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Jan Mollitor

Dissertation in Chemie

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Jan Mollitor
Frage 2: Welches andere Programm kann mit diesem Format etwas anfangen, wie kriegst Du eine ChemDraw-Datei in ein gängiges Vektorformat?
[/quote:906hetyx]

Ganz einfach, nachdem ich die Datei ins Word kopiert habe und anschließend ins pdf konvertiere erscheint nur die cdx-Datei - egal wie groß ich sie aufziehe - ohne Treppenbildung. Jede überführte Tiff-Datei schwächelt und bildet Treppen, die ich, auch bei Auflösungen von 600dpi im Ausdruck spüre!

Zum Rest antworte ich morgen. Danke schonmal für die vielen Antworten.

Jan

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CRudolph

Wie konvertierst Du denn in pdf? Über den Acrobat Distiller? Oder ein Freeware-Programm? Sind die Kompressionseigenschaften da auch wirklich adäquat eingestellt? Gerade bei den vielen frei verfügbaren Programmen entsteht gerade im Zusammenhang mit Word oftmals ein pdf mit sehr schlechter Qualität.

Falls es nicht schon eingestellt ist versuche mal die Eigenschaften bei der pdf-Erstellung so einzustellen, daß die Bilder nicht komprimiert werden. Die Datei wird dadurch zwar deutlich größer, aber die Qualität sollte eigentlich erhalten bleiben. Für meine Dissertation habe ich kurz vor der Abgabe die Demo-Version von Acrobat Professional benutzt und das hat mir ein zwar recht großes aber absolut einwandfreies pdf geliefert.

Grüße,

Christian

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Jan Mollitor

Ja, auch ich nutze die DEMO-Version des Acrobat Pro. ich habe auch schon bei Bildqualität maximal eingestellt. Nun habe ich mal, wie empfohlen, Neuberechnung und Komprimierung auf "aus" gestellt. Lediglich die ppi kann ich noch wählen. Sie stehen bei 150 Pixel pro Zoll bei Graustufenbilder und Farbbilder und bei 1200ppi bei Schwarzweissbilder. Ich denke, meine Grafiken sind Schwarzweissbilder.

Ansonsten habe ich beschlossen - damit ich nicht noch mehr zeit verliere - , dass ich erstmal den Text im word tippe, Grafiken rauslasse und später, wenn ich den Inhalt habe, evtl. alles in ein anderes Textprogramm überführe oder beim Word bleibe. Ich komm schon zwei Tage nicht mehr wirklich voran mit meiner Arbeit. Das hat jetzt höhere Priorität! Wer will, kann ja später mal bisschen lesen und sich hoffentlich über den Inhalt erfreuen und sich über das Layout Gedanken machen.

Gruß Jan

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Dieter Stockert
Ansonsten habe ich beschlossen [...], dass ich erstmal den Text im word tippe, Grafiken rauslasse und später, wenn ich den Inhalt habe, evtl. alles in ein anderes Textprogramm überführe oder beim Word bleibe.

Den letzten Halbsatz will ich nicht gehlrt haben. Aber ansonsten: Sehr vernünftig. Damit dürfte Dein Dokument auch stabil bleiben. Und wenn Du fertig bist, kannst Du den Text ja ohne weiteres in Open Office importieren (beim RTF-Format bleiben auch Fußnoten erhalten). Oder, wenn's wirklich gut aussehen soll, gibt es hier sicher auch Leute, die Dir die Arbeit dann mit einem DTP-Programm richtig setzen.

Wer will, kann ja später mal bisschen lesen und sich hoffentlich über den Inhalt erfreuen und sich über das Layout Gedanken machen.

Das tun wir hier immer gerne.

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Jan Mollitor
Oder, wenn's wirklich gut aussehen soll, gibt es hier sicher auch Leute, die Dir die Arbeit dann mit einem DTP-Programm richtig setzen.

Jetzt hast du aber was gesagt, das motiviert mich Perfektionisten.

Trotzdem muss ich nochmal fragen: Damit diese Konvertierung letztendlich klappt, kann ich da trotzdem erstmal im Word bleiben, um den Text zu schreiben oder besser in einem anderen Programm?

