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Eine elegante Display-Schrift von Friedrich Althausen mit 200 Ligaturen
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R::bert

Was sollte eine moderne Schrif­tfa­mi­lie kön­nen?

Empfohlene Beiträge

R::bert

Zum Einstieg ein paar Interviews mit Schriftgestaltern bei fontshopblog.de.

Und was sind Eure Anforderungen und Wünsche bzgl. Fähigkeiten neuer Schriften?

 

 

Fünf Fragen an Ludwig Übele, LudwigType
 

Was sollte eine moderne Schrif­ten­fa­mi­lie kön­nen?
Über wel­che Fähig­kei­ten sollte sie ver­fü­gen?


Grund­sätz­lich glaube ich nicht, dass sich die Anfor­de­run­gen an Schrif­ten wesent­lich ver­än­dern. Für mich muss eine gute Schrift les­bar, leben­dig und in sich stim­mig sein.

Wie umfang­reich eine Schrift­fa­mi­lie aus­ge­baut ist oder wel­che OpenType-Features sie besitzt, inter­es­siert mich nur zweit­ran­gig. Natür­lich ändert sich die Form der Schrift mit dem Medium, das zeigt ja schon die gesam­ten Schrift­ge­schichte. Bei mei­ner Marat hatte ich zum Bei­spiel etwas im Blick, das ich „moderne“ oder „frag­men­tierte Typo­gra­fie“ genannt habe.

„Moderne Typo­gra­fie“ besteht im Gegen­satz zur klas­si­schen Buch­ty­po­gra­fie aus der Kom­bi­na­tion von vie­len Frag­men­ten: Über­schrif­ten, Unter­über­schrif­ten, Ein­lei­tun­gen, Info­texte, Zitate, Tabel­len, aber auch län­gere Fließtexte.

Diese Art von Typo­gra­fie ist das, was wir aus Zeit­schrif­ten, Zei­tun­gen oder Ver­pa­ckun­gen ken­nen. Es ist schnel­les und selek­ti­ves Lesen. Es sind schmale Spal­ten. Viele ver­schie­dene Schrift­schnitte und Schrift­grö­ßen. Ganz im Gegen­satz zur klas­si­schen Buch­ty­po­gra­fie, wo es eine Schrift­größe und Schrift­art für einen lan­gen fort­lau­fen­den Text gibt. Ich bin der Mei­nung, dass Schrif­ten unter­schied­lich gut funk­tio­nie­ren, für das eine oder das andere.


Zur vollständigen Unterhaltung (fontshopblog.de, 31.01.2014)

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R::bert

Fünf Fragen an Ulrike Wilhelm, LiebeFonts
 

Was sollte eine moderne Schrif­ten­fa­mi­lie kön­nen?

Über wel­che Fähig­kei­ten sollte sie ver­fü­gen?

 

Zunächst sollte sie über einen voll­stän­di­gen Zei­chen­satz ver­fü­gen. Das klingt zwar tri­vial, aber gerade im Bereich der Display-Schriften fin­det man lei­der viele, die gerade mal über die Mini­mal­be­le­gung A–Z, a–z und 0–9 verfügen. Ich habe den Anspruch, so viele Spra­chen mit mei­nen Schrif­ten abzu­de­cken, um ein pro­fes­sio­nel­les typo­gra­fi­sches Arbei­ten zu ermöglichen.

Außer­dem ist es mir auch wich­tig, meine Fonts mit reich­lich Alter­na­tiv­buch­sta­ben, Swash-Varianten und Liga­tu­ren aus­zu­stat­ten. Das macht die Schrift viel­sei­ti­ger und inter­es­san­ter. Natür­lich dür­fen auch Liga­tu­ren, Form­va­ri­an­ten und andere Alter­na­tiv­zei­chen nicht feh­len. Die meis­ten mei­ner Schrif­ten sind als Dis­play­schrif­ten gedacht, und da ist es wich­tig, dem Anwen­der eine Aus­wahl an die Hand zu geben, damit nicht alle Über­schrif­ten gleich aussehen.

Ich finde es reiz­voll, wenn man genauer hin­schauen muss, um zu erken­nen, ob das nun eine digi­tale Schrift ist oder sich jemand die Mühe gemacht hat, den Text per Hand zu schreiben.

Die­sen Anspruch baue ich per OpenType-Features in meine Schrif­ten ein: bei Buch­sta­ben­paa­ren, die häu­fig auf­tre­ten, wird beim Tip­pen auto­ma­tisch der zweite Buch­stabe ein wenig anders aus­se­hen als der erste. Das ist zwar für den Laien kaum zu sehen, macht den hand­ge­schrie­be­nen Cha­rak­ter aber wesent­lich glaubwürdiger.


Zum kompletten Gespräch  (fontshopblog.de, 20.11.2013)

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R::bert

Fünf Fragen an Hannes für Hannes van Döhren, HvD Fonts
 

Was sollte eine moderne Schrif­ten­fa­mi­lie kön­nen?
Über wel­che Fähig­kei­ten sollte sie verfügen?


Ich würde das in zwei Berei­che teilen:

1. Emo­tion: Sie sollte eine Seele haben, ein Gefühl ver­mit­teln, den Betrach­ter berüh­ren und eine Daseins­be­rech­ti­gung haben.

2. Tech­nik: Sie sollte die tech­ni­schen Anfor­de­run­gen erfül­len, wie gutes Spa­c­ing und Kerning, sau­bere Kur­ven, Sprach­aus­bau, OpenType-Features, gute Bildschirmdarstellung …

 
Zum gesamten Interview (fontshopblog.de, 20.08.2013)

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Kathrinvdm

Wo ich gerade Hannes van Döhrens Pluto ankucke: Findet Ihr nicht auch, dass das kleine g aussieht wie ein Elefant, der sich gerade mit dem Rüssel eine Erdnuss ins Maul stopft? Ich mag die Pluto!   :biglove:

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R::bert

Lach. Ja, da ist was dran! Ich sind sie auch elefantastisch – Töröööööh! :-)

 

Und mir gefällt, dass sie eben aufgrund der speziellen g-Form trotzdem noch eine »normale« g-Alternative bietet. Das ist zum Beispiel etwas, was ich an modernen Schriften schätze aber auch noch oft vermisse. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Schriften mit ein paar mehr Alternativen um Einiges erfolgreicher wären.

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Kathrinvdm

Ja, stimmt.  :nicken:

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Kathrinvdm

Hat einer von Euch die Pluto und könnte mir mal einen Testsatz in Vektoren gewandelt schicken? Der Satz müsste das kleine g mit dem Rüssel enthalten.  :-D

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