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Hervorgehobene Antworten

 

Am 21.6.2018 um 22:10 schrieb Microboy:

Die alternativen Formen hätte man auch gut über OpenType-Sets einbauen können. Dann wären es allerdings nur 20 statt 90 Fonts. Verkauft sich natürlich nicht so gut ... 8-)

Bei der Multiple-Familie kann man die einzelnen Stilnuancen schon auch über Stylistic Sets ansteuern. Stylistic Set 01 entspricht dann der Alt1-Familie, Stylistic Set 02 = Alt2 und so weiter. Siehe die Dokumentation zur Schriftfamilie (Seite 13). Um alle Alternativformen nutzen zu können, braucht man also nur die Grundfamilien mit je zehn Schnitten zu installieren, wenn man das lieber möchte.

Generell finde ich den Ansatz sinnvoll, dasselbe Ergebnis sowohl über OpenType als auch über die einfache Änderung der Schriftfamilie erreichbar zu machen. Klar ist die verkaufsfördernde Wirkung einer hohen Anzahl verfügbarer Schnitte und damit eines geringen Preises pro Font nicht zu verachten. Aber: im Font Purchasing Habits Survey 2017 hat immerhin ein knappes Viertel der Teilnehmer angegeben, entweder überhaupt keinen Zugriff auf OpenType-Funktionen zu haben oder nicht zu wissen, ob ihre Software OpenType-Funktionen beherrscht. Und dabei dürfte es sich bei den Teilnehmern der der Umfrage sogar noch um verhältnismäßig Typo-affine Schriftnutzer handeln (zumal zum allergrößten Teil Grafikdesigner). Es ist recht und billig, auch solchen Nutzern software-unabhängig die Möglichkeit zu geben, stilistische Schwerpunkte zu setzen.

Übrigens: die schon öfter erwähnte Recoleta (bzw. Recoleta Alt) wird wohl eine prominente Rolle in der 2018er-Ausgabe spielen – falls  jemand ein paar weitere  Beispiele für den Einsatz der Schrift sucht …

(Die Bilder sind direkt von der FPH-Seite eingebunden, ich weiß nicht, wie lange sie in diesem Beitrag sichtbar sein werden)

FPHS_2018_Header-05.png

FPHS_2018_Figs-04.png

FPHS_2018_Figs-05.png

Heute kam die Antwort von Latinotype auf meine Frage.

Die Antwort deckt sich mit den Erfahrungen von D2C.

 

»You can access the alternative letterforms with both Alt fonts and OpenType sets.

We create Alt versions for some of our fonts because customers who use webfonts can access them more easily in some cases.«

 

:cheer:

 

Kleiner Hinweis zum Recoleta-Angebot:

 

Wenn man Zugriff auf OpenType-Features hat muss man nicht die Familie mit den Alt-Schnitten für 30,20 Euro kaufen. Es reicht dann die Basic-Version für 18,60 Euro zu lizensieren. Das hab ich leider zu spät erkannt ... :neenee:

  • 4 Wochen später...

Hallo Zusammen,

 

ich habe über smashingmagazine -- einem web-designer / developer internet-magazin aus Freiburg --

folgende Schrift entdeckt: 

 

Name der Schrift: Cunia
Gestalter der Schrift: Alejo Bergmann

 

Link zum Download der Schrift:
https://www.behance.net/gallery/65264871/Cunia-Free-Font-Typeface

 

Ich finde die Schrift sehr schön, auch wenn sie sehr sehr spartanisch ausgebaut ist ...  😉
(Könnte sie mir als Schrift für ein female-esports-team vorstellen ...)

Außerdem ist die Schrift kostenlos.

 

PS: Die geschwungenen Kerben nach innen müssen einem halt gefallen:

Beim "E" und auch beim "B" sehe ich da leichte Probleme ...

 

  • 4 Wochen später...
  • 1 Monat später...

