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Kalligraphie (und Linkshänder)


CRudolph

Empfohlene Beiträge

Habe alle Beiträge hier aufmerksam gelesen.

Bin Rechtshänder. Von unseren vier Kindern sind zwei Linkshänder.

Habe beruflich viel mit Menschen zu tun, die nicht zwei Hände haben. Angeborenes Fehlen der Hand (sogenannte Unterarmperomelie) ist häufiger an der linken Seite als an der rechten. Warum weiß keiner.

Nach Verlust einer Hand ist die verbliebene so viel besser als jede Prothese, dass sie vieles übernimmt. Je älter der Patient, desto schwieriger wird es.

Aus meiner Erfahrung beim Lehren der Kunst des Bauchredens sehe ich Anzeichen für die These, dass Talent sehr viel mit Motivation zu tun hat. Wer Spass am Üben hat, übt mehr und wird besser. Klar, dass Spass am Üben auch was mit Erfolgserlebnissen zu tun hat, da kommt dann Pädagogik ins Spiel.

Auch mit Beinprothesenträgern habe ich täglich zu tun. Da kann ich aus direkter Erfahrung nur bestätigen, dass die Hochleistungssportler extrem motiviert sind, mit gar nicht so seltenen Auswüchsen, genau wie in der Hochleistungssportwelt der Nichtamputierten. Die Medaillensammler der Prothesenträger sind inzwischen so gestrickt, dass sie ohne Amputation auch Kaderathleten wären.

Nun aber zurück in Richtung des Themas: Mir wurde mal erklärt, dass gemeißelte Schriften von rechts nach links verlaufen, weil der Rechtshänder so besser meißeln könne, und Tintenschriften von links nach rechts, weil diese Richtung dem Rechtshänder leichter falle. Diese Pseudo-Regel hat mir zu viele Ausnahmen, aber es bleibt die Frage an die Kalligraphen und Steinmetze: Sind bei arabischer oder hebräischer Schrift und Kalligraphie Linkshänder im Vorteil? Haben linkshändige Steinmetze Vorteile bei lateinischen Inschriften (genauer natürlich :"Inschriften mit lateinischen Schriftzeichen")?

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Nur nochmal zur Klarstellung, da ja jetzt offenbar unter der Diskutanten 2 polarisierende Lager (angeboren/erlernt) ausgemacht wurden. Ich sage nicht, dass jeder Mensch von Geburt an gleich ist und dass jeder zu jeder beliebigen Höchstleistung fähig ist. Ob ein einzelner auf einem Gebiet Höchstleistungen erreicht, hängt von unzähligen(!) und daher in der Summe praktisch auch unmessbaren/unvorhersehbaren Faktoren ab. Die Gene spielen da sicher auch ein gewisse Rolle. Sehr wichtig ist natürlich die Gehirnentwicklung (durch interne und externe Faktoren) in den ersten Lebensjahren. Erziehung, Charakter, Motivation, Lernumfeld und so weiter und so weiter.

Ich wehre mich lediglich gegen die Denkweise, dass jedwede Fähigkeiten (und deren Ausbaufähigkeit zu Höchstleistungen) von Geburt an vorprogrammiert sind. Das hat eine Jahrhunderte lange Tradition und ist daher tief verwurzelt, aber darf es heute mit der Masse an Forschungsmaterial die dagegen spricht ruhig mal bezweifelt werden. Die Fakten liegen, wie Christian ja schon gesagt hat, für jeden einsehbar auf dem Tisch.

Menschen werden nicht zum Klaviervirtuosen geboren*, genauso wie andere nicht zum Klavierversager geboren werden. Und man wird auch nicht mit der Vorbestimmung geboren, eine bestimmte Hand virtuos benutzen zu können und die andere nicht. Mehr will ich gar nicht sagen.

*) Es gibt tatsächlich Fälle (die so genannten Savants), bei denen die Gehirne etwas anders »verdrahtet« sind und dadurch extreme Inselbegabungen (Musikalität, Mathematikfähigkeiten, Lernfähigkeiten usw.) von kleinauf an vorhanden sind. Das sind dann aber Ausnahmen, die gesondert behandelt werden müssen und nicht in das normale Schema des Entwickelns von Fähigkeit fallen. Die Savants beweise sogar gerade, wie schier unbegrenzt die Fähigkeiten des Gehirns sein können, wenn die entsprechenden Fähigkeiten »freigelegt« werden können. Ob nun durch Übung oder neuronale Abnormalitäten.

