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88 Artikel in dieser Kategorie

  1. Ralf Herrmann ·
    In unserem Artikel Die Top 10 der missverstandenen Typografie-Fachbegriffe haben wir uns bereits mit einigen typischen Verständnisproblemen unseres Fachbereiches auseinandergesetzt. Einige Leser haben weitere Begriffe vorgeschlagen, die ihrer Meinung nach häufig falsch verstanden bzw. benutzt werden. Viele der Vorschläge drehten sich dabei um Buchstabenabstände. Die betreffenden Bezeichnungen entstammen meist dem Bleisatz und die genaue Definition in der computergestützten Typografie ist nicht i
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  2. Ralf Herrmann ·
    Neben Musiknotenblättern erfolgte auch der Druck von Landkarten über lange Zeit vor allem mithilfe des Holzschnittes oder des Kupferstichs. Im Laufe des 18. Jahrhunderts gab es jedoch auch Versuche, den Bleisatz zum Druck von Landkarten zu verwenden.  Die Entwicklung dieser Technik geht zu weiten Teilen auf den Diakon August Gottlieb Preuschen (1734–1803) zurück. Anfangs nannte er sie noch Ingénieurie d’estampe, taufte sein System der »Ordnung von geographischen Bildern und Objekten nach geometr
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  3. Ralf Herrmann ·
    »Für jedes komplexe Problem gibt es eine Lösung, die einfach, einleuchtend und falsch ist.« sagte der US-amerikanische Schriftsteller Henry Louis Mencken einmal. Als ein Paradebeispiel dieses Phänomens im Fachbereich der Typografie könnte man die Idee ansehen, dass die Serifen der Antiqua eine Folge der Meißeltechnik in der Antike sind. Unzählige typografische Fachbücher haben seit vielen Jahrzehnten diese Theorie verbreitet und so wurde aus der Vielzahl der Quellen schließlich ein vermeintliche
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  4. Ralf Herrmann ·
    Unser Forum zur Identifizierung von Schriften hat mittlerweile über 30.000 Beiträge. Eines fällt dabei immer wieder auf: Bei einem beträchtlichen Anteil der Anfragen wird nach dem Namen einer Schriftart gesucht, obwohl im konkreten Fall gar keine sogenannten Satzschriften (»Fonts«) zum Einsatz kamen. Dieser Artikel erklärt, warum dies so ist und auf welche typischen Anwendungsbereiche dies zutrifft. Heute sind wir es gewohnt, am Computer gesetzte Schrift nicht nur in klassischen »Drucksachen« zu
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  5. Ralf Herrmann ·
    Variable Fonts sind OpenType-Fonts, bei denen bestimmte gestalterische Eigenschaften (wie zum Beispiel Strichstärke, Weite, Neigung) auf Seiten der Schriftnutzer (zum Beispiel über Schieberegler) gesteuert werden können. Damit ist man nicht mehr zwingend auf bestimmte vorgefertigte Schriftschnitte wie normal, kursiv, fett usw. beschränkt. Da mittlerweile immer mehr entsprechende Fonts verfügbar sind und Browser und viele Designanwendungen variable Fonts unterstützen, wird die Technologie zunehme
    • 16.185 Aufrufe
  6. Ralf Herrmann ·
    In unserem Artikel über die missverstandenen Typografie-Fachbegriffe wurde ein wichtiger Vertreter ausgelassen, da er völlig den Rahmen gesprengt hätte – nämlich den Begriff Typografie selbst. Als Leser von Typografie.info haben Sie sicherlich eine gewissen Vorstellung, was dieser Begriff bedeutet – sonst würden Sie sich kaum auf dieser Seite aufhalten. Doch wie würden sie Typografie kurz, klar, allumfassend und unmissverständlich definieren? Wahrlich keine leichte Aufgabe! Ursprünglich beschrie
    • 19.301 Aufrufe
  7. Ralf Herrmann ·
    Seit 5 Jahren ist das große Eszett im Unicode, über 300 Schriftfamilien wurden bereits damit ausgestattet und auch entsprechende Tastaturen sind bereits erhältlich. Doch wo wurde das große Eszett in den letzten 5 Jahren in der Praxis eingesetzt? Hier eine kleine Sammlung von Anwendungsbeispielen.   RWE setzt seine Überschriften konsequent im Versalsatz und das Zusammentreffen von Großbuchstaben und Eszett ist somit unvermeidlich. Daher verfügt die Hausschrift von RWE über ein großes Eszett.   
