Fachartikel
88 Artikel in dieser Kategorie
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In unserem Artikel Die Top 10 der missverstandenen Typografie-Fachbegriffe haben wir uns bereits mit einigen typischen Verständnisproblemen unseres Fachbereiches auseinandergesetzt. Einige Leser haben weitere Begriffe vorgeschlagen, die ihrer Meinung nach häufig falsch verstanden bzw. benutzt werden. Viele der Vorschläge drehten sich dabei um Buchstabenabstände. Die betreffenden Bezeichnungen entstammen meist dem Bleisatz und die genaue Definition in der computergestützten Typografie ist nicht i
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Neben Musiknotenblättern erfolgte auch der Druck von Landkarten über lange Zeit vor allem mithilfe des Holzschnittes oder des Kupferstichs. Im Laufe des 18. Jahrhunderts gab es jedoch auch Versuche, den Bleisatz zum Druck von Landkarten zu verwenden. Die Entwicklung dieser Technik geht zu weiten Teilen auf den Diakon August Gottlieb Preuschen (1734–1803) zurück. Anfangs nannte er sie noch Ingénieurie d’estampe, taufte sein System der »Ordnung von geographischen Bildern und Objekten nach geometr
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»Für jedes komplexe Problem gibt es eine Lösung, die einfach, einleuchtend und falsch ist.« sagte der US-amerikanische Schriftsteller Henry Louis Mencken einmal. Als ein Paradebeispiel dieses Phänomens im Fachbereich der Typografie könnte man die Idee ansehen, dass die Serifen der Antiqua eine Folge der Meißeltechnik in der Antike sind. Unzählige typografische Fachbücher haben seit vielen Jahrzehnten diese Theorie verbreitet und so wurde aus der Vielzahl der Quellen schließlich ein vermeintliche
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Unser Forum zur Identifizierung von Schriften hat mittlerweile über 30.000 Beiträge. Eines fällt dabei immer wieder auf: Bei einem beträchtlichen Anteil der Anfragen wird nach dem Namen einer Schriftart gesucht, obwohl im konkreten Fall gar keine sogenannten Satzschriften (»Fonts«) zum Einsatz kamen. Dieser Artikel erklärt, warum dies so ist und auf welche typischen Anwendungsbereiche dies zutrifft. Heute sind wir es gewohnt, am Computer gesetzte Schrift nicht nur in klassischen »Drucksachen« zu
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Variable Fonts sind OpenType-Fonts, bei denen bestimmte gestalterische Eigenschaften (wie zum Beispiel Strichstärke, Weite, Neigung) auf Seiten der Schriftnutzer (zum Beispiel über Schieberegler) gesteuert werden können. Damit ist man nicht mehr zwingend auf bestimmte vorgefertigte Schriftschnitte wie normal, kursiv, fett usw. beschränkt. Da mittlerweile immer mehr entsprechende Fonts verfügbar sind und Browser und viele Designanwendungen variable Fonts unterstützen, wird die Technologie zunehme
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In unserem Artikel über die missverstandenen Typografie-Fachbegriffe wurde ein wichtiger Vertreter ausgelassen, da er völlig den Rahmen gesprengt hätte – nämlich den Begriff Typografie selbst. Als Leser von Typografie.info haben Sie sicherlich eine gewissen Vorstellung, was dieser Begriff bedeutet – sonst würden Sie sich kaum auf dieser Seite aufhalten. Doch wie würden sie Typografie kurz, klar, allumfassend und unmissverständlich definieren? Wahrlich keine leichte Aufgabe! Ursprünglich beschrie
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Seit 5 Jahren ist das große Eszett im Unicode, über 300 Schriftfamilien wurden bereits damit ausgestattet und auch entsprechende Tastaturen sind bereits erhältlich. Doch wo wurde das große Eszett in den letzten 5 Jahren in der Praxis eingesetzt? Hier eine kleine Sammlung von Anwendungsbeispielen. RWE setzt seine Überschriften konsequent im Versalsatz und das Zusammentreffen von Großbuchstaben und Eszett ist somit unvermeidlich. Daher verfügt die Hausschrift von RWE über ein großes Eszett.
