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Trennung bei Geschlechtern und so weiter

Hervorgehobene Antworten

ich halte ja Fightclub für überbewertet ... :tutor:

Überbewertet? Überbewertet ist etwas, welches durchaus einen Wert enthält, welches aber von der Mehrheit über den tatsächlichen Wert erhoben wird. In diesem Sinn ist IMHO für Fightclub »überbewertet« absolut das falsche Wort; da gibt es keinen Wert. Das ist einer der sehr wenigen Filme, bei welchen ich es tief bereue, zwei Stunden meiner kostbaren Zeit investiert zu haben. :twisted::bandit:

Das ist einer der sehr wenigen Filme, bei welchen ich es tief bereue, zwei Stunden meiner kostbaren Zeit investiert zu haben.

Dabei ist der nicht mal von Tarantino. Aber nach dem, was ich gelesen habe, stelle ich mir den irgendwie so vor. :?

... macht mal mit Highlander weiter!

Was wird das hier? Wunschkonzert?

Fight Club ist großartig.

So, jetzt dürft Ihr mich 2 Seiten lang schlagen, dann geht der Thread zumindest weiter. :neenee:

Dabei ist der nicht mal von Tarantino. Aber nach dem, was ich gelesen habe, stelle ich mir den irgendwie so vor. :?

Es ist halt eben kein Tarantino ... dann wäre er ja potentiell gut :lol:

Also nach »Pulp Fiction« ging es mir wie CRudolph nach »Fightclub«: Schade um die Zeit, um das Mindeste zu sagen.

So, jetzt hab ich wieder was für mein Image als reaktionärer Ost-Spießer getan, der die wahren kulturellen Werte nicht zu schätzen weiß. :twisted:

So, jetzt hab ich wieder was für mein Image als reaktionärer Ost-Spießer getan, der die wahren kulturellen Werte nicht zu schätzen weiß. :twisted:

Ich habe ja immer mehr das Gefühl, daß die Leute generell überhaupt keine Ahnung mehr von Kultur (im Sinne von der »Pflege geistiger Güter«) haben. Insbesondere hier auf der Insel, aber auch anderswo! :tuschel:

  • 2 Monate später...

Update:

Geschlechterneutrale Sprache ist sowas von out. Jetzt kommt die geschlechtslose Sprache, und die EU ist ganz vorn dabei. Denn, so meint man in Brüssel, »das Geschlecht einer Person sei in den meisten Zusammenhängen nicht relevant oder sollte es nicht sein (sic!)«.

Und so sollen selbst Wörter wie »er« und »sie« in Texten generell vermieden werden, wie auch solch unschickliche Worte wie »Fachmann«, »Staatsmann«, »Zimmermann« usw., auch solle man »neutrale Pluralformen«, wie »die Abgeordneten, die Studierenden, die Mitarbeitenden« bevorzugen. Nun scheint es hier an Kenntnis der deutschen Grammatik zu fehlen, denn wohl sind die Abgeordneten plural, Studierende und Mitarbeitende sind hingegen künstlich substantivierte Partizipien, die nicht einmal das ausdrücken, was sie sollen, denn bedauerlicherweise kann man nicht davon ausgehen, daß alle Studenten auch wirklich Studierende sind; auch arbeiten durchaus nicht alle Mitarbeiter immer mit, einige drücken sich so erfolgreich, daß man sie beim besten Willen nicht als Mitarbeitende bezeichnen kann. Aber was bedeuten solche Einzelheiten, wenn man ein hehres Ziel hat, nämlich die Unkenntlichmachung des menschlichen Geschlechtes. Und so soll statt »Lehrer« oder »Lehrerin« künftig »Lehrkraft« geschrieben werden, »fahrendes Personal« statt »Fahrer«, »Putzkraft« statt »Putzfrau« und Personenbezeichnungen sollen durch Sachbezeichnungen wie »die Geschäftsführung« oder »die Abteilungsleitung« ersetzt werden. Statt »Verfasser« soll stehen »verfaßt von …« und überhaupt sollen Passivkonstruktionen wie »… bei der Antragstellung ist nachzuweisen …« vermeiden, daß womöglich ein solch ungeheuerliches Wort wie »Antragsteller« gebraucht würde. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß Formulierungen wie »Antragsteller/in oder Fahrer(in)« nicht benutzt werden sollen. Schließlich geht es schon lange nicht mehr um Geschlechtergerechtigkeit, es geht mittlerweile darum, das bloße Vorhandensein verschiedener Geschlechter aus Sprache und Bewußtsein zu tilgen. So albern die Sache wirkt: Es ist ein weiterer kleiner Baustein in dem großen sozialistischen Projekt, den »Neuen Menschen« zu erschaffen, und der ist nun einmal androgyn.

Das geht sogar so weit dass "Frau" und "Fräulein" gestrichen wird, um den Ehestand nicht angeben zu müssen. Bürokraten müssen sooo viel Zeit haben …

@Pachulke: Du scheinst leider noch immer nichts von Luise F. Pusch zu diesem Thema gelesen zu haben.

