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Schaftstiefelgrotesk?

Hervorgehobene Antworten

Kleiner Nachtrag zum Thema »Schaftstiefelgrotesk«:

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Größere Ansicht bei der Quelle mit dem schönen Namen Rumpfkluft.

Schönen Abend

FlorianG

T-Shirts mit Sprüchen für Menschen mit Nischen-bildung gibt's auch hier:

http://seizethetshirt.com/

Für die lateinischen Übersetzungen würde ich übrigens Tantiemen kriegen, wenn irgendwer diese T-shirts kaufen würde.

Gucken kostet nix !

  • 5 Monate später...
„Zur Tannenberg fällt mir nichts mehr ein.“

Lars Kähler

Lieber Lars Kähler,

die Tannenberg findet auf modernen Feuerwehrfahrzeugen Verwendung. Hier ein Bild eines nagelneuen Feuerwehrfahrzeuges. Die Beschriftung erkennt man etwas unscharf, hier für's Forum wird sie leider noch unschärfer ...

Deine Meinung über die Tannenberg sei Dir zwar zugestanden, aber ich meine, es ist Deine subjektive Empfindung. Die Tannenberg auf Feuerwehrfahrzeugen ist meist silber, sie ist dann schwarz schattiert. Das sieht klasse aus. Und die sachlich-groteske Form paßt hier hervorragend.

Netter Gruß

von Jörg.

t-0ae6edbc3f4e942a6200d01301df8aae.jpg

  • 1 Jahr später...

Wolfgang Hendlmeier (von ihm stammen die Wohe-Kursive, Ratdolt-Rotunda und Theodor-Storm-Schrift) hat eine neue Gotisch gezeichnet, die man meiner Ansicht nach auch zu den schlichten Gotischen zählen kann: die Wohe-Textura. Sie hat aber für diese Gattung ungewöhnliche Eigenschaften, etwa die runden Großbuchstaben und die gegabelten Oberlängen und spitzen Unterlängen. Sie ist noch nicht veröffentlicht, die Bilder bekommt ihr exklusiv! :D

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(Oben berichtigt: Hendlmeiers Rotunda heißt Ratdolt-, nicht Wohe-Rotunda.)

Irgendwie kann ich mit dieser Schrift nicht viel anfangen. Kann das sein, daß die zwischen allen Stühlen sitzt? Wirkt auch sehr unruhig und instabil.

Sie ist noch nicht veröffentlicht, die Bilder bekommt ihr exklusiv!

Doch die gibt es bei Gerhard Helzel unter http://www.romana-hamburg.de

Nein, dort gibt's bis jetzt von Herrn Hendlmeier nur die Ratdolt-Rotunda und Wohe-Kursive. Wo willst Du die Wohe-Textura denn gesehen haben?

  • Ersteller

Die Seite ist doch aber eine phantastische Möglichkeit – ohne Drogen – das Bewußtsein zu erweitern! :D

  • Ersteller

Die Wohe-Textura (Wohe steht für Wolfgang Hendlmeier) ist einmal auf der Seite „Neuheiten“ zu finden und dann – sinnigerweise – zwischen den Frakturschriften (Seite 3, unteres Drittel, neben der Wohe Kursive)

Flosemann

Tatsächlich. :oops: Also entschuldigt bitte die Falschinformation! Am Dienstag sagte mir Herr Hendlmeier, er feile noch an der Schrift, also ist sie dann wohl kurz darauf veröffentlicht worden.

  • 1 Monat später...

Liebe Freunde,

vergesst dieses dumme Wort. Es ist eine polemische Erfindung von Willberg.

Welcher Setzer hätte je eine gebrochenen Schrift Grotesk genannt!

Natürlich wurden diese Schriften eigens für die Reklame, wie es damals hieß, geschaffen. Für die Deutschtümler und die waren damals in der Mehrzahl, musste es ein Pendant zu den fetten Groteskschriften geben.

Wenn eine Bleisatzschrift 1934 erschienen ist, dann ist sie viele Jahre früher

entstanden. Bleisatzschriften fallen nicht vom Himmel. Schriftschneiden dauert länger als digitalisieren. So steht's auch mit der Gotenburg. Ich besitze einen Korrekturabzug mit Heinrichsens Unterschrift und dem Datum 1932. Sie ist übrigens eine gute Schrift, hatte nur das Pech, als Titelschrift für die NS-Schulungsbriefe herhalten zu müssen. Die martialischen Namen

waren damals in. Man sang oft und laut die 1. Strophe des Deutschlandlieds. Gotenburg war der deutsche Namen der Hansestadt Göteborg.

Am Rande: Als Tschichold noch Johannes hieß, hat er Gedichte in Fraktur geschrieben.

mb

  • 11 Monate später...

taaach,

ich bin auf der Suche nach Schaftstiefelgrotesk Schriften auf diesen Thread gestoßen. Warum haben die ersten Poster denn die Namen Ihrer Beispiele verheimlicht? Droht ihnen irgendeine Gefahr?

Ich wäre für die Nennung einiger Schriftnamen sehr dankbar.

Da der Thread 25 Seiten hat ... welche meinst du denn?

Die ersten, also erste Seite :?

vergesst dieses dumme Wort. Es ist eine polemische Erfindung von Willberg. Welcher Setzer hätte je eine gebrochenen Schrift Grotesk genannt!

Die Setzer der dreißiger Jahre haben diese Schriften so genannt. Aber eben nur die Schaftstiefelgrotesken, nicht alle Gebrochenen.

Ein Literaturtipp zum Thema: "Blackletter: Type and National Identity".

Mehrere Autoren, darunter H.P. Willberg, tragen hier Essays zum Gegenstand bei. Ich habe das Wort "Schaftstiefelgrotesk" darin nicht gefunden, es ist aber viel interssantes über das Verhältnis Deutschland und seine Schrift drin. Vom Mittelalter bis zur Rolle der Fraktur im Osten nach der Wende.

das buch ist mir auch schon aufgefallen, nur leider ist es bei amazon ausverkauft. hast du ne quelle wo es lieferbar ist? lohnt es sich? das buch gibts nur in englisch, oder? vielleicht kannst du mal paar seiten posten?

das buch ist mir auch schon aufgefallen, nur leider ist es bei amazon ausverkauft. hast du ne quelle wo es lieferbar ist? lohnt es sich? das buch gibts nur in englisch, oder? vielleicht kannst du mal paar seiten posten?

schau mal bei amazon.com (nicht .de), da gibt es noch (gebrauchte) Exemplare.

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