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Die Idee, das Alphabet in Deutschland und Österreich durch eine Durchsetzung eines großen Eszett zu komplettieren, findet immer mehr Anhänger, wie zum Beispiel die Aktivitäten auf der Facebook-Fanseite belegen. Doch wann immer Menschen zum ersten Mal von diesem Thema hören, wiederholen sich die immer gleichen Diskussionen um die Probleme, die der fehlende Buchstabe verursacht oder nicht verursacht, wie man gegebenenfalls mit diesen Problemen umgehen könnte und wie die geschichtlichen Zusammenhä
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Die »Lettergieterij Amsterdam« geht auf eine Mitte des 19. Jahrhunderts von Nicolaas Tetterode gegründete Schriftgießerei in Rotterdam zurück. Später wurde die Gießerei nach Amsterdam verlegt und als Lettergieterij Amsterdam vorheen N. Tetterode weiterbetrieben. Eine Hauptprobe aus dem Jahr 1916 gibt mit den folgenden Bildern einen Eindruck von der Arbeit der Gießerei. Verwaltung Fabrik am Standort Da Costakade 158–164 Ausstellungssaal mit Druckereimaschinen Großer Gießereisaal R
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Auf der jährlichen Konferenz der Association Typographique Internationale (ATypI), die dieses Jahr in Reykjavík stattfand, sprachen Nadine Roßa und Ralf Herrmann über die Besonderheiten des deutschen Eszetts. Die Präsentation zum großen Eszett kann hier als nachträglich aufgezeichneter Screencast betrachtet werden. Es behandelt die Geschichte des kleinen Eszetts und die heutige Notwendigkeit eines Versal-Eszetts unter Berücksichtigung der typischen Gegenargumente.
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1928 gab der Verein Deutscher Schriftgießereien zum Anlass seines 25-jährigen Bestehens die Broschur »Der Druckbuchstabe« heraus, in der in Versen und Holzschnitten von Karl Mahr die Entstehung von Bleilettern in Gießereien dargestellt wird. Wir präsentieren dieses Stück typografischer Zeitgeschichte hier in Onlineform. Bald bin ich groß, bald bin ich klein, bald fett, bald mager und bald fein. Steh ich allein ſo muß ich ſchweigen; doch in der Brüder trautem Reigen ſing ich und dringe in di
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Die Idee des Webfont-Verzeichnisses von Google ist bei den Anwendern von Anfang an auf große Begeisterung gestoßen: kostenlose Webfonts, die man mit nur einer Zeile Kode in jede beliebige Webseite einbinden kann, ohne sich über die vielen Webfont-Formate oder Ladezeiten Gedanken machen zu müssen. Der Service startete 2010 mit nur einer Handvoll Webfonts, ist aber bereits jetzt auf ca. 250 Fonts gewachsen und Google ließ verlauten, das Tempo für weitere Veröffentlichungen nicht zu drosseln. Aber
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Wir wissen wenig von Armenien. Als ich vor zwei Jahren eine Reise in die armenische Hauptstadt Jerewan plante, musste ich die Frage nach dem Warum immer wieder beantworten. Armenien? Und wo ist das nochmal genau? (Ich wusste das anfangs auch nicht.) Meine Freunde schienen recht ratlos nach einem Grund dafür zu suchen, genau dort seinen Urlaub verbringen zu wollen. Was wissen wir von Armenien: Völkermord und Vertreibung? Krieg in Bergkarabach? Die sowjetische Vergangenheit und die Radio-Eriwan-Wi
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Im 1919 in Weimar gegründeten Bauhaus spielt die Typografie zunächst noch eine untergeordnete Rolle, auch wenn man etwa im Kurs »Schriftformlehre« bereits mit geometrisch konstruierten Schriften experimentiert. Die Stellung der Typografie in der Bauhaus-Lehre ändert sich erst 1923 mit der Berufung von Laszlo Moholy-Nagy als Nachfolger von Johannes Itten. Im Zuge der Bauhaus-Ausstellung 1923 wird eine »Reklamewerkstatt« unter der Leitung von Wassily Kandisky eingerichtet und es beginnt eine inten
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Wer mit vielen Fonts arbeitet, sollte diese nicht einfach nur in die jeweiligen Font-Ordner seines Computers kopieren, sondern mit einen Schriftmanager verwalten und nur bei Bedarf aktivieren (lassen). Dies schon nicht nur Systemressourcen, sondern macht auch das Suchen von Schriften nach Klassifikationen, Schlagwörtern, Zeichenbelegung usw. wesentlich einfacher. Doch welcher Fontmanager ist der richtige? Dutzende Programme in verschiedensten Preisklassen stehen für PC und Mac zur Auswahl. Wir h
