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Typografische Fundstücke

Hervorgehobene Antworten

Am 19.8.2024 um 22:06 schrieb Microboy:

Aus der beliebten Reihe »Lustige Ligaturen«

Pilze bilden ja gerne Geflechte, in Brot und Obst unerwünscht, für Baumwurzeln und die Bratpfanne dagegen recht nützlich. Manchmal trifft es auch Buchstaben:

csm_SchlossBaumPilz_Plakatmotiv_Webseite

... gestalterische Freiheit oder gehören die "Ligaturen" dort zum Font dazu?

https://www.smnk.de/ausstellungen/sonderausstellungen/kommende-ausstellungen/

 

Allein schon die Titelschrift hat's mit angetan. Ich kann besonders für die geometrischen Dekostückchen schwärmen …

vor 11 Minuten schrieb Norbert P:

Allein schon die Titelschrift hat's mit angetan. Ich kann besonders für die geometrischen Dekostückchen schwärmen …

Schriftguss war seiner Zeit voraus und deutlich progressiver als viele andere Schriftgiessereien.

:biglove:

MiBverstndnis.thumb.JPG.0d6262655ddf886106430333a1bee3b1.JPG

Fundort: Wikipedia, Dateiname: »MiBverständnis.JPG«

Bearbeitet ( von James Joyce)

  • 2 Wochen später...
vor 13 Stunden schrieb Norbert P:

So also illustriert man Isomorphismus (Quelle) :

Bildschirmfoto2024-12-06um22_56_03.png.6140e64d556d76e2e9e33dbc660da594.png

Puh, die Grafik ist aber ziemlich irreführend und manche Vorher-Nachher-Vergleiche schlichtweg falsch.

Das vermeintlich überarbeitete Facebook-Logo ist das der Facebook, Inc. (heute Meta, Inc.) und nicht etwa das der Plattform (links). Bei Microsoft, airbnb, Spotify und Pinterest wurden die Bildmarken in den »neuen« Versionen einfach weggelassen. Diese sind aber nicht ganz unwichtig, da sie in erheblichen Maße zur Wiedererkennung der hier abgebildeten Marken beitragen (ich musste bspw. die Wortmarke von Pinterest erst googeln, weil man diese praktisch nie zu Gesicht bekommt).

Mag sein, dass die Wortmarken an typografischer Einzigartigkeit verloren haben; als Gesamtkonstrukt (also inkl. Bildmarke, wenn vorhanden) betrachtet, sind die Logos wesentlich klarer geworden.

Bearbeitet ( von StefanB)

vor 1 Stunde schrieb StefanB:

sind die Logos wesentlich klarer geworden.

Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Wachstumsmärkte der Großkonzerne in Gebieten mit nicht-lateinischen Glyphen sind. Ich vermute, dass das zu einem nicht unbeträchtlichen Teil die Wortmarken zu serifenlosen Schriften getrieben hat.

Die Beispiele mögen nicht ideal sein aber den Trend, auch gerade im Bereich Luxus-Mode, hin zu relativ cleanen und austauschbaren Serifenlosen gibt es ja. 

  • 2 Wochen später...
Am 7.12.2024 um 14:48 schrieb Phoibos:

Ich vermute, dass das zu einem nicht unbeträchtlichen Teil die Wortmarken zu serifenlosen Schriften getrieben hat.

Mit welcher Begründung? Fast alle Schriftsysteme kennen einen Strichkontrast. Nicht zuletzt weil das in Lesegroßen eine bessere Verteilung von Schwarz- und Weißanteile innerhalb der Zeichen ermöglicht.

vor 6 Minuten schrieb Albert-Jan Pool:

Mit welcher Begründung?

Simplifizierte Formen, die Menschen, für die lateinische Glyphen fremd sind, leichter zugänglich sein könnten. Aber das ist nur eine Vermutung, die mir aus den Erfahrungen des Lernens und Lehrens nicht-lateinischer Glyphen (ok, kyrillische und griechische sind nicht so richtig weit weg) nicht unvernünftig scheint. 

Wir fangen ja das Lesen fremder Glyphen nicht mit Ommas handgeschriebener Einkaufsliste oder Graffiti an. Es kommt nicht von ungefähr, das die Entwicklung lateinischer Schriften im Laufe hunderter Jahre jetzt in der Grotesken kulminierte (für den Moment jedenfalls). 

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