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Typografische Fundstücke


Pachulke

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Phoibos
vor 7 Minuten schrieb Oliver Weiß:

Dieses r ist im englischen üblich.

Ja, aber nicht im mir bekannten Kontinental-Europa (soweit mir da Schriftstücke entegegen kamen). Laut Onkel Wiki wurde der Bürgereid aber ab 1845 auch auf Englisch oder Französisch abgenommen, vielleicht deswegen die internationaleren Formen in der Kalligraphie?

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Dieter Stockert

Unschön und unnötig, da hier ja kein Randausgleich für Blocksatz erfolgen muss, ist allerdings die Silbentrennung in der erstenZeile (»be-wahrten«).

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Norbert P

Das kleine r mit Schlaufe ist inzwischen zwar aus der Mode* gekommen, war/ist aber in »Kontinentaleuropa« recht verbreitet. Siehe z. B. hier. Im Französischen ist es sogar eher der Standard.

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*) Durchs Hobby-Handlettering kommt es gerade wieder in Mode.

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bertel

Das hängt doch nur davon ab, wo der Sohnemann heute lebt oder gelebt hat.

Wurde er in Hamburg geboren und lebte er in Hamburg, ist er geborener Hamburger. 

Wurde er in Hamburg geboren und lebte er in Woanders, ist er gebürtiger Hamburger. 

 

Was ist dann eigentlich mit denen, die in Hamburg geboren wurden, aber woanders gelebt haben und dann nach Hamburg zurückgingen?

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Phoibos
vor 36 Minuten schrieb bertel:

Was ist dann eigentlich mit denen, die in Hamburg geboren wurden, aber woanders gelebt haben und dann nach Hamburg zurückgingen?

<chauvi>Das sind kluge Menschen, die übern Tellerrand geschaut haben und dann festgestellt haben, dass es in Hamburg am schönsten ist.</chauvi>

Und die grammatikalischen Regeln bezüglich geboren und gebürtig sehen in Hamburg anders aus: Wer in Hamburg geboren wurde von Eltern, die nicht bereits in Hamburg geborene (Ur(...))großeltern (das änderte sich im Laufe der Zeit, zur Zeit reicht es, die Linie bis zu Großeltern nachvollziehen zu können) wurden, ist "nur" gebürtig. Ein geborener Hamburger hat eine mehr oder weniger lange Liste an in Hamburg geborenen Vorfahren.

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Norbert P

In Bremen gibt es den Begriff des »Tagenbaren«, der heute aber nicht mehr ernsthaft verwendet wird. Wie sieht's in HH aus? Gibt's da einen vergleichbaren (niederdeutschen) Terminus? Ich kenn aus meinen 7 Jahren dort nur die negative Abgrenzung »Quiddje«. Denn das mit »geboren« und »gebürtig« kommt mir ein wenig konstruiert vor … aber ich mag mich täuschen – zumal damals an der Uni keine waschechten Hamburger auffällig waren.

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Kathrinvdm

Mir ist die Unterscheidung „geboren“ und „gebürtig“ aus Hamburg nur zu geläufig. Gewisse Familien legen darauf äußersten Wert. Echt wahr. :nicken:

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Phoibos
vor 7 Minuten schrieb Norbert P:

ein wenig konstruiert

Das sieht der Verein geborener Hamburger anders 🙂

Und nein, wir haben hier -- soweit ich mir das jetzt aus dem Ärmel schütteln kann -- nur Großbürger, Bürger und Schutzbefohlene (und Frauen, aber die zählten nicht) gehabt. Das waren Stufen der politischen Partizipation. Ansonsten gibt es nur geborene und gebürtige Hamburger und Quiddjes. Und natürlich heutzutage Ausländer, also wie ehedem Nicht-Hamburger. Und Pinneberger (die sind uns wie dem Kölner der Düsseldorfer, nur noch verhasster, insbesondere seiner Autofahrkünste wegen).
Die Enkel eines Quiddje können jedoch problemlos geborene Hamburger sein.

Dieses Standesdünkel ergibt lustige Gespräche mit Taxifahrern, die zwar kaum Deutsch sprechen, aber dennoch über diese Scheiss-Ausländer (also alle, die nicht HH oder, weil noch rangniedriger als Ausländer, PI (die könnten ja wenigstens Quiddjes werden, aber nein, sie müssen sich anders entscheiden), als Kennzeichen führen) schimpfen, die vom hamburgischen Verkehr überfordert sind.

Auch gibt es Menschen, die keine geborenen Hamburger sind, weil ihre Eltern erst mit dem Groß-Hamburg-Gesetz zu Hamburgern wurden, unabhängig davon, wie lang sie ihre Vorfahren im heutigen Stadtgebiet lebten. So ist übrigens der bekannteste Hamburger Stadtteil St. Pauli historisch eigentlich Ausland, Niemandsland zwischen Hamburg und Dänemark bzw. später Preußen.
Und wenn Du das jetzt für sehr chauvinitisch hälst: Ja, das ist es. Es gibt in Hamburg übrigens auch innerhalb der Stadt eine gewisse Hierarchie, die durch den Wohnort definiert wird: Du kannst beispielsweise auf der falschen Seite der Alster wohnen. Oder schlimmer noch auf der falschen Seite der Elbe. Wie so oft, kannst Du aber durch Zeit (also besser Deine Enkel) und Geld (Wohnort wechseln) Deinen Status in der (eingebildeten) hamburger Bevölkerung ändern.

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Phoibos
vor 2 Minuten schrieb Kathrinvdm:

Gewisse Familien

Lustigerweise genau die Familien, die Namensgeber von Straßen sind, im Umgang oft überhaupt nicht. Die jedoch kennenzulernen ist etwas herausfordernd -- man bleibt halt unter sich. Am schlimmsten empfinde ich die Neureichen.
Nicht umsonst gilt Hamburg als ausgesprochen britische Stadt.

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Microboy
vor 5 Stunden schrieb R::bert:

Falscher Strang aber cool.

Ich hatte kurz darüber nachgedacht aber fand die Anwendung mit den »Schnörkeln« dann doch zu nett und zu wenig Stiefel ... 🤓

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R::bert
vor 27 Minuten schrieb Microboy:

Ich hatte kurz darüber nachgedacht aber fand die Anwendung mit den »Schnörkeln« dann doch zu nett und zu wenig Stiefel ... 🤓

Verstehe. Aber gerade das hätte es in jenem Strang doch zu etwas Besonderem gemacht: passend zur Jahreszeit ein Stiefel mit flauschigem Fell – oder sollen das Schnürsenkel sein? 🤓

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catfonts

Diese c und g form kommt ja bei mir in 2 Schriften vor, Diese Buchstabenformen aren in der Entstehungszeit der Wandanschrift im Deutschsprachigen Raum recht verbreitet.

 

http://www.peter-wiegel.de/BerlinerWand.html

http://www.peter-wiegel.de/KKBahn.html

 

Allerdings findet sich das c mitder rechts heruntergezogenen Linie  dort nur bei den Kleinbuchstaben, weil sich das schablonierte c dann  leicht zum e ergänzen lässt

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<p>Wayfinding Sans Pro – die ultimative Beschilderungsschrift</p>
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