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Schrift für Gutachten

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vor 37 Minuten schrieb spectator:

Die etwa 90 Zeichen pro Zeile sind leider traurige Wahrheit, und die seltsamen Vorgaben des vorgeschriebenen Briefpapiers kann ich nicht ablehnen, ohne Ärger zu bekommen.

Die 90 Zeichen pro Zeile würden bei vorgegebenem Satzspiegel ja nur funktionieren, wenn gleichzeitig eine bestimmte Schrift und Schriftgröße vorgeschrieben werden. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, sonst hättest Du diese Diskussion nicht begonnen. Die 90 Zeichen sind also nur Resultat und nicht Vorschrift. Aber welche Vorschriften gibt es denn sonst noch? Du hast bisher nur die Ränder genannt.

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vor 10 Stunden schrieb Dieter Stockert:

Die 90 Zeichen pro Zeile würden bei vorgegebenem Satzspiegel ja nur funktionieren, wenn gleichzeitig eine bestimmte Schrift und Schriftgröße vorgeschrieben werden. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, sonst hättest Du diese Diskussion nicht begonnen. Die 90 Zeichen sind also nur Resultat und nicht Vorschrift. Aber welche Vorschriften gibt es denn sonst noch? Du hast bisher nur die Ränder genannt.

Angesichts meiner bisherigen Angaben ist dein Einwand völlig berechtigt. Ich muss daher nachtragen, dass die Hausschrift der Universität Hamburg eine Variante der TheSans ist - sicherlich keine schlechte Wahl. Der quasi amtliche Briefkopf eines Gutachtens ist unantastbar und gibt auch das Seitenlayout mit der besagten Zeilenlänge vor. Abgesehen vom Universitätslogo und zwei Zeilen in Punktgröße 11, enthält der Briefkopf zahlreiche Adressangaben in Punktgröße 8. In einem umfangreichen "Corporate Manual" der Universität wird für DIN A4 Seiten die Punktgröße 11 festgelegt (was auch wirklich nicht übel aussieht). Mit dieser Vorgabe kommt man Pi mal Daumen tatsächlich auf 90 Zeichen pro Zeile.

 

Da der Briefkopf nur inhaltlich angepasst, nicht aber im Layout verändert werden darf, besteht mein Gestaltungsspielraum nur darin, eine andere Brotschrift für meine Dokumente zu wählen. Allerdings müsste man sehr unschöne Punktgrößen wählen (und entsprechend die Zeilenabstände vergrößern), wenn man bei der vorgegebenen Zeilenlänge die Zeichenzahl auch nur auf 80 verringern wollte, was immer noch ein gutes Stück vom Wünschenswerten entfernt ist.

 

Ich habe es ausprobiert: Selbst mit der breit laufenden PMN Caecilia kommt man nur auf ca. 80 Zeichen pro Zeile, wenn man ihr eine Versalhöhe gönnt, die zusammen mit dem Briefkopf beim besten Willen kein ansehnliches Bild mehr ergibt. Bleibt man der Versalhöhe der 11er TheSans ungefähr treu, kann man selbst mit der PMN Caecilia nur ganz wenige Zeichen pro Zeile einsparen.

 

Der Versuch, unterhalb des Briefkopfes einfach größere Seitenränder einzustellen, ist zwar technisch durchführbar; doch scheint mir die Ignorierung der im Briefkopf offensichtlich vorhandenen bzw. eingehaltenen Seitenränder eine so gravierende typographische Sünde zu sein, dass ich dieses Mittel nicht wählen möchte (auch das habe ich ausprobiert und finde es - gelinde gesagt - scheußlich).

 

So oder so: Mit der Zeilenlänge UND mit der hohen Zeichenzahl muss ich leben und typographisch das beste daraus machen. Die konkreten Tipps und Schriftennennungen, die mir R::bert oben gegeben hat, lindern das Übel tatsächlich erstaunlich gut. Gerade ruhige, tendenziell breit laufende, nicht zu helle Schriften mit geringem Strichstärkekontrast meistern die widrigen Umstände hervorragend.

 

Ich sehe jetzt deutlicher, dass gute Typographie nicht immer - vielleicht sogar: fast nie - darin besteht, für die Ziele der Schriftverwender optimale Bedingungen zu schaffen, sondern vielmehr darin, in suboptimalen Bedingungen ein Maximum jener Ziele zu verwirklichen.

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Zwischen der Schriftfindung für ein künstlerisch gestaltetes Buch und einem Gutachtentext liegt ein breites Feld.

