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Typografische Fundstücke

Hervorgehobene Antworten

Dieses tolle, Erklär-ungsbedüftige Werk, bei dem man den Mandeln wohl gehorchen muss findet sich auch auf Bastian Sicks Seite unter den Fundstücken.

http://www.bastiansick.de/fundstuecke/

 

Schön auch:

http://www.bastiansick.de/fotoalben/zwiebelfischchen_2/amtlich_2#1

 

http://www.bastiansick.de/fotoalben/zwiebelfischchen_2/der-grampf-mit-den-gonsonanden#1

 

Hierzu hatte auch ich mal ein Erlebnis: ein Supermarkt in Hamburg hatte an den Hauswänden, welche den Parkplatz umrahmten handgeschriebene Plakate mit den Sonderangeboten. Offensichtlich war ein Auszubildender damit beschäftigt, auf die mit frischem, weißen Papier beklebten Plakatwände die aktuellen Sonderangebote zu schreiben - ja, noch von Hand. Und so schrieb der gute mit breitem Pinsel: "Jachtwurst 100g DM 0,99" (oder so) - ja, so spricht man diese Wurst da auch aus. Ich schaute zu dem eifrigen Maler hoch, überlegte kurz, und wies den armen Jungen auf den Fehler hin: "Das schreibt sich dann aber mit Y!"

Der Ärmste schaute etwas verwirrt, meine dann aber, er wolle doch lieber seinen Chef fragen...

 

Als ich nach dem Einkauf zur Plakatwand schaute, stand da dann tatsächlich für die nächste Woche: Yachtwurst - nun ja, auf der See schmeckt die Wurst bestimmt genau so gut, wie im Wald.

Interessant und auch eigenwillig! Befremdlich erscheint mir der freihändig gesetzte Text in serifenloser Schrift unten, der die Produkte aufzählt. Auf mich wirkt er wie ein Fremdkörper in der Komposition. 

  • Ersteller

Ich habe das auch gar nicht gewertet. Natürlich, es ist ein chaotisches Schriftmusterblatt wie auch boernies obiges Beispiel. Aber es ist, zumindest was die einzelnen Schriften angeht, bemerkens-wert. Die Fundstücke, die hier Erwähnung finden, sind ja durchaus nicht alle typographisch ideal.

  • 2 Wochen später...

die "griechische Art" ist wohl, grüne Oliven zu verwenden und diese mittels Eisengluconat (siehe Zutatenliste) schwarz zu färben. Eine leider zulässige totale Frechheit. 

… nach griechischer Art entsteint … ahso.

:huhu:

Ist doch klar: der großkapitalistische Entsteiner zahlt keine Steuern, sondern kassiert EU-Beihilfe für jeden Stein! ;-)

Das passt hier irgendwie rein: http://www.a2591.com/2010/12/minimalist-effect-in-maximalist-market.html

 

Ich empfinde, insbesondere nach meinem Tschichold-Flashback heute morgen, die Reduzierung als Gewinn, zumal die Schriften dann irgendwie majestätischer rüberkommen. Und es ist eine schöne Bestätigung der These, dass gutes Design dann gut ist, wenn nichts mehr wegzunehmen ist (ich kann mich leider grad nicht erinnern, wer das sagte: Weidemann? Der Mensch, der für Braun designte? Irgendeine Größe der Weltliteratur (ich würd es ja gerne einem Griechen zuschreiben, doch da bin ich mir äußerst sicher, dass das ihrem Verständnis der Realität widerspricht).

:tuschel: Schau mal in die Signatur vom Minimalisten … 

 

Nachtrag: Oh nee, ich sehe gerade: Die Signatur ist futsch! Sie hat anscheinend die letzte Forumsumstellung nicht überlebt …

 

Ich habe das Zitat mal schnell rausgesucht:
»Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,
sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.«
 

Antoine de Saint-Exupéry, Terre des Hommes (Wind, Sand und Sterne)

 

Jony Ive designs Xing (das ist zwar nicht wirklich von Sir Jonathan, aber kein Fake):

1997.07e250.jpeg

  • 2 Wochen später...

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