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gegenderte titel-abkürzung

Hervorgehobene Antworten

liebe kollegas, 

 

wir kennen das alle, seit einiger zeit wollen die kunden immer öfter ihre akademischen titel auch gegendert.

im falle der „Magistra“ wird also so abgekürzt: „Mag.ª“

so weit so gut.

 

jetzt hat ein kunde als CI-schrift die museo, deren hochgestelltes „a“ von haus aus unterstrichen ist (genauso wie hier im forum auch die tisa). eine feine sache wie ich finde, nur sieht das dann in kombination mit dem punkt etwas affig aus. vermute ich richtig, dass ich dann den punkt besser weglasse? (weil der unterstrich ev. sowieso als ersatz für den punkt gedacht ist?)

 

was meint die mikrotypographische netzgemeinde?

Pest oder Cholera …

 

Ich würde dann nicht das schon vorhandene a verwenden, sondern es ohne Unterstreichung hochstellen. Genauso wie das in der Dr.in.

 

In jenem Programm_WS_Genderstereotype.pdf ist das schön durchgezogen, das pdf hab ich jenem Beitrag gefunden.

die gefahr besteht, dass dann die hochgestellten buchstaben, wie in dem von dir verlinkten pdf, zu dünn werden. das ª dagegen ist in der regel an die strichstärke der grundschrift angepasst, also als hochgestellte glyphe entworfen. es empfähle sich daher bei elektronisch hochgestellten buchstaben, die strichstärke um eins hochzusetzen bzw. eine schriftart zu verwenden, die angepasste hoch- oder tiefgestellte buchstaben hat.

  • Ersteller

danke euch dreien!

habe den pragmatischen weg gewählt und hochgestellt.

 

thierrys einwand ist berechtigt. ich nehme dann auch oft den ausweg des nächst fetteren schnittes. ging nur hier nicht, weil die 900er museo schon zu fett wäre. gute idee, mueck, nur leider bei der museo nicht belegt.

 

auch nach lektüre des wikipedia-artikels wird mir klarer, dass das »ª« gar nicht für die titel gedacht war, sondern nur für die zahlworte der romanischen sprachen. sonst gäbe es ja sicherlich auch schon ein eigenes unicode-zeichen für das hochgestellte »in«

 

(über sinn und unsinn des genderns von titeln brauchen wir hier jetzt nicht zu streiten)

die gefahr besteht, dass dann die hochgestellten buchstaben, wie in dem von dir verlinkten pdf, zu dünn werden. …

 

Ja, das ist nicht von der Hand zu weisen. Dem kann ich aber entgegensteuern, wenn ich die hochgestellten Buchstaben entsprechend groß anlege, was in in ID sehr kommod geht.

Wenn man in einem Bereich, an dem dies öfter vor kommt, und da auch einen eigenen Hausfont hat, würde es sich vielleichtr lohnen, einen Satz hochgestellter Buchstaben - und die entsprechend etwas aufgefettet - als stilistische alternativen reinzubauen. oder solche gegenderten Titel gleich als "Ligatur" in der Mag.a und Dr,in gleich die perfekt gestaltete Version erzeugt. das würde auch die Schreibarbeitr erleichtern.

(über sinn und unsinn des genderns von titeln brauchen wir hier jetzt nicht zu streiten)

Schade. :-( Ich erlaube mir aber trotzdem mal, den Einwurf meiner (promovierten) Frau weiter zu reichen, die meint, dass es, wenn schon, dann doch wohl Drª (von doctora) [EDIT: OK, dann also Drix; noch besser! :party: ] heißen sollte. :-?

 

Ansonsten sind solche Konstrukte natürlich Ausdruck genderbinärer Unterdrückung:hammer:  Wenn dadurch, dass Frauen ein eigenes Kürzel bekommen, die ursprüngliche Abkürzung explizit männlich definiert wird, bleiben graduierte Menschen, die sich als intersex oder third gender definieren oder eine Kategorisierung generell ablehnen, völlig auf der Strecke.

Ansonsten sind solche Konstrukte natürlich Ausdruck genderbinärer Unterdrückung:hammer:  Wenn dadurch, dass Frauen ein eigenes Kürzel bekommen, die ursprüngliche Abkürzung explizit männlich definiert wird, bleiben graduierte Menschen, die sich als intersex oder third gender definieren oder eine Kategorisierung generell ablehnen, völlig auf der Strecke.

Das ist doch nur das geringste Problem: Wenn jetzt schon Abkürzung, die selbst grammatikalisch geschlechtsneutral sind (wer sagt mir, ob Mag. für Magister oder Magistra steht?), mit einem geschlechtsidentifizierenden Merkmal betont werden, dann kann das doch nur dem Zweck dienen, die eigene Schublade in dem Schubladensystem, das so ziemlich alle abschaffen wollen, zu betonen. Was könnte dem Ziel der Gleichberechtigung mehr zuwider sein?

Man stelle sich außerdem das Geschrei vor, wenn irgendwer Mag. (♂) auf seine Visitenkarte schriebe.

Wahrscheinlich ist das noch immer nötig, damit sich die richtig promovierten Damen von den "Schwiegerdoctorinnen" abgrenzen können, wie "Ich bin Frau Doktor Müller" "Ach, haben Sie studiert?" "Nein, mein Mann ist Arzt!"

Oh weh, jetzt können Mediziner(innen) schon nicht mehr richtig Latein.

 

Aber wenn Doctrix zu sewhr nach Asterix und Obelix klingt, wäre Doctrice ja noch ne Möglichkeit, oderr?

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