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Typografische Fundstücke

Hervorgehobene Antworten

Liegt es daran, dass ich in Grammatik schon immer nicht so gut war oder ist das so geschrieben, als wäre die Typografin selbst die tastaturgesteuerte Anlage? :hammer:

 

*Lach*  :nicken:

Liegt es daran, dass ich in Grammatik schon immer nicht so gut war oder ist das so geschrieben, als wäre die Typografin selbst die tastaturgesteuerte Anlage? :hammer:

 

:baeh:  Ist mir beim ersten Mal gar nicht aufgefallen . . .

Liegt es daran, dass ich in Grammatik schon immer nicht so gut war oder ist das so geschrieben, als wäre die Typografin selbst die tastaturgesteuerte Anlage? :hammer:

Das ist doch mal ein gutes Argument für die Abschaffung des grammatischen Gleschlechts für Dinge! 8-)

Das ist doch mal ein gutes Argument für die Abschaffung des grammatischen Gleschlechts für Dinge! 8-)

 

nee, für bessere texte. hätte man ›dies war die erste tastaturgesteuerte anlage‹ geschrieben oder im selben satz nach einem komma bzw. gedankenstrich mit ›der ersten tastaturgesteuerten anlage‹ weitergemacht, wären missverständnisse dieser art ausgeschlossen. und grammatikalisches geschlecht ist viel zu praktisch, um es (selbst für nicht-lebendes) aufzugeben.

grammatikalisches geschlecht ist viel zu praktisch, um es (selbst für nicht-lebendes) aufzugeben.

Inwiefern? Was ist daran praktisch, dass es die Lampe heißt und der Ball?

 

Und – ich kann es mir einfach nicht verkneifen – ist es genauso praktisch wie die Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung?

Hm. Im Afrikaans gibt es nur »die«. Reicht eigentlich auch. Warum haben wir denn drei Artikel, wer hat’s erfunden? :-?

 

Aber das Thema sollten wir vielleicht lieber in die Sprachpflegeabteilung zu Dr. Pachulke überweisen?

Hm. Im Afrikaans gibt es nur »die«. Reicht eigentlich auch. Warum haben wir denn drei Artikel, wer hat’s erfunden? :-?

 

 

Die Indogermanen.

 

Und die Römer sind schuld, dass wir das eine weiblich nennen, weil die Frau in deren Auflistungen zu diesem Genus an oberster Stelle stand.

 

Eigentlich war mal alles masukulin, dann erfand man das Neutrum für abstraktere Dinge, die meist im Akkusativ stehen und vorher eigentlich nicht als Nomininativ verwendet werden konnten, was dann aber doch ging und schließlich das Femininum für eine Ansammlung von vielen abstrakten neutralen Dingen.

 

Dies ist die Geschichte laut Herrn Scholten.

Am Ende wird eh alles männlich, wenn das ganze Gebilde zusammenbricht oder ein Wort aus einer anderen Sprache kommt, die keine Artikel/Genussystem mehr verwendet.

Du meinst so was wie »Event«, »Laptop« und »Blog«? Wobei sich da ja die Geister über die Artikel streiten …

Oder auch Punkt von punctum. Dieses Thema wird in diesem Video auch irgendwann angesprochen.

 

 

PS: Ich glaube auch, dass dies eher in den Bereich Sprachpflege statt in Typografische Fundstücke gehört.

Ich glaube, die Forumsgewaltigen schlummern alle schon. Vielleicht können sie uns die Diskussion ja morgen in die Sprachpflegegruppe verpflanzen.  :nicken:

Inwiefern? Was ist daran praktisch, dass es die Lampe heißt und der Ball?

 

der vergleich von grammatikalischem geschlecht mit groß- und kleinschreibung ist nicht mal so schlecht. notwendig ist beides nicht, aber es kann manches erleichtern. mit genus kann man bequemer auf dinge bezug nehmen. auf deutsch kann ich sagen: ›der ball hat die lampe beschädigt. er/sie (bzw. der/die) war ein geburtstagsgeschenk.‹ – und sofort weiß man, was das geschenk war, der ball oder die lampe. natürlich ist das kein unfehlbares system (so wie auch groß- und kleinschreibung nicht alle mehrdeutigkeiten beseitigt), aber in kombination mit kasus kommt man damit schon recht weit. andere sprachen können die entsprechenden inhalte natürlich ebenso ausdrücken, aber es ist ein nettes extra, das sprachen ohne genus eben nicht bereithalten. die haben dafür wieder andere sachen.

Ein für mich tolles ß aus einem von Jan Tschichold gestalteten Buch (1931):

 

k1uuyv.jpg

 

Die Schriftart wird im Buch jedoch leider nicht genannt.

Klasse, danke! Dann kam die Schrift ja nur wenige Jahre vor dem Buch auf den Markt.

Ja – bei dem Buch handelt es sich um „Reise ins asiatische Tuwa“ von Otto Mänchen-Helfen, erschienen 1931 im Verlag Der Bücherkreis GmbH, Berlin SW 61.

 

rm4axs.jpg

 

Die für den Autor und den Titel verwendete Schrift sieht mir nach der City (halb-)fett von Berthold aus.

 

 

Besten Dank für die Abbildung. Das ist eines der wenigen Bücher, bei dem sich Tschichold für einen kaschierten Halbleinenband entschieden hat.

Danke für dieses Detail! – Sehr schön ist natürlich auch das Logo des Bücherkreises, aber das dürfte hier bekannt sein (wenn nicht, mache ich gerne einen Scan).

Interessanterweise gab es (mindestens) drei Versionen des Signets, darunter ein Entwurf von Jan Tschichold. Wenn Interesse besteht, schaue ich in den kommenden Tagen, ob ich alle drei gescannt bekomme.

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