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Draft – Superfamilie mit 144 Schnitten vom Yellow Design Studio
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BerndH

Klassisches gesucht, evtl. Garamanod/Janson/Kis

Empfohlene Beiträge

BerndH

Ich suche Empfehlungen für eine Schrift mit gefühlt enger Anlehnung an im 17. Jhdt. verwendete Bleitypen zum Fließtext-Einsatz.
Das Budget liegt bei möglichst 100, wenn es richtig gut passt dann auch bei ca. 150 Euro. Komm ich damit wohl hin, oder muss ich Abstriche bei der Qualität machen?

Voraussetzungen:

- Regular, Italic, vermutlich auch Bold werden benötigt

- angenehmes, regelmäßiges Schriftbild
- nicht gar zu spindelig, auch bei Ausdruck auf einem Bürodrucker sollte noch gute Lesbarkeit vorliegen
- Bildschirmdarstellung ist völlig nachrangig

- gut im Deutschen einsetzbar, also z.B. Berücksichtigung von fä/fö/fü, trotzdem normalerweise breites f, also eher keine Sabon
- Kapitälchen (in der Regular), diese müssen ein ẞ aufweisen
- Old-Style und Lining Figures sowie hochgestellte Ziffern (entschuldigt bitte mein Denglisch)
- ſ und historische Ligaturen wären nett, muss aber nicht sein

In der Fontliste habe ich ausgiebig gestöbert. Die Equity gefällt mit eigentlich richtig gut (und passt prima ins Budget), läuft aber sehr schmal.
Bei den anderen (Varianten von) Garamond, Janson, Kis etc. stellt sich die Frage, wie sie sich denn wirklich verhalten, d.h. welche Garamond (oder welche Kis etc.) wäre konkret geeignet? Neugierig bin ich auf die FF Spinoza, kann da jemand was zu sagen?

Ich würde die Schriften gern näher sehen. Ich habe eine Testdatei angehängt, einfach nur Text - falls du eine Schrift verfügbar hast, von der du denkst, die könnte es sein, würdest du bitte einmal aus dem Text eine .pdf erstellen und mir zusenden? E-Mail-Adresse gern per PN.
Danke aber auch für alle Tipps ohne Test-.pdf, ich schaue mir das dann gern im Rahmen des Möglichen selbst an.

stresstest.txt

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Phoibos

Also ich werfe da noch die Arno und die Andron ins Rennen. Ich mag die Garamond Premier lieber als die Stempel Garamond, die jedoch die urtümlichste sein soll. Die Garamond Premier ist ist aber ziemlich empfindlich, was die Druckqualität anbelangt. Die anderen drei sind da sehr viel gutmütiger.

Nachtrag: Das Versal-Eszett wird wohl das entscheidene Kriterium werden, also Andron (glaub ich, meine Version hat kein Versal-Eszett) :)

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BerndH

Dank euch beiden, da ist schon mal Beguckenswertes dabei. Die Arno hatte ich tatsächlich übersehen. Die Andron schaue ich mir morgen näher an, ich erinnere sie als richtig (!) toll, aber auch (verdient) hochpreisig. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie die historische Anmutung hat, die ich im Moment suche. 
Eloquence: sehr schön, und ein Superpreis aktuell. 14 Schnitte für nur mein halbes Budget! Ohne lang-ſ kann ich vermutlich leben. Wird näher angesehen.

Hermann: Macht einen guten ersten Eindruck. Sehe ich das richtig, dass es zur Regular keine Italic-Entsprechung gibt, sondern erst ab Semibold?!? Finde ich schräg.
Paciencia: Was für eine Schönheit! Und sie hat ein ẞ. Und dessen Platz bei den Kapitälchen ist mit SS belegt. Warum nur? Damit ist sie raus.
 

vor 8 Stunden schrieb Phoibos:

Nachtrag: Das Versal-Eszett wird wohl das entscheidende Kriterium werden [...]

Das wird so stimmen :-|

Danke so weit, ich sehe mir Andron und Eloquence morgen wie gesagt näher an. Bitte lasst gern weitere Vorschläge kommen, und wer selbst etwas Geeignetes im Bestand hat und 5 Minuten am freien Tag übrig hat, kann gern meinen oben geposteten Stresstext ausprobieren (und vielleicht hier einstellen, oder mir nach Adressanfrage schicken).

