Eine Tottaste ist eine Taste auf Tastaturen, die keinen automatischen Zeichenvorschub erzeugt. Das Prinzip wurde ursprünglich auf Schreibmaschinen eingeführt, um die Anzahl der nötigen Tasten zu reduzieren. Statt etwa separate Tasten für á, é, ś, ń zu benötigen, kann zunächst der Akzent einzeln eingegeben werden. Im Anschluss wird das Grundzeichen darunter gesetzt wird, das seinerseits einen regulären Zeichenvorschub mit sich bringt.
Auch die heute für Computertastaturen benutzten Belegungen enthalten weiterhin Tottasten für Akzente. Nach Ansprache der Tottaste, wartet die Software auf die Eingabe eines passenden Zeichens für den Abschluss der Tottastensequenz und die Generierung des gewünschten, kombinierten Zeichens. Anwender kann diese Funktionsweise gegebenenfalls verwirren, wenn eine direkte Ausgabe des auf der Taste abgebildeten Zeichens erwartet wird. So werden etwa die Akzentzeichen »´« und »`« regelmäßig fälschlicherweise als Apostroph verwendet, erscheinen dann aber erst nach Eingabe eines weiteren (nicht mit dem Akzent kombinierbaren) Zeichens einzeln.
Die Anwendung der Tottasten-Funktionalität ist nicht auf Akzente beschränkt. Erweiterte Tastaturbelegungen wie die deutsche E1-Belegung machen umfangreichen Gebrauch von dieser Funktion und erweitern die aufgedruckte Belegung der Tastatur um hunderte weitere Zeichen.
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