 

Ganz vorne würde ich ein Künstlerbuch oder ein Schriftmusterbuch reihen. Hier kann Schrift sogar zum Selbstzweck werden. Schrift stellt sich selbst aus, stellt sich mitunter in den Mittelpunkt. der Text wird zur Nebensache. Die Schriftfindung bzw. die Schrift an sich ist ja das Hauptthema.

 

Bei Büchern kommt man, wie auch Martin schreibt, auch mit einigen wenigen Schriften aus. Es zählt sogar zum Erscheinungsbild eines Verlages, dass er seine Bücher aus ein und derselben Grundschrift setzt. Gleich ob es sich um einen Krimi oder um ein Sachbuch handelt.

 

Als Gegenstück, an ganz weit hinterer Stelle, in puncto Wichtigkeit der Schriftwahl, würde ich ein Gutachten stellen. Ausschlaggebend ist zu 99,9 Prozent der Inhalt des Gutachtens. Schrift sollte hier in erster Linie gut lesbar sein. Vor allem ist es nicht nötig mit der Schrift etwas zu vermitteln, was über den nüchternen und neutralen Inhalt hinausgeht. Sonst macht man aus einer Mücke einen Elefanten.

 

Form sollte der Funktion folgen.

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vor 25 Minuten schrieb Erwin Krump:

Als Gegenstück, an ganz weit hinterer Stelle, in puncto Wichtigkeit der Schriftwahl, würde ich ein Gutachten stellen. Ausschlaggebend ist zu 99,9 Prozent der Inhalt des Gutachtens. Schrift sollte hier in erster Linie gut lesbar sein. Vor allem ist es nicht nötig mit der Schrift etwas zu vermitteln, was über den nüchternen und neutralen Inhalt hinausgeht. Sonst macht man aus einer Mücke einen Elefanten.

 

Form sollte der Funktion folgen.

Es gibt "gut lesbare" Schriften, deren Anmutung "den nüchternen und neutralen Inhalt" konterkarieren, und solche, die ihn - in aller Dezenz - unterstreichen. Und vielleicht besteht ein solches "Unterstreichen" ja unter anderem darin, eine gut lesbare Schrift zu wählen, die sich tatsächlich aller "bells and whistles" enthält, ohne dass man in Zeile vierzehn einschläft.

 

Mir ging es gerade darum herauszufinden bzw. von größeren Kennern, als ich es bin, zu lernen, was es hier zu beachten und was zu meiden gilt. Dank der Diskussion der beiden letzten Tage meine ich einiges dazugelernt zu haben, und ich kann das sehr gut unter den Slogan "form follows function" subsumieren.

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vor 36 Minuten schrieb spectator:

Ich muss daher nachtragen, dass die Hausschrift der Universität Hamburg eine Variante der TheSans ist

Das Corporate Manual der Universität Hamburg findet sich hier:

https://www.kus.uni-hamburg.de/themen/oeffentlichkeitsarbeit/corporate-design/corporate-manual.html

Darin heißt es auf Seite 10: »Die Hausschrift der Universität Hamburg ist die The Sans UHH. Vier Schriftschnitte (The Sans UHH Regular, The Sans UHH Bold, The Sans UHH Bold Kapitälchen und The Sans UHH Semilight Kapitälchen) begleiten den grafischen Auftritt der Universität.«

Auf der folgenden Seite steht dann, dass die The Sans UHH Regular für Fließtext, Bildunterschriften, Text in der Marginalspalte und lange Untertitel zu verwenden ist und die The Sans UHH Bold für Texthervorhebungen, kurze Untertitel und Seitenzahlen. Erwähnt werden dann noch die Anwendungsbereiche für die Cap-Schnitte. Kursive kommen überhaupt nicht vor.

Angaben zur Schriftgröße finden sich auf Seite 13, wo als Standardgröße 11 Punkt für den Fließtext genannt wird. Dies bezieht sich auf  »Briefbögen/Geschäftskommunikation«. Spezielle Vorgaben finden sich dann noch für Plakate, Flyer, Broschüren, Fachmagazine, Powerpoint-Präsentationen, Stempel und Visitenkarten, nicht jedoch für Gutachten. Daraus aber zu schließen, man dürfe für Gutachten eine andere Schrift als die TheSans verwenden, halte ich für äußerst gewagt – zumindest habe ich dazu nichts gefunden. Ich meine von daher, eine Schriftabweichung ist tabu. Da scheint es mir noch eher denkbar, den Satzspiegel zu verändern.

