Typografie-Zitate
175 Zitate
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»Gute Typografie erklärt den Inhalt. Nicht den Gestalter.«
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»Der künstlerische Drang nach Selbstdarstellung ist in der Dienstleistung Typografie ein Irrweg.«
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»Gott schütze uns vor der vagabundierenden Kreativität der Typomanen.«
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»Typografie ist die Kunst des feinen Maßes: ein Zuwenig und Zuschwach entfernt sie ebenso von der Meisterschaft wie ein Zuviel und Zustark.«
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»Gute Typografie sucht nicht nach allem, was noch möglich ist, sondern fragt nach dem, was nötig ist.«
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»Typografie kennt nur wenige Regeln und Meister, die nicht zu kopieren, aber zu kapieren sind.«
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»Der Künstler macht, was er will. Der Designer will, was er macht.«
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»Einrahmungen und Mittelachse können in der Hand des Meisters unvergleichlich schön sein. Aber man kann und muß nicht aus jedem bedruckten Zettel ein Kunstwerk machen.«
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»Es ist nicht einzusehen, weshalb in einer zeit, in der alle nationen das gemeinschaftliche menschliche suchen, gerade Deutschland zu einer schrift zurückkehren soll, welche die verständigung nicht erleichtert und die erhaltung der deutschen sprache in den deutschen minderheiten der nachbarländer gefährdet.«
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»Im nationalen Interesse, im Interesse der Weltgeltung unserer herrlichen deutschen Sprache sollten wir die Bruchschrift endlich aufgeben; wir würden damit auch den seit 1919 abgetrennten Gebieten es leichter machen, deutsche Sprache und deutschen Geist zu erhalten.«
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»Man lasse sich dadurch nicht irre machen, daß viele (mit mehr Absicht als Recht) die Fraktur deutsche Schrift nennen und die Antiqua lateinische. Wie so manche Volkstracht das Überbleibsel einer Weltmode ist, so ist auch die Fraktur nicht eigentlich deutschen Ursprungs.«
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»Eines der ſprechendſten Ausdrucksmittel jeder Stilperiode iſt die Schrift. Sie gibt nächſt der Architektur wohl das am meiſten charakteriſtiſche Bild einer Zeit und das ſtrengſte Zeugnis für die geiſtige Entwicklungsſtufe eines Volkes.«
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»Und nun in die Presse, ihr Buchstaben, und redet selbst.«
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»Man nimmt eine Schrift beim Lesen wahr, wie den Flug eines Vogels oder den Galopp eines Pferdes. Beides ist eine graziöse wohltuende Erscheinung, ohne daß man die einzelnen Gliedmaßen der Tiere oder die momentanen Stellungen erkennt. Es ist die Gesamtlinie, un diese ist auch das Wesentliche bei der Schrift.«
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»Den heutigen Forderungen am meisten entsprechend ist die sogenannte Groteskschrift.«
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»So wie moderne Maschinen, Architektur und Kino Ausdruck unserer exakten Zeit sind, muß es auch die Schrift sein.«
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»Ein Buch wird umso mustergültiger, je reiner die einfache Schönheit der Typen in ihm zum Tragen kommt.«
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»Keine andere Kunst hat mehr Berechtigung, ihren Blick auf die zukünftigen Jahrhunderte zu richten als die Typographie; denn was sie heute schafft, kommt der Nachwelt nicht weniger zu gute als der lebenden Generation.— Möchte doch diese Kunst, sinnvoll, nützlich und schön wie sie ist, auch allenthalben mit der ihr würdigen Geschicklichkeit und Liebe geübt, mit Geschmack und gutem Urteil gefördert werden.«
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»Wenn ich heute eine Suppe esse und mich morgen noch an die Form des Löffels erinnere, dann war mit dem Löffel etwas nicht in Ordnung.«
