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passende Schrift für Hotelbeschriftung gesucht


Herr Neusteff

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Herr Neusteff

Hallo liebe Typografinnen und Typografen!

Ich bin dabei ein Hotel zu eröffnen und suche für die Außen-Beschriftung eine passende Schrift. Könntet ihr mir dabei behilflich sein?

Vielen Dank für jede Idee!

Marius Neusteff

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Cajon

Hallo Herr Neusteff,

da gibt es seeehr (die restlichen notwendigen „e“s bitte dazudenken) viele Möglichkeiten. Ich denke du machst es uns leichter, wenn wir mehr Informationen zum Charakter des Hotels bekommen. Welchen Stil hat es (rustikal, modern, …), welches Publikum soll angesprochen werden (Familien, Geschäftsreisende, Wellness, Party, …), in welcher Region/Stadt steht es (je nach Tradition der Destination evtl. passendes Erscheinungsbild usw.)?

Suchst du wirklich nur (ein Logo?) für die Außenbeschriftung, oder doch ein ganzes Corporate Design? Für ein ganzes CD würde ich empfehlen, dass du dir einen kompetenten Grafiker vor Ort suchst, der Logo, Leitsysteme („Aufzug? Da hinten!“ – „Sauna? rechts, links, gerade aus, Treppe runter, zweite Tür!“), Visiten- und Speisekarten, Brief- und Rechnungsvorlagen und alles andere gestaltet.

bearbeitet von Cajon
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RobertMichael

wie tritt das hotel denn sonst nach aussen auf, bzw. gibt es schon ein design auf welches man aufbauen kann? welche schriften werden für flyer, anzeigen und hotelprospekt verwendet? oder ist das alles noch nicht spruchreif? ich würde zu einem guten grafiker vor ort gehen und dort nach einem angebot fragen.

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Herr Neusteff

Vielen Dank für die Informationen!

Das sind aber viele Dinge, die mir bisher gar nicht so klar waren. Was kostet so ein Grafiker denn ungefähr?

Oder gibt es eine Möglichkeit sich über ein Buch einzulesen?

Das Hotel wird nicht groß sein und soll für Frauen (25-65 Jahre jung) sein, die sich einfach mal sich selbst zuwenden möchten. Wir haben Workshops im Programm, einen Wellnessbereich. Die Lage ist nicht Land nicht City, etwas außerhalb, Wald ist direkt in der Nähe. Als Logo wollte ich einfach die Schrift der Außenwerbung nehmen, aber das scheint wohl nicht so gut zu sein?

Ohje, das hatte ich mir einfacher vorgestellt.

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Schnitzel

Vom Ding her kann man das so machen.

Eine schöne Schrift wählen, eine stimmige Farbe dazu und das ganze als Wortmarke verwenden.

Zum Beispiel:

Dennoch muss man dann für ein Logo meistens noch die einzelnen Abstände überarbeiten und so weiter. Außerdem bleiben die ganzen restlichen Sachen noch offen (Visitenkarten, Briefpapier, Flyer, Website etc.).

Je nach Umfang, muss ein professioneller Gestalter gar nicht soooo teuer sein.

Und ich sag mal so: Der Koch in dem Hotel hat das doch bestimmt auch mal gelernt und nicht nur ein Kochbuch gelesen, oder?

bearbeitet von Schnitzel
Umschalttastenklemmer
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CRudolph

Jetzt mal halb losgelöst vom eigentlich Thema: schönes Beispiel für die Gestaltung des Excelsior Latin Hôtel in Paris – eindeutig mehr als nur die Gestaltung des Namenszuges, führt aber vor Augen wie wertvoll ggf. ein guter Gestalter sein kann.

Nur als Gedankenanstoß zu verstehen.

Grüße,

Christian

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Kathrinvdm
Vielen Dank für die Informationen!

Das sind aber viele Dinge, die mir bisher gar nicht so klar waren. Was kostet so ein Grafiker denn ungefähr?

Oder gibt es eine Möglichkeit sich über ein Buch einzulesen?

Das Hotel wird nicht groß sein und soll für Frauen (25-65 Jahre jung) sein, die sich einfach mal sich selbst zuwenden möchten. Wir haben Workshops im Programm, einen Wellnessbereich. Die Lage ist nicht Land nicht City, etwas außerhalb, Wald ist direkt in der Nähe. Als Logo wollte ich einfach die Schrift der Außenwerbung nehmen, aber das scheint wohl nicht so gut zu sein?

