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Familienname in Geburtsurkunde
Kurrent-P mit diesem Haken am Anfang sind mir durchaus schon untergekommen; darüber habe ich mich nicht gewundert. Ein V? Hätte ich gar nicht dran gedacht, sieht ein bisschen abgemagert aus Aber wer weiß? Vötisch als Nachname findet sich jedenfalls häufiger als Pötisch.
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Familienname in Geburtsurkunde
Es heißt sicher Ernestine Minna. Der Schreiber hat sich ja sogar Mühe gegeben, deutlich zwischen n und e zu unterscheiden. Ein W kann es nicht sein, das hätte keinen Kringel rechts oben. Beim Nachnamen kann ich eigentlich nichts anderes als Pötisch lesen. Das Problem: Eine schnelle Suche findet keinen einzigen Treffer zu diesem Namen. Ähnliche Varianten wie Pötsch etc. finden sich zuhauf, aber nicht mit zusätzlichem i. Hast Du schon andere Dokumente ausfindig gemacht, anhand deren wir den Nachnamen prüfen könnten?
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Geburtsurkunde von 1906
Na, dann wollen wir mal ein wenig Licht in die Familiengeschichte bringen. (Ein paar Namen habe ich sicherheitshalber weggelassen, bin mir bei der Entzifferung nicht sicher. Betrifft allerdings hauptsächlich die Standesbeamten.) Nr. 114 Johannisthal am 12. Dezember 1906. Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, der Persönlichkeit nach bekannt, die Hebamme Frau Marie Häring wohnhaft in Johannisthal Friedrichstraße Nr. 48, und zeigte an, daß von der unverehelichten Arbeiterin Anna Feliszawskrey katholischer Religion, wohnhaft in Johannisthal Kaiser-Wilhelmstraße Nr. 4 zu Johannisthal in letztgenannter Wohnung am zwölften Dezember des Jahres tausend neunhundert sechs Vormittags um sieben Uhr ein Knabe geboren worden sei und daß das Kind den Vornamen Wendislaw erhalten habe. Die Anzeigende erklärte, daß sie von der Niederkunft der unverehelichten Feliszawskrey aus eigener Wissenschaft unterrichtet sei. Vorstehend […] Wort gestrichen. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben Marie Häring Der Standesbeamte. In Vertretung: […] Nr. 114. Berlin-Niederschöneweide, am 15. Dezember 1936. Auf Anordnung des Amtsgerichts in Köpenick wird berichtigend vermerkt, daß der Familienname der Kindesmutter nicht „Feliszawskrey“ sondern richtig: „Faliszewski“ lautet. Der Standesbeamte. In Vertretung: […] H. geheiratet Nr. 87/1945 Berlin-Adlershof
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Fehlendes Wort in einem Recepisse
Hösting ist eine mögliche Lesart. Für den zweiten Ort liegt dann Jarmeritz, das heutige Jaroměřice, nahe (sowohl paläografisch als auch geografisch). Jammnitz scheint mir nicht passend, dafür gibt es zu viele r-Kringel. Übermäßiges Vertrauen habe ich in diese Lesarten allerdings auch nicht (zumal wir uns damit nicht in Böhmen, sondern in Mähren befinden).
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Berufsbezeichnung ?
Thema von Tinsoldier54 wurde von Liuscorne beantwortet in Hilfe bei der Entzifferung alter DokumenteVielleicht handelt es sich nicht um die Berufsbezeichnung, sondern um die Person, bei der die Anstellung bestand. Es könnte ein Herr Scheidig am Helmplatz 5 gewesen sein. Sowohl Name als auch Adresse finden sich im Fürth des späten 19. Jh., wenn auch nicht in Kombination. Ich dachte zunächst, es könnte sich um eine Schneiderey handeln, bei der in der Eile nur ein paar Buchstaben weggefallen sind. 100 Jahre früher wäre die Schreibung mit y auch plausibel gewesen, aber nicht mehr 1889.
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Berufsbezeichnung ?
Thema von Tinsoldier54 wurde von Liuscorne beantwortet in Hilfe bei der Entzifferung alter DokumenteKönntest du einen Hinweis geben, an welchem Ort wir uns befinden? Die "Lesarten" der KI kann man übrigens ignorieren. Das ist fast ausnahmslos Kauderwelsch.
