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Haas’sche Schriftgiesserei


Ralf Herrmann
  • Land: Schweiz Ort: Basel Gegründet: 1786 Status: Anbieter ist aktiv

Die Haas’sche Schriftgiesserei war eine Schriftgießerei in Basel und später in Münchenstein. Ursprünglich als Druckerei und Gießerei von Johann Jakob Genath betrieben, ging das Unternehmen 1740 auf Johann Wilhelm Haas aus Nürnberg über und blieb in mehreren Generationen in dieser Familie.

  • Johann Wilhelm Haas
  • Wilhelm Haas-Münch (1741–1800), genannt »der Vater«
  • Wilhelm Haas-Decker (1766–1832), genannt »der Sohn«
  • Georg Wilhelm Haas (1792–1853) und Karl Eduard Haas (1801–1853)

Letztere verkauften die Gießerei 1852. Im Jahr 1989 übernahm Linotype die Haas’sche Schriftgiesserei, wobei das nicht übernommene Bleisatz-Geschäft durch die Walter Fruttiger AG weitergeführt wurde.

Chronik

1654

  • Johann Jakob Genath (1582–1654) besaß in Basel eine Druckerei mit Schriftgießerei.

1708

  • Sein Sohn Johann Rudolf Genath (1638–1708) hinterließ zwei Söhne, von denen Johann Rudolf ii. Genath der Schriftgießer war, die Gießerei übernahm.

1737

  • In einer Urkunde des Staatsarchivs zu Basel, bestimmt Genath, der ohne Nachkommen war, den Schriftgießer Johann Wilhelm Haas, zu seinem Nachfolger. Haas war 1718 von Nürnberg nach Basel zu Genath gekommen.

1745

  • Haas übernahm nach Genaths Tod die Gießerei, wurde 1758 Basler Bürger und starb 1764. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Haas (1741–1800) übernahm die Firma.

1772

  • Wilhem Haas erfindet eine neue Handpresse ganz aus Eisen gebaut.

1776

  • Haas erfindet ein System zum Satz von Landkarten

1800

  • Sein Nachfolger wird sein Sohn Wilhelm Haas (1766–1838).

1830

  • Wilhelm Haas übergibt das Geschäft seinen Söhnen Georg Wilhelm (1792–1853) und Karl Eduard Haas (1801–1853).

1852

  • Zwei Mitarbeiter der Gießerei Jakob Haas und G. Münch übernehmen die Firma und verkaufen sie im Jahre

1857

  • an Otto Stuckert (1824–1874) aus Lörrach.

1866

  • von 1866 bis 1895 war die Basler Handelsbank Inhaberin der Gießerei, dann wurde sie von Fernand Vicarino gekauft.

1904

  • Seit 1904 ist Max Krayer der Besitzer

1921

  • Ein Neubau in Münchenstein wird bezogen.

1924

  • Der Bodoni Neuschnitt wird begonnen. Diese Schrift wird später auch durch die D. Stempel AG und H. Berthold AG vertrieben. Als sogenannte Berthold Bodoni wird sie weltweit bekannt.

1927

  • Die Firma wird Aktiengesellschaft und geht gleichzeitig mit den Firmen D. Stempel AG und H. Berthold AG eine Interessengemeinschaft ein.

1940

  • Neue Schriften: Caslon Antiqua und Kursiv nach alten Vorlagen

1941

  • Neue Schrift: Riccardo

1944

  • Eduard Hofffmann wird Direktor der Firma nach dem Tod von Max Krayer.

1945

  • Neue Schriften: Bravo und Graphique

1946

  • Neue Schrift: Chevalier

1947

  • Neue Schrift: Profil

1953

  • Neue Schriften: Clarendon kräftig und fett

1954

  • Neue Schrift: Pro Arte

1957

  • Neue Schrift: Neue Haas-Grotesk halbfett

1958

  • Neue Schrift: Neue Haas-Grotesk mager

1968

  • Alfred Hoffmann wird sein Nachfolger.

1972

  • Die Schriftgießerei Deberny & Peignot, Paris wird übernommen.

1928

  • Fonderie Olive, Marseille wird übernommen.

1980

  • 400-jähriges Jubiläum der Firma.

1982

  • Grafisk Compagni, Kopenhagen wird übernommen.

1989

  • Linotype löst die Firma auf übernimmt den Namen und die Schriftrechte und gibt den Gießereibetrieb an Walter Fruttiger, der die Firma als Fruttiger AG weiterführt.

1990

  • Società Nebiolo in Turin wird übernommen.



Zugehörige Schriften im Wiki:

Neue Haas Grotesk Bravo Chevalier Graphique Diethelm-Antiqua
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