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Vernachlässigte Handschrift, hangeschriebene Rezension in der FAZ

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vor 4 Stunden schrieb Schnitzel:

Hört sich spannend an – was ist das genau?

Ich hatte lange einen vernünftigen Stenofüller gesucht um einen Füller für Schwellzüge zu haben. Die Preise waren aber oft nicht nach meiner Vorstellung :-(

Google mal Pilot Namiki flexible nib. Es gibt da mehrere Modelle und Federn. Ist aber nichts zum Schnellschreiben, jedenfalls ich schreibe nur Briefe damit, wenn ich Zeit und Lust habe. Für den Alltag ist das Gerät etwas zu anspruchsvoll für mich. In Deutschland gibt es den Pilot nicht, glaube ich. Ich hab meinen aus England schicken lassen. 200 oder 300 Euro, weiß ich nicht mehr. Es gibt aber diverse Füllfederhalter mit flexiblen Federn.

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Ich hab da noch einen (noch) europäischen Händler gefunden:

http://www.purepens.co.uk/acatalog/Noodlers-Nib-Creeper-Fountain-Pens.html

 

Das ist kein Repräsentativer Füller, wie die Montblancs, sondern als Künstlerwerkzeug gedacht, und daher recht einfach - und damit recht Flexibel ausgelegt, man kann also die Tintenführung seinen eigenen Vorgaben anpassen, und eben mit mächtig Schwellzug schreiben. Es gibt auch jede Menge Videos zu den Dingern.

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Gast Arno Enslin
vor 2 Stunden schrieb catfonts:

Das ist kein Repräsentativer Füller, wie die Montblancs, sondern als Künstlerwerkzeug gedacht

Eigentlich suche ich weder das eine noch das andere, sondern nur einen Alltagsfüller, mit dem es sich komfortabel und einigermaßen schnell schreiben lässt. Aber der Preis ist so attraktiv, dass ich den auch bestellen würde, ohne ihn ausprobiert zu haben. Und er ist zwar nicht repräsentativ, aber auch nicht hässlich.

 

Edit: Die Fedrn sind ja sogar austauschbar. Das ist ja klasse. Hätte ich bei dem Preis nicht gedacht!

 

Ich habe jetzt nicht nachgeschaut, ob das ein Kolbenfüller ist. Die Patrone meines alten Füllers habe ich eben mit einer Spritze befüllt. Und das funktioniert bestens. Ich nutze Spritzen auch, um Klebstoffe in enge Spalten zu spritzen, zum Befüllen kleiner Petroleumlampen u. s. w. Deswegen habe ich da immer einen kleinen Vorrat.

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Es ist ein (recht einfacher) Kolbenfüller, und wem die elastische Schwellzugfeder nicht gefällt, für gerade um 2$ gints eine normalfeste Feder zum einfachen Tausch. Generell sind die teile überraschend einfach aufgebaut, Tintenführung (ein recht einfaches Hartgummiteil, das beim Prototyp noch handgeschnitzt war) und Feder lässt sich einfach mit der Hand heraus ziehen, und so für jede Anwendung und jede Tinte, die eventuell unterschiedliche Fließeigenschaften hat so justieren, dass die Tinte hinreichend fließt, aber der Füller nicht kleckert.

 

Der Hersteller der Füller braut auch gut 200 verschiedene Tinten in der eigenen Hexenküche in zig Farben, aber auch exotisches Zeug wie phosphoreszierende Tinte, Metallglanztinte oder Tinte für Linkshänder, die auf dem Papier extrem schnell trocknet, oder auch Tinte, bei der man bei - 25° noch schreiben kann.

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Ich nutze zur Zeit am liebsten den ArtPen von Rotring mit 1,1 mm Kalligraphie-Feder. Der liegt gut in meiner Hand, die Feder kratzt nicht, die Tinte trocknet auch nach längerem Nichtbenutzen nicht aus und ich kann normale Tintenpatronen verwenden. Durch die breite Feder sieht sogar mein Gekrakel so aus, als sei es gewollt. Wenn ich mir Mühe gebe und langsam schreibe, kann es sogar sehr schön aussehen.

@catfonts Tip hört sich aber auch spannend an. Falls jemand den Füller ausprobiert, wäre 'ne Rückmeldung prima!

