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Fibelschrift 2013


Seff Waibel

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Die Schrift nennt sich »Fibelschrift 2013 Medium« (es gibt auch eine Bold), liegt im OTF-Format vor und hat in den Daten den Copyrightvermerk »c  1987 Adobe Systems«.

Ist diese Schrift (siehe Abbildung) bekannt?

Es könnte allerdings sein, dass es sich um eine bearbeitete Version einer anderen Schrift handelt – wenn's so ist, kennt jemand das Original?

Es gibt zwar eine große Ähnlichkeit mit der Futura Book (Abbildung), allerdings auch einige deutliche Unterschiede – etwa Ober- bzw. Unterlänge bei b, d, f, t oder Form bei A, C, G, J, L, M, h, ß.

 

 

 

 

Fibelschrift.jpg

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Hast Du auch eine Quelle der Schrift?

"Fibelschrift" und Aussehen legt eine Schrift aus dem unglaublichen Wildwuchs der Schulausgangsschriften. Mit Wildwuchs meine ich in diesem Falle, dass viele Schriften mit der Digitalisierung der Schule gewachsen sind, von Lehrer*innen für den persönlichen Bedarf gezeichnet oder für irgendwelche Schulsoftware oder Schulscripte entwickelte Schriften über Schriften namhafter Schriftkünstler findet sich da sehr viel und noch mehr, weil Lehrer*innen arm sind und sich gerne untereinander austauschen ohne Rücksicht auf Lizenzmodelle.
@catfonts hat meines Wissens bereits für einige Schulsoftware-Anbieter Exklusivschriften entworfen und bietet auf seiner Website auch welche zum freien Download an: https://www.peter-wiegel.de/Fonts/index.html

Auch Pelikan hat einige Schriften für den freien Download: https://www.pelikan.com/pulse/Pulsar/de_DE.CMS.displayCMS.209793./schriften

Welche Futura nun da Pate war oder der Ursprung, ist von mir schwer zu sagen, da es zum einen sehr, sehr viele Digitalisierungen der ursprünglichen Futura gibt, zum anderen diese bereits von der Druckgröße abhängig unterschiedlich ausgeformt (heute nennt man das Optische Größen) war. Genaueres werden Dir hier aber sicher die Profis aus Blei- und Digitalsatz sagen können 🙂

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vor 5 Minuten schrieb Ralf Herrmann:

Hast du einen Fonteditor, um die Meta-Daten vollständig auszulesen? Üblicherweise steht da noch mehr drin, also nur die eine Copyright-Zeile. 

Ein gutes Tool zum Auslesen der Metadaten ist ansonsten https://fontdrop.info/ – einfach die Seite öffnen und die gewünschte Schriftdatei in das Browserfenster ziehen. Die abgebildeten Daten werden lizenzkonform lokal verarbeitet, es wird also nichts hochgeladen und auch nichts modifiziert.

 

Ob ein Fonteditor noch mehr wertvolle Infos darzustellen vermag, weiß ich gerade allerdings nicht.

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Eine volle Oberlänge beim kleinen t ist ein krasser typographischer Fehler.

 

Eine zwar reiz- und verdienstvolle, aber ansonsten erkennbar verkopfte Schrift wie die Futura zur Grundlage einer Schrift für das Lesen lernende Kinder zu machen, ist eine gründliche Verirrung.

 

Die armen Kinder.

Grauenvoll.

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Das könnte den gleichen Grund haben, warum auch Comic Sans so beliebt bei den Kolleginnen und Kollegen ist: das einstöckige a.

In meiner Fibel - die Lustige Leseschule aus dem Kamp-Verlag - ging es eher in Richtung Helvetica (es gab auch eine Schreibschriftausgabe in Lateinischer Ausgangsschrift).

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@ Phoibos

 

Ja, die Schrift stammt aus einem österreichischen Schulbuchverlag, woher sie ursprünglih kommt, weiß dort niemand mehr. Warum die Schrift mit solch Extravaganzen wie dem gemeinen f und t  weiter verwendet werden soll, konnte ich bisher noch nicht eruieren. Ich habe heute noch einmal ein Telefonat mit dem »Schrift-Verantwortlichen«. Aber Details zur Herkunft wird’s wohl nicht viel mehr geben.

 

@ Ralf Hermann + D2C

 

Name: Fibelschrift2013

PostScript-Name: Fibelschrift2013Medium

Stil: Medium

Eindeutiger Name: Fibelschrift2013Medium

Format: OpenType (PostScript-basiert)

Version: 1.001;PS 001.001;hotconv 1.0.38

Urheberrecht: Copyright c Adobe Systems Incorporated
© Copyright c 1987 Adobe Systems Incorporated. All rights reserved

Hersteller: c 1987 Adobe Systems Incorporated

 

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Noch ein Hinweis auf den Ursprung:

 

created: Fri Jun 11 1943 09:15:31 GMT+0200 (Mitteleuropäische Sommerzeit)

modified: Mon Jul 29 2013 17:23:07 GMT+0200 (Mitteleuropäische Sommerzeit)

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Ich könnte mir vortsellen, dass es sich um eine (nicht ganz legale?) »Weiterentwicklung« der Futura-Pfade von Adobe handeln könnte, denn 1987 ist das Jahr, in dem Adobe »seine« Futura veröffentlicht hat. Persönlich würde ich – nicht nur aus ästhetischen Gründen – lieber die Finger davon lassen und etwas Solides lizenzieren.

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Die Hamburger Schulbehörde empfiehlt neben Pelikan (s. o.) folgende Anbieter:
http://www.schulschriften.de/index.html

https://www.will-software.com/infos/schlsoft.htm

 

@Ralf Herrmann hat hier eine Liste mit weiteren Schriften vorgestellt:



Hat eigentlich schon mal jemand die Qualität der Schulschriften aus typographischer Sicht untersucht, also wie sind die Kurven, das Kerning, das Hinting, ...? Ich habe bei Schulmaterialien schon vieles gesehen, was mal mit heißer Nadel gestrickt wurde und Jahre bis Jahrzehnte dann im Gebrauch war...

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http://www.peter-wiegel.de/FibelVienna.html

 

Hier hatte ich damals eine Kopie einer Art Musterzeichnung aus dem Österreichischen undesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung zugespielt bekommen, mit dem Hinweis, das nie weiterzugeben. Ich hab mich immer schon gewundert, warum man Schulkinder mit Schriften mit idiotischen typografischen Merkmalen quält, die man im richtigen Leben sonst nie zu Gesicht bekommt.

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Am 8.7.2021 um 10:30 schrieb Norbert P:

Fiendstar, Cambridge oder ähnliche

Übrigens auch etwas Feines, wie ich finde: Die ABeZeh-Familie von Anja Meiners.

 

Zitat

Die freundliche Leselern-Schriftfamilie

+++ EDU version GRATIS zur Nutzung im Lernkontext +++ 
Für Lehrer bzw. Nonprofit Organisationen/Institutionen im Bereich Schule/Lernen ist die komplette ABeZeh-Familie inkl. der ABeZeh Hokuspokus als EDU-Version (ausschließlich) in den genannten Kontexten kostenlos nutzbar. 

 

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<p>Wayfinding Sans Pro – die ultimative Beschilderungsschrift</p>
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