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vor 54 Minuten schrieb spectator:

Ich muss daher nachtragen, dass die Hausschrift der Universität Hamburg eine Variante der TheSans ist - sicherlich keine schlechte Wahl.

Was aus meiner Sicht ein Argument mehr für TheSerif als Bestandteil der Thesis-Sippe wäre, weil Du damit eine bewusste Einordnung in das gegebenen Corporate Design gewährleistest und gestalterisch die perfekte Harmonie herstellst. 

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vor 14 Minuten schrieb Dieter Stockert:

Das Corporate Manual der Universität Hamburg findet sich hier:

https://www.kus.uni-hamburg.de/themen/oeffentlichkeitsarbeit/corporate-design/corporate-manual.html

Darin heißt es auf Seite 10: »Die Hausschrift der Universität Hamburg ist die The Sans UHH. Vier Schriftschnitte (The Sans UHH Regular, The Sans UHH Bold, The Sans UHH Bold Kapitälchen und The Sans UHH Semilight Kapitälchen) begleiten den grafischen Auftritt der Universität.«

Auf der folgenden Seite steht dann, dass die The Sans UHH Regular für Fließtext, Bildunterschriften, Text in der Marginalspalte und lange Untertitel zu verwenden ist und die The Sans UHH Bold für Texthervorhebungen, kurze Untertitel und Seitenzahlen. Erwähnt werden dann noch die Anwendungsbereiche für die Cap-Schnitte. Kursive kommen überhaupt nicht vor.

Angaben zur Schriftgröße finden sich auf Seite 13, wo als Standardgröße 11 Punkt für den Fließtext genannt wird. Dies bezieht sich auf  »Briefbögen/Geschäftskommunikation«. Spezielle Vorgaben finden sich dann noch für Plakate, Flyer, Broschüren, Fachmagazine, Powerpoint-Präsentationen, Stempel und Visitenkarten, nicht jedoch für Gutachten. Daraus aber zu schließen, man dürfe für Gutachten eine andere Schrift als die TheSans verwenden, halte ich für äußerst gewagt – zumindest habe ich dazu nichts gefunden. Ich meine von daher, eine Schriftabweichung ist tabu. Da scheint es mir noch eher denkbar, den Satzspiegel zu verändern.

Alles richtig. Dass ich in Gutachten abweichen darf, schließe ich nicht aus dem zitierten Text, sondern aus den jahrlangen tatsächlich gepflogenen Usancen vieler Kollegen, von denen noch niemand deswegen gerügt wurde. Es ist de facto nur eine Sollbestimmung.

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vor 5 Minuten schrieb R::bert:

Was aus meiner Sicht ein Argument mehr für TheSerif als Bestandteil der Thesis-Sippe wäre. 

Das ist natürlich ein dicker Pluspunkt. Ich habe im Lichte deiner Vorschläge mich unter meinen Schriften nochmals umgeschaut, und muss sagen, dass ich die TheAntiqua - ebenfalls zur Thesis-Sippe gehörig - in noch günstigerem Licht sehe als zuvor. Sie scheint mir deine Kritierien kaum weniger gut zu erfüllen als die TheSerif. Oder hast du massive Bedenken?

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vor 12 Minuten schrieb spectator:

Alles richtig. Dass ich in Gutachten abweichen darf, schließe ich nicht aus dem zitierten Text, sondern aus den jahrlangen tatsächlich gepflogenen Usancen vieler Kollegen, von denen noch niemand deswegen gerügt wurde. Es ist de facto nur eine Sollbestimmung.

Genau darin sieht man, wie gleichgültig bei einem Gutachten die Schriftwahl ist.

 

Wenn du dich tatsächlich für Typografie interessierst, dann sollte dir auch bewusst sein, dass es einen Sinn macht, die Haussschrift zu verwenden.

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vor 2 Minuten schrieb Erwin Krump:

Genau darin sieht man, wie gleichgültig bei einem Gutachten die Schriftwahl ist.

 

Wenn du dich tatsächlich für Typografie interessierst, dann sollte dir auch bewusst sein, dass es einen Sinn macht, die Haussschrift zu verwenden.

Aus dem Text des Manuals den Schluss zu ziehen, dass bei Gutachten die Schriftwahl gleichgültig ist, halte ich für gewagt.