Schönen Feiertag!

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Dieter Stockert

Ich habe mir die Herrmann mal gekauft. Die bei mir vorhandenen Schnitte sind Regular, SemiBold, Bold,Heavy und Black, und zwar allesamt mit geradem und kursivem Schnitt.

 

Hermann.pdf Paciencia.pdf Eloquence.pdf

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BerndH
vor 7 Stunden schrieb Dieter Stockert:

vorhandenen Schnitte sind Regular, SemiBold, Bold,Heavy und Black, und zwar allesamt mit geradem und kursivem Schnitt

Danke für die Schriftmuster. 
Was die Hermann angeht - auf der von dir verlinkten MyFonts-Seite gibt es fünf Gewichte in gerade, aber nur drei in kursiv, und zur Regular ist tatsächlich der kursive nicht dabei. Mysteriös.

Ich schaue weiter, habe auch noch mindestens zwei Wochen Zeit für die Entscheidung, daher kann gern noch der eine oder andere Tipp eingehen.

 

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Dieter Stockert
Am 1.5.2019 um 13:15 schrieb BerndH:

Was die Hermann angeht - auf der von dir verlinkten MyFonts-Seite gibt es fünf Gewichte in gerade, aber nur drei in kursiv, und zur Regular ist tatsächlich der kursive nicht dabei. Mysteriös.

Merkwürdig. Im Dezember sah das noch so aus:

 

 

Hermann.pdf

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R::bert
vor 2 Stunden schrieb BerndH:

daher kann gern noch der eine oder andere Tipp eingehen.

 

 

Ich persönlich mag die William gern, bin mir aber unsicher ob sie als Caslon-Interpretation noch in Deinen Suchradius fällt. 

Für eine Renaissance-Antiqua hat sie ein wunderbar ruhiges aber robustes Schriftbild, sehr sauber gezeichnete und aufeinander abgestimmte Glyphen mit hoher ästhetischer Qualität. Außerdem  ist sie relativ gut ausgebaut und ich meine auch ein Versaleszett in der Zeichentabelle entdeckt zu haben. Das müsste aber nochmals geprüft werden. Du kannst diese Schriftfamilie über Fontstand kostenfrei eine Stunde auf Herz und Nieren testen.

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Dieter Stockert

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BerndH
Geschrieben (bearbeitet)

Danke, ihr seid so klasse.

Was die William angeht, bei erster Draufsicht dachte ich: Schön, aber nicht, was ich gerade suche.

Edit: Wie oben bei der Paciencia: Die Goodchild hat ein ẞ, trotzdem (zumindest in der Vorschau auf MyFonts) wird bei den Kapitälchen ss für ß angezeigt...

Edit 2: Und die sehr schöne Ten Oldstyle hat ein fä/fö/fü-Problem, auch nur ausweislich der Vorschau.

bearbeitet von BerndH

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BerndH

Die oberen beiden hatte ich schon auf dem Radar und (für diesen Zweck) verworfen - gerade die Cormorant liebe ich innig, musste aber lernen hinzunehmen, dass sie für Fließtextgrößen nicht die erste Wahl ist. (Nebenbei: Manchmal träume ich davon, es gäbe eine passende Buchschrift von Christian Thalmann, mit der gleichen Sorgfalt gestaltet...)
Junicode macht in Kapitälchen ẞ zu SS.

Wolpe Pegasus sehe ich mir gerne an, danke.

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BerndH

Zu meiner eigenen Orientierung hab ich mal eine Zusammenstellung gemacht:

Näher ansehen möchte ich mir noch:

Andron, natürlich

Hermann (da müsste das Geheimnis der fehlenden Kursive, s.o., gelüftet werden)
Eloquence


 Was bei der Eloquence interessant ist: Die Schrift vermittelt so ziemlich den Eindruck, den ich gern auslösen möchte. Wenn ich mir allerdings die konkrete Gestaltung der Buchstaben ansehe, finde ich wenig wieder von dem, was ich eigentlich erwartet habe, allein schon die x-Höhe und die sehr spitzen Serifen. Spannend.