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Gast bertel
Nur nochmal zur Klarstellung, da ja jetzt offenbar unter der Diskutanten 2 polarisierende Lager (angeboren/erlernt) ausgemacht wurden. Ich sage nicht, dass jeder Mensch von Geburt an gleich ist und dass jeder zu jeder beliebigen Höchstleistung fähig ist. Ob ein einzelner auf einem Gebiet Höchstleistungen erreicht, hängt von unzähligen(!) und daher in der Summe praktisch auch unmessbaren/unvorhersehbaren Faktoren ab. Die Gene spielen da sicher auch ein gewisse Rolle. Sehr wichtig ist natürlich die Gehirnentwicklung (durch interne und externe Faktoren) in den ersten Lebensjahren. Erziehung, Charakter, Motivation, Lernumfeld und so weiter und so weiter.

:gimmifive: Dann sind (zumindest wir) uns an diesem Punkt ja einig.

Ich wehre mich lediglich gegen die Denkweise, dass jedwede Fähigkeiten (und deren Ausbaufähigkeit zu Höchstleistungen) von Geburt an vorprogrammiert sind. Das hat eine Jahrhunderte lange Tradition und ist daher tief verwurzelt, aber darf es heute mit der Masse an Forschungsmaterial die dagegen spricht ruhig mal bezweifelt werden. Die Fakten liegen, wie Christian ja schon gesagt hat, für jeden einsehbar auf dem Tisch. …

:gimmifive: Dann sind (zumindest wir) uns auch an diesem Punkt ja einig. Diese Denkweise vertritt aber niemand in diesem thread (falls ich nichts überlesen habe).

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… Voooorsicht, junge Dame! Dazu muss man sich aber auch erstmal auf das hohe Ross versteigen, dass es ein Versagen ist, etwas nicht zu schaffen, und darauf, dass dieses spezielle »etwas nicht zu schaffen« bereits dort beginnt, wo man keine Höchstleistungen erreicht ...! Wenn man in einer gegebenen Umgebung eine bestimmte Leistung nicht erreicht, heißt das ja noch lange nicht, dass diese Umgebung überhaupt geeignet ist, eine solche Leistung zu erreichen, oder dass diese Motivation überhaupt vorliegt. Es reicht nicht »Du musst Dich motivieren, dann schaffst Du das (weil ich will, dass Du Dich dazu motivierst)« zu sagen; wenn ein Vater oder eine Mutter ein Kind aus einem dem Kind nicht ohne weiteres ersichtlichen Grund zu etwas motivieren möchte, dann muss er/sie das schon auch wirklich tun. Ohne Grund kein Interesse, ohne Interesse keine Motivation. Und welches Kind hat schon einen Grund, etwas interessant zu finden, nur weil ein Erwachsener dem Wert zumisst? …

Genau das wollte ich damit sagen – dass es eben nicht so ist, dass ein »nicht das Beste schaffen« ganz alleine auf persönlichem Versagen beruht. :-)

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

:biglove:

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Ich wehre mich lediglich gegen die Denkweise, dass jedwede Fähigkeiten (und deren Ausbaufähigkeit zu Höchstleistungen) von Geburt an vorprogrammiert sind.

Ich finde auch immer das Wort Talent ziemlich schlimm ... Ich kann mir vorstellen, dass Menschen entweder mit bestimmten Neigungen geboren werden oder diese sehr früh entwickeln, und dann dank mehr Saß auch motivierter sind, Fähigkeiten auszubilden, die dem entsprechen ... Aber dass es jemandem einfach in die Wiege gelegt ist, ein toller Maler, Musiker, Physiker oder Sportler zu werden, das halte ich für ein Phantasieprodukt, ähnlich wie Gott, Vorsehung oder Glück, aus einer Zeit, in der man noch keine wissenschaftlichen Erklärungen hatte ...

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Steinschriften werden von rechts nach links graviert aus dem simplen Grund weil man früher und heute in seltenen Fällen, die Schrift mit abwasch- bzw. verwischbaren Farben aufgerissen hat.

Also aufzeichnen von links nach recht und gravieren von rechts nach links.

Soviel erstmal kurz, da ich heute nicht am PC arbeite werde ich erst abends etwas ausführlicher antworten.

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Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
:biglove:

Hat gebabbelt wie’n Dischder der Kerl, gell ...? ;-)

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Ich finde auch immer das Wort Talent ziemlich schlimm ...