 

Im übrigen haben die Entscheidung für die Hausschrift andere getroffen als ich, und sie ist m.E. unnötig restriktiv ausgefallen. Ich habe mir andere Universitäten angesehen, die - mit hervorragenden Ergebnissen - weitaus weniger enge Vorgaben machen. In HH hätte man zumindest die Thesis-Sippe für bestimmte Dokumentgattungen ausschöpfen können.

 

Nochmal anders: Wenn ich mich überhaupt nicht für Typographie interessieren würde, würde es besonders viel Sinn machen, einfach die Hausschrift zu verwenden.

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vor 23 Minuten schrieb spectator:

Dass ich in Gutachten abweichen darf, schließe ich nicht aus dem zitierten Text, sondern aus den jahrlangen tatsächlich gepflogenen Usancen vieler Kollegen, von denen noch niemand deswegen gerügt wurde

Daraus lässt sich allenfalls schließen, dass das Abweichen von den verbindlichen Corporate-Design-Vorgaben nicht sanktioniert wird (weil niemand dafür zuständig ist, weil man es aufgegeben hat, weil man keine  Zeit dafür hat …), aber nicht, dass man es machen darf.

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vor 17 Minuten schrieb spectator:

Nochmal anders: Wenn ich mich überhaupt nicht für Typographie interessieren würde, würde es besonders viel Sinn machen, einfach die Hausschrift zu verwenden.

Das hat nichts mit Interesse zu tun, eher mit (hilflosem?) Aufbegehren gegen nicht änderbare Gegebenheiten.

 

Nachdem du an der Hausschrift nichts ändern kannst, ist es wohl dein ganz persönliches Problem. Vielleicht wendest du dich an den Rektor oder an etwaige Entscheidungsträger.

 

Dass du als Gutachter soviel Zeit zur Verfügung hast, um dir über etwas den Kopf zu zerbrechen, von dem du wenig Ahnung hast, wundert mich.

 

Im Umkehrschluss hieße das, dass ich versuche, Gutachten über Bereiche auszustellen, von denen ich wenig Ahnung habe.

 

Ich hielte das für vergeudete Zeit.

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vor 6 Minuten schrieb spectator:

Im übrigen haben die Entscheidung für die Hausschrift andere getroffen als ich, und sie ist m.E. unnötig restriktiv ausgefallen. Ich habe mir andere Universitäten angesehen, die - mit hervorragenden Ergebnissen - weitaus weniger enge Vorgaben machen. In HH hätte man zumindest die Thesis-Sippe für bestimmte Dokumentgattungen ausschöpfen können.

Wenn Du nun in irgendeiner geeigneten Weise aktiv werden und erreichen würdest, dass die Corporate-Design-Vorgaben nach Deinen Vorstellungen geändert werden (was ziemlich unwahrscheinlich ist), dann dürftest Du die Gutachten entsprechend setzen. Aber bis dahin ist es hier wie mit vielen anderen Regeln auch: Sie sind grundsätzlich zu beachten, egal ob sie einem gefallen oder nicht. Und natürlich kommt es immer wieder vor, dass Regeln gebrochen werden – manchmal ohne Konsequenzen, manchmal mit.

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@Dieter Stockert

@Erwin Krump

 

Ich möchte daran erinnern, dass das hier ein Typographie-Forum ist.

Wenn ich Bedarf an Lebenshilfe habe oder juristischen Rat brauche, wende ich mich anderswo hin.

Wer mir statt des Rates, den ich suche, unerbetene Ratschläge erteilt, kann nicht damit rechnen, bei mir offene Ohren zu finden.

 

Im übrigen halte ich mich den Rat meiner alemannischen Vorfahren:

Gehe nicht zu deinem Fürst,
wenn du nicht gerufen wirst.

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Lese Gerade einen spannenden Roman (Taschenbuch, klebegebunden), herausgegeben von einem der renommiertesten Verlage. Gesetzt aus der Garamond, sehr gut lesbar.

 

Einziges Problem ist dabei der Satzspiegel. Der Bund ist derart knapp berechnet, dass man Probleme hat, den Buchblock entsprechend auseinaderzuziehen. Bei längerem Lesen nervt das sehr.

 

Es wäre kein Problem, wenn das Buch aus einer anderen gut lesbaren Antiqua gesetzt wäre. Hauptproblem ist hier der Satzspiegel.

 

Zur Lesbarkeit gehört eben nicht nur die Schrift, sondern das gesamte Layout.

 

Wer das Layout nicht verbessern darf oder kann, kann sich auch das Ändern der Schrift ersparen.