Adorn und Charcuterie von Laura Worthington sind auch dabei und die schöne Viva Beautiful. Da frage ich mich aber mal wieder – wie können die solche Schriften für 5 € verkaufen? Wo ist der Haken – sind die Lizenzen stark eingeschränkt? Ist der Zeichenumfang reduziert? Ist alles gut und es ist bloß Marketing? Leider habe ich so viel um die Ohren, dass ich das gerade nicht alles ausführlich prüfen kann. Falls einer von Euch es tut, verrät er mir seine Erkenntnisse? ;-)

Hallo @Kathrinvdm, die DesignCuts-Lizenz ist relativ liberal. Man kann sogar die Schriften für mehrere (einmalige) Kundenprojekte im Web (!) einsetzen. Haupteinschränkung ist, dass die Schriften nicht von Kunden lizenziert werden dürfen, deren Umsatz 25.000.000 Dollar pro Jahr übersteigt, und dass du auch als Agentur (oder Freelancer) diese Schriften nicht für Kunden einsetzen darfst, deren Umsatz höher ist.

 

Früher gab es noch eine Einschränkung bei “Items for commercial resale”. Deren Auflage durfte nicht höher als 250.000 sein, wenn du sie mit DesignCuts-lizenzierten Produkten gestalten wolltest. Diese Einschränkung kann ich aber aktuell nicht mehr finden.

 

Ansonsten bestehen die üblichen Klauseln: keine Redistribution, keine Einbettung, wenn der Font einfach extrahiert werden kann, kein Server-Einsatz, kein Verkauf von Einzelbuchstaben-Produkten wie Hausnummern, keine Apps. Nichts, was einen überraschen würde. Logos sind auch drin (aber nicht für große Kunden, wie oben beschrieben).

vor einer Stunde schrieb Kathrinvdm:

Adorn und Charcuterie von Laura Worthington sind auch dabei

Das hätte mich fast zum Kauf bewogen ... allerdings ist Adorn und einige andere auch bei Typekit erhältlich ;-):biglove:

Typekit habe ich ja auch, seit ich das Abo habe, aber ich traue der Sache nicht. Nennt mich hoffnungslos altmodisch, aber ich habe doch gerne eine echte Lizenz für eine Schrift, die dann als Datensatz auch feinsäuberlich in meinem Schriftenschatzkästlein ruht.:roll: Zumindest bei Schriften, die ich regelmäßig verwende. Die Umsatzeinschränkung, die D2C oben für das 5€-Angebot beschreibt, ist für mich ein Grund, die Finger eher von diesen Lizenzen zu lassen. Ich arbeite viel für große Verlage und habe keinen blassen Schimmer, was die für einen Umsatz machen … :-?

 

 

vor einer Stunde schrieb Kathrinvdm:

Typekit habe ich ja auch, seit ich das Abo habe, aber ich traue der Sache nicht. Nennt mich hoffnungslos altmodisch, aber ich habe doch gerne eine echte Lizenz für eine Schrift, die dann als Datensatz auch feinsäuberlich in meinem Schriftenschatzkästlein ruht.:roll: Zumindest bei Schriften, die ich regelmäßig verwende. Die Umsatzeinschränkung, die D2C oben für das 5€-Angebot beschreibt, ist für mich ein Grund, die Finger eher von diesen Lizenzen zu lassen. Ich arbeite viel für große Verlage und habe keinen blassen Schimmer, was die für einen Umsatz machen … :-?

 

 

Du hattest Recht ... hier eine Statistik (Umsatz Verlage DE 2017) Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183328/umfrage/die-groessten-verlage-in-deutschland-nach-umsatz/

umsatz_verlage.png

vor einer Stunde schrieb Kathrinvdm:

aber ich habe doch gerne eine echte Lizenz für eine Schrift, die dann als Datensatz auch feinsäuberlich in meinem Schriftenschatzkästlein ruht.

So geht es mir auch. By the way: Als ich zuletzt bei Typekit gestöbert habe, waren praktisch keine Schriften mit Versal-Eszett zu finden (oder ich habe mich zu dumm angestellt). Ist das inzwischen anders?

Gregor, danke Dir! Ich arbeite zwar mehr für Zeitschriftenverlage als für Buchverlage, aber das wird ähnlich dimensioniert sein. :-D

vor 3 Stunden schrieb Dieter Stockert:

Ist das inzwischen anders?

Ja, spätestens seit Underware dabei ist. Aber auch schon vorher wie zum Beispiel bei der Proxima, FF Good, FF Real oder Fira. Aber auf die Vorschau dort kannst Du nicht so viel geben …

  • 2 Wochen später...

Danke ihr Roberts :gimmifive: hab inzwischen gemailt und sogar schon eine Antwort/Schrift bekommen.

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