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Schrift altes Straßenschild Linz/Donau

Empfohlene Beiträge

Carlito Palm

ich rechne kommende woche mit der großen kiste aus linz. 

@catfonts: wie vereinst du dann zims fotos mit den scans meiner schablonen-nachzeichnungen?

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catfonts

Wahrsheinlich durch wechselnde Überlagerung mit der jeweiligen Nachzeichnung, um so die beste Kontur zu bekommen.

 

Beim ersten durchsehen zeigte sich ja schon, das es bei gleichen Buchstaben schon gewisse Unterschiede gibt, da anscheinend die Schablonen auch schon handgezeichnet und geschnitten waren. Da werde ich also wohl einiges im Kurvenverlauf etwas bügeln.

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Zim

@ catfonts - Na, das nimmt doch Gestalt an. Bin bespannt, wie die Schablonen-Nachzeichnungen von Carlito sich hinsichtlich Strichstärken und Kurvenverläufe da einfügen. - @Carlito: schon was vom  K.u.K. Postillon eingetroffen? :-)

Hoffe, dass der Lehrling die Schablone des Karajanwegs oder der Saporoshjestr. gefunden hat, wg. kleinem »j«. Kommt aber, so vorhanden, als Foto noch nach. Dauert aber noch...

P.S. schön, dass die Fotos hilfreich waren. War mir ein Vergnügen.

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werbegrabi

Hallo Freunde

ich weiß jetzt wie die Schablonen erstellt wurden. Ich habe eine solche »Stanzmaschine« gefunden, die wurde nach dem Krieg von den Amerikanern hier vergessen. Sie steht jetzt beim Technischen Hilfswerk in Garmisch. Ich komme am Wochenende dort hin und kann sie fotografieren. Die Schrift, die Ihr sucht ist aber in dieser Maschine nicht vorhanden. Man kann aber unterschiedliche Schriftscheiben einspannen. Eventuell könnte ich eine Videodatei erstellen, damit man sieht wie das damals gemacht wurde.

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Carlito Palm

der briefträger war da!

 

j13gk0.jpg

 

es sind ca 30 doppelschablonen, vermutlich händisch mit dem skalpell aus dünnem karton ausgeschnitten, alle nur ca. A5 groß. wenn ich das mit bleistift nachzeichne wird es zu ungenau fürchte ich. wahrscheinlich ist scannen die bessere lösung.

 

interessant: ich hatte mit schablonen in originalgröße gerechnet. die sind aber vergleichsweise winzig (versalhöhe 23,5 mm). weiters: wie am bild deutlich an den flecken erkennbar wurden die buchstaben offenbar mit graphit durchgerieben. 

 

edit: jetzt ist mir klar warum: mittels der ersten schablone wurde auf das zweite kartonblatt „durchgerieben“, damit man dann in selbiges die teile schneiden konnte, die in der ersten schablone ausgespart waren.

 

edit 2: jetzt dämmert mir, warum die so klein sind: da wurde gar nix mehr vergrößert. das sind auch nicht die straßenschilder sondern die hausnummern (allerdings ohne die nummern)

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catfonts

das wär großartg!

 

Ich glaube aber, die Schablonen dieser Schrift waren handgeschnitten, was zum einen dazu führt, dass ich wohl gut ein Dutzend unterschiedliche e zeichnen kömmte, und zum anderen, dass einige Konturen ein wenig eierig sind, die ich allerdings in meiner Zeichnung wohl eher glätte.

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Carlito Palm

interessant wird, ob du (typische) unterschiede zwischen den straßenschildern (zims fotos) und den hausnummernschildern (schablonen) feststellen wirst

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Zim

sieht so aus.

Im Vergleich der "Endprodukte" (Hausnummern/Straßenschilder) sieht ersteres wie eine gröbere Variante aus, der die Eleganz letzterer fehlt. Anbei ein paar Vergleiche.

Was könnte der Grund gewesen sein? Die Größe? Anforderungen des Materials? Zu schwierig, die große Schrift zu verkleinern? Absicht???

Das mit dem durchgeriebenen Graphit erklärt auch langsam den Emailleauftrag im Negativ...

Bleibt spannend.

 

post-25328-0-90434900-1423691273_thumb.j

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catfonts

Das ist absicht, und spiegelt eigentlich genau das wieder, was man damals auch bei Bleisatz-Schriften gemacht hat, um sie auch in sehr kleinen Entwurfsgrößen gut lesbar zuz halten. Auch hier wurden kleinere Schriften gefettet, Strichstärken-Kontraste zurückgenommen, feine Details vereinfacht und die x-Höhe etwas vergrößert.

 

Der Digitalfont-Pionier Peter Karow hat seinerzeit auch ein System erfunden, das diesen optischen Größenausgleich auch bei digitalen Schriften ermöglicht.

 

Wahrscheinlich is es deer geringen Leistungsfähigkeit früher Computersysteme geschuldet, dass sich dies nicht durchgesetzt hat. Heute ist das, was die großen Stempelschneider der Vergangenheiut reinh intuitiv angewendet haben, vielfach in Vergessenheit geraten, und nicht selten ist kleingedrucktes dank dfer einfach nur linear herunterskalierten Schrift viel zu zart und detailreich, und damit schlecht leserlich.

