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Myriad von Carol Twombly Robert Slimbach

Daten zur Schrift

Robert Slimbach Carol Twombly

Foundry: Adobe

erschienen: 1992

Vertrieb: Kommerziell

Art: sans

Formprinzip: Antiqua humanistisch

Schrifmuster aufrufen (extern)

Schriftbewertung

Stimmen: 2

Beitragsbewertung

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Die Myriad von Robert Slimbach und Carol Twombly ist eine humanistische Groteskschrift, die 1992 erschien. Sie gilt als Adobes Interpretation des richtungweisenden Schriftentwurfs der »Linotype Frutiger« von Adrian Frutiger aus den 1970er-Jahren. Über 20 Jahre später modernisieren Slimbach und Twombly Frutigers Entwurf in gestalterischer und technischer Hinsicht.

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Adobe Type Team (v.l.n.r.): Jim Wasco, Robert Slimbach, Carol Twombly, Fred Brady.

Die aufrechten Schnitte der Myriad ähneln der Frutiger stark. Das beste Unterscheidungsmerkmal besteht in den Punkten, die bei der Frutiger eckig, bei der Myriad jedoch rund sind. Im Gegensatz zur Frutiger wurde die Myriad mit einer echten humanistischen Kursive ausgestattet.

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oben: Frutiger. unten: Myriad

“The outcome of the face was almost inevitable, with the rules and standards that we set for it: perfectly straight stems, flat endings, and the flat character shapes with a certain amount of proportion to the letters. It’s very uniform—just a real practical kind of face. It doesn’t break much new ground from a design standpoint, but its strength is that it’s very flexible for sans-serif typography. You can create many different voices, particularly in the width, that really change the character of the face quite a bit.” Robert Slimbach, 1995

Die Myriad wurde auch zur Vorzeigeschrift für Adobes Multiple-Master-Technologie. Die Fonts sind hierbei mit bestimmten Designachsen ausgestattet (im Falle der Myriad: Strichstärke und Weite) und die Anwender können sich durch eine automatische Interpolation beliebige Zwischenschritte generieren. Die riesige Zahl der möglichen Schriftschnitte war auch der Grund für die Benennung als Myriad.

Da sich die Technologie bei den Anwendern jedoch nicht durchsetzte, bot man später nur noch vorgefertigte Einzelfonts an. Seit dem Jahr 2000 ist die Myriad als OpenType-Pro-Version erhältlich. Diese Version kombiniert nun Lateinisch, Griechisch und Kyrillisch in den einzelnen Schriftschnitten und ist in 40 Schnitten (fünf Strichstärken in je vier Weiten) erhältlich.

Statistik/Quellen

Aufrufe: 6051

Ralf Herrmann Von Ralf Herrmann

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Myriad ist/war Hausschrift von:

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Übersicht der Schriftschnitte der Myriad Pro

Anwendungsbeispiel: Die Myriad als Hausschrift von Apple


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