Ohje, das hatte ich mir einfacher vorgestellt.

Hallo Marius, willkommen im Forum :-)

Also, der grafische Außenauftritt, wenn man ihn denn ernst nimmt, ist beileibe keine unwichtige Sache, nein im Gegenteil, er ist sogar sehr wichtig. Das Erscheinungsbild eines Menschen/einer Firma/eines Hotels bestimmt schließlich maßgeblich, wer sich davon angesprochen fühlt. Bei der genannten Zielgruppe (Frauen, 25-65 Jahre jung, die sich einfach mal sich selbst zuwenden möchten) sollte also die Gestaltung darauf abgestimmt werden, genau diese anzusprechen.

Man kann nun natürlich hergehen und sagen, man bastelt sich erstmal einen Schriftzug für die Fassadenbeschilderung und hangelt sich dann mit diesem Schriftzug weiter zu selbstgezimmerten Wordbriefbögen, Visitenkarten aus dem lokalen Copyshop und ähnlichem mehr. Und zu Beginn könnte man damit viellleicht durchkommen aber spätestens, wenn es an umfangreichere Werbematerialien geht, wird der Mangel an professioneller Gestaltung schmerzlich sichtbar.

Die Frage ist, ob sich die Zielgruppe von dieser Gestaltung Marke Eigenbau angesprochen fühlen würde. Gerade die hier gewünschten Kundinnen werden vermutlich recht anspruchsvoll sein und zwar durchaus bereit, für gute Qualität auch mehr Geld auszugeben –aber dann muss eben das ganze Paket stimmen. Die Zimmer/Workshops/Speisen im Hotel mögen noch so gut sein – wenn der Gesamtauftritt nicht stimmt, könnte das Projekt dennoch zum Scheitern verurteilt sein, weil die Qualitäten nicht deutlich nach außen sichtbar sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das anfängliche Sparen professioneller Gestaltung den Firmeninhaber später meist teuer zu stehen kommt, weil ein Austauschen von Schildern, Geschäftsausstattung etc. aufgrund einer nachgebesserten Gestaltung in der Gesamtkalkulation teurer ist, als die Sache gleich von Anbeginn richtig anzufassen. Gar nicht zu sprechen von der Beschädigung des Rufes, die von falscher Gestaltung/Unternehmenskommunikation ausgehen kann.

Sich in ein Buch zur Thematik einzulesen kann sehr hilfreich sein, um den Profi, mit dem man das Projekt durchzieht, besser zu verstehen, beziehungsweise, um die eigenen Gedanken präzise auszuformulieren und sich über gestalterische Möglichkeiten klar zu werden. Ich persönlich würde aber dringend davon abraten, auf Basis eines gelesenen Buches selber gestalterisch zur Tat zu schreiten. Das mag jetzt als Überheblichkeit meines Berufsstandes ausgelegt werden, aber die zahlreichen Selbermachbeispiele, die ich kenne, bestärken mich in meiner Einschätzung. Wie bei allen anderen Berufen auch erzeugen Ausbildung/Studium/Arbeitserfahrung eine Fülle an Fachwissen und eine Umsicht in fachspezifischen Fragen, die man sich nicht einfach mit Hilfe eines Buches aneignen kann.

Ich würde daher empfehlen, die Hilfe eines Profis für dieses Projekt in Anspruch zu nehmen. Was der kostet? Das kann man so pauschal nicht sagen. Hier im Forum wurde schon häufiger der Vergleich »Was kostet ein Auto?« angeführt, sehr treffend wie ich finde. Es kommt eben darauf an, welche Leistungen genau benötigt werden. Fragen kostet in der Regel nichts – einfach mal einen Designer ansprechen und das Projekt erörtern, dann kann sicherlich auch ein transparenter Kostenrahmen genannt werden, der für einen Existenzgründer durchaus zu stemmen ist.

:-)

bearbeitet von Kathrinvdm
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Kathrinvdm

Grundlegende Gedanken zur Entwicklung Deines Logos und des weiteren visuellen Auftrittes:

- Wer ist Deine Zielgruppe?

- Wer bist Du (als Unternehmen), was macht Dich, beziehungsweise Dein Angebot, besonders?

- Wie würdest Du Dein Unternehmen in drei Sätzen beschreiben?