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Wenn man in InDesign ein neues Dokument anlegt und grundlegende Textformatierungen vornimmt, ist dies mit jeder Menge Mausgeklicke in der Zeichen- und Absatzpalette sowie den zahlreichen Unterpunkten und -menüs verbunden. Es sei denn, man kennt die Tastaturkürzel, mit denen alle wesentlichen Textformatierungen schnell und leicht von der Hand gehen. Man muss sich zwar erst einmal an die Kürzel gewöhnen, aber sind sie einmal in Fleisch und Blut übergegangen, will man diese Arbeitsweise nicht mehr
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Die Schaffung eines Großbuchstaben-Eszetts erscheint manch einem heute als eine seltsame oder gar aberwitzige Idee. Den Skeptikern ist dabei allerdings meist nicht bewusst, dass dieser Prozess im deutschen Alphabet schon einmal genau so stattgefunden hat. Und wie eine Recherche in Google Books optisch eindrucksvoll belegt, ist dies noch gar nicht lange her. Wie vielen bekannt ist, sind die Umlaute historisch dadurch entstanden, dass man in gebrochenen Schriften das e vermehrt über statt hinter d
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Die digitale Welt spricht heute immer mehr Unicode – den Weltzeichenstandard, der jedes Sinn tragende Zeichen aller Sprachen dieser Welt erfasst und ihnen einen einzigartigen, unverwechselbaren Kode zuweist. Doch vom indianischen Rauchzeichen bis zum Unicode war es ein langer Weg. Typografie.info erzählt diese spannende Geschichte. Grundlagen der Kodierung und Übertragung von Zeichen »Sehen Sie, der Telegraf ist eine Art sehr, sehr langer Katze. Man zieht in New York an ihrem Schwanz, und sie m
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Während wir uns im ersten Teil der Serie mit den Vorläufern beschäftigt haben, geht es nun im zweiten Teil um die dominierenden computerbasierten Zeichenkodierungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. ASCII, die Basis aller Zeichensätze »Nach der DNS gehört der ASCII zu den erfolgreichsten Codes auf diesem Planeten.« (Johannes Bergerhausen) Der 1963 von der amerikanischen Standardbehörde ANSI (American National Standard Institute) verabschiedete ASCII-Kode (gesprochen »Esski«) ist bis
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Zum Ende des Jahres 2007 wehte eine Welle des Protestes durch die Mac-Gemeinde. Stein des Anstoßes war die Tatsache, dass die neueste Apple-Tastatur auf den Aufdruck des Apfel-Logos auf der »Apfel-Taste« verzichtet. Aus Sicht von Apple stellt dies einen logischen Schritt dar, denn eine sogenannte »Apfel-Taste« gab es auf den Tastaturen aus Cupertino schon lange nicht mehr. Die korrekte Bezeichnung dieser Taste ist »Command« im Englischen bzw. »Befehl« im Deutschen. »Apfel-Taste« ist aber nur ein
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Die Leipziger Schriftgießerei J.G. Schelter & Giesecke wurde am 24. Juni 1819 von Johann Andreas Gottfried Schelter und Christian Friedrich Giesecke gegründet. Beide hatten neben ihrer Lehrzeit auch als Gehilfen bei den bekannten lokalen Offizinen Breitkopf & Härtel bzw. Tauchnitz Erfahrungen gesammelt. Die technische Ausstattung war zunächst noch bescheiden. In der Leipziger Barfußmühle wurde mit einfachsten manuellen Mitteln Schrift gegossen. Auch mit dieser Technik konnte es ein erfah
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An den Emoji scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie längst ein selbstverständlicher Teil der digitalen Kommunikation (z.B. in Online-Diensten wie WhatsApp, Twitter, Facebook etc.), andere wähnen durch sie das nahe Ende des herkömmlichen Schriftgebrauchs. Doch wie auch immer man zu diesem Thema steht: Emoji werden täglich millionenfach benutzt. Da sie aus Japan stammen, sind die Bedeutungen mancher Zeichen hierzulande jedoch nicht immer intuitiv verständlich. Hier eine Auswahl oft miss
