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Topp-Thema: Eszett als Großbuchstabe

Hervorgehobene Antworten

Hoffentlich gibt's gegenüber 'ne Dönerbude... Oder der Salat kommt nicht in homöopathischen Dosen daher...

Wo du gerade Tafel und ẞ ins Spiel bringst – ist nicht ganz so fein (der Laden dazu allerdings auch nicht) aber ich habe mich nochmal dran probiert das ẞ einzusetzen:

10fnsp2.jpg

Spannende Frage! So richtig sieht es ja nicht danach aus.

 

Im Schriftmuster ist auch weder ein Versal- noch ein Kapitälchen-ß aufgeführt, aber da scheint ja wie auf der Webseite sowieso eine komplette Übersicht vom Zeichenvorrat zu fehlen? Es steht auch nichts davon im verlinkten dt-Artikel, dass die DTL Documenta für diese Anwendung erweitert wurde. 

ist das hier ein kapitälchen-ß oder was sehen wir da?

Wenn ich mich nicht sehr täusche, ist das das (auch m. E. auch nicht gerade schöne) normale ß der Schrift verkleinert und ggf. gestaucht, sodass es zu den Kapitälchen passt. Also wie falsche Kapitälchen, nur mit dem ß statt eines Großbuchstabens als Grundlage. Es ragt auf jeden Fall über die Mittellinie der anderen Kapitälchen und wirkt auf mich auch etwas dünner von der Strichführung.

ist das hier ein kapitälchen-ß oder was sehen wir da?

 

Vielleicht interessiert Euch das:

 

zu Benny Lava:

Es stimmt: ein »ß« gehört eigentlich nicht zwischen Versalien. Leider fehlt ja das »ß« als Großbuchstabe« in so gut wie allen Schriften.

Eine Überschrift gab den Ausschlag, weshalb doch ein (leicht bearbeitetes) »ß« verwendet wurde:

»Umkehr und Buße«. Daraus wäre »UMKEHR UND BUSSE« geworden. Und alle hätten gelacht.

 

(Quelle)

Wieder ein netter Grund, warum ein Versaleszett nützlich ist. ;-)

Aber wieso hat man dann nicht noch ein echtes dafür anfertigen lassen? Bei den Superlativen wäre das sicher noch drin gewesen, oder?

  • 2 Wochen später...

Eine ganz große Schnapsidee, die mir gerade zum Thema eingefallen ist:

 

Es wird ja immer bemängelt, dass das ẞ keinen historischen Bezug hätte, bzw. aus einem Buchſtaben zum Teil bestünde, den es nur als Kleinbuchstaben gibt. Noch immer wird oft gefordert, eine Ligatur aus zwei großen S zu bauen, dabei gibt es die doch schon lange, hat einen historischen Bezug, und besteht sogar nur aus Versalbuchstaben: Signum Separandi = § = zwei S als Ligatur! Dazu noch auf jeder Tastatur und in jeder Schrift vorhanden.

 

Erlegt mir aber jetzt keine BU§E auf, wenn ich jetzt aus SPA§ STRA§E Schreibe...

  • 2 Wochen später...

Die Quixo wird noch mal berühmt: http://www.fontblog.de/versal-eszett-schnee-von-gestern

 

Der Herausgeber von FF Quixo hat sofort reagiert und das Graffiti entfernt. Bereits seit dem 23. Dezember 2014 liegen die bereinigten Fontdateien auf dem Server von fontshop.com. Die bisherigen 283 Käufer der Schrift FF Quixo wurden über die neuen Daten informiert und automatisch mit Austauschdateien beliefert.

Nicht zu fassen … Wer macht den so was? Ich meine – wenn ich als Schriftgestalter das Versal-Eszett ablehne, dann lasse ich es in meinen Schriften doch einfach weg. Oder gibt es Foundries, die den Schriftgestaltern, deren Werke sie vertreiben, den Zeichenumfang inklusive des Versal-Eszett vorschreiben? So dass das als Aktion gegen eine solche Bevormundung gemeint gewesen sein könnte?

Oder gibt es Foundries, die den Schriftgestaltern, deren Werke sie vertreiben, den Zeichenumfang inklusive des Versal-Eszett vorschreiben? So dass das als Aktion gegen eine solche Bevormundung gemeint gewesen sein könnte?

Kannst Du ab hier nachlesen.

Ich fand sie bisher halb-lustig – den Berichtigungsartikel unter "Spaß" laufen zu lassen, allerdings eher nicht mehr.

Und jemand, der die Schrift samt sabotiertem Zeichen ernsthaft einsetzen wollte, hat's womögliche ein paar Stunden gekostet.

wie groß muss die schrift sein damit man das 'doof' noch gedruckt bekommt? klar, bei beschriftungen usw. ist das was anderes aber im täglichen einsatz (wenn man den beim versal-ß überhaupt davon sprechen kann) wäre das kaum jemanden aufgefallen.

Der Herausgeber von FF Quixo hat sofort reagiert und das Graffiti entfernt.

 

 

Schreibe hundert mal an die Tafel: »Ich soll Pluralworte nicht als Singular verwenden.« »Ich soll …«

wie groß muss die schrift sein damit man das 'doof' noch gedruckt bekommt?

Plakatgröße?

Die Sache bringt womöglich nun einige auf die Idee, zur nächsten Bundestagswahl in die Plakatschrift der Partei XYZ in deren Parteibuchstaben XYZ "wählt besser ABC" einzuschmuggeln ... ;)

Ist ja auch die Frage, wie man solche Mikro-Signatur in einem Font unterbringt, Legt man die Richtung der Vektoren gleich der der "Host-Buchstaben" wird dies ja überhaupt nicht gedruckt resp. auf dem Bildschirm angezeigt, Trotzdem kann man so gut die Quelle eines benutzten Fonts dann herausfinden, und sollte jemand den Font einfach durch ändern der Metadaten in ein "eigenes Werk" verwandeln macht sich so ein "Mikropunkt" auch nicht schlecht.

 

Auch um in einer PDF-datei versteckte Informationen zu übermitteln, könnte man dies nutzen.

Könnte man auf diese Weise eine Schrift »signieren« um Simpel-Klone zu entlarven? In Schwarz auf Schwarz, so dass es das Druckbild nicht beeinträchtigt …

Schreibe hundert mal an die Tafel:

 

Himmel, gibts denn kein forum in dem was die Oberlehrer ihr sein fetisch aber folle pulle ausleben mögen könnten?

Könnte man auf diese Weise eine Schrift »signieren« um Simpel-Klone zu entlarven? In Schwarz auf Schwarz, so dass es das Druckbild nicht beeinträchtigt …

Ostereier, Mausefallen, Schlaglöcher & Co. ;-)

Interessant wäre es, wenn in den Koordinaten dieses Ostereis auch gleich noch der Käufer versteckt ist, damit man dem gleich die Hammelbeine langziehen kann wg. illegaler Weitergabe ... Täte aber voraussetzen, dass große Fontverkäufer wie myfonts da mitspielen würden, weil dann ja jede verkaufte Fontdatei individualisiert werden müsste ... Und das ohne an die große Glocke zu hängen, WIE das individualisiert ist ... Schwierig ...

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