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Eine Linie, aus einem Guss

Hervorgehobene Antworten

Hi,

 

ich habe eine etwas allgemeinere Frage: Wie schafft man es, dass eine Schrift wie aus einem Guss wirkt?

 

Konkret suche ich gerade nach Buchstabengruppen, die üblichweise eine Einheit durch gemeinsame Merkmale bilden, und mir fehlen die richtige Suchworte. Beispielsweise:

 

A N M W X Y Z K - schräge Formen

O Q S - runde Formen

E F H T - horizontale/vertikale

B D P R - bauchig rechts

G d q a - bauchig links

t f - spazierstockartig

 

Eine Art Schablone, so dass man Schlussfolgerungen ziehen kann, z.B.: M sieht oben links soundso aus, dann sollte N ebenfalls dieses Merkmal tragen.

 

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Wie nennt man das? :-)

 

 

Gruß,

Christian

Gestaltungsrichtlinien? Gestaltungsvorgaben? Stilelemente? Formale Designvorgaben? Formensprache? Gestaltungsmuster? 

  • Ersteller

Selbst innerhalb einer Schriftgruppe kann es diese Gruppierung nach Formen auf Buchstabenbasis nicht wirklich geben. 

 

Aber man hat doch zwangsweise immer Elemente, die an anderen Stellen wieder vorkommen, sonst würde eine Schrift ja in ihre Einzelteile zerfallen. Und es ist ja auch nicht komplett zufällig, wo sich diese wiederfinden. M und N oder V und W beispielsweise werden höchstwahrscheinlich starke Gemeinsamkeiten haben.

Die Frage ist wahrscheinlich eher, was Du mit dieser Gruppierung bezwecken willst bzw. wozu sie gut sein soll, oder geht's die nur um die Begrifflichkeiten/Terminologie für sowas?

Aber man hat doch zwangsweise immer Elemente, die an anderen Stellen wieder vorkommen, sonst würde eine Schrift ja in ihre Einzelteile zerfallen. Und es ist ja auch nicht komplett zufällig, wo sich diese wiederfinden. M und N oder V und W beispielsweise werden höchstwahrscheinlich starke Gemeinsamkeiten haben.

 

Na ja, dabei handelt es sich um die individuelle Formensprache, die Du Deiner Schrift gibst. Eine einheitliche Verwendung von Strichstärken, aufeinander abgestimmte Radien, konsistent geformte Serifen, harmonische Proportionen – all das sind Parameter, die am Ende zu einem stimmigen Schriftbild führen. Das in starre Regeln gießen zu wollen führt aber meiner Erfahrung nach am Ende nur dazu, dass die Schrift verkrampft und unharmonisch aussieht. Individuelle Einzelformen und überraschende kleine Details machen oft den größten Charme einer Schrift aus – auch wenn sie aus dem übergeordneten Gestaltungsraster ausbrechen. Beziehungsweise: genau deswegen. 

  • Ersteller

@Lars: Mir geht es um den Weg zu einer individuellen Formensprache.

 

@Kathrin: Genau wie du sagst, es muss erstmal ein erkennbares, übergeordnetes Gestaltungsraster geben, was dann an einzelnen Stellen gebrochen werden kann. Wenn alles ausbricht hat man ja nur Kuddelmuddel. :-)

Erst einmal ist das letztlich mehr eine Gefühlssache, als eine feste Regel. Gerde bei deinem Logo ist das doch schon mal richtig gut gelungen. auch in deinem Ruck-Zuck-Entwurf zum @ hast du doch schon ohne groß über Regeln zu brüten es sehr gut hin bekommen. Versuch also nicht unbedingt da eine eiserne Regel zu finden. Sicher gibt es Buchstaben, die in sehr vielen Schriften eine sehr große Ähnlickkeit besitzen, so E und F, O und Q,  V und W - aber es gint mindestens genau so viele sehr gute Schriftarten, in denen das ganz und gar nicht so ist. ein Q also nicht ei O mit Querstrich sonder eher so eine Art 2 ist.

 

Und generell gibt es auch immer Buchstaben, die man leicht in einene gemeinsame "Stimmung" hämmern kann, und andere, an denen man fast verzweifelt.

 

Überigens sind in deiner Buchstabensuppe schon viele drin, die diese Familienähnlicket voll besitzen,m ein paar gehen wirklich nicht, wobei ich nicht mal genau beschreiben kann warum. Ach so, ein S fehlt mir noch :-)

  • Ersteller

Okay, catfonts hat ja im Prinzip schon verraten, worum es geht. Zu dem 7kleiderleben-Schriftzug habe ich weitere Buchstaben angelegt (bisher nur aus einfachen Linien und verbeult):

7kleiderfont_v03.png

http://zachau.info/krams/typografie/7kleiderfont_v03.pdf

 

Ich bin mir aber bei den vielen Möglichkeiten sehr unsicher, welche Formen in die richtige Richtung gehen und was überhaupt nicht sinnvoll ist. Die Formen, die mir als weniger geeignet erschienen habe ich ausgegraut, aber eben wirklich rein nach Gefühl. Daher der Frage nach einer Art "Schablone" mit der man vergleichen könnte, welche Buchstaben grundsätzlich üblicherweise durch die gemeinsamen Merkmale zueinander passen sollten und "gleich" gestaltet werden.

 

@catfonts: Da gibt es auch ein S. ;-)

Und eben diese Schablone für "Buchstaben grundsätzlich üblicherweise durch die gemeinsamen Merkmale zueinander passen sollten" gibt es eben grade nicht, sondern es hängt vom "klang" der Schrift van, also ob man es mit einer recht stren und formalistischen Druckschrift hat, bei der sich noch leichter soilche formalen Zusammenhänge finden, oder die Schrift ins Handschriftliche läuft, und da sich dann deutlichere Unterschiede, allein durch den Schwung der Handberwegung ergebenb, die sich jaq dann in der Schrift wieder findet. Übrigens, dieses letzte graue Y finde ich zur Ur-Schrift des Logos nicht mal so falsch. Und bei dieser Schrift besteht ja zusätzlich noch die (fast) Regekl, dass sich hier jeweils die Formen aud Groß und Kleinbuchstaben treffen, und in einer Schrift versammeln, die eben nicht mach Groß-und Kleinbuchstaben unterscheidet, sondern jeweils die nimmt, dsie diesen Schwüngen an ehesten entgegenkommt. Somit fliegen hier die Großbuchstaben, die einfach zu gerade werden heraus, und umgekehrt die Kleinbuchstaben, die mit zuviel Ober-und Unterlänge glänzen.

Das mit dem Ypsilon habe ich auch spontan gedacht!  :gimmifive:

 

Christian, damit Du ein Gefühl für die Buchstaben und die mögliche »Melodie« Deiner Schrift bekommst, solltest Du vielleicht einfach mal ein paar Wörter aus Deinen Buchstaben setzen. Zum Beispiel Deinen Namen, weil Dir sein Schriftbild am vertrautesten sein dürfte. Oder ein Pangram. Und dann wirst Du ziemlich schnell merken, welche Buchstaben miteinander harmonieren. Das mag Dir auf den ersten Blick zu intuitiv und zu wenig geplant erscheinen, aber bei Deiner Schrift, die einen eher handschriftlichen, emotionalen Charakter hat, dürfte das ein sinnvoller Weg sein.  :-)

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