@Bertel: "Fräulein" ist schon seit ca. 100 Jahren out. Vielleicht noch nicht in eurem Dorf ... :P

@Pachulke: Du scheinst leider noch immer nichts von Luise F. Pusch zu diesem Thema gelesen zu haben.

Nein. Es ist ja wohl schon haarsträubend genug, was über Frl. Pusch zu lesen ist:

Im Aufsatz »Das Deutsche als Männersprache. Diagnose und Therapievorschläge« ist ihre Hauptforderung hinsichtlich einer geschlechtergerechten Sprache die Abschaffung der weiblichen Endungen -in und -innen. Es soll also heißen: die Professor, die Schriftsteller etc. Da ihr jedoch klar ist, dass dieser Vorschlag nie eine Mehrheit finden würde, plädiert sie für eine Forcierung des In-Suffixes durch feministische Kreise, um dessen diskriminierende Bedeutung zu eliminieren. Dieses Postulat ist in der Schreibung mit Binnen-I (SchülerIn) bzw. der Nennung beider Geschlechter (Schülerinnen und Schüler) verwirklicht.

Was schlägst Du denn als Leseprogramm vor?

»Alle Menschen werden Schwestern« (Wieso eigentlich nicht MenschInnen?)

»Sonja: Eine Melancholie für Fortgeschrittene«

oder lieber die Neuerscheinung »Berühmte Frauenpaare«?

Vielleicht ist Ulf Dunkel ja Frl. Pusch … :?

Nee, nee, Frl. Pusch ist noch bissiger. Männer, die sich nicht schämen, Männer zu sein, »gehören in dieselbe Sparte wie Neonazis, die die Verbrechen der Nazis leugnen oder schönreden: Verstockt, uneinsichtig, gewaltbereit. Kurz: gefährlich.« Männer sind für sie ein »Sicherheitsrisiko« und eine »Gefahrenquelle für de Frau«. Eigentlich legt sie nahe, daß Männer deswegen prophylaktisch gekeult werden müßten. Zum Thema »Mann als Gefahrenquelle« schreibt sie nämlich:

Beim Umgang mit Gefahrenquellen ist Verallgemeinerung die Methode der Wahl. Es genügt ein Todesfall durch Vogelgrippe, ein wahnsinniges Rind, eine Pille mit unerwarteter Todesfolge, ein fehlerhafter Autoreifen, um Millionen gänzlich “unschuldiger” Tiere zu töten oder Autoreifen zurückzurufen, Milliarden von Pillen aus dem Verkehr zu ziehen. … Es dient - so die Intention - dem Überleben.

Das reicht eigentlich für eine Anzeige wg. Volksverhetzung.

Ach, mein liebes Fräulein Pachulke.

Wenn Du nicht so herrlich (sic!) verbockt wärst, könnte man mit Dir ja wenigstens zu diskutieren versuchen. So aber hat sie Recht: Es ist einfach zu anstrengend, jemandem (sic!) wie Dir zu erklären, wie Frauen sich in dieser männerdominierten Welt fühlen, täglich.

Und für Dich heißt sie m.E. immer noch Prof. Dr. Pusch. Ob sie verheiratet ist oder nicht, spielt anscheinend für Dich eine Rolle. :oops:

Und der Sinnzusammenhang wird natürlich durch verkürzte Zitate ohne Quellenangabe auch nicht besser. Für alle, die das nicht googeln wollen, hier die Quelle:

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/2009/04/

Seit wann ist Ulf eigentlich ein weiblicher Vorname? :? Ich glaube mit dem Prof. täuschst du dich etwas, sie hat zwar habilitiert, eine Professur konnte sie aber glücklicherweise bis jetzt nicht ergattern. Und solange darf sich das Fräulein doch auch nicht Prof. nennen, oder?

Irgendwie erinnert mich dieser ganze Diskussionsfaden, seit Pachulke seine ersten Klöpse losgelassen hat, an eine Diskussion um den Sinn oder Unsinn der Jagd. Sind Männer in aller Regel so verstockt, oder gilt das nur für alte Bleisetzer? (Soll ja ungesund sein, das olle Blei ... Vielleicht geht's ja in den Kopp ... ;-))

In diesem Zusammenhang sollte dringend auf die Sapir-Whorf-Hypothese hingewiesen werden.

Ich habe ja eine gewisse Sympathie für die Idee (die alledings bislang nicht außreichte, um mich an lernen zu machen) in einer Sprache, so wie es bei der Plansprache Lojban wohl der Fall ist, dass man in Sachen Geschlechtsbestimmung in einer Äußerung alle denkbaren möglichkeiten haben sollte:

[*]Subjekt/Objekt* hat das Geschlecht a/b/usw.

[*]Subjekt/Objekt hat ein Geschlecht, aber welches ist nicht bekannt

[*]Subjekt/Objekt hat ein Geschlecht, aber ich sage nicht welches

[*]Subjekt/Objekt hat kein Geschlecht

[*]Das Geschlecht ist überhaupt nicht errwähnt

* schon das ist eigentlich nicht korrekt, man müsste von Argumenten sprechen

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