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Handschriftlicher Text aus einem Buch von Eduard Mörike
Ich habe gerade mal online geschaut und tatsächlich eine elektronische Version einiger Bände der Mörike-Gesamtausgabe gefunden. Band 13 enthält die Transkription des Briefes. Zu meiner Überraschung genügt unsere Version von Seite 1 editorischen Standards, zu ergänzen ist nur "Echo" (es war mal wieder die einfachste Lesart …). Die Seiten 2 und 3, die bei mir spontan nur Lückentext waren, lauten: Den mitfolgenden Spaß (das Verschen ist von mir, daß ich es nur gestehe) haben Sie die Güte, Ihrer verehrten Frau Gemahlin zu überreichen. Es ist immer eine schwache Erwiederung des mir nach Stuttgart übersandten Grußes, der mir so viele Freude machte. — Darf ich Sie bei Gelegenheit noch einmal an den bewußten Brief erinnern? Ich weiß wohl, er hat gar keinen Werth, nur Eines Umstands wegen thät ich noch gerne einen Blick darein, wenn er Ihnen beim Aufräumen Ihrer Papiere wieder vorkommen sollte. Der Brief ist an Friedrich Notter gerichtet.
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Handschriftlicher Text aus einem Buch von Eduard Mörike
Ein eigenhändig von Mörike geschriebener Brief in einem Bücherzellenzufallsfund? Das wäre eine Entdeckung. Die Handschrift ist nicht die sorgfältigste, die Seiten 2 und 3 sind spontan nur Lückentext, aber Seite 1 ist einigermaßen zusammenhängend (bei größerer Vertrautheit mit der Handschrift ergäbe sich vielleicht die eine oder andere Korrektur, aber wir bereiten ja keine wissenschaftliche Edition vor): Verehrtester Freund! Die versprochene Ausgabe von Arndts wahrem Christenthum habe ich trotz meiner Bemühungen nicht mehr auftreiben können. Allein ich zweifle auch bei näherer Erwägung, ob Sie in diesem Buche viel zu Ihrem Zwecke finden würden. Das E[ ], wovon ich Ihnen sagte und welches ich in Abschrift bei mir fand, leg ich auf alle Fälle bei. Unterzeichnet: Von ganzem Herzen der Ihrige ... Cleversulzbach d: 5. Jun. [18]39
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»Herr« im religiösen Kontext - wie setzen?
Ich habe eine (kurze) Liste verschiedener Textstellen zugrunde gelegt, anhand deren ich die Schreibung überprüft habe. Auf "Sonderfälle" wie Schmuckbuchstaben etc. habe ich nicht geachtet (und würde sie auch nicht als Beispiele im Sinne der Ausgangsfrage ansehen). Interessanter wären "normale" Textfunde, die mir entgangen sind.
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»Herr« im religiösen Kontext - wie setzen?
Ich habe ein wenig Bibelkunde betrieben, um den Ursprung der Frage besser zu verstehen (halbgare KI-Zusammenfassungen machen mich nervös). Dieser Ursprung scheint tatsächlich in der Reformation zu liegen. Ich habe eine Reihe vorreformatorischer Bibelübersetzungen ins Deutsche angeschaut; keine davon enthält irgendeine Auszeichnung der Gottesnamen: die Wenzelsbibel (um 1400), die Mentelin-Bibel (erste gedruckte dt. Bibel, 1466), die Lübecker Bibel (1494). Aus pragmatischen und dogmatischen Gründen handelt es sich dabei jeweils um Übersetzungen aus der lateinischen Vulgata. Erst die Reformatoren übersetzen aus dem hebräischen bzw. griechischen Original; und ich vermute, dass darin auch der Ursprung der Auszeichnungen liegt. Luther verwendet bei der Übertragung des Alten Testaments durchgängig HERR (oder HERRE) für das hebr. JHWH, z.B. Gen 3,1, wo aus JHWH elohim (gesprochen: adonai elohim) Gott der HERR wird. Für (geschrieben) adonai schreibt er HErr, z.B. Gen 15,2, wo aus adonai JHWH HERR HErr wird. Soweit ich sehe, ist diese Verwendung konsistent über die verschiedenen Ausgaben der Lutherbibel zu Luthers Lebzeiten. Im Neuen Testament wird es komplizierter. Weder die Erstausgabe des NT von 1522 noch die (AT und NT umfassende) Weimarer Ausgabe von 1534 enthalten Auszeichnungen der Gottesnamen. Diese finden sich erst in der Ausgabe von 1545, dort aber zuhauf. Jeder Verweis auf kyrios, den Herrn, im Sinne des AT wird als HERR wiedergegeben, z.B. Mt 1,22 oder 4,7 (Gott deinem HERRN). Jeder Verweis auf kyrios als Attribut Christi wird zu HErr, z.B. Lk 2,11 (Christus der HErr) oder Phil. 3,1 (Freut euch im HErrn). Zwingli benutzt bei der Übersetzung der Züricher Bibel nur die Auszeichnung HERR für JHWH im Alten Testament. Andere Auszeichnungen kennt er nicht (vor allem nicht im Neuen Testament). (Ich habe allerdings nur die Ausgabe von 1534 angeschaut, die leicht als Faksimile verfügbar war.) Und noch eine zufällige Beobachtung: Ich habe vor einiger Zeit mal einen Sammelband gesetzt, der unter anderem einen Artikel über pietistische Dichtung um 1700 enthielt. Dort wimmelte es nur so von Auszeichnungen der Gottesnamen, und zwar aller Namen, die irgendwie in Frage kamen, und in bunter Mischung verschiedener Varianten: GOtt, GOTT, JEsus CHristus, CHristus JESUS, JESUS Christus, HERR, HErr.
