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Berlin Corporate-Font

Empfohlene Beiträge

markus83

Hallo zusammen,

die Stadt Berlin hat ja ein neues Erscheinungsbild und damit eine neue Custom Hausschrift: "Berlin Type" von Hannes von Döhren.

Ich finde dieses neue Corporate Design, das sich wohl etwas retro-mäßig an die 60er-80er Jahre anlehnt, etwas muffig.

 

Die Schrift ist natürlich interessant. Ich bekomme jetzt allerdings mit ihr gesetze Behörden-Schreiben, wo sie nicht in Vektoren dargestellt wird, sondern pixeligen Bitmaps. Zuvor waren diese Schreiben in Calibri und m.M. besser lesbar. (Vielleicht verwenden die Autoren dieser Schreiben nicht die Office-Version der Schrift.)

Was ist eure Meinung zur Berlin Type?

Elterninformation_4.8.2021_final.pdf BerlinType_Info.pdf

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RobertMichael

Mir gefällt die Schrift ganz gut, erinnert etwas an die Fibel-Schrift hat aber auch dieses Retro-Feeling. Ob das für Berlin passt, keine Ahnung – vom Zeitgeist her schon. Längerfristig finde ich es aber schade das man sich von dem alten CD verabschiedet hat, das hat für mich gut funktioniert. (also das von MetaDesign – die Erweiterung mit dem be fand ich dann nicht mehr so toll). Das Signet des Tors in positiv/negativ und als Zeichen der Wiedervereinigung  wirkte im Gegensatz zum jetzigen Design zeitlos.

 

Hier gibts noch paar Infos:

https://www.berlin.de/rbmskzl/service/corporate-design/

https://wir.berlin/kampagnen/die-typo

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markus83

Die Schrift finde ich auch durchaus interessant, ich weiß nur nicht, ob diese Retro-Optik so eine gute Idee ist. Ich denke dabei irgendwie an verqualmte U-Bahnen der 70er Jahre mit David-Bowie-Plakat und Christiane F. auf Heroin ... Erinnert mich auch irgendwie nur an West-Berlin samt Mauer und nicht ans vereinte Berlin der Jetzt-Zeit. Da hat mir das bisherige CD auch besser gefallen und vor allem besser gepasst.

 

Als Bürger dieser hoffnungslos im Verwaltungschaos liegenden Bankrott-Stadt hoffe ich jedenfalls, dass man am neuen CD lange festhält, und nicht in 10 Jahren schon wieder eine ordentliche Summe für einen neuen Markenauftritt ausgibt.

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Microboy

Was genau meint ihr mit Retro? Ich finde die Schrift eigentlich recht klassisch wenn man von einigen Hipster-Elementen absieht …

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markus83

Die geben ja selbst an, sich an Berlins Straßen- und U-Bahn-Beschilderungen der 20er Jahre zu orientieren bei der Schrift.

Gut, die ist ja nur ein Bestandteil des CDs, aber die Aufmachung und die Farben des Erscheinungsbildes hat ja schon eher Retro-Charakter, meiner Meinung. (Abgesehen von den gewollt-lustigen Sprüchen in den Kampagnen.)

csm_Kampagnen_Motive_01_641a1536a1.jpg

  • sehr interessant! 1
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Thomas Kunz

Über die Kampagne kann ich wenig sagen. Dazu müsste ich erst mal mehr sehen und auf mich wirken lassen. Den Bären (zumindest in der kleinen Wort-/Bildmarke im Internetauftritt) finde ich etwas rundgelutscht; sein Rücken hat einen Schwung, als würde er Frack tragen.

 

Die Schrift (zip-Datei) nimmt in den Versalien klassische Proportionen auf. Dass sie retro wirken könnte, liegt vielleicht an dem tiefen A-Strich und den großen Köpfen von P und R. Auch das Minuskel-t erinnert an das der Reichsbahn:

 

BerlinType-t.PNG     KPEV-1905-DIN-1451-1931-Normograph.jpg

[Das Bild hab ich von hier.]

 

Was ich erstaunlich finde, ist die Reduzierung auf nur zwei Schriftschnitte (Regular und Bold). Auch wurden keine speziellen Schnitte für Displaygrößen (Opticals) angelegt. Von Variables ganz zu schweigen. Zusammen mit der einen Farbe (Rot plus Schwarz und Weiß) ist das schon sehr minimalistisch. Aber warum nicht? Kann man machen. Dass es trotzdem bunt und vielfältig werden kann, zeigt ja das Markenhandbuch (7z-Datei).

