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Hervorgehobene Antworten

Hallo,

ich mache gerade eine Imagebroschüre für einen kleinen Ort. Angedachtes Format: DIN A5 u.a. auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. Ein Prof an meiner Hochschule fand das Format viel zu bieder. Was denkt ihr?

Es gibt bestimmt »spannendere« Formate, aber es kommt doch auch darauf an,

wie der Inhalt und die Gestaltung aussieht. Grundsätzlich ein Format auszuschließen,

halte ich für falsch.

Gruß

Christop

Denke ich persönlich auch. Es ist ein kleiner Ort, der einerseits Wert auf Traditionen legt und der den Charme früherer Zeiten beibehalten hat. Auf der anderen Seite möchte man natürlich mit der Zeit gehen.

Ich find's eher langweilig, wenn sich Designer so "gefühlige" Formate (was bitte ist an 3:4 so überragend?) zusammenreimen - und man hinterher 1/4 des Druckbogens in die Tonne hauen kann. Die DIN-Formate haben halt den Vorteil, dass sie ganz gut auf die gänigen 7:5-Bogenformate passen (IIIb z.B.). Geh doch zur Abwechslung den Weg rückwärts und vom Bogenformat aus. Z.B. könntest Du den Formatrechner von Appl verwenden, um verschiedene Formate zu testen:

http://www.appl.de/planoformat/mainframe.html

Wenn man weiß, dass die DIN-Formate hier in Deutschland am wirtschaftlichsten herzustellen sind kann man sich zunächst überlegen, ob man ein schlankeres oder breiteres Format wünscht und dann das Format entsprechend beschneiden.

3:4 ist in der Tat ebenso willkürlich wie die DIN-Formate. Ich mag zum Beispiel 2:3, aber ob ich das für diese Imagebroschüre nehmen würde, ist dann noch die nächste Frage.

Die DIN-Formate beruhen auf reiner Wirtschaftlichkeit und nicht auf ästhetischen Gründen.

Wirtschaftlichkeit ist sicher ein Kriterium, da spricht wohl nichts gegen die genormten DIN-Formate.

Rein ästhetisch gibt es diverse spannendere Proportionen. Und dass klare Proportionen (1:2, 2:3, 4:3 usw.) nicht nur subjektiv schöner sind, als irgendwelche zufällig gewählte Proportionen, ist nicht nur in diversen Studien und Feldversuchen bestätigt worden, sondern auch historisch begründet.

Dazu gibt es ein sehr aufschlussreiche Broschüre von Hans Rudolf Bosshard, die nennt sich schlicht und einfach «Proportionen». Oder auch von Kimberly Elam, «Proportion und Komposition. Geometrie im Design».

Ich machs oft so, dass ich mit einem DIN-Format anfange und dann davon ein gewisses Stück wegschneide.

z.B. (der Einfachheit halber ohne Berücksichtigung von Beschnittzugabe, etc.)

Aus A5 148,5 × 210 wird:

- Quadrat 148,5 × 148,5

- Goldener Schnitt 130 × 210

- 4:3-Format 157,5 × 210

--> so ästhetisch passend wie nötig, dabei dann aber so wirtschaftlich wie möglich.

Vielen Dank für die zahlreichen Anregungen. Habe mich nach einigem Ausprobieren für das Verhältnis 2:3 entschieden. Da hat man nicht allzuviel Verschnitt und es ist harmonischer

als z.B. DIN A5.

Gruß, Sandra

Hallo,

Dazu gibt es ein sehr aufschlussreiche Broschüre von Hans Rudolf Bosshard, die nennt sich schlicht und einfach «Proportionen».

Bloss, wo findet man die? Bei Amazon und Abebooks Fehlanzeige :-(

Beste Gruesse,

Heinz.

Hallo Heinz

das könnte schwierig werden, diese Broschüre zu finden. Ich habe sie während der Ausbildung von einem Lehrer erhalten. Ich weiß, dass die Broschüre ein Teilabdruck aus dem Buch «Form und Farbe» ist, das 1967/68 von der Fachklasse Schriftsatz/Buchdruck an der Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich hergestellt wurde.

Das Thema Proportionen wird aber auch sehr ausführlich in Hans Rudolf Bosshard's Buch «Mathematische Grundlagen zur Satzherstellung» besprochen. Rund ein Drittel des Buches befasst sich mit dem Thema.

Das Buch kann hier beim Verlag bestellt werden:

http://www.niggli.ch/buecher/items.php?cat=4

scrollen!

Ich finde z. B. DIN A5 im Querformat gar nicht bieder. Aufgeschlagen siehst du das Format eh nicht mehr, wenn dazu ein spannender Satzspiegel und natürlich ein gutes Layout kommen ist das eine feine Sache.

In meinem Buch "Typografie kompakt" im Springer Verlag Heidelberg habe ich alle Formate aufgezeichnet, die restlos in einem Druckbogen aufgehen. Es sind viel mehr als die DIN Formate.

danke, roomzoom. ich geh' jetzt besser nochmals ins Bett, steh' nochmals auf und halte mein maul.

sowas peinliches!

danke für den hinweis.

schönen tag.

Die Proportion der DIN-A-Reihe 1:?(Mist! Wo ist denn jetzt wieder dieses Würzelchen abgeblieben?)2 – 1:1,414 - heißt ja auch «goldener Schnitt»

Guten Morgen,

vielleicht verstehe ich dich gerade auch falsch (is ja auch noch früh!),

aber das DIN-Format ist nicht mittels «Goldener Schnitt» konstruiert, da es, wie du schon geschrieben hast, ein Seitenverhältnis 1:1,414 (5:7) hat.

Der goldene Schnitt hat ein Verhältnis 1:1,618...(5:8).

Klingt zwar mickrig, sind dann aber doch 210:340mm.

korrekte Grüße 8)

Jo

Hallo,

das könnte schwierig werden, diese Broschüre zu finden. Ich habe sie während der Ausbildung von einem Lehrer erhalten. Ich weiß, dass die Broschüre ein Teilabdruck aus dem Buch «Form und Farbe» ist, das 1967/68 von der Fachklasse Schriftsatz/Buchdruck an der Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich hergestellt wurde.

Schade. Ich wuerde ja auch das Buch kaufen, aber das laesst sich ueber Abebooks ebenfalls nicht finden.

Das Thema Proportionen wird aber auch sehr ausführlich in Hans Rudolf Bosshard's Buch «Mathematische Grundlagen zur Satzherstellung» besprochen. Rund ein Drittel des Buches befasst sich mit dem Thema.

Das "Mathematische" erschreckt mich doch etwas; Mathe war nicht gerade mein bestes Fach :-(

Vielleicht sollte ich mir doch lieber "Proportion und Komposition" von Kimberly Elam zulegen, und dazu dann auch gleich noch von ihr "Gestaltungsraster". Kosten zusammen so viel wie der Bosshard :-)

Beste Gruesse,

Heinz.

sowas peinliches!

;-)

Weitere Kaffee-Geschichte: unsere Maschine hier frisst heute diese – äußerst!!! unwirtschaftlichen!!! und höchst!!! bedenklichen!!! – Einzelportion-Kaffeetabs, ohne Kaffee auszuspucken. Und ohne Kaffee mag ich nicht anfangen.

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