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Weihnachtsschriften, die Dritte: Orient Antiqua

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Thomas Kunz

@Kathrinvdm Ich hatte ja schon gezeigt, wie ich die Umlautpunkte angeordnet hätte. In meinem Beispiel stehen sie auch nicht auf einer Linie, aber deutlich höher als im Original. Ich befürworte aber, dass das Original die Richtschnur vorgibt und nicht mein/das heutige Empfinden.

 

@Oliver Weiß Wird es eigentlich auch die Versalligaturen geben, die Ralf im eingangs zitierten Wiki-Eintrag zur Orient-Antiqua erwähnt hat?

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Thomas Kunz
vor 4 Stunden schrieb R::bert:

Ich empfand nur die Öffnung beim ersten Anblick in der Zeichentabelle etwas klein

Die Lücke ist klein, aber das wird meines Erachtens durch die lange, scharfe Serife aufgefangen: Damit ist doch hinreichend ersichtlich, dass der Bogen hier endet und nicht weiter zum Stamm strebt. Eine größere Lücke wäre nur von Nöten, wenn sonst eine Verwechslung mit dem Versal-B eintreten könnte. Das ist hier doch nicht der Fall.

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R::bert
vor 41 Minuten schrieb Thomas Kunz:

aber das wird meines Erachtens durch die lange, scharfe Serife aufgefangen:

Ich fände ein klein wenig mehr Klarheit trotzdem besser, da es gerade die beiden Serifen so eng beieinander etwas fusselig machen an dieser Stelle. 

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Oliver Weiß
vor einer Stunde schrieb Thomas Kunz:

Wird es eigentlich auch die Versalligaturen geben

Jawoll, kommen noch. Die Vorlage enthält CK, CH, TZ, ST und auch ch, ck, tz. Für Englisch kommen noch TH, th dazu. Beim Nachschauen fand ich auch Vorlagen für ß und einige Akzente 😣. Da wird sich also noch einiges ändern. 

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Oliver Weiß

Das neue ß (Mitte). Mir gefällt meines besser, aber vielleicht ist es nur etwas ungewohnt. Jedenfalls sieht der "z" Teil mehr nach z aus.  Eszett auch entfusselt, für @R::bert

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KlausWehling

Insbesondere in Verbindung mit dem großen Eszett bliebe ich bei Deinem Entwurf .

 

Beste Grüße

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pürsti
vor 1 Stunde schrieb Oliver Weiß:

Das neue ß (Mitte). Mir gefällt meines besser, aber vielleicht ist es nur etwas ungewohnt.

Für mich spiegelt es Tendenzen der (Corona-) Gesellschaft wieder in der extreme Minderheiten sich besonders aufplustern und die Stützen einer Gesellschaft ("e") sich verantwortungsvoll zurücknehmen. 

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R::bert
vor 2 Stunden schrieb Oliver Weiß:

Eszett auch entfusselt, für @R::bert

Aber das sollst Du doch für Dich und Deine Schrift machen und nicht für mich! 😳😉

 

Ich sehe zwar kaum einen Unterschied 🤐🤷🏼‍♂️ finde jedoch, dass es für Schaugrößen funktionieren könnte. Aber insbesondere für Lesegrößen würde ich zu einer klareren Lösung* raten.

 

*Hier gibt es auch Beispiele mit Serifen nach innen, allerdings ist dann die Serife der S-Kurve nicht schließend zum Stamm geneigt.

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R::bert
vor 2 Stunden schrieb KlausWehling:

Insbesondere in Verbindung mit dem großen Eszett bliebe ich bei Deinem Entwurf .

Ja, mir hat das Zusammenspiel der beiden auch gut gefallen.

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Oliver Weiß

Ligaturen. Die Spationierung macht mir noch Kummer. 

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R::bert
vor 23 Stunden schrieb Oliver Weiß:

Das neue ß (Mitte)

Was ich da wiederum problematisch fände: Der zweite Bogen berührt oben fast – aber eben nur fast den Stamm. Vielleicht einfach ganz mutig in den Stamm hinein laufen lassen oder auch hier die Lücke entschiedener gestalten? Wobei die neue tz-Ligatur vielleicht sogar gegen die Lücke spräche, wenn man Verwechslungen vorbeugen möchte.

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BerndH
vor 6 Stunden schrieb R::bert:

Wobei die neue tz-Ligatur vielleicht sogar gegen die Lücke spräche, wenn man Verwechslungen vorbeugen möchte.

War auch gerade mein erster Gedanke, als ich das tz sah.

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R::bert

Ich hoffe, dass ich jetzt nicht überkritisch erscheine: Auf den allerersten Blick dachte ich, es sei eine neue, dritte Variante des ß. Insofern weiß ich gar nicht, ob das Lückenthema zur Unterscheidung überhaupt ausreichen würde. 🤷🏼‍♂️ Der Umstand, dass es eben auch noch diese ß-Form gibt, macht es einem Schriftgestalter wahrscheinlich auch nicht leichter:

 

 

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Oliver Weiß

Mit dem ß ist es m. E. wie mit dem Ampersand - da kann sich der Gestalter im Rahmen der Gegebenheiten austoben. Etwa so wie in der klassischen Musik, wo Interpreten zwischen den geschriebenen Noten ein Quentlein Freiheit finden, in dem sie sich ausdrücken können. Wenn da die Form nicht unbedingt traditionell ist, ist das ganz in Ordnung. 