Im übrigen habe ich heute beim Mittagessen eine Kollegin getroffen, die mir heute Nachmittag TeX erklären möchte. Ich will nicht alles durcheinander bringen, doch ist das Setzen in einem DTP-Programm nachträglich auch aus TeX möglich, denn letztendlich solls richtig gut aussehen. :D

Gruß Jan

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Psocopterus
Im übrigen habe ich heute beim Mittagessen eine Kollegin getroffen, die mir heute Nachmittag TeX erklären möchte.

Das ist schön. Ich will ja nicht immer den LaTeX-Onkel spielen, habe vor allen Dingen von Chemie keine Ahnung, aber gerade auf diesem Gebiet sollte LaTeX seine Stärken ausspielen können! Wenn dich dann noch eine Kollegin von TeX überzeugt, was dem Geschlechterverhältnis unter den TeX-Freunden sicher guttut, umso besser.

Wenn es typografisch ansprechender werden soll als mit den amerikanischen Standardeinstellungen, kann ich dir meine Homepage empfehlen: Typografie und LaTeX

Gruß, Georg

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Jan Mollitor

Ich merk schon, hier gibts verschiedene Lager.

Guten Tag TeX-Onkel! :wink:

Ich habs mir kurz erklären lassen. Klar scheint es nicht schwierig zu sein, solange man sicher der Formatierung von TeX unterordnet. Doch ich als Individualist hab da oft Probleme. Obwohl ich vermutlich andernfalls mehr "Fehler" einbaue als TeX.

So schlecht finde ich die Standardschrift gar nicht, besonders die Kursive ist ja dermaßen grazil.

Doch auf den Beitrag von Dieter Stockert zurückkommend: Ist es sinnvoll die Arbeit im TeX zu schreiben, um anschließend evtl. noch in einem DTP-Programm es richtig gut aussehen zu lassen oder ist ein Schreiben des reinen Textkörpers in Word sinnvoller?

Ansonsten brauche ich laut Kollegin: gostscript, gostview, mikTeX und TeXnicCenter sowie jabref.

Ich habe auch schon mal auf deiner Homepage geschaut, doch die vielen Links zu einer enormen Menge an TeX package etc. machen mir Angst und verwirren mich stark. :? Ich würde mir etwas mehr Klarheit auf dem Gebiet wünschen. Also was brauche ich konkret um eine perfekt gesetzte Arbeit mit TeX zu schreiben, wo die Möglichkeit eine beliebige Schriftart zu wählen besteht? Das hat mich damals schon abgeschreckt! bitte nehmt mir dei angst und lasst mir ein Licht aufgehen. :idea:

Gruß Jan

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Dieter Stockert
Damit diese Konvertierung letztendlich klappt, kann ich da trotzdem erstmal im Word bleiben, um den Text zu schreiben oder besser in einem anderen Programm?

Ja, wenn Du leidlich mit Word umgehen kannst, dann bleib dabei, ich sehe da keine besonderen Probleme. Aber benutze am besten von vornherein Formatvorlagen und mache keine händischen Formatierungen.

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CRudolph

Ich würde an Deiner Stelle sehr vorsichtig eruieren, ob LaTeX genau das Richtige für Dich ist, insbesondere wenn Du erhöhte typografische Ansprüche hast. Wenn Du gut damit klar kommst, dann ist LaTeX mit Sicherheit ein sehr stabiles Paket, welches Dir alle wichtigen Funktionen liefert, die eine solche Arbeit braucht (einschließlich der Bibliographie-Verwaltung etc. pp). Und der Grundansatz ist der einzig Richtige: Man muß sich auf den Text konzentrieren, das Layout spielt zunächst überhaupt keine Rolle. Das wird am Ende der Arbeit erledigt. Etwas Besseres kann man kaum lernen und LaTeX erlaubt eben gar nichts anderes.

