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Netz-Artikel über Sütterlin

Hervorgehobene Antworten

  • 1 Jahr später...

An sich ein sehr schöner und informativer Artikel. Aber es wundert mich, dass Sütterlins eigentliches Alphabet dort gar nicht gezeigt wird. Die dort abgebildete Wandtafel stellt die bayerische Schriftform 1955-1971 und noch einmal ab 1985 im Kunstunterricht dar, welche der „Deutschen Schrift“ von 1934 weitgehend entspricht. Sie  unterscheiden sich nur in einigen Buchstaben, d.h. beim C und beim F und bei den Zahlen 7 und 8. Diese war in Anlehnung an die bayer. „Volksschrift“ von 1933 (von Gauleiter und Kultusminister Schemm initiiert anstelle der fürs Schuljahr 34/35 in Bayern geplanten Einführung der Sütterlin-Schreibweise) als verbindlich fürs ganze Reich eingeführt worden, um nur 6 Jahre später vom selben Ministerium aus dem Lehrplan entfernt zu werden. Sütterlins Schrift hat offiziell, von Übergangszeiten abgesehen (man findet auch Fibeln bis 1941 in Sütterlin und nicht in der neuen "Deutschen Schrift"), im Schulwesen eigentlich nur bis 1933 Bestand gehabt.

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