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»Type is a beautiful group of letters, not a group of beautiful letters.«
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»… auf den E-Readern finden sich immer die genau gleichen alten Schriften. Zum Beispiel die Palatino aus dem Jahr 1950 und die Times New Roman von 1931. Das kommt mir vor, als würde man heute ein Auto mit eisenbeschlagenen Rädern fahren.«
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»Benutzen Sie echte Kapitälchen oder lassen Sie es bleiben.«
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»Laien verfügen über Schrift, ohne zu wissen, daß sie es mit einem der kostbarsten Kulturgüter der Menschheit zu tun haben.«
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»Wer die Entwicklung in den zwanziger Jahren unvoreingenommen studiert, wird feststellen, daß auch ohne jenen unsinnigen Regierungserlaß im Januar 1941 die Antiqua früher oder später die Frakturschriften abgelöst hätte. Ich glaube heute nicht mehr daran, daß die Frakturschriften jemals wieder eine praktische Bedeutung erlangen werden. Sie waren eine wichtige historische Entwicklungsphase in der Schriftgeschichte unseres Landes, wie beispielsweise die Unziale, ehe die karolingische Minuskel sie ablöste.«
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»Typografie ist im Grunde eine zweidimensionale Architektur. Die Harmonie der einzelnen Proportionen, die Gruppierung der Schriftzeilen, das Abwägen von Kontrast und Ausgleich, die Symmetrie wie die dynamische Spannung der axialen Anordnung sind die Gestaltungsmittel, die der Typograf je nach der gestellten Aufgabe so anzuwenden hat, daß der Text dem Leser in einer ansprechenden Form vermittelt wird.«
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»Die bewußte Verwendung von Frakturschriften in Westdeutschland hingegen war nur selten unbefangen. Ihre Freunde meinen meistens, sie verteidigen zu müssen und wählen oft den Angriff als Verteidigung. Polemik – mitunter mit unpräzisen Argumenten – ersetzt häufig nüchterne Analyse.«
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»Es wäre verfehlt, die gebrochenen Schriften den lateinischen Schriften als die schöneren oder besser lesbaren gegenüberzustellen. Unter beiden Schriftarten gibt es wesentlich mehr schlechte als gute.«
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»Typografie ist keine Kunst.
Typografie ist keine Wissenschaft.
Typografie ist Handwerk.«
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»Man sollte nicht sein ganzes Leben mit Buchstaben verbringen – es gibt ja noch die Typografie.«
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»Neutrale Typographie gibt es nicht.«
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»Typografische Gestaltung interpretiert immer. Jeder Text, ob Zeitungsnotiz, lyrisches Gedicht oder Gebrauchsanweisung, wird durch die Typografie, in der er zu lesen ist, beeinflußt.«
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»Schrift ist nicht nur Form, die für sich spricht. An ihrer unschuldigen Form bleibt haften, was man mit ihr geschrieben, was man mit ihr getrieben hat.«
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»Typographie ist eine spröde Kunst – wenn überhaupt eine.«
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»Es ist unbegreiflich, wie man die deutschen Buchstaben ganz verwerfen kann, da es doch eine wahre Unmöglichkeit seyn wird, sie auszurotten. Der Jugend wird es keine Erleichterung: diese muß sie kennen lernen, oder man müßte alle guten, bisher mit unsern Lettern gedruckten, Werke verbannen, oder umdrucken lassen; welches sich nicht ausführen läßt.«
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»Daß ich die so genannte Schwabacher Schrift gänzlich aus der meinigen verbanne, wird hoffentlich jedermann billigen. Etwas Geschmackloseres, als diese Art Lettern, giebt es wohl schwerlich, und keinem Schriftgießer oder Buchdrucker, der nur irgend Anspruch auf Gefühl für Schönheit macht, wird es itzt noch einfallen, diese dem Auge sehr widrige Schrift nur einiger Aufmerksamkeit zu würdigen, oder sie gar verbessern zu wollen.«