Das ändert nichts daran, daß ich persönlich LaTeX einfach nicht ausstehen kann. Ich habe MikTeX bereits viermal gutwillig installiert und jedesmal nach spätestens 4 Wochen mit hochrotem Kopf und dem Schwur, es niemals wieder zu benutzen, deinstalliert habe. Es fängt schon damit an, daß Du Bilder in ChemDraw als tiff exportierst und diese dann nicht in MikTeX importieren kannst, weil es keinen Filter für tiff-Bilder gibt. Natürlich gibt es kostenlose Programme, die Dir in einem Rutsch einen ganzen Ordner z.B. von tiff nach jpg konvertieren, aber genau diesen zusätzlichen Schritt will ich nicht.

Dann ist man willig und konvertiert tiff mit Photoshop in eps, und MikTeX zickt wieder herum, weil das Photoshop-eps-Format einen etwas eigenwilligen header hat. Natürlich gibt es auch dafür wieder eps2eps, welches die Konvertierung übernimmt, das Problem ist aber das gleiche wie oben.

Das Problem, Wörter in Versalien um 0.5 pt kleiner zu setzen und etwas zu sperren ist mir bis heute noch in keinem LaTeX-Forum befriedigend gelöst worden (vielleicht weiß Georg, wie das geht?). Es fängt schon damit an, daß man nicht so ohne weiteres Schriftgrößen in pt angeben kann (sicher geht das, aber es ist eben nicht Standard).

Die Schrifteinbindung ist auf dem PC schlicht unzureichend; zahlreiche threads u.a. auch auf typophile.com zeugen davon.

All dies sind keine echten Hindernisse wenn man das Konzept mag. Man muß nur wissen, daß einem solche Probleme über den Weg laufen können. Allerdings gilt hierbei: Diese Probleme wirst Du mehr oder weniger am Anfang der Arbeit haben, wenn denn alles fertig ist, generierst Du einfach das pdf und fertig ist der Lack. Wenn Du mit Word arbeitest, dann ist der Anfang vermutlich viel schneller und einfacher, aber die Wahrscheinlichkeit, daß Du in der Nacht vor dem Abgabetermin zu einem nervlichen Wrack wirst ist groß und es kostet Dich die selbe Zeit (wenn nicht mehr!), nur eben am Ende der Arbeit. Formal wäre hier also LaTeX vorzuziehen.

Zu guter Letzt: Der Writer von OpenOffice kann automatisch Dokumente als TeX-Dokumente speichern. Insbesondere für die pure Textkonvertierung funktioniert das sogar einigermaßen. Sobald Referenzen, Bilder oder gar mathematische Formeln auftauchen wird es etwas abenteuerlich, aber solange es nur um den Text geht, funktioniert dieser Weg. Du kannst also entweder gleich im Writer arbeiten oder aber auch, wie Dieter schon richtig anmerkte, rtf-Dokumente in OOffice importieren und dann konvertieren. Der Writer hat sich mittlerweile derart gemausert, daß er Word in einigen Disziplinen problemlos schlägt.

Grüße,

Christian

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Jan Mollitor

Danke für die ausführliche Informationen.

Kann man im Chemdraw die Grafik nicht gleich als eps speichern? Dann sollte doch die Einbindung problemlos möglich sein.

Dann steh ich nun vor der Entscheidung, entweder LaTeX zu nutzen; Da würde ich dann ohne großartige Spielereien die Standardschrift beibehalten oder die Helvetica über das Paket: helvet aufrufen oder gibts da auf Dauer Schwierigkeiten? Oder ich nutze OOffice. Habe ich das richtig verstanden, dass ich eine rtf-Datei vom Word ins OOffice überführe und diese dann evtl. ins TeX bekomme?

Ich möchte natürlich die Variante, die letztendlich die besten Ergebnisse bringt und was die Schriftart angeht, so bin ich gern bereit eine von euch für eine naturwissenschaftliche Arbeit empfohlene zu nehmen. Wie gesagt, ihr kennt euch aus ich machs dann so; Nur bitte nicht zu kompliziert, die Arbeit muss Anfang nächsten Jahres fertig sein.

Gruß Jan

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CRudolph
Kann man im Chemdraw die Grafik nicht gleich als eps speichern? Dann sollte doch die Einbindung problemlos möglich sein.

