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Guillemets oder Gänsefüßchen?

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Hallo Leute, 

Weil ich mich jetzt schriftgestalterisch aus meinem Anglozentrischen Kokon schäle, ergab sich die Frage, wie ich am besten verschiedene Arten von Anführungszeichen verarbeite. Durch OpenType kann meine Schrift sich dem jeweiligen Standard einer Sprache anpassen. Aber wie mache ich das für deutsches Deutsch, wo neben normalen Gänsefüßchen ja auch Guillemets Geltung haben(gibts da einen deutschen Namen?). Momentan denke ich, die Guillemets durch ein Stylistic Set anwählbar zu machen. Was sind da Eure Erfahrungen bzw. Vorlieben? 

 

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Meine Vorliebe: In InDesign einstellen, welche als die "normalen" verwendet werden sollen, dann kann ich die mit "Shift+2" eingeben. Das ist nämlich von Kunde zu Kunde und von Schriftart zu Schriftart verschieden, manche Gänsefüßchen sind nicht sonderlich brauchbar.

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Ich kenne das ...

 

Aus Schriftgestalter-Sicht möchte man das für den Awender "automatisch schön regeln" und fängt an, Satz-Ästhetik und -Konvention in die Schrift zu integrieren ... entweder per default, oder als Option. Das ist gut gemeint :-)

 

Aus routinierer Typografen-Sicht gibt es nichts lästigeres, als wenn mir die Schrift eine Meinung aufdrückt, die ich dann umgehen muss wenn ich das nicht so will, bzw. wenn ich auch nur bitte das "Standardverhalten" will ... Dafür habe ich letztlich Programmeinstellungen, Tastaturkürzel, Absatz/Zeichenformate und Suchen/Ersetzen-Logiken, die genau zu meinem Projekt passen.

 

Aus Laien-Schriftanwender-Sicht kann es irritierend sein, wenn eine Schrift irgendwas macht und man versteht nicht mal warum das so ist und ob es gut so ist (die Logiken sind ja nicht einsehbar). Die Einstellungen von Betriebssystem und Anwendung sind schon undurchsichtig genug, wenn sich dann noch jede Schrift anders verhält, wird's zu viel.

 

Und im Agenturkontext, mit verschiedenen Anwendern auf verschiedenem gestalterischen und technischen Level, ist jede weitere Meinung ohnehin mehr ein Störfaktor denn hilfreich ...

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vor 29 Minuten schrieb Sebastian Nagel:

Und im Agenturkontext, mit verschiedenen Anwendern auf verschiedenem gestalterischen und technischen Level, ist jede weitere Meinung ohnehin mehr ein Störfaktor denn hilfreich ...

Da sagst Du was! 😳 Aber deshalb auf clevere »Features« bei der Schriftprogrammierung verzichten, hielte ich auch für den falschen Ansatz. Daher: Weiterbildung, Weiterbildung, Weiterbildung! 😬 Vielleicht würden da auch Erklärvideos als Zugabe beim Schriftenkauf schon viel bewirken, zumindest mehr als eine OT-Feature-Auflistung auf einer der letzten Seiten im Specimen-PDF zu doch ohnehin nur wir Type-Nerds vordringen. 🤷🏼‍♂️

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