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Vor kurzem wurde die umfassend erweitere Norm DIN 1450 Leserlichkeit veröffentlich. Diese Meldung stößt bei professionellen Schriftnutzern nicht automatisch auf Begeisterung. Es macht sich eher eine gewisse Skepsis breit, begleitet von der Frage, wozu diese Norm nötig sein solle. Schließlich ging es doch bisher auch ohne. Die skeptische Haltung mag sich auch schon auf das System der DIN-Normen an sich beziehen. Viele denken beim Deutschen Institut für Normung an eine verstaubte Behörde, in der S
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Apple kündigte gerade die neuen MacBook Pros an und feiert dies wie immer bescheiden als Durchbruch und die neuen Funktionen als riesige Schritte vorwärts. In Sachen Rechtschreibung macht man jedoch einen klaren Schritt zurück. Apple verzichtet im deutschsprachigen Raum anscheinend ab sofort konsequent auf jegliche Koppelungsstriche. Dabei verhielt sich Apple bislang bei der Lokalisierung doch recht löblich. Die Steuerungstasten am Mac bekamen wohlklingende deutsche Bezeichnungen wie Umschaltta
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Empfohlene Artikel
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Schriftarten werden immer wieder mit ideologischen Positionen in Verbindung gebracht. Entsprechende Behauptungen sind schnell gemacht. Doch was bedeutet so eine Verbindung eigentlich konkret? Kann eine Schrift zum Beispiel »rassistisch« sein und wenn ja, wodurch? Die bloße Nutzung in einem bestimmten Kontext? Die Intention eines Schriftgestalters? Die Gestalt der Schriftformen selbst? Schauen wir uns dies einmal genauer anhand des im deutschsprachigen Raum wohl bekanntesten Beispiels an: der ver
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Die Begriffe Laufweite und Unterschneidung bzw. Kerning beziehen sich gleichsam auf Abstände zwischen Buchstaben. Doch was genau ist der Unterschied und nach welchen Prinzipien wählt man die idealen Einstellungen für Laufweite und Kerning? Dieser Artikel für Typografie-Einsteiger erklärt die Zusammenhänge und Arbeitsweisen im Detail. Das Buchstabenbild in digitalen Fonts sitzt wie früher im Bleisatz auf einem sogenannten Schriftkegel – auch wenn dieser nun virtuell und in der Regel unsichtbar
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Variable Fonts sind OpenType-Fonts, bei denen bestimmte gestalterische Eigenschaften (wie zum Beispiel Strichstärke, Weite, Neigung) auf Seiten der Schriftnutzer (zum Beispiel über Schieberegler) gesteuert werden können. Damit ist man nicht mehr zwingend auf bestimmte vorgefertigte Schriftschnitte wie normal, kursiv, fett usw. beschränkt. Da mittlerweile immer mehr entsprechende Fonts verfügbar sind und Browser und viele Designanwendungen variable Fonts unterstützen, wird die Technologie zunehme
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Die Zeiten, in denen die Schriftanwendung in den Händen weniger Experten lag, sind vorbei. Besitzer elektronischer Geräte (wie Desktop-Computer, Mobiltelefone und Tablets) können heute jederzeit mit Schriften gestalten. Doch wie findet man die richtige Schrift für eigene Projekte oder Auftragsarbeiten? Einfach das Schriftmenü von oben bis unten durchprobieren oder Suchbegriffe bei Google eingeben? Dieser Artikel erklärt die Grundlagen einer gezielten Schriftensuche. Schriftensuche ist stets ein
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Das Druckkunstmuseum Pavillon-Presse beherbergt derzeit circa 1000 Hochdruckschriften. Darunter befinden sich auch einige vergessene Bleisatzschriften, die niemals im Foto- oder Digitalsatz umgesetzt wurden. Einer der Schätze des Archivs ist eine gotische Schrift der Leipziger Gießerei Julius Klinkhardt aus dem Jahr 1916. Diese Schrift wurde nun für das Museum digitalisiert. Dies erfolgte jedoch nicht wie heute meist üblich, von Schriftmusterdrucken der Schriftgießerei. Bleisat