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  8. Ralf Herrmann ·
    Die Idee, das Alphabet in Deutschland und Österreich durch eine Durchsetzung eines großen Eszett zu komplettieren, findet immer mehr Anhänger, wie zum Beispiel die Aktivitäten auf der Facebook-Fanseite belegen.  Doch wann immer Menschen zum ersten Mal von diesem Thema hören, wiederholen sich die immer gleichen Diskussionen um die Probleme, die der fehlende Buchstabe verursacht oder nicht verursacht, wie man gegebenenfalls mit diesen Problemen umgehen könnte und wie die geschichtlichen Zusammenhä
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  9. Ralf Herrmann ·
    Die »Lettergieterij Amsterdam« geht auf eine Mitte des 19. Jahrhunderts von Nicolaas Tetterode gegründete Schriftgießerei in Rotterdam zurück. Später wurde die Gießerei nach Amsterdam verlegt und als Lettergieterij Amsterdam vorheen N. Tetterode weiterbetrieben. Eine Hauptprobe aus dem Jahr 1916 gibt mit den folgenden Bildern einen Eindruck von der Arbeit der Gießerei.    Verwaltung   Fabrik am Standort Da Costakade 158–164   Ausstellungssaal mit Druckereimaschinen   Großer Gießereisaal   R
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  10. Ralf Herrmann ·
    Auf der jährlichen Konferenz der Association Typographique Internationale (ATypI), die dieses Jahr in Reykjavík stattfand, sprachen Nadine Roßa und Ralf Herrmann über die Besonderheiten des deutschen Eszetts. Die Präsentation zum großen Eszett kann hier als nachträglich aufgezeichneter Screencast betrachtet werden. Es behandelt die Geschichte des kleinen Eszetts und die heutige Notwendigkeit eines Versal-Eszetts unter Berücksichtigung der typischen Gegenargumente.
    • 3.797 Aufrufe
  11. Ralf Herrmann ·
    1928 gab der Verein Deutscher Schriftgießereien zum Anlass seines 25-jährigen Bestehens die Broschur »Der Druckbuchstabe« heraus, in der in Versen und Holzschnitten von Karl Mahr die Entstehung von Bleilettern in Gießereien dargestellt wird. Wir präsentieren dieses Stück typografischer Zeitgeschichte hier in Onlineform.     Bald bin ich groß, bald bin ich klein, bald fett, bald mager und bald fein. Steh ich allein ſo muß ich ſchweigen; doch in der Brüder trautem Reigen ſing ich und dringe in di
    • 9.719 Aufrufe
  12. Ralf Herrmann ·
    Die Idee des Webfont-Verzeichnisses von Google ist bei den Anwendern von Anfang an auf große Begeisterung gestoßen: kostenlose Webfonts, die man mit nur einer Zeile Kode in jede beliebige Webseite einbinden kann, ohne sich über die vielen Webfont-Formate oder Ladezeiten Gedanken machen zu müssen. Der Service startete 2010 mit nur einer Handvoll Webfonts, ist aber bereits jetzt auf ca. 250 Fonts gewachsen und Google ließ verlauten, das Tempo für weitere Veröffentlichungen nicht zu drosseln. Aber
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  13. NinaS ·
    Wir wissen wenig von Armenien. Als ich vor zwei Jahren eine Reise in die armenische Hauptstadt Jerewan plante, musste ich die Frage nach dem Warum immer wieder beantworten. Armenien? Und wo ist das nochmal genau? (Ich wusste das anfangs auch nicht.) Meine Freunde schienen recht ratlos nach einem Grund dafür zu suchen, genau dort seinen Urlaub verbringen zu wollen. Was wissen wir von Armenien: Völkermord und Vertreibung? Krieg in Bergkarabach? Die sowjetische Vergangenheit und die Radio-Eriwan-Wi
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  14. Ralf Herrmann ·
    Im 1919 in Weimar gegründeten Bauhaus spielt die Typografie zunächst noch eine untergeordnete Rolle, auch wenn man etwa im Kurs »Schriftformlehre« bereits mit geometrisch konstruierten Schriften experimentiert. Die Stellung der Typografie in der Bauhaus-Lehre ändert sich erst 1923 mit der Berufung von Laszlo Moholy-Nagy als Nachfolger von Johannes Itten. Im Zuge der Bauhaus-Ausstellung 1923 wird eine »Reklamewerkstatt« unter der Leitung von Wassily Kandisky eingerichtet und es beginnt eine inten
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  15. Ralf Herrmann ·
    Wer mit vielen Fonts arbeitet, sollte diese nicht einfach nur in die jeweiligen Font-Ordner seines Computers kopieren, sondern mit einen Schriftmanager verwalten und nur bei Bedarf aktivieren (lassen). Dies schon nicht nur Systemressourcen, sondern macht auch das Suchen von Schriften nach Klassifikationen, Schlagwörtern, Zeichenbelegung usw. wesentlich einfacher. Doch welcher Fontmanager ist der richtige? Dutzende Programme in verschiedensten Preisklassen stehen für PC und Mac zur Auswahl. Wir h
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  16. Ralf Herrmann ·