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catfonts

Auch wenn dies grad etwas in einen Moniolog ausartet: Hier vdie erste Vorabversion mit allen Buchstaben, und den meisten Satzzeichen. Um es klar zu stellen, und die Frage zu vermeiden: ES SIND NOCH KEINE ZIFFERN DRIN!!! Die muss ich erst noch zeichnen :huhu:

 

CAT Linz.zip

 

Ist  noch nicht feingetuned, das kommt erst nach den Schablonen, aber zum Ausprobieren, und dran rummeckern sollte es reichen :bow:

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catfonts

OK, noch mehr Monolog ;-)

 

Hier jetzt die Version mit Ziffern (fehlende erst mal selbst ersetzt) West- und Ostreuropa, Türk und Baltic, schon mal was Kerning, ẞ und Ligaturen. Insgesammt 391 Glyphen. (Fontlab-Datei auch dabei)

 

CAT Linz.zip

 

und hier noch n Straßenschild :-)

 

post-22079-0-06228900-1423943072_thumb.p

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Þorsten
und hier noch n Straßenschild

:biglove: Na das gehört bei uns dann wohl in den Korridorstummel zum Kinderzimmer!

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Þorsten

Schon klar. Dóttir (Tocher) enthält ja eigentlich auch kein ð. Als Hamburgefonstiv-Alternative ist es trotzdem toll!

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Zim

@ catfonts - rekordverdächtiges Tempo, Respekt, und beeindruckendes Ergebnis. Das mit den Zahlen und dem j kann noch etwas dauern, muss alles Berlin aus organisieren (und als Halbösterreicher hab gelernt, dass die Preußen nicht so schnell schießen...).

Vielleicht ist aber noch jemand aus dem Forum aus Linz?

Hab Dir aber eben noch 2 unscharfe Bilder der Ziffern 3 und 4 per mail geschickt. - Und dann können also jetzt die Feldversuche mit Deinem Entwurf starten.

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werbegrabi

Hallo

ich habe jetzt die Fotos von der Stanzmaschine. Ein Bild, wo ich des Wort Linz gestanzt habe ist auch dabei. Es ist natürlich nicht die selbe Schrift aber ich bin sicher, daß die ausgestanzten Schildvorlagen vom Linzer Magistrat mit so einer oder ähnlichen Maschine hergestellt wurden, das habe ich anhand der Bilder ersehen können. Die haben den gleichen Bodenabstand bis zu den Buchstaben wie diese Maschine ihn hat. Die Buchstaben im Bild sind relativ weit auseinander, aber man kann jeden einzelnen Abstand der Buchstaben ausgleichen. Wahrscheinlich kann man da auch unterschiedliche Schrftscheiben einlegen aber ich wollte die Maschine nicht auseinandernehmen.

post-29918-0-55223200-1424100239_thumb.j

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schmendrich

Hallo Catfonts,

 

schöne Arbeit!

 

Mein Schriftbetrachter bietet mir den Standardspruch mit den zwölf Boxkämpfern, die Viktor über den großen Sylter Teich jagen an.

Wenn ich mir den schönen Font anschaue, habe ich das Gefühl, daß das y näher an das S heranrücken könnte (Sylter Deich). Das gleiche Gefühl habe ich bei der Kombination Vi (Viktor) - die könnten auch zusammenrücken und irgendwas in mir meint, daß die Punkte des ä einen Hauch weiter links sitzen könnten.

 

Aber: vielleicht liege ich auch völlig falsch - ist nur mein Empfinden (bin nur schriftinteressiert, habe aber vom Entwickeln von Schriften überhaupt keine Ahnung).

 

Gruß

Schmendrich

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catfonts

Hallo Catfonts,

 

schöne Arbeit!

 

Mein Schriftbetrachter bietet mir den Standardspruch mit den zwölf Boxkämpfern, die Viktor über den großen Sylter Teich jagen an.

Wenn ich mir den schönen Font anschaue, habe ich das Gefühl, daß das y näher an das S heranrücken könnte (Sylter Deich).

Stimmt, gilt auch für Sv, Sw und die entsprechenden mit diakritischen Zeichen.

 

 

Das gleiche Gefühl habe ich bei der Kombination Vi (Viktor) - die könnten auch zusammenrücken

Da kann ich allerdings nicht näher rücken, sonst kollidiert der i-Punkt.

 

und irgendwas in mir meint, daß die Punkte des ä einen Hauch weiter links sitzen könnten.

Dem Stimme ich dann auch wieder zu. Generell ist da bestimmt noch eine ganze Menge Feinstgeschiebe nötig. Das waren jedenfalls schon gute Hinweise, Danke!

 

 

Aber: vielleicht liege ich auch völlig falsch - ist nur mein Empfinden (bin nur schriftinteressiert, habe aber vom Entwickeln von Schriften überhaupt keine Ahnung).

 

Gruß

Schmendrich

Oh nein, gerade diese Feinjustagen sind wesentlich mehr eine Gefühssache als dass es sich rein geometrisch herleiten ließe. Gerade bei dem optischen Ausgleich kommen oft ja gerade die Systemfehler unders optischen Sinnes zum Tragen, sodass man hier mit optischen Täuschungen spielen muss, und manchmal etwes ein wenihg schief machen muss, damit es hinterher gerade aussiht.

Die korrigierte Version stelle ich erst einmal nicht ein, vielleicht entdeckt der eine oder andere noch weitere Details, die gefixt werden soillten, bis zur nächstten Version.

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