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Font Editorial Design


Katja Pelzner

Empfohlene Beiträge

Betreff Editorial Design

 

Suche einen modernen Font mit eher zarten Serifen, gut lesbar, kein Trendfont, sondern
ein gut geschnittenen Font. (Print- und Webtauglich) für ein Redesign eines Magazins im sozialen Bereich.

Angesehen haben ich mir schon: Skolar Serif, Quercus, Source…habt ihr weitere Ideen?

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Moin,
Ideen habe ich zig, aber ich wünschte mir noch ein paar Informationen, so Richtung Emotionalität etc.
Ansonsten haben wir hier im Forum viele Listen mit empfehlenswerten Fonts zusammengetragen, die von fachkundigen Menschen kuratiert werden:


Vielleicht sogar statt feiner Serifen nur die Idee von Serife?

 

Ansonsten würde ich für Mengentext, sofern es das Budget zulässt, immer auch die Garamond Premier Pro in Betracht ziehen oder die Andron. Die Garamond Premier mag es sehr gerne, in einem höherwertigen Umfeld eingesetzt zu werden, da sie hier und da so filigran ist, dass sie unter Billigstpapier oder Druckern mit äh, gewöhnungsbedürftiger Auflösung leidet. Die Andron hingegen wirkt überall souverän. Gut, modern im Sinne einer aufgebretzelten Formensprache sind beide nicht, doch fehlt mir noch so ein wenig an Information, um "modern" besser einordnen zu können.
Wo ich den Beitrag hier verfasse, fällt mir noch die Möglichkeit ein, zwischen Headline- und Fließtext mit Hilfe optischer Größen zu variieren, so dass in den größeren Überschriften das feine einer Schrift betont wird, hingegen im Fließtext robuster Alltag geleistet wird. Da wären dann auch Schriften wie die Tiempos sehr interessant, die über dezidierte Headline-Schnitte verfügen.

Ich hoffe, ich hab Dich jetzt nicht mit zuvielen Optionen erschlagen 🙂 Wenn Du uns noch ein paar mehr Informationen gibst, wird Dir sicherlich noch viel ausgefeilterer Rat zuteilwerden! Ganz wichtig ist übrigens auch die Frage des Budget, also gibt es eines für Fonts oder halt keines. Das macht dann die Menge der Fonts gegenenfalls deutlich übersichtlicher.

Und noch eine Idee blitzt in mein Hirn: Magazin im sozialen Bereich kann sehr vieles sein. Wenn es beispielsweise das Bewohnermagazin eine Pflegeheims ist, freuen sich alle, wenn das Corporate Design des Trägers aufgegriffen wird bzw. nicht die Hausschrift des Konkurrenten genommen wird. Hingegen ist ein Magazin für den Handel ohne Anbindung an eine Institution absolut frei in der Wahl.

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Guten Morgen, ganz herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Das Magazin ist aktuell in der Adobe Garamond Pro als Brotschrift gesetzt. Mit eine serifenlosen Schrift für die Headlines (Frutiger), die etwas schwerfällig erscheint.  Davon wollen wir jetzt weg, es soll „eleganter und luftiger" wirken, aber dennoch muss Information übermittelt werden. Die Brotschrift soll wirklich gut lesbar sein, ich habe es mit älterem internationalem Klientel zu tun (60-90), die aber sehr gebildet sind. Über ein Budget für den Font kann verhandelt werden, aber am liebsten wäre mir ein Font von Adobe. Das Magazin ist nicht über den Handel beziehbar. 

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vor 11 Minuten schrieb Katja Pelzner:

Die Brotschrift soll wirklich gut lesbar sein, ich habe es mit älterem internationalem Klientel zu tun (60-90), die aber sehr gebildet sind.

Dann wäre diese Liste hier meine Empfehlung: 

Dort haben wir auch schon Paarungen zusammengestellt. Ich persönlich bin da besonders bei der Paarung Arno und Hypatia, da ich letztere gerne mag. Sie verträgt sich auch mit den Garamondesken. Die Garamond Premier ist um einiges edler in meinen Augen als die Garamond Pro. Alle drei werden von Adobe vertrieben. 

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Folgende Paare/Sippen (also Sans und Serif) kommen mir spontan in den Sinn, welche mit einem Creative-Cloud-Abo unter fonts.adobe.com aktivierbar sein sollten:

 

Mit ẞ 

  • Skolar
  • FF Good mit FF More
  • Noto

 

Ohne ẞ 

  • FF Tisa
  • FF Meta

 

Die Garamond würde ich aufgrund ihrer geringeren x-Höhe und den teilweise sehr klein ausfallenden Punzen (e) nicht mal mehr zu den optimal lesbaren Schriften zählen.

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vor 17 Minuten schrieb R::bert:

Die Garamond würde ich aufgrund ihrer geringeren x-Höhe und den teilweise sehr klein ausfallenden Punzen (e) nicht mal mehr zu den optimal lesbaren Schriften zählen.

Das ist eine ganz neue Information für mich, danke. Ist in diesem Zusammenhang aber nicht die Gewohnheit der Zielgruppe nicht ausschlaggebend bezüglich der Lesegewohnheiten und Medien? Also eine Art Generationenschere zwischen digital natives und, ich sag mal, der Reclamheftgeneration? 
 

Das ist jedoch hier etwas offtopic, aber zumindest für mich spannend. 

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vor 23 Stunden schrieb Phoibos:

Das ist eine ganz neue Information für mich, danke.

Wie gesagt: Das ist meine persönliche Einschätzung, welche glaube ich auf einem Vortrag von @Albert-Jan Pool basiert. Kann gut sein, dass es da auch andere Sichtweisen gibt.

 

vor 23 Stunden schrieb Phoibos:

Ist in diesem Zusammenhang aber nicht die Gewohnheit der Zielgruppe nicht ausschlaggebend bezüglich der Lesegewohnheiten und Medien? Also eine Art Generationenschere zwischen digital natives und, ich sag mal, der Reclamheftgeneration?

Auch ein kluger Gedanke. Ich denke da aber wiederum an die nicht mehr adäquate Brille oder das veraltete Hörgerät. Man kann sicher aus Gewohnheit am Alten festhalten. Wenn aber auf Kosten einer kurzen Umstellungsphase eine langfristige Erleichterung und Verbesserung winkt, ist die Frage ob das Festhalten Sinn macht. Ich würde da die Flexibilität der Zielgruppe nicht unterschätzen, wenn denn überhaupt die Änderung der Schriftart bewusst wahrgenommen wird.

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vor einer Stunde schrieb R::bert:

Deutsch

Vielen Dank, das ist bannig spannend! Und, was gute Lehrpersonen ausmacht, dröges Normen bzw. Regeln mit schön viel Leben und Alltag gefüllt, also auch für Laien wie mich gut nachvollziehbar.

Besonders toll für mich war, dass ich jetzt endlich die Lösung für die gute Lesbarkeit beispielsweise der Ladoga im Unterricht habe: der Weißraum und die x-Höhe.

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<p>Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur</p>
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