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Typografische Fundstücke


Pachulke

Empfohlene Beiträge

… das k sieht fast aus wie eine tz-Ligatur …

Was heißt hier »fast«? Das ist eine tz-Ligatur, das war ja der Hauptgrund, warum ich das Ding photographiert habe. Die ganzen anderen schönen Details erschließen sich so nach und nach.

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Meine Vermutung: Ein angelsächsischer Freefont-Klon einer klingspor-ähnlichen Gotisch; irgendjemand tief in den Wäldern des Westens hat einfach die Schnörkel schön gefunden und wollte diese Schrift, die er irgendwo »gefunden« hat, der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Was ein tz ist, hat er natürlich nicht gewußt und dieses Ding sah allemal dem, was er als k kannte, ähnlicher als das wirkliche gotische k, das er gleich gar nicht deuten konnte (oder für einen entbehrlichen Alternativbuchstaben gehalten hat) und deshalb gleich den Umlauten (wozu braucht man die eigentlich?) weggelassen hat. Etwa so wird auch der seltsame Krakel entstanden sein, der hier als Divis verwendet wurde; das doppelte schräge Original-Divis konnte nicht eingeordnet werden und so hat man da halt etwas creative Eigenleistung erbracht und einen Strich gebriegelt, der irgendwie origineller sein sollte als eine schlichte Waagerechte.

Der deutsche Anwender in seinem ländlichen Graphic-Design-Studio hat dann eben mal zwei Kreise über das a gebastelt (bestimmt in Corel :twisted:), weil ja die Umlaute fehlten, und da er auch nicht wußte, was ein tz ist und das Ding halt nun einmal auf der k-Taste lag, haben die Dinge ihren Lauf genommen.

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  • 1 Monat später...

Das sind so die größten Buchstaben, die mir bisher untergekommen sind. Grobe Schätzung: Über sechs Meter Höhe, Einsfünfzig Breite, Tiefe könnte gegen drei Meter gehen. Zu sehen sind die Buchstaben »UdSSR« vom Sowjetischen Pavillon der Alten Leipziger Messe. Im Moment ist die Messehalle ein Sanierungsfall und die Buchstaben liegen daneben — völlig ohne Diebstahlschutz, offensichtlich, weil man (wohl zurecht) davon ausgeht, daß auch eingefleischte Typofreaks diese Teile nicht eben mal abschleppen.

UdSSR_8556.jpg

UdSSR_8557.jpg

UdSSR_8558.jpg

UdSSR_8559.jpg

UdSSR_8560.jpg

UdSSR_8561.jpg

UdSSR_8575.jpg

edit: Links repariert

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Gast TypoLion

Das ist ja Wahnsinn - und die Buchstaben liegen da jetzt und was jetzt?

Nun, als Dankeschön für die Muntermacherseiten schicke ich dann mal ein Paar Fundstücke aus der rheinische Provinz ins Rennen und schöner als Willich, kanns echt nicht kommen. Fraktur-Country pur, aber weiß-blau Spiekermann ist auch nicht ohne.

23rred4.jpg

2kj2vk.jpg

2rr4dy1.jpg

Und als Nachschlag eine Frage- bin auf der Suche nach einen Kollegen in Ddorf oder Köln, die mir über die ersten FontLab Studio 5.0-Hürden hilft- live!

Tausend Dank. Für den besten Tipp gibt's auch ein Sinterklaas-Cadeau (ein Großbuchstab aus Schokolade-aus Holland)

Schönen Sonntag.

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Das sind so die größten Buchstaben, die mir bisher untergekommen sind …

Als Nachtrag:

Während meiner Abschlussarbeit habe ich mich unter anderen mit den Leipziger Außenbeschriftungen beschäftigt und bin auch auf diese wunderbaren Riesenbuchstaben des ehemaligen sowjetischen Messepavillons gestoßen. Während meiner Recherchen hatte ich folgendes Bild entdeckt, welches leider nur erahnen lässt, wie diese gewirkt haben müssen:

21bmcft.jpg

Quelle:

Klaus Metscher, Walter Fellmann

Lipsia und Merkur – Leipzig und seine Messen

VEB F.A. Brockhaus Verlag Leipzig

DDR, 1990

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Sehr schön, das ist genau das Bild, das hier gefehlt hat. Ich wußte auch nicht mehr so genau, wo die mal gehangen haben und wie das gewirkt hat. Das decente Orange der Inline ist offensichtlich mal ein kräftiges Rot gewesen.

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  • 2 Monate später...
  • 3 Wochen später...
  • 1 Monat später...
  • 1 Monat später...

Keine Ahnung, ob das für die Profis erwähnenswert ist, aber mir sind diese kyrillischen Ligaturen (angenehm) aufgefallen:

image-90352-galleryV9-xscs.jpg

Das ?? sieht doch schon mal ganz schnuckelig aus, oder? :?

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Das halte ich nicht für eine Ligatur, sondern einfach nur für etwas eng gesetzt. Wer sollte denn auch Versal-Ligaturen basteln?

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