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»Die Typographie hat im wesentlichen ein praktisches und nur zufällig auch ein ästhetisches Ziel; denn nur selten will sich der Leser vornehmlich an einem gefälligen Druckbild erfreuen.«
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»Man kann nicht gut folgern, daß weil wir alle die humaniſtiſche Schrift verwenden, die Kunſt des Schriftzeichnens keinen Raum für die nationale Form ließe. Es wird ſehr unfreundlich in der Typographie ausſehen, wenn die Länder der Welt dazu kommen, genau die gleiche Schriftform zu verwenden. Ich finde, wir haben kein Recht, gegen eine deutſche Schrift Einſpruch zu erheben, weil ſie ſich auf ihr Urſprungsland beſchränkt.«
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»Es schadet nichts, wenn eine Weihnachtskarte in gotischer Schrift gedruckt wird, aber wer will heutzutage ein Buch in dieser Schrift lesen?«
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»Eine Schrift, die eine Gegenwart und vor allem eine Zukunft haben soll, darf weder ganz famos noch zu andersartig sein.«
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»Innerhalb des Beſtandes unſerer heutigen Schriftformen gewahren wir eine Scheidung in zwei große Gruppen, die äußerlich ſcheinbar durch eine Kluft der Formanſchauung getrennt, in Wahrheit aber nur differenzierte Ausdrucksmittel ein und desſelben Kulturwillens und urſächlich miteinander verbunden ſind.«
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»Während am Anfang der Entwickelung, gleichsam als erhabenes Maß, die antike Schriftform in klassischer Einfachheit steht, bildet die Fraktur den vorläufig sichtbaren Endabschnitt einer gewaltigen Folge, den Formen ihres Ursprungs unähnlich und doch wesensgleich wie nur je ein Erbe aus jahrtausendalter Sippe.«
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»Wer nicht in doktrinären Vorurteilen befangen ist, wird kaum etwas gegen die Verwendung guter Frakturschriften einzuwenden haben, wenn sie, wie jede andere Schriftart, ›sachliche‹ Funktionen zu erfüllen haben.«
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»Eine Bleiletter in den Händen zu halten, und deren Punzen zu fühlen – das wäre eine Therapie für euch tastaturgläubigen Bildschirmglotzer.«
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»Die Vorstellungswelt eines Typographen und Graphikers muß auf der Vergangenheit beruhen, um die Möglichkeiten in der Zukunft auszuloten und richtig zu interpretieren.«
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»Visuelle Kennerschaft gewinnt man nur durch vielfältige Anschauung, persönliche Übung und Vergleich. ›Könnerschaft‹ jedoch setzt pragmatische, gediegene Kenntnisse und hohe fachliche Qualifikation voraus. Diese aber erfordert im Umgang mit der Materie unseres Berufes permanente kritische Arbeit an sich selbst.«
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»Bleibt hartnäckig! Ich bin immer durch Widerstände weitergekommen. Wenn es hieß, etwas geht nicht, habe ich mich immer gewehrt.«
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»Ein guter Typograph, Graphiker oder Designer muss mit Leib und Seele, einem Übermaß an Begeisterung und Interesse bei der Sache sein. Nur mit Leidenschaft kommt man wie in der Liebe, im gesamten Leben oder beim Lernen, so auch im Design weiter.«
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»Ich wende mich dagegen, vorurteilslos oder — wenn Sie wollen — mit Vorurteilen Dinge nachzubeten, die in zehn Fachbüchern bereits interpretiert wurden. Es ist geradezu idiotisch zu sehen, wie die Fachbücher einander gleichen wie ein Ei dem anderen, daß stets dieselben Abbildungen gezeigt werden, dieselben Sätze und dieselben Interpretationen kommen. Das zeugt nicht nur für einen Mangel an Phantasie, sondern leider auch für einen Mangel an Analyse.«
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»Typographie ist Teil unseres kulturellen Ganzen.«
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»Schrift ist – nach der verbalen Sprache – nach wie vor das bedeutendste Kommunikationsinstrument.«
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