    Wenn man in InDesign ein neues Dokument anlegt und grundlegende Textformatierungen vornimmt, ist dies mit jeder Menge Mausgeklicke in der Zeichen- und Absatzpalette sowie den zahlreichen Unterpunkten und -menüs verbunden. Es sei denn, man kennt die Tastaturkürzel, mit denen alle wesentlichen Textformatierungen schnell und leicht von der Hand gehen. Man muss sich zwar erst einmal an die Kürzel gewöhnen, aber sind sie einmal in Fleisch und Blut übergegangen, will man diese Arbeitsweise nicht mehr
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  17. Ralf Herrmann ·
    Die Schaffung eines Großbuchstaben-Eszetts erscheint manch einem heute als eine seltsame oder gar aberwitzige Idee. Den Skeptikern ist dabei allerdings meist nicht bewusst, dass dieser Prozess im deutschen Alphabet schon einmal genau so stattgefunden hat. Und wie eine Recherche in Google Books optisch eindrucksvoll belegt, ist dies noch gar nicht lange her. Wie vielen bekannt ist, sind die Umlaute historisch dadurch entstanden, dass man in gebrochenen Schriften das e vermehrt über statt hinter d
    • 7.571 Aufrufe
  18. Ralf Herrmann ·
    Die digitale Welt spricht heute immer mehr Unicode – den Weltzeichenstandard, der jedes Sinn tragende Zeichen aller Sprachen dieser Welt erfasst und ihnen einen einzigartigen, unverwechselbaren Kode zuweist. Doch vom indianischen Rauchzeichen bis zum Unicode war es ein langer Weg. Typografie.info erzählt diese spannende Geschichte.  Grundlagen der Kodierung und Übertragung von Zeichen »Sehen Sie, der Telegraf ist eine Art sehr, sehr langer Katze. Man zieht in New York an ihrem Schwanz, und sie m
    • 7.855 Aufrufe
  19. Ralf Herrmann ·
    Während wir uns im ersten Teil der Serie mit den Vorläufern beschäftigt haben, geht es nun im zweiten Teil um die dominierenden computerbasierten Zeichenkodierungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.   ASCII, die Basis aller Zeichensätze »Nach der DNS gehört der ASCII zu den erfolgreichsten Codes auf diesem Planeten.« (Johannes Bergerhausen) Der 1963 von der amerikanischen Standardbehörde ANSI (American National Standard Institute) verabschiedete ASCII-Kode (gesprochen »Esski«) ist bis
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  20. Ralf Herrmann ·
    Zum Ende des Jahres 2007 wehte eine Welle des Protestes durch die Mac-Gemeinde. Stein des Anstoßes war die Tatsache, dass die neueste Apple-Tastatur auf den Aufdruck des Apfel-Logos auf der »Apfel-Taste« verzichtet. Aus Sicht von Apple stellt dies einen logischen Schritt dar, denn eine sogenannte »Apfel-Taste« gab es auf den Tastaturen aus Cupertino schon lange nicht mehr. Die korrekte Bezeichnung dieser Taste ist »Command« im Englischen bzw. »Befehl« im Deutschen. »Apfel-Taste« ist aber nur ein
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  21. Ralf Herrmann ·
    Die Leipziger Schriftgießerei J.G. Schelter & Giesecke wurde am 24. Juni 1819 von Johann Andreas Gottfried Schelter und Christian Friedrich Giesecke gegründet. Beide hatten neben ihrer Lehrzeit auch als Gehilfen bei den bekannten lokalen Offizinen Breitkopf & Härtel bzw. Tauchnitz Erfahrungen gesammelt. Die technische Ausstattung war zunächst noch bescheiden. In der Leipziger Barfußmühle wurde mit einfachsten manuellen Mitteln Schrift gegossen. Auch mit dieser Technik konnte es ein erfah
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  22. Ralf Herrmann ·
    An den Emoji scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie längst ein selbstverständlicher Teil der digitalen Kommunikation (z.B. in Online-Diensten wie WhatsApp, Twitter, Facebook etc.), andere wähnen durch sie das nahe Ende des herkömmlichen Schriftgebrauchs. Doch wie auch immer man zu diesem Thema steht: Emoji werden täglich millionenfach benutzt. Da sie aus Japan stammen, sind die Bedeutungen mancher Zeichen hierzulande jedoch nicht immer intuitiv verständlich. Hier eine Auswahl oft miss
    • 125.058 Aufrufe
  23. Ralf Herrmann ·
    Vor kurzem wurde die umfassend erweitere Norm DIN 1450 Leserlichkeit veröffentlich. Diese Meldung stößt bei professionellen Schriftnutzern nicht automatisch auf Begeisterung. Es macht sich eher eine gewisse Skepsis breit, begleitet von der Frage, wozu diese Norm nötig sein solle. Schließlich ging es doch bisher auch ohne. Die skeptische Haltung mag sich auch schon auf das System der DIN-Normen an sich beziehen. Viele denken beim Deutschen Institut für Normung an eine verstaubte Behörde, in der S
    • 69.001 Aufrufe
  24. Ralf Herrmann ·
    Apple kündigte gerade die neuen MacBook Pros an und feiert dies wie immer bescheiden als Durchbruch und die neuen Funktionen als riesige Schritte vorwärts. In Sachen Rechtschreibung macht man jedoch einen klaren Schritt zurück. Apple verzichtet im deutschsprachigen Raum anscheinend ab sofort konsequent auf jegliche Koppelungsstriche. Dabei verhielt sich Apple bislang bei der Lokalisierung doch recht löblich. Die Steuerungstasten am Mac bekamen wohlklingende deutsche Bezeichnungen wie Umschaltta
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