 

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R::bert
vor einer Stunde schrieb Oliver Weiß:

Mit dem ß ist es m. E. wie mit dem Ampersand - da kann sich der Gestalter im Rahmen der Gegebenheiten austoben.

Weshalb kommst Du zu dieser Einschätzung?

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Kathrinvdm

Ich vermute, dass Oliver das so einschätzt, weil es bei diesen Zeichen sehr unterschiedliche Formvarianten gibt, die weit verbreitet sind und von Lesenden in aller Regel erkannt werden. Diese beiden Zeichen haben keine so klar definierte Form wie beispielsweise T, U, H, E, I oder N. Bei beiden Zeichen gibt es daher größere Freiheiten in der Ausgestaltung, wie es sie – gemäßigter – auch bei Q, W und K gibt. Bei &, ß und Q kommt hinzu, dass sie nicht so häufig vorkommen in deutschsprachigen Texten; man kann sie also auch gut erfassen, wenn diese Zeichen etwas ungewöhnlicher als gewohnt geformt sind. 

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Oliver Weiß

Ich nehme an, der (mir unbekannte) Gestalter dieser Schrift vereinte ſ mit ℨ und t wie er es von der Fraktur gewohnt war, ohne sich an der Ähnlichkeit zu stören. Das Problem selbst war ja wohl bekannt, wie man an der viel älteren Breitkopf Fraktur rechts sieht. Dort ist das ℨ im tz mit einem zusätzlichen Haken zur besseren Kenntlichkeit versehen. Ich weiß nicht, wie ich das tz ändern könnte ohne den Charakter der Buchstaben zu verlieren. Zum Glück unterscheidet sich mein modernes ß ja wesentlich mehr davon. 

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Mueck

Nun ja, Ähnlichkeiten gibt s ja mehrere in dieser Schrift: ſlft sind da alle irgendwie arg ähnlich. ähnlicher als anderswo ... Da muss man sich über ß versus tz wohl nicht so viele Gedanken machen ...

f und t fehlt irgendwie der Querstrich links des Stammes, mit dem wäre das tz wohl leichter zu erkennen ... (da dann den z-Bogen fortsetzend, vielleicht auch ohne t-Änderung eine Option?)

(Dass das ſ keinen Penökel links hat, gefällt mir allgemein zur besseren Unterscheidung zu f.)

 

Original-ß und Alternativ-ß kann man auch gut parallel verwenden, wenn man allgemein mit ſchreiben würde, Original in den heute noch mit ß geſchriebenen Wörtern, Alternative dort, wo früher am Ende ein ß ſtand und nun ein ſs.

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R::bert
vor 2 Stunden schrieb Mueck:

f und t fehlt irgendwie der Querstrich links des Stammes, mit dem wäre das tz wohl leichter zu erkennen ...

So sehe ich das auch. Erschwerend kommt aus meiner Sicht außerdem hinzu, dass der nach rechts oben zeigende Anstrich beim t an das ſ erinnert. Eine Optimierung dieser beiden Details für die Ligatur im Sinne einer besseren Lesbarkeit bedeutet möglicherweise auch noch nicht …

Am 28.1.2022 um 15:44 schrieb Oliver Weiß:

… den Charakter der Buchstaben zu verlieren.

🤷🏼‍♂️
 

Also ganz nach dem Motto, das wir diese Woche von @Kathrinvdm gelernt haben:

Zitat

… in Schriften muss nicht immer alles genau abgezirkelt sein. Am Ende zählt das stimmige Gesamtbild.

😉

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Kathrinvdm

Sehr freundlich, dass Du mich hier zitierst.  :gimmifive:

Ich finde wirklich, dass am Ende einer Gestaltung das stimmige Gesamtbild zählt. Und wir alle kennen doch das Phänomen, dass die gefühlte Mitte nicht in jedem Fall der geometrischen Mitte entspricht. Und das gilt nicht nur für die Typografie, auch der Bundestag hatte damit kürzlich so seine Schwierigkeiten … ;-):-|

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Oliver Weiß
vor 2 Stunden schrieb Kathrinvdm:

Eine regelrechte Reise nach Jerusalem. Oder Bethlehem, womit wir wieder beim Thema "Weihnachten" wären 😄
Übrigens weihnachtet es hier wie die Sau; ein Blizzard wie wir ihn schon lange nicht mehr hatten. Am Vormittag hatte ich schon einen halben Meter Schnee geräumt. Bis heute Abend kommt mindestens nochmal so viel zusammen. Kinder und Hunde haben ihre helle Freude daran, ich lobe mir meine Schneefräse!

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