Kann man? Ich habe das ehrlich gesagt schon seit einiger Zeit nicht mehr benutzt. Wenn man es direkt konvertieren kann, dann mußt Du einfach ausprobieren, ob MikTeX das so einbindet oder es ggf. über eps2eps in ein sauberes Format überführen. Könnte mir aber gut vorstellen, daß das auch direkt geht.

Der Import von Dateien ist formal möglich, aber ob das gewünschte Resultat dabei heraus kommt, sei dahingestellt. OOffice importiert Word-Dateien und je nach Inhalt sind die Ergebnisse sauber oder auch nicht zu gebrauchen. Ich habe beides schon gehabt. Genau so ist's auch von OOffice zu LaTeX, reiner Text wird relativ anstandslos übernommen, komplizierter Text, Formeln etc. wird z.T. recht wirr. Aber formal kannst Du ein OOffice-Dokument über die Option »Speichern unter« in ein .tex-Dokument überführen, wobei die Formatierungen mehr oder weniger erhalten bleiben.

Ist denn die Kollegin, die Dir LaTeX kurz vorgeführt hat, greifbar? Du kannst typografisch relativ ausgefeilte Arbeiten sowohl mit Word oder OpenOffice als auch mit LaTeX bekommen. Es hängt einzig davon ab, ob jemand greifbar ist, der Dir bei Problemen am besten direkt am eigenen Rechner hilft. Wenn die Kollegin als Ansprechpartner für LaTeX zur Verfügung steht und kompetent ist, warum dann nicht LaTeX benutzen?

Zur Schriftwahl: Wenn Dir die Latin-Modern-Familie gefällt, dann spricht absolut nichts gegen sie. Sie ist mit Sicherheit extrem gut ausgebaut und bietet Dir alle Zeichen, die Du benötigen wirst (ob das für die LaTeX-Version der Helvetica auch gilt, kann ich Dir nicht sagen). Ich persönlich kann sie nicht ausstehen, aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich würde sogar eher Times New Roman als die Latin-Familie nehmen. 8)

Grüße,

Christian

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Jan Mollitor

Wenn dich LaTeX nicht so zufriedenstellt, dann erzähl mal, wie du deine Schriftstücke erstellst! Ich kenne nur Word richtig und was bis jetzt damit raus kam, das könnt ihr euch ja mal in meiner Diplomarbeit ansehen. Ich habe vorher schon ein Typobuch gelesen und dann versucht einiges zu berücksichtigen. Na, findet ihr typografische Fehltritte?

http://rapidshare.com/files/57282361/Di ... r.pdf.html

Gruß Jan

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Jan Mollitor

Ja, Ich nochmal:

Wenn ich mich für OOffice entscheiden sollte, gibt es dann ein ansprechendes Resultat nach Konvertierung ins pdf? Werden so typografische Feinheiten wie Ligaturen etc. berücksichtigt?

Gruß Jan

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Dieter Stockert
Ich kenne nur Word richtig und was bis jetzt damit raus kam, das könnt ihr euch ja mal in meiner Diplomarbeit ansehen. Ich habe vorher schon ein Typobuch gelesen und dann versucht einiges zu berücksichtigen. Na, findet ihr typografische Fehltritte?

You've asked for it, so you'll get it.

Ich schau mal bloß unter Eigenschaften im PDF und sehe da eine groteske Schriftmischung: Akzidens Grotesk, Arial, Helvetica ... – wenn die wirklich alle verwendet worden sind, dann wäre das Fehltritt Nummer 1, zumal für alle Publikationen der Universität die Schrift Futura verbindlich ist (http://www.uni-leipzig.de/gestaltungskonstanten). Aber blättern wir doch mal schnell ein bißchen im PDF selbst.

– Titelseite: Die Linien oben und unten sind sinnvoll auf den normalen Textseiten (wobei dort die untere Linie ja gar nicht mehr vorhanden ist, wie ich soeben beim Weiterblättern sehe), auf dem Titel haben sie nichts verloren. Oder sollte das – zusammen mit dem Wappen oder Siegel oder was immer die Abbildung darstellt – dem Titelblatt eine ältliche Anmutung verleihen? Dann hätte man aber auch eine andere Schrift verwenden müssen. Der Zeilenabstand ist übrigens zu groß, die Seite wird dadurch leicht unübersichtlich. Es gibt zwar eine angedeutete Gliederung der einzelnen Blöcke, aber das sollte deutlicher sein. Durch den großen Zeilenabstand haben die einzelnen Blöcke in sich zu wenig Zusammenhalt.

