fand ich die Wahl einer Slabserif (muss ja nicht unbedingt die Foro sein) mit ihren homogeneren Strichstärken schon günstiger. Außerdem erscheint mir die Luxi auch formal nicht so gut mit der Noa zu harmonieren.

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bertel
Weshalb würdest Du etwas »Schmäleres ausprobieren«?

Weil mir die Foro für Fließtext zu breit ist. Bei großen Textmengen könnte das den Spaß schmälern …

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Kathrinvdm

Dann würde ich aber eher auf die Meta Sans gehen, die ist schmaler als die Foro, passt aber besser zur Noa als die Luxi (finde ich). :-)  Außerdem würde es mich noch mal interessieren, die Foro in etwas kleiner und mit etwas mehr Zeilendurchschuss zu sehen. Das könnte die Lesefreundlichkeit schon deutlich erhöhen. 

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bertel
Dann würde ich aber eher auf die Meta Sans gehen, die ist schmaler als die Foro, passt aber besser zur Noa als die Luxi (finde ich). 

Ja, drum schrob ich auch "ausprobieren", "vielleicht", "Richtung" und "?" :-)

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_Jakob

Hallo Bertel,

danke auch für deinen Einwand.

 

Mir gefällt der Vorschlag optisch gut, aber die Foro hat noch immer die Nase vorn, da sie auch mit mehr Bedeutung aufgeladen werden kann. Neue Wege gehen, etwas Anders machen, aus der Norm ausbrechen, richtung Zukunft denken .. sowas halt zum Thema Energiesparen. Das funktioniert bei deinem Vorschlag weniger gut, finde ich. Der recht starke Strichstärkenkontrast deutet für mich eher auf etwas konservativere Werte (wobei Energiesparen jetzt nix Neues ist, aber so bekommt man vielleicht mehr Aufmerksamkeit von den jüngeren Generationen.)

 

Was den Platzverbrauch angeht: Zustimmung! Sagen wir ich nehm mir einfach den Raum den ich brauche. Falls es dann eng wird, denk ich an dich ;)

Muster von mehr Durchschuss kommt, sobald ich dran bin.

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bertel
… die Foro hat noch immer die Nase vorn, da sie auch mit mehr Bedeutung aufgeladen werden kann. Neue Wege gehen, etwas Anders machen, aus der Norm ausbrechen, richtung Zukunft denken .. sowas halt zum Thema Energiesparen. Das funktioniert bei deinem Vorschlag weniger gut, finde ich. 

Ich würde Buchstaben nicht mit zu viel Bedeutung aufladen wollen, das wird in der Regel keiner mitbekommen. Buchstabenformen können das gar nicht leisten. Das wäre eine Aufgabe fürs gesamte Design — Farben, Formen, Proportionen und so weiter.

 

Die Luxi bitte nicht als ausgearbeiteten Vorschlag verstehen, da gibt es sicher zig bessere.

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_Jakob

Ja klar, wenn überhaupt dann halt unterschwellig, wie ein leichtes Aroma in der Suppe.

Aber es ist doch immer gut wenn man die Wahl irgendwie Begründen kann, selbst wenns keiner mitkriegt.

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<p>Canapé – die gemütliche Schriftfamilie von Sebastian Nagel</p>
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