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Topp-Thema: Eszett als Großbuchstabe


Gast

Empfohlene Beiträge

Junge, Junge, Ihr seid ja vergnügungssüchtig!

Hihi, wenn Du das so nennen willst. :-)

Bin aber offen gestanden schon etwas irritiert, dass es in der Typoszene diese beiden Lager gibt … und vor allem, dass sich ausgerechnet die Leute vom Schriftvertrieb im falschen befinden. 8-)

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Meine Theorie dazu ist ja, dass das ß aufgrund der alten Rechtschreibregeln und den Mühen in der Schule damit emotional oft negativ belegt ist. Anders kann ich mir kaum erklären, dass es teilweise eine so katagorische "Dagegen"-Haltung gibt (am besten gleich nocht gegen das Minuskel-ß mit).

Befürwortung, Befürwortung mit Vorbehalt oder auch schlicht Gleichgültigkeit kann ich mir ja gut vorstellen.

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Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie sehr sich beim Versal-Eszett-Thema die Gemüter erhitzen. Ich meine – wer den Sinn und die Notwendigkeit der Verwendung des Versal-Eszetts einsieht, der wird es verwenden und sich über jede Schrift freuen, die es bereithält. Wer es für einen falschen Ansatz hält, gar nicht weiß, dass es überhaupt noch ein Eszett gibt oder schon mit der normalen Rechtschreibung seine liebe Not hat, der wird es eben nicht verwenden. Schlicht und ergreifend. Die Häme der Gegner ist mir ein echtes Rätsel. :-?

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Ich schreibe direkte Anreden in Briefen und E-Mails (Posts) nach wie vor groß, auch wenn ich sie nach der neuen Rechtschreibung klein schreiben darf. Aber irgendwie fühlen sich kleingeschriebene Anreden für mich unhöflich an. Bin ich etwa die Einzige, der es so geht? :-?

Nachtrag: Oh Entschuldigung! Neue Themen in noch laufende Diskussionen einbringen ist doch verboten! Steht in der Hausordnung. Ich gehe mit bertel Kaffee trinken und wir klären das dort. :-)

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Gast Schnitzel
(Okay, der Vergleich war blöd …, trotzdem!)

So blöd ist der vergleich nun auch wieder nicht. Ist ja nicht gerade so, dass ohne € gar nix ginge, man kann ja noch Euro ausschreiben oder EUR als ›Abkürzung‹ benutzen. Das sind genauso Notlösungen wie die SS-Schreibung.

Der Euro an sich wurde halt nur mit wesentlich größerem Hurra eingeführt, und das ß hat eh schon einen schlechteren Stand (wie der verehrte Kollege Sebastian Nagel oben schon darlegte).

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Beim € stehen ja auch größere monetäre Interessen dahinter. Wenn wir der internationalen Finanzwelt einen guten Grund verkaufen können, warum sie unbedingt das Versal-Eszett verwenden muss, dann geht es ratzfatz mit der Versal-Eszett-Einführung, wetten?

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Gast Schnitzel

Der exorbitante mehr Verbrauch an Druckfarbe und damit der entsprechenden Ressourcen durch die SS-Schreibung ist wahrscheinlich kein Argument und je nach Gestaltung des ẞ fällt die Differenz wohl auch gar nicht so groß aus.

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Alternativ-»Medizin« und Versal-Eszett in einem Beitrag. Wenn das keine heißen Eisen sind. Jetzt noch irgendwie »Facebook & Datenschutz« reinpacken … ;-)

Dann hätten wir ja schon drei ganz heiße Eisen … drei ganz heiße Eisen! :-).</loriot>

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Danke Schnitzel!

OT

Aber irgendwie fühlen sich kleingeschriebene Anreden für mich unhöflich an. Bin ich etwa die Einzige, der es so geht?

Nö!? Geht mir genauso! Wie dem auch sei Kathrin … wir können ruhig beim »Du« bleiben. Ausnahmsweise! :mrgreen:

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Meine Theorie dazu ist ja, dass das ß aufgrund der alten Rechtschreibregeln und den Mühen in der Schule damit emotional oft negativ belegt ist. Anders kann ich mir kaum erklären, dass es teilweise eine so katagorische "Dagegen"-Haltung gibt (am besten gleich nocht gegen das Minuskel-ß mit).

Es könnte vielleicht noch ein anderes Thema mit hineinspielen, auf das sich viele mit erstaunlicher Emotionalität eingeschossen haben, nämlich die Rechtschreibreform. Wenn jemand kommt und einen neuen Buchstaben einführt, dann sieht das für eine an der Rechtschreibreform-Diskussion geschärfte Aufmerksamkeit schnell danach aus, als sollte damit schon wieder etwas reformiert werden.

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Meine Theorie hab ich ja im TypoJournal 3 mehrfach dargelegt: Was gegen die eigene Gewohnheit verstößt, stößt eben ab. Und zwar gewaltig. Man muss sich erstmal dazu zwingen, den Argumenten der anderen zuzuhören, bereit sein, eigene Denkstrukturen (»ß ist ja gar kein Buchstabe sondern eine Ligatur«) aufzugeben usw. Das macht man nicht mal eben so. Das kostet eine Menge (geistige) Anstrengung. Das Neue einfach als Unsinn, Idee einzelner oder historisch falsch abzuschmettern ist da immer der leichtere Weg. Und da man damit anfangs auch noch stets in der größeren Gruppe ist, fällt das Lästern umso leichter.

Da gab’s mal so einen schönen Cartoon dazu mit Vögeln auf der Leine, wo einer eine andere Farbe hatte und sich alle anderen (gleichfarbigen) darüber lustig machten – solange, bis sich das Verhältnis umgekehrt hat. Kennt das jemand? Versuche das schon lange wiederzufinden …

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Ich kenne nur diesen netten Kurzfilm von Pixar – aber den meinst Du nicht, oder? Der ist von der Aussage etwas anders aber auch nicht schlecht. ;-)

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Herrlich Kathrin!

@Ralf

Stehst Du eigentlich in Kontakt mit den dafür zuständigen Behörden? Also ich meine mit solchen Leuten, die seinerzeit auch für die Rechtschreib-Reform zuständig waren.

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Was gegen die eigene Gewohnheit verstößt, stößt eben ab. ... Da gab’s mal so einen schönen Cartoon dazu ...

oder:

Wat de Buer nich kennt, dat frit er nich.

(So hieß es bei uns damals im Niederbergischen)

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Danke! Zwei schöne Exemplare.

Wir sind auch im Gespräch über einer Artikel zu diesen Schriften auf Typografie.info. Jetzt weiß ich endlich, warum Jürgen so mysteriös meinte, er hätte ein besonderes Schmankerl für mich. :-)

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Artikel zu diesen Schriften auf Typografie.info

Oh ja, bitte! Ich würde mich sehr freuen, Hintergrundinformationen zu den Schriften zu erfahren.

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