 

Die Schrift ist übrigens »für alle frei zugänglich und nutzbar«*, leider liegt dem Download nur ein Fontspecimen (als pdf-Datei) bei und keine weiteren Informationen zur Lizenz. Das ist misslich für alle Jäger und Sammler, die Ordnung in ihrer Ablage haben wollen.

 

Die Schrift spricht lateinisch, griechisch, kyrillisch und verfügt über ein Versal-ẞ:

 

BerlinType-%E1%BA%9E.PNG

 

 

 

 

_______________________

*   Die Info stammt von hier: https://www.berlin.de/rbmskzl/service/corporate-design/#headline_1_2

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Thomas Kunz
vor 16 Stunden schrieb markus83:

Ich bekomme jetzt allerdings mit ihr gesetze Behörden-Schreiben, wo sie nicht in Vektoren dargestellt wird, sondern pixeligen Bitmaps.

Sobald eine Schrift auf einem Drucker ausgegeben wird, gibt es keine Vektoren mehr, sondern nur noch Punkte. Früher kam es bei solchen Umstellungen oft zu Schwierigkeiten, wenn die alten Drucker-Gedächtnisse nicht mit dem neuen Font gefüttert worden waren. Das sollte aber heute längst Vergangenheit sein. Ich habe hier einen Probeausdruck gemacht; darauf wirkt die Schrift klar und leserlich. Vielleicht ist es eine Sache der Gewöhnung.

 

Die Verwaltung darf übrigens weiterhin ihre Bescheide in der Calibri (oder als Fallback: Arial) verfügen. So steht es im Markenhandbuch, S. 21.

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Microboy
vor 11 Stunden schrieb Thomas Kunz:

Sobald eine Schrift auf einem Drucker ausgegeben wird, gibt es keine Vektoren mehr, sondern nur noch Punkte.

Das oben verlinkte PDF kommt genauso vom Senat — die Punkte sind also im PDF.

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Thomas Kunz

Microboy, ich kann dir gerade nicht folgen. Das liegt vielleicht an der Uhrzeit.

 

Markus83 schrieb, er bekomme Behörden-Schreiben, wo die neue Schrift nicht in Vektoren, sondern in pixeligen Bitmaps dargestellt würde. Darauf bezog ich mich mit dem Hinweis, dass alles, was ausgedruckt wird, nicht mehr in Vektoren, sondern nur noch in Punkten abgebildet ist. Für das ausgedruckte Schreiben spielt es doch keine Rolle, ob ein TT-Font, ein OT-Font oder eine spezielle Office-Version (bei der vielleicht die Stilverlinkung für Word angepasst und das Hinting verbessert wurde) zum Erstellen des Schreibens benutzt wurde.

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D2C
vor 7 Stunden schrieb Thomas Kunz:

Markus83 schrieb, er bekomme Behörden-Schreiben, wo die neue Schrift nicht in Vektoren, sondern in pixeligen Bitmaps dargestellt würde.

Ein Beispiel eines offenbar elektronisch als PDF – nicht ausgedruckt – versendeten Behördenschreibens ist im OP angehängt.

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RobertMichael
vor 9 Stunden schrieb markus83:

Die geben ja selbst an, sich an Berlins Straßen- und U-Bahn-Beschilderungen der 20er Jahre zu orientieren bei der Schrift.

Und das funktioniert auch gut, ich musste sofort an die U-Bahn-Schilder denken.
Ich vermute was viele als Retro empfinden ist der tiefe Bogen des R und die geometrische Form die eher an die 20er erinnert.

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RobertMichael
vor 8 Stunden schrieb Microboy:

Das oben verlinkte PDF kommt genauso vom Senat — die Punkte sind als im PDF.

wie sowas 'passieren' kann ist mir auch nicht klar.
"PDF erstellt mit Word 2016" daran kann es doch nicht liegen. 🤔

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HenningH
vor 9 Minuten schrieb RobertMichael:

"PDF erstellt mit Word 2016" daran kann es doch nicht liegen. 🤔

Bestimmt nicht ...

 

Wie wählt Word nocheinmal aus, welche Schriften es einbindet und welche es in ... umwandelt?

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vor 8 Minuten schrieb HenningH:

Bestimmt nicht ...

 

Wie wählt Word nocheinmal aus, welche Schriften es einbindet und welche es in ... umwandelt?