Eigentlich gar nicht, Talent beschreibt ja im Grunde nur, daß jemand etwas besser kann als andere. Und das läßt sich eben mit der Motivations-Theorie ganz wunderbar erklären. Woher die Motivation kommt sei mal dahingestellt (es gibt durchaus Daten die Belegen, daß eben Motivation und vorallem Ausdauer nicht ausschließlich erlernt wird sondern teilweise genetisch bedingt sind, wohingegen Intelligenz oder spezifische Begabungen mit ziemlicher Sicherheit nicht vererbt werden sondern eine Folge ausgeprägter Motivation und Ausdauer sind – ein feiner aber sehr signifikanter Unterschied), aber ich kann jemandem schon (umgangssprachlich) ein besonderes Talent attestieren. Ich kann, wenn die Motivations-Theorie stimmen sollte, sogar vereinfachend sagen, daß ein Mensch mit einem bestimmten Talent auf die Welt gekommen ist. Das trifft dann zwar nicht den Kern der Sache, das Resultat ist aber das Gleiche. ;-)

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Zum Thema Talent fällt mir noch ein …

In meiner Malklasse gab es Leute, die, wenn jemand für eine besonders gelungene Arbeit (in der sehr viel Zeit und intensive Arbeit steckte) vom Professor gelobt wurde, sich hinterher an den Gelobten ranmachten und fragten, welchen Pinsel er denn für die Arbeit verwendet habe (oder welche Farben), als sei das hervorragende Werk ganz allein das Resultat aus dem verwendeten Material (wird bei Fotos ja auch gerne gefragt: Welche Kamera haben Sie denn verwendet?). Oder die Leute sagten säuerlich:»Naja, er hat eben Talent …«. Da wird also »Talent« des anderen als Ausrede für eigene, nicht so gelungene, weil weniger intensive Arbeit missbraucht. Und die harte Arbeit des anderen wird gleichzeitig negiert. :neenee:

bearbeitet von Kathrinvdm
Textergänzung
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Eigentlich gar nicht, Talent beschreibt ja im Grunde nur, daß jemand etwas besser kann als andere.

Naja, ich kenn Talent eigentlich gleichbedeutend mit Begabung, so etwas göttlich eingehauchtes, das entweder die Person der das beigemessen wird glorifiziert und/oder aussagt, dass ein anderer auf einem bestimmten Gebiet gar nicht so herausragende Fähigkeiten haben könnte ... Das halte ich für haarsträubend, und noch dazu brandgefährlich, eben wie Vorsehung oder Glück, ist halt so, da kann/brauch ich mich gar nicht anzustrengen, eine solche Leistung ist für mich unerreichbar ... :neenee:

[...] wohingegen Intelligenz [...] mit ziemlicher Sicherheit [...] eine Folge ausgeprägter Motivation und Ausdauer [ist.]

Ernsthaft? Kann man das als Normalsterblicher irgendwo nachlesen ...? :-D

Da wird also »Talent« des anderen als Ausrede für eigene, nicht so gelungene, weil weniger intensive Arbeit missbraucht. Und die harte Arbeit des anderen wird gleichzeitig negiert. :neenee:

Oder, vielleicht noch fataler, diese Leistung wird über sich selbst erhöht und unerreichbar dargestellt, siehe oben ...

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Oder, vielleicht noch fataler, diese Leistung wird über sich selbst erhöht und unerreichbar dargestellt, siehe oben ...

Ja, da hast Du recht, das ist auch grauenhaft. :nicken:

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:gimmifive: Dann sind (zumindest wir) uns an diesem Punkt ja einig.

:gimmifive: Dann sind (zumindest wir) uns auch an diesem Punkt ja einig. Diese Denkweise vertritt aber niemand in diesem thread (falls ich nichts überlesen habe).

Ich glaube auch nicht das man das so einfach hinlegen kann, viele machen es sich eben leicht zu sagen " ich kann das nicht, weil mir die Begabung dazu fehlt…"

Was ich oft höre, "ich kann nicht singen…", quatsch jeder kann singen, ob geschult oder nicht, wie gut ist ja nicht maßgebend.

Aber ich glaube auch nicht das man Fähigkeiten bis zum … erlehren kann, es gibt dann noch Bereiche dafür sind des jeweiligen Gaben dann noch nicht gemacht.

Viel mehr denke ich das jeder seid Geburt an bestimmte Fähigkeiten hat, jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt, nennen wir sie mal Grundfertigkeiten.

Darüber hinaus müssen sie weiterentwickelt werden, andere werden erlehrt.

Aus diesen Naturgegebenen Fähigkeiten entwickeln sich dann die "Talente" jedes Einzelnen und je älter man wird desto mehr spezialisiert man sich.

