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Serifenschrift und serifenlose Schrift in Zeitungsartikeln

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

ich habe mal eine Frage, warum serifenlose Schrift oftmals in Zeitungsartikeln nur für die Überschrift verwendet wird und Serifenschrift für die eigentlichen Artikel. Warum wird für die Überschrift nicht auch Serifenschrift verwendet?

Wäre lieb, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

Gruß!

Keine Serifen --> Serifen "verschwenden" keinen Platz --> man kann die Überschrift fetter/größer drucken.

Zu beobachten: Bessere Zeitungen haben tendenziell auch Serifenschriften für die Überschriften.

Hallo,

ich habe mal eine Frage, warum serifenlose Schrift oftmals in Zeitungsartikeln nur für die Überschrift verwendet wird und Serifenschrift für die eigentlichen Artikel. Warum wird für die Überschrift nicht auch Serifenschrift verwendet?

Wäre lieb, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

Gruß!

BILD macht es übrigens umgekehrt: Eine Grotesk im Fließtext und eine gestaucht aussehende Antiqua in den Überschriften.

Ob das jetzt schön ist oder man es gar kopieren sollte, steht auf einem anderen Blatt. (oder in einem anderen)

Ein Versuch:

In kleinen Schriftgraden kann unsere Wahrnehmung einen Strich besser als anfangend und endend betrachten, wenn er einen Anfangs- und einen Endstrich hat, ähnlich einer römischen 1, also I. Dadurch »rutscht« das Auge nicht oben oder unten ab. Zudem bekommt der Strich durch den Druck auf grobem Zeitungspapier mehr Halt und schmiert nicht so leicht weg.

In Überschriften gibt es dagegen genug Orientierung durch die größere Darstellung, sodass man auf die Serifen verzichten kann und damit Platz spart.

Um das ganze nicht langweilig werden zu lassen, gibt es aber sehr fein abgestimmte

endstrichlose Schriften, die in kleinen Graden und mittleren Textmengen wunderbar funktionieren. Warum das aber nun so ist, bleibt ein Geheimnis einer verschworenen Typografengemeinde.

Serifenschriften sind schlichtweg besser lesbar. Und in Zeitungen wo viel Text untergebracht werden muss/soll, da ist es sinnvoller Serifenschriften zu verwenden (oft Serifenbetonte wegen der besseren Stabilität beim »schlechten« Zeitungsdruck), um auch in kleineren Punktgrößen (das spart Platz) noch lesbar zu sein.

Gruß

Serifenschriften sind schlichtweg besser lesbar.

Ich kann es mir jetzt doch nicht verkneifen, auch wenn Norbert Riedi mir mit vollem Recht wieder auf die Finger klopfen wird: Zu diesem Zitat empfehle ich dringend den Turtschi-Artikel »Die Mär von der Lesbarkeit«, zu bekommen natürlich über

http://www.agenturtschi.ch/t3/index.php?id=95

alternativ auch, wenn ich mich nicht irre, enthalten in Ralfs »Index Schrift«.

Grüße,

Christian

[...] auch wenn Norbert Riedi mir mit vollem Recht wieder auf die Finger klopfen wird

Ha! Super! Du klopfst ja bereits selbsttätig ... :D

Ha! Super! Du klopfst ja bereits selbsttätig ... :D

Ich bemühe mich! Sehr, sogar! :mrgreen:

Der Artikel ist trotzdem sehr lesenswert! :twisted:

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