Vermutlich raus sind:

Equity – läuft sehr schmal
Arno – kein ẞ
Garamond Premier – "empfindlich, was die Druckqualität anbelangt" (Zitat Phoibos)
Stempel Garamond – kein ẞ
Paciencia – ẞ wird bei den Kapitälchen zu SS
Goodchild – ẞ wird bei den Kapitälchen zu SS
Ten Oldstyle – fä/fö/fü-Problem
William – historische Anlehnung ist ein bis zwei Jhdt. zu jung
Cormorant – zu filigran
Junicode – ẞ wird bei den Kapitälchen zu SS (irgendwie, ohne dass ich als Laie da genau den Finger drauflegen könnte, gefällt sie mir auch nicht so gut)
Wolpe-Pegasus – etwas "eigenwillig", eher zu viel eigene Persönlichkeit (ist natürlich ein sehr subjektives Kriterium)

Danke den bisherigen Beiträgern, besonders Dieter für seine Musterblätter!

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Dieter Stockert
vor 35 Minuten schrieb BerndH:

Hermann (da müsste das Geheimnis der fehlenden Kursive, s.o., gelüftet werden)

Ich habe mir gerade die Hermann aus dem Download-Bereich von MyFonts noch einmal heruntergeladen, um das mit den fehlenden Kursiven zu überprüfen, und da sind alle Kursiven enthalten. Man müsste also wohl nachfragen.

Auf der Webseite der Foundry (https://www.wtypefoundry.com/canilari-1) kann man die Hermann ja auch für 80 $ kaufen. Wenn ich sie dort probeweise in den Einkaufskorb lege, stelle ich beim Nachsehen fest, dass dort die Kursiven dabei sind.

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R::bert

Außerdem vergleichsweise preisgünstig:

 

Guter Zeichenumfang mit vielen Ligaturen aber eventuell nicht mehr historisierend genug:

 

Das Versaleszett ist allerdings bei allen nicht der beste Wurf wie ich finde (die Milo ausgenommen) – aber immerhin ist es dabei. Was könnten wir Dir hier sonst noch alles Schönes vorschlagen. ;-) 

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R::bert
Am 30.4.2019 um 16:16 schrieb BerndH:

In der Fontliste habe ich ausgiebig gestöbert.

Von welcher sprichst Du da eigentlich?

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R::bert
vor einer Stunde schrieb BerndH:

Junicode

Die EB Garamond seid ihr ja bereits woanders ausführlich durchgegangen, richtig?

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BerndH
vor 1 Minute schrieb R::bert:

Von welcher sprichst Du da eigentlich?

Sorry, ich war unpräzise -- ich meinte die Fontvorstellungen hier allgemein, keine bestimmte Liste, auf die ich mich beschränkt hätte.

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BerndH
vor 1 Minute schrieb R::bert:

Die EB Garamond seit ihr ja bereits woanders ausführlich durchgegangen, richtig?

Ja, mein persönliches Fazit: Die Schnitte, die Georg Duffner selbst gefertigt hat, sind gut, die Nacharbeiten (in den Fetten und in Änderungen an den Duffner-Schnitten) nicht so sehr.

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Þorsten

Übrigens habe ich gerade entdeckt, dass sich das Kapitälchen-ẞ in der Duffner-EB-Garamond zwar gut versteckt hat, sich aber per smcp+cv47 aktivieren lässt.

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BerndH

Ich mach Schluss für heute. Ich hatte mich durchgerungen, von den vielen schönen Alternativen die Hermann zu nehmen, sie lag schon im Warenkorb, und dann habe ich mir die Kursiven nochmal näher angesehen. Während es in der Aufrechten kein f-gefolgt-von-Umlaut-Problem gibt, ist es bei den Kursiven erheblich.

Sagt mal, bin ich eigentlich pingelig?

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Þorsten
vor 2 Minuten schrieb BerndH:

Während es in der Aufrechten kein f-gefolgt-von-Umlaut-Problem gibt, ist es bei den Kursiven erheblich.

Wollte ich dir auch gerade schreiben. Und ja, für mich wäre das auch ein Ausschlusskriterium.

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R::bert
vor 25 Minuten schrieb BerndH:

Sagt mal, bin ich eigentlich pingelig?

Finde ich nicht, eher gewissenhaft würde ich sagen. Außerdem will so eine Investition gut überlegt sein, wenn man an seinem neuen Werkzeug länger Freude haben möchte.

 

Dieser Strang ist wieder mal ein schönes Beispiel dafür, dass es Schriften zuhauf gibt, aber richtig gute nur wenige.

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Dieter Stockert

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