- Wodurch unterscheidet sich Dein Hotel vom Wettbewerb?

Dann würde ich mal eine Recherche zu den Design-Auftritten Deines Mitbewerberumfeldes machen. Also je nach Größe des Ortes, in dem sich Dein Hotel befindet, eine Internetrecherche oder einen Spaziergang mit Kamera machen und sammeln, wie die Konkurrenz aussieht. Davon willst Du Dich ja schließlich abheben. Und falls eine intensive Gästeakquise per Internet erfolgen soll: Wie treten Mitbewerber im Netz auf? Logos, Website, Angebote – sammeln und analysieren. Was gefällt Dir beim gesammelten Material gut und was weniger gut und warum ist das so? Aus diesen Betrachtungen kannst Du für Dich selber eine Richtung entwickeln, in die Du gehen willst. Je konkreter Deine Vorstellungen sind, desto konkreter kann ein Designer diese umsetzen.

bearbeitet von Kathrinvdm
Komma ergänzt
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Minimalist

Ich muss RoMi und Kathrin (und Bertel ... ;-)) zustimmen :-D

Kostenpunkt: Ein guter Designer wird zunächst mal vor Ort ein Gespräch mit Dir führen, um Dich und Dein Unternehmen/Deine Ziele kennen zu lernen. Dann kann er abschätzen wie aufwendig die Aktion wird und weiß was gestaltet werden muss (Außenwerbung, Geschäftskarte, Briefbogen 1 und 2, Stempel, Türschilder, Werbeanzeige, Stellenanzeige, Broschüre, Internetauftritt, um nur mal ein paar wahrscheinliche Kandidaten aufzuführen) und multipliziert die anfallenden Stunden mit seinem Stundensatz. Dann erstellt er Dir ein Angebot. Bis dahin wird das auch noch nichts kosten, es sei den der Designer kommt aus Alabama und Du sitzt im hinteren Tschad, und ihr habt eine Vereinbarung für die Kosten der Anfahrt getroffen ... ;-)

Ganz grob kannst Du davon ausgehen, dass Du bei einigen Tausend Euro plus Kosten für Druck, Montage etc. liegen wirst. Ansonsten ist das ein Möchtegerndesigner, oder er geht demnächst pleite, oder beides, oder er schuldet Dir einen recht großen Gefallen ... ;-)

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gutenberger

Oder gibt es eine Möglichkeit sich über ein Buch einzulesen?

Ohje, das hatte ich mir einfacher vorgestellt.

Falls in der Küche kein Koch arbeitet: es gibt ja auch Kochbücher.

Es gibt übrigens auch Bücher über Existenzgründung, Steuerfachfragen, Marketing ... sicherlich auch zur Frage "Wie gründe und führe ich ein Hotel".

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Kathrinvdm

Ich glaube eigentlich nicht, dass Marius generell den Wert gestalterischer Arbeit infrage stellen wollte,

sondern dass er sich einfach nicht mit dem Thema auskennt. Sicherlich weiß er aber, dass gute Arbeit angemessenes Geld kostet. :-)

bearbeitet von Kathrinvdm
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Kathrinvdm

... und das t scheint ein wenig Halt beim o zu suchen. :-)

Die Schrift sieht ein bisschen aus, als wäre sie aus zwei verschiedenen zusammengesetzt worden.

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TYPOGRAFSKI

ein LIGHT schnitt als aussenbeschriftung? naja, das würde ich niemals machen. das muss schon was »stabiles« sein was von weitem und auch bei schlechter beleuchtung funktioniert.

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Herr Neusteff

Wow! Ich bin wohl wirklich bei richtigen Experten gelandet! Vielen Dank für Eure sehr konstruktiven Infos!

Gute Arbeit kostet gutes Geld, keine Frage! ! !

Das soll auch so sein. Bei mir handelt es sich um ein eher kleines Unternehmen, das erstmal auf die Beine kommen will. Ist auch eher noch die Planung. Ich könnte mir die Schrift von Dior vorstellen. Wäre das aus gestalterischer Sicht unterstützbar? Oder geht das aus rechtlicher Sicht überhaupt?

Je nach Jahreszeit könnte ich mir auch eine jeweils weitere Schrift auf Werbungsflyern vorstellen. Frühjahr-Angebot, Sommer-Angebot- Was sagt ihr dazu?

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