– Warum steht das Motto kursiv? Die Anführungszeichen reichen völlig zur Kennzeichnung als Zitat. Der Zeilenabstand ist zu groß (ja, ich weiß, für solche Arbeiten ist das vorgeschrieben, aber das muß man doch nicht für Fußnoten oder Motti anwenden, im Literaturverzeichnis machst Du das ja auch nicht).

– Danksagung: Warum wird der Professor Dr. C. Schneider so fett = laut schreiend hervorgehoben (und das gleich zweimal), ginge das nicht auch ein bißchen dezenter?

– Inhaltsverzeichnis: Oh, große Überraschung, die Punkte sind angenehm gesperrt und die Seitenzahlen sind auch bei den Hauptpunkten nicht fett. Das hast Du aber sicher selbst Hand angelegt, die Automatik von Word macht das anders. Kompliment. Übrigens: Der Text in der Kopfzeile ist auf allen Seiten gegenüber der Linie nach rechts versetzt.

– Nachdem im Literaturverzeichnis mit Kapitälchen (das scheinen echte zu sein – Kompliment!) gearbeitet wird, würde ich die auch für die Nachweise im Text verwenden. Warum sollte man das unterschiedlich behandeln? (Und wenn schon Kapitälchen, dann fände ich die bei den Nachweisen zur Verdeutlichung noch wichtiger.)

– Abbildungen: Der Titel von Abbildung 1 (und anderen) steht sehr verloren da. Es wäre wohl besser, die Abbildungen linksbündig und nicht zentriert zu setzen. Und nachdem bei den Tabellen der Titel darüber steht, würde ich das bei den Abbildungen auch so machen. Auch die Einrückung des Titels bei den Abbildungen halte ich für diskussionswürdig, gerade weil die Abbildungen häufig bis zum linken Rand gehen.

– Der Abstand der Überschriften zu nachfolgendem Text ist zu groß (außer bei der obersten Eben, da paßt das so). Bei zweizeiligen Überschriften müßte der Zeilenabstand reduziert werden. Bei den Überschriften der dritten Ebene habe ich manchmal das Gefühl, sie gehen unter bzw. sie werden nicht mehr als Überschriften wahrgenommen.

– Bei den Tabellen könnte ich mir waagrechte Linien vorstellen, die Zeilen sind doch recht breit.

– Die zusätzlichen Absatzabstände im Literaturerzeichnis empfinde ich als störend. Außerdem sehe ich keinen Sinn in der Verwendung von Kapitälchen mit großen Anfangsbuchstaben. Es würde ruhiger aussehen, wenn die Anfangsbuchstaben auch kleine Kapitälchen wären.

– Für den relativ weit auseinandergezogenen Blocksatz kannst Du nichts, das ist bei Word eben so.

Noch ein paar Einzelstellen:

– Seite 1: Die fette Hervorhebung in der Fußnote stört und ist überflüssig (ach so, ich sehe jetzt, daß das im Literaturverzeichnis auch so gemacht ist – aber warum, was hat das für einen Sinn?).

– Seite 3: Die Abbildung paßt vom Stil her nicht zu den anderen.

– Seite 24: Die Überschriften stehen am Seitenbeginn allesamt tiefer als der normale Text, hier jedoch nicht, auf Seite 55 und 56 ist das wieder passiert, das scheinen aber wohl nur Versehen zu sein, also bemäkeln wir das nicht.

– Seite 33 und 37: Die Tabellen hätte ich deutlich schmaler gemacht (die anderen beiden Tabellen nehmen ja auch nicht die ganze Breite des Satzspiegels ein). Und der Tabellentitel klebt jeweils zu dicht an der Tabelle selbst (das gilt auch für die Anmerkung zu Tabelle 1).

– Seite 42: Was ist denn da mit der Abbildung passiert? Hat Word die irgendwann unbemerkt so nach rechts geschoben?

– Seite 48 ff: Warum gibt es hier keine Legenden mehr zu den Abbildungen?