Einiges wird vergessen, anderes dazu gelehrt, erweitert …

Als Beispiel: 2 Kinder werden Zeitgleich geboren, der eine fängt 2 Monate früher an zu laufen -> evtl. hat er einen ausgeprägteren Gleichgewichtssinn und somit hat er seine Fähigkeit optimal genutzt, er hat einen Vorteil errungen. Evtl. wird er mal der Läufer…

Kinder sind nicht verspielt weil sie jung sind … sondern viel mehr ist es so von der Natur so eingerichtet hat, dass der Geist/Verstand/Gehirn, oder wie man das auch nennen will, sich in dieser Phase des Lebens anmeisten formt/entwickelt und durch Spiel und Spaß, Ausprobieren … etc., quasi Erfahrung sammeln um jeden Preis.

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Ernsthaft? Kann man das als Normalsterblicher irgendwo nachlesen ...? :-D

Klar kann man das, da gab es mal eine komplette Aussage im »Spektrum der Wissenschaft« mit Verweisen auf die Original-Arbeiten und allem Pipapo. Das ist aber schon etwas her und ich selber habe diese Ausgaben durch einen Umzug ausgemistet und damit nicht mehr verfügbar.

Man kann aber auch einfach selber das Experiment machen. Richard Feynman beschreibt in seinen autobiographischen Geschichten »Sie belieben wohl zu Scherzen, Mr Feynman« sehr schön wie er immer davon ausgegangen ist, daß er kein Talent fürs Zeichnen hätte. Später ist ihm diese Aussage irgendwann mal fürchterlich selber auf den Geist gegangen und er hat einen anständigen Lehrer engagiert und Zeichnen gelernt – zu einem Level, welches er selber nie für Möglich gehalten hätte. Die Motivation kam daher, daß er Aktzeichnungen junger Studentinnen angefertigt hat! :mrgreen:

Du kannst aber im Grunde jeden beliebigen Mathematiklehrer dazu befragen. Die werden Dir alle einhellig bestätigen, daß Mathematik fast ausschließlich Übungssache ist. Hat mein Vater auch immer gesagt. Habe ich ihm während meiner Schulzeit nie geglaubt, weil ich Mathematik aus Gründen, die nicht wichtig sind, nie sonderlich gerne gehabt habe. An der Uni habe ich dann ein mathematisches »Erfolgserlebnis« gehabt (wir mußten in den ersten beiden Semestern recht ausgiebig Mathe machen) und habe plötzlich viel Zeit und Mühe darauf verwendet, mathematische Probleme selber und ohne Hilfe zu lösen. Am Anfang hat das ewig gedauert, am Ende des Semesters ging das wirklich flott von der Hand und ich habe meine Kollegen weit abgehängt (welche alle der Meinung waren, daß man Mathe z.B. als Genetiker nicht brauchen würde! :twisted:). Spätestens da habe ich aufgrund eigener Erfahrung eingesehen, daß an dem Übe-Argument ausgesprochen viel dran ist. Ich hätte vermutlich ganz problemlos Mathematiker werden können, aber dazu habe ich dann über längere Sicht doch keine ausreichende Ausdauer. ;-)

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Klar kann man das [...]

Wie ... ausgefallen :-D Ich muss echt mal wieder was anderes lesen als Typokram und Krimis ... ;-)

Richard Feynman [...]

[...] eine äußerst schillernde Figur :-D Einige würden jetzt sagen: »Ein Ausnahmetalent« ... Physikgenie, Autor, begabter Lehrer ... und sogar Zeichner ... ;-) Solche Menschen kann man aber auch sehr gut hinstellen um die These von Motivation und Ausdauer zu stützen und zu erweitern: Durch Motivation auf einem Gebiet erfolgreich geworden und dadurch mit Ehrgeiz und Selbstbewusstsein ausgestattet, was das Erlernen weiterer Fähigkeiten umso leichter macht ... :-D

bearbeitet von Minimalist
Floskelschnörkel operativ entfernt ... ;)
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Das mit dem Zeichnen ist ein gutes Beispiel. Noch im 19. und frühen 20. Jahrhundert konnten sehr viele Menschen recht passabel zeichnen. Es wurde gelehrt, (aus-)geübt und es hatte einen bestimmten Stellenwert, der über Vorbild, Anleitung, Anerkennung und Gewohnheit erhalten wurde.

Mit der allgemeinen Verbreitung der Photographie fiel die Motivation, durch Zeichnungen Erinnerungshilfen zu schaffen, weitgehend weg. (Ein Bildnis des/der Liebsten zu haben ist schon eine starke Motivation fürs Porträtzeichnen). Das breite Mittelfeld der Gelegenheitszeichner starb aus. Ähnliches sehe ich zur Zeit mit den Gelegenheitspianisten. Schade.