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vor 7 Stunden schrieb Callelulli:

Falls jemand den Füller ausprobiert, wäre 'ne Rückmeldung prima!

Einer kostet übrigens nur 16,10 usd. Da kann man auch einfach mal nur probieren. (Keine Ahnung, was der Versand nach Deutschland kostete.)

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Bei den Noodlers-Füllern ist das Tintenführungsteil, anders als bei vielen modernen Füllern nicht aus Kunststoff gespritzt, sondern aus Hartgummi (Ebonit) - also aus Natur-Kautschuk - und das bracht eine kleine Vorbereitung:

 

Hier braucht man einen Becher fast kochendes Wasser, da taucht man Feder und Tintenführungsteil für ca 45 Sekunden ein, das es gut warm ist, und presst dann Feder und dieses Hartgummiteil so lange zwischen Daumen und Zeigefinger fest zusammen, das sich das Hartgummiteil an die Feder anpasst. Dies kann man immer wiederholen, wenn der Füller mal schlecht schreibt, oder kleckert, weil dann entweder das Gummiteil zu dicht anliegt, oder zu viel Abstand hat. Natürlich auch nach Federwechsel.

 

Dieser Vorgang gehörte übrigens vor Langer Zeit auch zum Kundendienst in Füllhaltergeschäften, denn früher waren die Tintenleitsysteme immer aus Ebonit, so eben auch in der Zeit, aus der das Foto stammt:

goldfink.jpg.08418139e0de15ae6b0d87dfb87247d1.jpg

 

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Gast Arno Enslin
vor 56 Minuten schrieb Kathrinvdm:

Das ist doch die werte Frau Mama des geschätzten Kollegen, stimmt’s? 

Ach, ich glaub, das hätte er erwähnt, bevor er sie 109s lüsternen Blicken aussetzt.

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Gast Arno Enslin
Am 7.6.2017 um 22:07 schrieb Callelulli:

Tip hört sich aber auch spannend an. Falls jemand den Füller ausprobiert, wäre 'ne Rückmeldung prima!

Ausprobiert habe ich ihn noch nicht. Aber in dem folgenden Video wird gezeigt, wie man die Feder justiert, um ihre Flexibilität und den Tintenfluss zu regulieren. Die schwarze zylindrische Einheit unterhalb der Feder und die Feder halten ihre Position zueinander nur dadurch, dass sie festgeklemmt werden. Vermutlich muss das ab und zu nachjustiert werden. Die Mechanik ist jedenfalls recht primitiv. Mehr kann man bei dem niedrigen Preis aber auch nicht erwarten. Außerdem sieht man ganz schön, was passiert, wenn sich die Spitze der Feder spreizt. Ob ein rauher Schultag bei dem Füller ohne Sauerei bewältigt werden kann – da habe ich zumindest leichte Zweifel. Aber ich brauche ihn ja nur für zuhause und muss damit nichts Eiliges erledigen. Für meine Zwecke ist der Füller so interessant und günstig, dass ich mir wohl demnächst einen bestellen werde, u. z. mit einer flexiblen Ersatzfeder und einer starren Feder – die gibt es nämlich auch.

 

 

 

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vor 10 Stunden schrieb Arno Enslin:

Die Mechanik ist jedenfalls recht primitiv.

Das ist ja eigentlich der Witz bei dem Ding. Anders als beim klassischen Füllhalter, den es in überraschender Güte schon für unter 3 Euro aus China gibt, beiden das Tintensystem fest verbaut und werksseitig für eine Kugel-Feder justiert ist, wurden diesec Dinger und ihre Vorgänger, beginnend mit dem Modell Ahab bewusst mit frei justierbarem Tintensystem konzipiert, un duieses Kalligrafie-Schreibgerät an die unterschiedlichen Fließeigenschaften der ja auch vom Erfinder dieser Stifte gebrauten, sehr unterschiedlichen Tinten anzupassen. Damit ergibt sich bei dem Teil eben so ein Zwischending zwischen der klassischen Spitzfeder im Federhalter unter deren Nutzung ja die Anglaise und die deutsche Schwellzug-Kurrent entstanden sind, die aber eben auch zu einer gewissen Disziplin zwingt, funktioniert so ein Schreibgerät eben nur mit ziehenden Bewegungen.