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Die Schweizer Haas’sche Schriftgiesserei war ein traditionsreicher Schriftanbieter, der mit Entwürfen wie der Helvetica (ursprünglich Neue Haas Grotesk) zu weltweiter Bekanntheit gelangte. Die nachfolgende Fotoserie zeigt die Arbeit in der Gießerei um das Jahr 1950. In der Stempelschneiderei wird gerade an der Diethelm-Antiqua gearbeitet. In der Matrizenbohrerei wird mit einer Pantograf-Bohrmaschine gearbeitet. Drei verschiedene Typen von Komplettgießmaschinen stehen in der Gießerei fü
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Typische Missverständnisse rund um das OpenType-Fontformat erklärt. Zunächst muss man wissen, dass das OpenType-Format gar nicht so neu ist, wie uns die meisten Marketing-Aussagen zu diesem Thema glauben machen wollen. Das OpenType-Format basiert direkt auf den TrueType-Spezifikationen. Oder um es noch genauer zu sagen: es basiert auf dem SFNT-Format (»Spline Font«), das Apple ursprünglich für QuickDraw entwickelte. Man kann sich OpenType als eine Art TrueType 1.5 vorstellen. Es benutzt die gl
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Schriftlizenzierung ist Alltag im professionellen Design. Doch die Details lernt man leider auch in einer Ausbildung oder einem Studium in diesem Fachbereich nicht. In unserem früheren Artikel Mythos Schriftlizenzen haben wir bereits einige Grundlagen zu diesem Thema vermittelt. Dabei ging es vor allem ganz praxisbezogen um das »Wie« – und weniger um das »Warum«. Um letzteres ranken sich jedoch ebenfalls viele Gerüchte. Wer sich zum Thema Schriftlizenzen im Internet informieren möchte, findet da
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Neben Musiknotenblättern erfolgte auch der Druck von Landkarten über lange Zeit vor allem mithilfe des Holzschnittes oder des Kupferstichs. Im Laufe des 18. Jahrhunderts gab es jedoch auch Versuche, den Bleisatz zum Druck von Landkarten zu verwenden. Die Entwicklung dieser Technik geht zu weiten Teilen auf den Diakon August Gottlieb Preuschen (1734–1803) zurück. Anfangs nannte er sie noch Ingénieurie d’estampe, taufte sein System der »Ordnung von geographischen Bildern und Objekten nach geometr
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In den vergangenen Jahrhunderten herrschte im deutschsprachigen Raum eine Zweischriftigkeit. Deutsche Texte konnten in lateinischer Schrift (fachsprachlich Antiqua genannt) oder in gebrochenen Schriften erscheinen. Für letztere Kategorie hört man allerdings auch immer wieder einen anderen Begriff: deutsche Schriften. Ein Bezeichnung, die es in sich hat und in diesem Artikel näher beleuchtet werden soll. Begriffe sind erst einmal nur Begriffe. Wesentlich ist die unter den Nutzern verabredete Bed
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Fachchinesisch kann schnell problematisch werden, wenn man es im Dialog mit fachfremden Personen benutzt. Wenn der Schriftenprofi von Auszeichnung und Hurenkind spricht, kann er schnell missverstanden werden. Doch auch branchenintern lädt so mancher Fachbegriff zu Verwechslungen ein. Hier unsere Top 10 der typischen Problemkinder, aufgeteilt in drei Bereiche: klassische Missverständnisse, Doppeldeutigkeiten und schlechte Rückübersetzungen aus dem Englischen. Missverständnis 1: Display-Schriften
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Kaum eine andere Branche erlebte nach jahrhundertelanger gleichbleibender Tradition eine so rasante Reduktion von Zeit und Material wie der Schriftguss. Der gewachsene Industriezweig, der zum Teil riesige Gebäudekomplexe für Maschinen und Lagerbestände in Anspruch nahm, Tonnen von Material verbrauchte und zahllose Arbeiter und Spezialisten beschäftigte, hat sich heute im Zuge der Digitalisierung grundlegend gewandelt. Statt expandierender Großunternehmen, werden Schriftanbieter heute zu Einzelun
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Im Artikel Das Märchen von den deutschen Schriften haben wir uns bereits mit einigen Mythen der gebrochenen Schriften beschäftigt – etwa, inwieweit eine heutige Bezeichnung als »deutsche Schriften« noch sinnvoll ist und warum das lange s viel weniger mit den gebrochenen Schriften zu tun hat, als gemeinhin behauptet wird. Nun geht es mit einem weiteren typischen Argument weiter, das hier zunächst in zwei aktuellen Zitaten vorgestellt wird: Bund für Deutsche Schrift und Sprache (BfdS) »Wir Deutsch