Aber jedenfalls zeigen die Beispiele, dass bei entsprechender Gelegenheit sehr viele Menschen recht gut auf Gebieten werden können, die als wesentlich talentabhängig gelten.

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Ohnehin eine äußerst schillernde Figur :-D

Nach Deiner eigenen Aussage hat das »ohnehin« da aber gar nichts zu suchen. Der Unterschied ist eben genau der: ich kenne kaum jemanden, der sagt: »Ich habe keine Begabung fürs Zeichnen, deshalb lerne ich es jetzt mal!« Mich selber eingeschlossen! Aber auch hier gebe ich Stevo voll und ganz recht: Zeichnen ist genau der gleiche Fall, wie mir gerade auffällt. Ich habe malen und Zeichnen in der Oberstufe gehaßt wie die Pest. Im Grundstudium haben wir dann »Anatomie der Pflanzen« und »Anatomie der Tiere« gehabt und mußten über ein Jahr einmal die Woche ziemlich komplexe Gebilde zeichnen. Wir wurden dazu einfach ohne Wenn und Aber gezwungen. Ich bin richtig selber beeindruckt, wenn ich mir heute manchmal ansehe, wie steil die Erfolgskurve vom Beginn zum Ende des Semesters gewesen ist. In dem Fall hätte ich absolut keine Motivation gehabt und hasse Zeichnen auch immer noch, danach wurde aber im Studium eben einfach nicht gefragt. Wir wurden einfach gezwungen. Mit der puren Übung sind da plötzlich ganz ausgesprochen gekonnte Zeichnungen dabei herausgekommen.

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Nach Deiner eigenen Aussage hat das »ohnehin« da aber gar nichts zu suchen.

Ich weiß zwar jetzt nicht, auf welche Aussage von mir Du Dich beziehst, aber Recht hast Du auf jeden Fall, das ist da einfach ein unnützer Floskelschnörkel und kann weg ... :örks: ;-)

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Ich weiß zwar jetzt nicht, auf welche Aussage von mir Du Dich beziehst, aber Recht hast Du auf jeden Fall, das ist da einfach ein unnützer Floskelschnörkel und kann weg ... :örks: ;-)

Naja, wenn Du an »Glück« oder »Talent« nicht glaubst, dann ist er eben einfach eine schillernde Figur! ;-)

Mir fällt da gerade noch spontan ein schönes Zitat von Johann Sebastian Bach ein, welcher einmal sinngemäß gesagt haben soll: »Wenn ihr soviel üben würdet wie ich, dann könntet ihr auch so gut spielen wie ich!« :party:

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»Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration.«

Thomas Alva Edison, Harpers Monthly, 1932

»Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.«

Karl Valentin

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»Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.«

Da hilft uns sicher Minimalist mit dem Autor aus.

:schmunzel: Oh, das war so ein Kerl der in einer Hütte im Gehölz gehockt und Aufsätze geschrieben hat ... Dem kullerten dann so Sachen wie »Im Selbstvertrauen sind alle Tugenden enthalten« aus der Birne ... ;-)

Das kann ja dann nur Caecilia Bringhurst gesagt haben … ;-);-);-)

Neee Herzchen, das war Kool G Rap ...!

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»Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration.«

Thomas Alva Edison, Harpers Monthly, 1932

:lol:

bearbeitet von Joshua K.
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Und man wird auch nicht mit der Vorbestimmung geboren, eine bestimmte Hand virtuos benutzen zu können und die andere nicht. Mehr will ich gar nicht sagen.

Hier muß ich gerade noch mal »aus Interesse« sozusagen einhaken (es bezieht sich nicht auf Ralfs obige Aussage sondern ist einfach ein ganz spannendes Detail, welches mir beim Lesen seines Beitrages wieder eingefallen ist): es gibt Studien, die belegen, daß die Händigkeit bereits im Mutterleib vorhanden ist. Linkshänder saugen bereits in utero signifikant häufiger am linken Daumen, bei Rechtshändern ist es umgekehrt. Es scheint also so zu sein, als würde das sehr früh ausgebildet. Ich würde auf den Daten jetzt nicht mein Leben verwetten, interessant ist die Studie aber schon. Übrigens gibt es Anzeichen, daß auch bei Tieren eine »Händigkeit« vorliegt. Mäuse z.B. holen Futter aus einem Kanal bevorzugt mit einer der beiden Vorderpfoten. Das ist aber deutlich weniger extrem verteilt als beim Menschen (60/40 wenn ich mich recht entsinne, das kann aber potentiell auch völlig verkehrt sein).

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