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Auszug vom Kirchenbuch 1865 --> Oberösterreich, Kefermarkt
Ich habe mir mal andere Einträge aus derselben Zeit angeschaut. Ich bin nun ziemlich sicher, dass es tatsächlich Riederin heißen muss. Eindeutig mit R beginnende Namen haben denselben Anstrich und Schwung (den ich fälschlich für ein D gehalten habe). Weibliche Nachnamen werden immer in der weiblichen Form angegeben: -in am Ende. Aus den Jahren 1810 und 1813 gibt es Taufeinträge zu den Eltern Joseph Sandner und Anna Maria Riederin, wobei der Name der Mutter in lat. Buchstaben geschrieben ist und damit leichter zu entziffern. Ich glaube, damit ist die Namensfrage geklärt. (Die Identität der Personen in den beiden Einträgen hielt ich auch vorher schon für gesichert.)
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Auszug vom Kirchenbuch 1865 --> Oberösterreich, Kefermarkt
Liegt natürlich nahe. Ich sehe aber nichts, was einem ch ähnelt. Und im Taufeintrag sieht es so aus, als hätte das u am Ende einen Strich darüber – wie man es von abgekürzten lateinischen Wörtern kennt. Vielleicht hatte der Schreiber einen Hang zum Lateinischen, deshalb auch "a" für "geb.", was wohl für "[nat]a" steht (vermute ich zumindest).
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Auszug vom Kirchenbuch 1865 --> Oberösterreich, Kefermarkt
Herzlich willkommen im Forum! Es gibt zwar ein paar unsichere Lesarten. Der Schluss liegt aber dennoch nahe, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt. Im Taufeintrag zum kleinen Joseph werden als Eltern vermerkt: Joseph Sandner, Bauer am Gamlehnergute | Anna Maria a Diederius, Bauerntochter aus hiesiger Pfarre, Herrschaft Weinberg Im Trauungsverzeichnis tauchen dieselben Angaben auf: Josef Sandner, ehl. Sohn des Josef Sandner, gewes. Bauer und Wirth in Elz Nro. 14 und der A. Maria geb. Diederius | beyde katholisch und gestorb. | derzeit Taglöhner und Inwohner in Elz Nro. 14 Als Alter des Bräutigams ist wie zu erwarten 31 angegeben. Gestolpert bin ich vor allem über den Mädchennamen der Mutter, Diederius. Das ist jedenfalls meine spontane Lesart. Die lateinische Endung wirkt aber ungewöhnlich. Vielleicht hast du weitere Informationen, die Licht ins Dunkel bringen.
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Beamten-Warte. Hilfe beim Entziffern des Wortes in Klammern
Unwahrscheinlich: Schlaufe oben und fehlender Querstrich sprechen dagegen. Aber mein Leben würde ich nicht drauf verwetten.
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Beamten-Warte. Hilfe beim Entziffern des Wortes in Klammern
Beim Wort in Klammern hätte ich sofort auf Kuckuck getippt. Unsere Vorfahren haben aber zumeist darauf geachtet, ein kleines u mit einem entsprechenden Kringel darüber zu kennzeichnen. Eine andere plausible Lesart habe ich aber nicht parat.