Ich meine, die Bitmap-Umwandlung ist eine Exportoption bei Fonts, die eine Einbettung nicht erlauben. 

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markus83

Ich bekomme ja die Schreiben (geht aktuell um Kitas während Corona) als PDF, dort ist die Schrift, wie man sehen kann, in Bitmaps dargestellt und für mein Empfinden schlechter lesbar, als hätte man es bei Calibri belassen. Calibri funktionierte immer in Pfaden.

 

So wie es im Markenhandbuch steht, ist die Schrift anscheinend gemeinfrei.

Visuell interessant ist der neue Markenauftritt durchaus. Mich würde dennoch mal interessieren, welche Folgekosten so ein neues CD hat, wenn in jeder Verwaltungsebene Schilder, Briefköpfe und was noch alles ausgetauscht werden müssen (an Material und Arbeitsstunden) ... 🤔

Elterninformation_4.8.2021_final.pdf

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KlausWehling
Am 12.8.2021 um 07:33 schrieb markus83:

Hallo zusammen,

die Stadt Berlin hat ja ein neues Erscheinungsbild und damit eine neue Custom Hausschrift: "Berlin Type" von Hannes von Döhren.

Ich finde dieses neue Corporate Design, das sich wohl etwas retro-mäßig an die 60er-80er Jahre anlehnt, etwas muffig.

 

Die Schrift ist natürlich interessant. Ich bekomme jetzt allerdings mit ihr gesetze Behörden-Schreiben, wo sie nicht in Vektoren dargestellt wird, sondern pixeligen Bitmaps. Zuvor waren diese Schreiben in Calibri und m.M. besser lesbar. (Vielleicht verwenden die Autoren dieser Schreiben nicht die Office-Version der Schrift.)

Was ist eure Meinung zur Berlin Type?

Elterninformation_4.8.2021_final.pdf 648 kB · 40 downloads BerlinType_Info.pdf 913 kB · 40 downloads

Das ist ein Anwendungsproblem. Die Schriften lassen sich problemlos einbetten. Keine Ahnung, was da in den Büros mit Word 2016 so passiert. Ich empfinde die Schrift insgesamt als unangenehm. Flimmerig und nicht so gut lesbar.

 

Beste Grüße

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Thomas Kunz
vor 4 Stunden schrieb D2C:

Ein Beispiel eines offenbar elektronisch als PDF – nicht ausgedruckt – versendeten Behördenschreibens ist im OP angehängt.

Ach, das war der Hinweis  von Microboy: Es geht um eine pdf-Datei und nicht um ein ausgedrucktes Schreiben. Ich war gestern immer von einem Ausdruck auf Papier ausgegangen. Es war spät, ich brauchte Schlaf. Sorry!

 

Dass das pdf-Dokument so bescheiden aussieht, liegt aber eher nicht an der Schrift, sondern wohl an der Art und Weise, wie die pdf-Datei erstellt wurde. 

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RobertMichael
vor 3 Stunden schrieb KlausWehling:

Ich empfinde die Schrift insgesamt als unangenehm. Flimmerig und nicht so gut lesbar.

Bei der gepixelten im pdf bin ich auch erschrocken, das kann ich das "unangenehme" nachvollziehen aber bei der pdf zum Font flimmert nix.

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KlausWehling

Ich habe mir die Schrift kurz installiert, um die PDF-Probleme nachvollziehen zu können. Ich empfinde sie auch auf meinem Bildschirm und ausgedruckt in guter Qualität als unangenehm und flimmerig. :-?

 

Beste Grüße

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Microboy

Ich denke die Wiedererkennbarkeit hat hier eine größere Rolle gespielt als die Leseeigenschaften – die finde ich jetzt auch nicht optimal aber im Großen und Ganzen doch ausreichend. Es werden ja hoffentlich keine Romane damit gesetzt.

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Norbert P

Danke fürs Zeigen. Auch wenn die Schrift jetzt nicht »ganz vorne« ist, wirkt sie auf mich positiv emotional, irgendwie vertraut. Vielleicht ist das im Hinblick auf die unterschiedlichen Zielgruppen auch wichtiger. Mich stört einzig das Futura-t beim Lesen, aber das mag Geschmackssache sein.

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Microboy
vor 21 Minuten schrieb KlausWehling:

»Vorher« war / ist nach meiner Empfindung besser lesbar.

Unabhängig von der Lesbarkeit drängt sich die alte Schrift deutlich mehr auf und hat quasi schon zu viel Charakter.

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