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vor 1 Stunde schrieb spectator:

Ich habe im Lichte deiner Vorschläge mich unter meinen Schriften nochmals umgeschaut, und muss sagen, dass ich die TheAntiqua - ebenfalls zur Thesis-Sippe gehörig - in noch günstigerem Licht sehe als zuvor. Sie scheint mir deine Kritierien kaum weniger gut zu erfüllen als die TheSerif. Oder hast du massive Bedenken?

Massive Bedenken habe ich weniger. Ganz grundsätzlich würde ich aber anmerken wollen, dass in das Uni-CD sehr viel Gehirnschmalz investiert wurde und man Euch nur dazu gratulieren kann – ich würde es momentan zu den besseren Hochschul-Erscheinungsbildern in Deutschland zählen.

Man könnte sich bei der Entscheidung zwischen TheSerif und TheAntiqua daher nochmal folgendes fragen: Welche Schrift wird den Absichten des CD mehr gerecht? Es wurde ja bisher nur die TheSans als Hausschrift deklariert. Eine klare Serifenlose welche rein gar nichts mit einer Times zu tun hat. Mit Sicherheit auch deshalb um eine vergleichsweise junge Zielgruppe anzusprechen. Wenn Du also auf eine Serifenschrift bestehst, sehe ich die TheSerif näher an der klaren und frischen Anmutung der TheSans als die TheAntiqua.

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vor 1 Minute schrieb R::bert:

Massive Bedenken habe ich weniger. Ganz grundsätzlich würde ich aber anmerken wollen, dass in das Uni-CD sehr viel Gehirnschmalz investiert wurde und man Euch nur dazu gratulieren kann – ich würde es momentan zu den besseren Hochschul-Erscheinungsbildern in Deutschland zählen.

Man könnte sich bei der Entscheidung zwischen TheSerif und TheAntiqua aber vielleicht nochmal folgendes fragen: Welche Schrift wird den Absichten des CD mehr gerecht? Es wurde ja bisher nur die TheSans als Hausschrift deklariert. Eine klare Serifenlose welche rein gar nichts mit einer Times zu tun hat. Mit Sicherheit auch deshalb um eine vergleichsweise junge Zielgruppe anzusprechen. Wenn Du also auf eine Serifenschrift bestehst, sehe ich die TheSerif näher an der klaren und frischen Anmutung der TheSans als die TheAntiqua.

Das ist in der Tat ein sehr bedenkenswertes Argument - danke!

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vor 1 Stunde schrieb spectator:

Ich möchte daran erinnern, dass das hier ein Typographie-Forum ist.

Wenn ich Bedarf an Lebenshilfe habe oder juristischen Rat brauche, wende ich mich anderswo hin.

Wer mir statt des Rates, den ich suche, unerbetene Ratschläge erteilt, kann nicht damit rechnen, bei mir offene Ohren zu finden.

Ich denke, niemand hier wollte Dich verärgern. Und das, was Erwin und ich geschrieben hatten, war bestimmt nicht als »Lebenshilfe« gedacht. Du solltest allerdings wissen, dass jemand, der hier im Forum zum Rat fragt, immer auch damit rechnen muss, mit »unerbetenen« Fragen und Ratschlägen konfrontiert zu werden – nicht um jemanden abzuschrecken, sondern weil man sich damit beschäftigt und sich Gedanken macht und damit oft auf Lösungen kommt, die ansonsten außerhalb des Blickfeldes geblieben wären. Freilich hängt die Hilfsbereitschaft im Forum auf Dauer auch davon ab, ob man offene Ohren vorfindet. Und von daher hoffe ich, dass Du Dich nicht bevormundet fühlst, wenn ich Dir rate, noch einmal darüber nachzudenken, was Fachleute hier zu Corporate Design,  Schriftart und Satzspiegel gesagt haben.

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vor 1 Stunde schrieb R::bert:

Es heißt dort:

"Die Briefvorlage eignet sich als Vorlage für jede Art der Geschäftskommunikation, wie z.B. Schriftverkehr und Protokolle."

 

Zum einen ist die Rede von Eignung; eine Muss-Vorschrift wäre änders zu formulieren. Zum anderen sehe ich Gutachten nicht als Teil der "Geschäftskommunikation". Sie sind in erster Linie wissenschaftliche Äußerungen, die zweckmäßigerweise den Briefkopf der Universität benutzen, denen aber Gestaltungsspielräume zuzugestehen sind, die Verwaltungsangelegenheiten nicht haben.

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