– Seite 67: Eigentlich ist das, was unter 8.1.1 steht, doch auch eine Tabelle.

– Seite 73: Keine Linie für die Unterschrift? Wo soll sie denn hin? Und bei Datumsangaben stört die führende Null (die macht man nur dann, wenn Datumsangaben tabellarisch bündig untereinander stehen sollen).

Alles in allem: Gute Arbeit!

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hey
Ja, Ich nochmal:

Wenn ich mich für OOffice entscheiden sollte, gibt es dann ein ansprechendes Resultat nach Konvertierung ins pdf? Werden so typografische Feinheiten wie Ligaturen etc. berücksichtigt?

Gruß Jan

Der eingebaute PDF-Export von OpenOffice ist sehr ordentlich, ich hatte nie Probleme damit.

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Jan Mollitor

Genail, schöner Text Dieter!

Ich wusste doch schon vorher, dass du dich drauf stürzen wirst und deshalb danke ich dir auch, dass du die Arbeit so kritisch beurteilt hast, auch wenn dein letzter Satz schon fast ironisch wirkt.

Ja, einige Sachen müssten mühsam mit der Hand nach bearbeitet werden. z.B. die Pünktchen im Inhaltsverzeichnis. Nein, es waren keine echten Kapitälchen, denn ich habe den Schnitt gar nicht. Es sind jedoch auch keine falschen - es sind mein eigenen. Ich habe einfach eine kleiner Schriftgröße gewählt dafür jedoch fetter. Da die kleinen Großbuchstaben der Kapitälchen meisten trotzdem etwas höher sind als die Kleinbuchstaben hatte ich da etwas Spiel. Unverzeihlich sind natürlich die ganzen Verschiebungen etc. , die ich damals nicht sah - jetzt jedoch schon. Und damit solche Sachen eben nicht mehr auftreten, bin ich hier im Forum und muss mich zwischen LaTeX und Co. entscheiden. Meine Doktorarbeit wird inhaltlich ähnlich sein und so wisst ihr wie meine Arbeit aufgebaut sein wird und hab eine Orientierung. Was sagt ihr zu der Schriftart, passt die?

Gruß Jan

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Dieter Stockert
[...] auch wenn dein letzter Satz schon fast ironisch wirkt.

Vielleicht hätte ich den Satz nicht so geschrieben, wenn es sich um die Arbeit eines Profis gehandelt hätte. Aber es war auf jeden Fall nicht ironisch gemeint.

Meine Doktorarbeit wird inhaltlich ähnlich sein und so wisst ihr wie meine Arbeit aufgebaut sein wird und hab eine Orientierung. Was sagt ihr zu der Schriftart, passt die?

Mir gefällt sie nicht so besonders. Aber ich würde vor allem auch den Zeilenabstand etwas reduzieren. (Ja, ich weiß, es ist in der Regel eineinhalbzeiliger Satz vorgeschrieben – aber ich habe mich noch nie daran gehalten, wenn ich eine Diplom- oder Magisterarbeit gesetzt habe, und das wurde nie bemängelt, im Gegenteil, es gab vom Professor immer Lob für die äußere Form.)

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Jan Mollitor

So, habe heute das Buch "Zeichen setzen" bekommen und bin begeistert. So habe ich mir das vorgestellt. Gefällt mir!

Desweiteren habe ich heute mal OOffice installiert und werde meinen Text dort einspielen.

Ob ich TeX installiere, muss ich mir noch überlegen oder jemand muss mich überzeugen, dass auch Formatierungen, wie im experimentellen Teil meiner Arbeit, problemlos möglich sind. Denn gerade bei der Eingabe der spektroskopischen Daten (Siehe auch Diplomarbeit) mache ich mir sorgen.

Zur Schriftart: Ich habe mir mal die Myriad Pro wie beschrieben installiert. Gefällt mir gut, wenn gleich ich nicht sicher bin, ob das eine Schriftart ist, die ich für die ganze Arbeit nutzen kann. Sie hat auch leichte Verwandtschaft mit der Sans-Familie. Ich bitte um Vorschläge für eine gute Schriftart, egal ob mit oder ohne Kapitälchen.