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Wir wissen wenig von Armenien. Als ich vor zwei Jahren eine Reise in die armenische Hauptstadt Jerewan plante, musste ich die Frage nach dem Warum immer wieder beantworten. Armenien? Und wo ist das nochmal genau? (Ich wusste das anfangs auch nicht.) Meine Freunde schienen recht ratlos nach einem Grund dafür zu suchen, genau dort seinen Urlaub verbringen zu wollen. Was wissen wir von Armenien: Völkermord und Vertreibung? Krieg in Bergkarabach? Die sowjetische Vergangenheit und die Radio-Eriwan-Wi
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Anfang des 20. Jahrhundert mangelte es den deutschen Schriftgestaltern keinesfalls an Schaffenskraft. Zwischen den dekorativen Künstlerschriften und der konstruktivistischen Sachlichkeit tat sich ein großes Spannungsfeld auf. Und selbst eher traditionelle Schriftgestalter wie Rudolf Koch loteten immer neue Facetten der Schriftgestaltung aus. Nebenbei tobte im deutschsprachigen Raum der Antiqua-Fraktur-Streit. Der Verein für Altschrift suchte für die nun auch hierzulande immer häufiger eingesetz
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Wird im deutschsprachigen Raum eine Diskussion um gebrochene Schriften geführt, wird es dabei alsbald auch vor allem um das lange s (ſ) gehen. Und wenn man das lange s diskutiert, taucht fast unweigerlich das Wach-Stuben-/Wachs-Tuben-Argument auf, das den Nutzen des langen s belegen soll und in seiner Grundidee bereits seit gut 100 Jahren verbreitet wird. Obwohl das lange s als grafische Variante des s-Graphems mittlerweile weltweit außer Gebrauch geraten ist, wird das Wach-Stuben-/Wachs-Tuben-A
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In unserem Artikel über die missverstandenen Typografie-Fachbegriffe wurde ein wichtiger Vertreter ausgelassen, da er völlig den Rahmen gesprengt hätte – nämlich den Begriff Typografie selbst. Als Leser von Typografie.info haben Sie sicherlich eine gewissen Vorstellung, was dieser Begriff bedeutet – sonst würden Sie sich kaum auf dieser Seite aufhalten. Doch wie würden sie Typografie kurz, klar, allumfassend und unmissverständlich definieren? Wahrlich keine leichte Aufgabe! Ursprünglich beschrie
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Der Begriff Ligatur gehört zum sprachlichen Standardrepertoire aller, die sich professionell mit Schrift auseinandersetzen. Dennoch spürt man in der Praxis immer wieder, dass sich die meisten nicht vollends über Definition und Wesen dieses Begriffes im Klaren sind. Dies zeigt sich zum Beispiel an den oft genannten Hinweisen, wann Ligaturen zu setzen sind und wann nicht. Diese Hinweise beziehen sich jedoch tatsächlich nur auf eine bestimmte Untergruppe von Ligaturen. Und auch in der aktuellen Dis
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Ein Text, den man lesen kann, hat immer eine bestimmte Gestalt und Anmutung. Doch auch wenn Inhalt und Form meist zusammen auftreten, sind sie doch prinzipiell unterschiedliche Komponenten. Stellen Sie sich zum Beispiele eine ungeöffnete TXT-Datei vor. Sie enthält nichts als eine kodierte inhaltliche Information ohne jegliche Gestalt. Zum Beispiel: großes B, kleines u, kleines c, kleines h. Das Wort »Buch« abstrahiert in seine sinntragenden Einzelteile. Erst bei der Anzeige der Datei bekommt der
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Unser Forum zur Identifizierung von Schriften hat mittlerweile über 30.000 Beiträge. Eines fällt dabei immer wieder auf: Bei einem beträchtlichen Anteil der Anfragen wird nach dem Namen einer Schriftart gesucht, obwohl im konkreten Fall gar keine sogenannten Satzschriften (»Fonts«) zum Einsatz kamen. Dieser Artikel erklärt, warum dies so ist und auf welche typischen Anwendungsbereiche dies zutrifft. Heute sind wir es gewohnt, am Computer gesetzte Schrift nicht nur in klassischen »Drucksachen« zu
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