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Wie mache ich Schriftschnitte vernünftig erkenntlich?

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tickbite

Hallo allesamt,

 

ich arbeite gerade an einem kleinen Comic-Projekt und habe mir dazu die Mühe gemacht, einen Font zu entwerfen, den ich für die Texte benutzen kann. Er sollte an die klassischen Comicschriften der 60er- und 70er-Jahre Marvel Comics angelehnt sein. Deshalb habe ich sie vorerst einfach mal "Comicbook Classic" genannt. Insgesamt habe ich vier Schriftschnitte.

 

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Dabei habe ich aber zwei Probleme:

 

1) Ich tue mich ein wenig schwer damit, die Schnitte zu benennen. Standard und Fett sind die eigentlichen Schnitte für den Haupttext. Black und Outline sollen nur sporadisch benutzt werden. Kann man die so nennen, oder habt ihr da bessere Ideen? Man könnte die Black auch Fett nennen und die Fett dann Halbfett oder so ähnlich. Wonach richtet sich so eine Entscheidung? Ist das mir überlassen oder gibt es da ein paar Regeln?

 

2) Aus irgendeinem Grund ärgert mich Windows bei der Installation der Schriften. Auf dem Mac ist es gar kein Problem und alle vier Schnitte werden direkt als Teile von "Comicbook Classic" erkannt. Windows hingegen installiert die Schnitte quasi übereinander. Im "Fonts"-Ordner taucht nur eine Version auf; löscht man diese, erscheint die nächste. So ist auch nur immer die oberste Schrift in den Anwendungen zugänglich. Verrückterweise kommt dazu, dass Windows meint, "Comicbook Classic Black" als "Comicbook Classic Schwarz" anzuzeigen, obwohl ich die so nirgends genannt habe. Bei den anderen Schnitten wiederum setzt Windows ein "Mittel" hinter den Namen. Vielleicht kennt jemand einen Link à la "Fontinstallation unter Windows für Dummies"? 

 

Schonmal besten Dank für eure Tipps. 

 

Nils

 

 

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catfonts

Generell, für Windoof musst du, nutzt du für alle 4 Schnitte den gleichen Familiennamen dann die Schalter für „Font is bold“ und „Font is italic“ nutzen. Wenn du für deeine Comic-Books die Textauszeichnung kursiv ohnehin nicht nutzen möchtst (wozu ja dann eigentlich auch entsprechend kursive Schnitte gezeichnet werden sollten, denn einfach nur schäg gezogen wirkt zumeist ohnehin falsch) kannsz du, wie ich dies für Spezialfonts auch mache, den Kursiv-Schalter auch missbrauchen. Dann könntest du denen normalen Schnitt als normal belassen, beim fetten setzt du sowohl den Schalter, als auch bei Style Name aud Bold. damit du dann den Black-Schnit genau so leicht nutzen kannst, und du ja ohnehin deine Schrift nutzt, könntest du diesen dann als „bold-italic“ markieren, und auch die entsprechenden Schalter setzen, und die Outline könnte dann deine kursive sein.

 

Icgh weiß, dieses Verfahren ist, mächtest du deine Schriften weiter geben, nicht ganz kosher, ist die Schriftart für den Eigenbedarf, ist das jerdoch sehr praktisch,m da du dann für deine 4 Varianten nur einmal sie Schriftart auswählen musst

 

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tickbite

Vielen Dank für eure Hinweise (und die nützlichen Links). Tatsächlich kein einfaches Thema. Den Text von Karsten Lücke habe ich gerade mal angefangen, aber ich fürchte, dass mich das vorerst etwas überfordert. 

 

Die beiden Schnitte Black und Outline hatten bei mir bislang keinerlei Kennzeichnung (weder fett noch kursiv), die anderen beiden entsprechend standard und fett. Deswegen sollte es eigentlich keine Überschneidungen geben. 

 

Den Tipp von catfonts will ich mal als Notlösung im Hinterkopf behalten. Ich bin immer so pingelig, dass ich es doch gern direkt richtig hätte, aber für den Eigengebrauch müsste das ja eine einfache Lösung meines Problems sein.

 

Ich gehe jetzt noch mal meine Einstellungen durch. (Ich benutze übrigens Glyphs Mini.)

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Die beiden Schnitte Black und Outline hatten bei mir bislang keinerlei Kennzeichnung … 

 

Eben! Das ist das Problem! Sie müssen eine Unterscheidung bekommen. Es darf keine zwei Schnitte einer einfachen Familie geben, die die gleichen Einstellungen für diese Felder haben. Sonst wird nur einer der Schnitte funktionieren. 

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catfonts

WQenn ndu also die Variante mit dem misbrachtenm Kursiv, was in Windows schlicht den Zugriff erleichtert, nicht nutzen möchtst, dann müssen die Back, Outline (evtl weitere) dann die Unterscheidung im Familiennamen haben, da Windoof eben nur die 4 Standardvarianten einer Schrift als zusammengehörig akzeptiert, das letztlich auch aus Gründen der Abwqärtskompatibilität.