Gruß Jan

Gruß Jan

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Jens Kutilek
Wenn ich mich für OOffice entscheiden sollte, gibt es dann ein ansprechendes Resultat nach Konvertierung ins pdf? Werden so typografische Feinheiten wie Ligaturen etc. berücksichtigt?

Das PDF enthält soviele typografische Feinheiten wie das Originaldokument, nicht mehr und nicht weniger ;)

Automatische Ligaturen und andere nützliche OpenType-Features (echte Kapitälchen, Hochstellung, Tiefstellung ...) beherrscht OpenOffice nicht (aber auch Word bietet in der Richtung nichts).

Unter LaTeX kannst Du mit XeTeX auf viele OpenType-Funktionen zugreifen. Falls Du die Myriad Pro nimmst, die ist ja ein OT-Font.

Jens

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Psocopterus

Die Feinheiten solltest du – falls TeX wirklich in Frage kommt – mit anderen Naturwissenschaftlern in einer TeX-Gruppe diskutieren. Es lässt sich ganz sicher alles umsetzen, was du genannt hast, auch die verkleinerten Versalien (von denen ich persönlich nichts halte).

Ansonsten brauche ich laut Kollegin: gostscript, gostview, mikTeX und TeXnicCenter sowie jabref.

Die Installation all dieser Dinge ist denkbar einfach. Angenommen, du arbeitest unter Windows, dann suchst du im Netz nach "ProTeXt", findest ein CD-Image kostenlos, dass alles enthält. Im Hauptverzeichnis liegt eine pdf-Datei, die die Anleitung enthält. Beim Lesen der Anleitung stolperst du immer wieder über aktive Links (fünf oder sechs), die dann automagisch ggf. alte Versionen von TeX deinstallieren und all das andere neu installieren – fertig.

Gruß, Georg

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Poms

Du hast nach weiteren Schriftvorschlägen gefragt – eine stabile Windows Vista Schrift die mir von der Anmutung, Lesbarkeit, Ausstattung her gut gefällt, auch thematisch – Corbel. Manko: Falschbelegung bei den Gänsefüßchen (wie bei der Verdana).

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CRudolph

Auf Dein Beispiel kann ich leider nicht mehr zugreifen, daher auch keine Kommentare dazu. Allerdings scheint mir Dieter das Thema ziemlich ausführlich behandelt zu haben.

Wenn Du eine Anregung haben möchtest, dann kannst Du Dir meine Arbeit ansehen:

http://www.sub.uni-goettingen.de/

Du findest sie unter »Digitale Bibliothek«, »Elektronische Dissertationen«, »Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultäten«, »Biologie« unter »2003«. Erstellt habe ich sie mit Office2000 (die Graphen sind mit »SigmaPlot« erstellt); ich würde heute vermutlich entweder zu OpenOffice greifen oder aber den reinen Text in Word/OpenOffice erstellen und die Arbeit dann in InDesign setzen.

Sonntägliche Grüße von der Insel,

Christian

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Dieter Stockert
Corbel. Manko: Falschbelegung bei den Gänsefüßchen (wie bei der Verdana).

Und damit leider wohl unbrauchbar für die meisten Anwendungen in deutscher Sprache.

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Dieter Stockert
Wenn Du eine Anregung haben möchtest, dann kannst Du Dir meine Arbeit ansehen:

http://www.sub.uni-goettingen.de/

Siehgt gut aus. Aber eine Anregung muß ich nach einem ersten kurzen Blick darauf loswerden: Die fetten Überschriften stehen oft genau in der Mitte zwischen zwei Absätzen, sie sollten aber eindeutig dem jeweils nachfolgenden Absatz zugeordnet sein.

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Poms
Corbel. Manko: Falschbelegung bei den Gänsefüßchen (wie bei der Verdana).

Und damit leider wohl unbrauchbar für die meisten Anwendungen in deutscher Sprache.

Wenn die Corbel ansonsten ziemlich perfekt ist, kann man bei diesem Problem mit Suchen und Ersetzen – wandeln in eine andere Schriftart/Zuweisung eines Zeichenformats – schnell für Besserung sorgen.

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