 

vor 10 Stunden schrieb Arno Enslin:

Ob ein rauher Schultag bei dem Füller ohne Sauerei bewältigt werden kann – da habe ich zumindest leichte Zweifel.

Genau dafür ist das Teil ja auch gar nicht gedacht, obwohl, sinnvoll im Kunstunterricht - und hier mit dem Stichwort Kalligrafie oder meinetwegen dem deutschen Begriff "Schönschrift" - eingesetzt, könnte das dann wieder einen positiven Einfluss auf die "normale" Handschrift haben. Gerade diese Disziplin, die dieses Schreibgerät fordert ist es ja, was dann zu definierten Winkeln im Schriftbild zwingt, und den Gegensatz zum Kuli bildet, bei dem ja wildes Kritzeln ohne eine aufgezwungene Richtung zu diesen ungeordneten Schriftbild führt. Hier wird man ja nicht am Krakeln gehindert.

 

Der Erfinder der Stifte ist Nathan Tardif, ein ziemlicher "Tintenverrückter" der gut 200 verschiedene Tinten anbietet, und die alle höchst selbst in seiner Hexenküche braut .- was allerdings dazu führt, dass man manchmal ganz schön bei den Anbietern suchen muss, möchte man eine bestimmte Sorte wieder haben, oder eben gelegentlich recht lange warten. Und da er einfach keinen Füllhalter fand, der mit all seinen "Suppen" klar kommt, und ein altmodischer Federhalter und lose Stahlfedern ihm wiederum zu unbequem waren, bastelte der eben den Prototyp seiner Noodlers-Füller - noch weit primitiver als das heutige Modell, im Grunde einfach ein Plexiglas-Rohr, hinten mit einem eingeklebten Stopfen verschlossen und vorn kegelig aufgerieben, dazu aus einem Stück Ebonit handgeschnitzer Tintenführer und eben die Feder. Den füllte man dann, indem man die Feder heraus zog, und dann die ganze Röhre mit einer Spritze befüllte. Ich hab damals auch ein Interview-Video mit dem Typ gesehen, der hatte ganz schön tintengefärbte Finger.

 

Und dann kam so das erste kommerzielle Modell, der Ahab, ein ziemliches Dickschiff mit einem recht primitiven Zugkolben-Füllsystem, der sich aber, zieht man den Kolben-Tank heraus und baut man einen O-Ring vors Gewinde, und fettet dieses mit Silikonfett ein zum Großraumtanker umbauen kann, und dann gut 15ml Tinte im Füllerbauch zu haben. So gesehen ist der Nib-Creaper schon fast "High Tech" aber eben bewusst primitiv, wie dere Name ja schon sagt. Creaper ist ein Slang-Kofferwort aus Reaper = Seelenfresser und Creeper = Ungehobelter Kerl, also vom Namen her ein ziemlich ungehobeltes Ding mit Suchtpotential.

 

Und blaue Fingerspitzen sind so gut wie ein sicheres Zeichen, das da einer mit einem Noodlers Pen schreibt - oder eben einen Tintendrucker hat und den selbst befüllt ;-)

 

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Gast Arno Enslin

Du weißt nicht zufällig, ob in den Füller auch die Federn für die einfachen Federhalter ohne Tank oder Patrone passen?

 

Edit:

 

vor 19 Stunden schrieb Arno Enslin:

Ob ein rauher Schultag bei dem Füller ohne Sauerei bewältigt werden kann – da habe ich zumindest leichte Zweifel.


Damit wollte ich auf Folgendes hinaus: Kalligraphie im Kunstunterricht kann zwar zur Entwicklung einer Handschrift beitragen, aber in Bezug auf die Entwicklung der Handschrift halte ich die Menge an Text, die man mit der Hand schreibt, für wesentlicher. Und da ist dann eben der Schreibkomfort ein wichtiger Faktor. Wenn Kinder ihren Füller nicht händeln können, ohne dass sie ständig Tinte an den Fingern haben o. ä., dann ist ein Füller wie der Noodler's Nib Creaper eben keine große Hilfe, um das in dem Artikel angesprochene Problem zu lösen.

 

Edit 2: Es geht um die Zeit, die der Lehrplan für Kalligraphie vorsieht. Das waren bei mir auf dem Gymnasium zwei Doppelstunden. In neun Jahren. Und von vier Kunstlehrern waren drei Nieten.

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