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tickbite

Danke Ralf, das hatte ich dann missverstanden. Ich habe direkt mal die installierten Schriften auf meinem PC angeschaut und entsetzt festgestellt, dass es keinen Font in mehr als vierfacher Ausführung gibt. Das war wohl ein typografischer Aha-Moment für mich. Ich muss also tatsächlich zwei Familiennamen angeben, wenn ich alle vier Schnitte unterbringen will ohne irgendeine "kursiv" zu nennen.

 

Allerdings habe ich mittlerweile den Eindruck, mein PC oder ich spinnen. Ich habe das Problem aufs Wesentliche reduziert und mich erstmal nur mit Std und Fett beschäftigt, schaffe es aber nicht mehr, beide gemeinsam zu installieren. An den Einstellungen der Fonts kann nun wirklich nicht mehr viel falsch sein - die eine ist klassifiziert als die Bold-Version der anderen. Ich lege mal eine Pause ein und versuche es später noch mal, durch Windows durchzusteigen ... *seufz*

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catfonts

Du könntest mir ja mal die normale und fette zusenden (wiegel(at)Peter-wiegel.de) und ich schau mir das mal in Fontlab an,wenn du magst

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…  schaffe es aber nicht mehr, beide gemeinsam zu installieren.

Dann nach dem Fontbenennungstipp gleich noch der zweite typische: Solange du »rumprobierst«, gibt jedem neuen Versuch einen neuen Familiennamen (»Meine Familie Beta5« etc.). Da die Fonts an verschiedenen Stellen zwischengespeichert werden, führt es ansonsten immer zu Problemen, wenn du versucht, neue Versionen auszuprobieren. Nur ein neuer Familienname garantiert, dass die Schrift wirklich systemweit als neue Version erkannt wird und in den Anwendungsprogrammen benutzt wird.

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tickbite

Ralf, der Tipp ist für ein Greenhorn wie mich Gold wert. Danke.

 

catfonts, ich habe dir die beiden Schnitte mal per E-Mail geschickt. Vielleicht siehst du ja direkt, was ich falsch mache. :-) Danke. 

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Christian Z.

Zur technischen Seite kann ich nichts beitragen, aber spontan hätte ich die eine "rounded" genannt (vielleicht gibts ja später noch einen extrafetten Schnitt dazu?).

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tickbite

Christian, ich verstehe warum du die Std "rounded" nennen würdest. Die wird aber die sein, die ich im Comic am häufigsten benutze. Deswegen will ich sie als Std lassen. Die fette Version davon wird dann offensichtlich "bold". Mit den anderen beiden tue ich mich noch etwas schwer. Wenn ich es richtig verstehe, muss ich beide Schnitte neu benennen und die eine als den Fettschnitt der anderen nutzen. Ich tendiere allerdings dazu, drei Familien anzulegen:

 

Comicbook Classic (in Standard und Fett)

Comicbook Classic Black

Comicbook Classic Outline

 

Ich bin mir aber noch nicht sicher, wie ich einem Programm (z.B. Illustrator) deutlich machen kann, dass alle drei zu Comicbook Classic gehören (so wie das z.B. bei Source sans thin, light, extra light etc.). 

 

Die technischen Probleme haben sich übrigens geklärt. Dank catfonts' Hilfe und ein bisschen Recherche wurde mir klar, dass Glyphs Mini die Angaben nicht speichert, wenn ich die OTF überschreiben will. Ich muss immer zurück über das native Glyphs Mini-Dateiformat. (Hätte ich mir auch denken können.)

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Ich bin mir aber noch nicht sicher, wie ich einem Programm (z.B. Illustrator) deutlich machen kann, dass alle drei zu Comicbook Classic gehören (so wie das z.B. bei Source sans thin, light, extra light etc.). 

 

Das geht über das »doppelte Namensschema«, das in den oben verlinkten Artikeln erklärt wird. Ich würde das bei so einer kleiner Display-Familie aber auch einfach lassen. Nimm die Standard und Fett in eine Familie und gib den anderen beiden abweichende Familiennamen. Dann tauchen Sie als separate Menüeinträge auf und es gibt keine technischen Probleme. 

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catfonts

In diesem Zusammenhang habe ich heute in Windows7 eine kleine Überraschung erlebt.

 

Ich erstelle ja gerade Schul-Schreibschriften, und hatte davon eine kleine Famile mit den 4 Standardschnitten Standard, Bold, Italic und Bold-Italic. so weit, so gut, dann habe ichz mir, um das Ausgabeprogramm etwas genauer zu Prüfen auch eine normale und eine kursive Condensed-Variante angefertigt, und diesen Schriften dann den um Condensed erweiterten Familiennamen gegeben.

 

Und dann habe ich die 2 Schriften installiert, und mich gewundert, dass jetzt in c:windows\fonts nicht die zusätzlichwe Familie auftaucht, also öffne ich die als Stapel dargestellte Famile, und siehr da, diese enthält 6 Schriften, bei denen Windows die 2 Condensed-Schnitte als "Schmal" bezeichnet. "Schmal" kommt aber gar nicht in den internen Bezeichnungen der Schriftart vor.

 

In der Anwendung allerdings erscheinen die 2 zusätzlichen Schnitte dann alerdings als eigene Familie., im Windows-Editor dagegen ist es eine Familie

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