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Bei MyFonts gibt’s alle vier Schnitte der Columbia Titling (offenbar die erste Schrift von Typetanic) für 8$.

 

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Ein Versal-Eszett ist dabei, das ist meiner Meinung nach allerdings verbesserungswürdig:

 

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Bei dem Preis habe ich trotzdem nicht widerstehen können.  :-)

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Wollen wir diesen Strang nicht vielleicht auf etablierte Foundrys beschränken? Bei diesen Ich-bau-einen-Bestseller-von-MyFonts-nach-und-verkaufe-ihn-für-9-Dollar-pro-Schnitt-Schriften blutet mich echt das Schriftgestalter-Herz. Es gibt einen Markt dafür und es wird auch nicht zu verhindern sein (muss es vielleicht auch nicht), aber die Bewerbung solcher Fonts in einem Profi-Typografie-Forum muss dann vielleicht doch nicht sein. 

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Gerne. Gibst Du Foundries vor? Falls Du Dich auch auf meinen Vorschlag bezogst: Ich habe das Angebot bei MyFonts gefunden und ging daher von einem akzeptablen Anbieter aus. Wenn das nicht der Fall ist, lösche ich das sofort wieder. 

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War allgemein gemeint. Ob nun Klon, »inspiriert« oder zufällig ähnlich. Es wird sich nicht immer entscheiden lassen. 

Aber diese No-Name-Label mit ihren 80%-Rabatten, da ist die Chance einfach groß, dass da was faul ist. 

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Nunja, ich denke, man lehnt sich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man bei der Halis von einem Klon spricht. Die Vorlage ist offensichtlich – von ›inspiriert‹ oder gar Zufall kann da nicht mehr die Rede sein.

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Gast Schnitzel

Nunja, ich denke, man lehnt sich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man bei der Halis von einem Klon spricht. Die Vorlage ist offensichtlich – von ›inspiriert‹ oder gar Zufall kann da nicht mehr die Rede sein.

 

Wovon denn genau?

Ich dachte, wenn es offensichtlich ist, finde ich das Original. Es gibt viele ähnliche, aber, dass man gleich von einem Klon sprechen kann ...

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Man muss ja nicht gleich mit dem Finger auf die »inspirierten Fonts« zeigen oder erstrecht nicht auf jene, die sie in guter Absicht empfehlen wollen.

Daher ja mein Vorschlag: Wer diese Super-Specials haben möchte, weiß ja, unter welchen URLs die zu haben sind. Aber man kann ja einfach davon absehen, sie hier zu empfehlen. Wir wollen ja Qualität fördern. Und die steckt selten eher selten in den Mega-Dumping-Angeboten bei MyFonts – kann natürlich auch. Man denke an die HvD-Fonts oder ähnliches. Daran ist natürlich nix schmuddeliges. 

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Die Vorlage ist offensichtlich – von ›inspiriert‹ oder gar Zufall kann da nicht mehr die Rede sein.

Dann mal Butter bei die Fische! Und wenn Du schon dabei bist, welche der vielen Garamonds der wohlbekannten Foundries ist denn die echte?

 

Ohne hier zu groß offtopic zu werden: Sollten die Schriftentwerfer nicht an sich froh sein, dass Menschen bereit sind, für Schriften zu bezahlen? Diese Lockvogelangebote halte ich für ein Anfixen der Kundschaft. Für mich als Kunden ist es insofern positiv, dass es den Preisdruck auf die wohlbekannten Foundries erhöht -- das ist doch das allseits vorherrschende neoliberale Mantra...

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Dann mal Butter bei die Fische! Und wenn Du schon dabei bist, welche der vielen Garamonds der wohlbekannten Foundries ist denn die echte?

Für alte Garamond-Bleisatz-Schriften sind die Schutzrechte abgelaufen. Die kann jeder neu Digitalisieren. 

Wenn zu neuen, eigenständigen Entwürfen der letzten Jahre ähnliche Fonts erscheinen, ist das etwas völlig anderes.  

 

Diese Lockvogelangebote halte ich für ein Anfixen der Kundschaft. Für mich als Kunden ist es insofern positiv, dass es den Preisdruck auf die wohlbekannten Foundries erhöht 

 

Ja, aber müssen wir hier in eine Profi-Forum wirklich uns untereinander empfehlen, dass wir das Geld nicht z.B. dem Originalentwerfer Hannes von Döhren in Berlin zukommen lassen, sondern es in die Türkei oder nach Südamerika schicken, wo jemand bewusst Look-Alike-Fonts bastelt, weil er weiß, dass die Verfolgung solcher Klone über Ländergrenzen hinweg nicht lohnt?

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Ralfs Hinweis auf die Bestseller-Liste sollte reichen, um die Quelle der Halis auszumachen. Und da finde ich den Verweis auf eine Garamond wenig hilfreich. Wir sprechen hier nicht von Interpretationen jahrhundertealter Schriften, sondern von (leicht) modifizierten Fonts, die zu einem Bruchteil des Preises veräußert werden, die der Schriftentwerfer des Originals verlangt. Dass da einem Entwerfer das Herz blutet, wie Ralf schrieb, kann ich sehr gut nachvollziehen.

 

PS: Mir ging es nicht darum, mit dem Finger auf Kathrin zu zeigen. Es tut mir leid, wenn der Eindruck entstanden ist.

 

Edit: Ralf war schneller.

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Gut, dann wage ich einen neuen Versuch zur Wiedergutmachung meines Fauxpas:

 

Brandon Text, 30% off  :biglove:

 

 

PS: Mir ging es nicht darum, mit dem Finger auf Kathrin zu zeigen. Es tut mir leid, wenn der Eindruck entstanden ist. (Stefan)

Schon ok, der Rüffel war berechtigt – ich hatte die Verwerflichkeit des Angebotes einfach nicht gleich erkannt.  :gimmifive:

 

Nachtrag: Dafür habe ich mir die Brandon jetzt gleich mal gekauft, die hatte ich ohnehin schon länger auf meiner Wunschliste stehen. 

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außerdem sollte eh jeder die special offers liste bei myfonts kennen, von daher ist es auch quark jedesmal deren angebote hier nochmals reinzusetzten.

ich bin auch dafür, das hier nur fonts verlinkt werden sollten, die einen gewissen standard an qualität haben.

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»außerdem sollte eh jeder die special offers liste bei myfonts kennen, von daher ist es auch quark jedesmal deren angebote hier nochmals reinzusetzten.«

Trifft das auch auf die FontShop-Angebote via Fontblog.de zu? Das frage ich mich zumindest immer, wenn ich versucht bin, das hier zu posten.

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Trifft das auch auf die FontShop-Angebote via Fontblog.de zu? Das frage ich mich zumindest immer, wenn ich versucht bin, das hier zu posten.

 

Wenn du ein ausgewähltes davon unbedingt empfehlenswert findest, warum nicht. Ein regelmäßiges Einstellen der Angebote wäre sicher zu viel des Guten. 

 

Dann könnte man auch eine Rubrik mit den Links auf die Sonderangebotsseiten der Fontanbieter auf machen und den Strang hier schließen.

 

Das man sich unter Kollegen Empfehlungen gibt ist doch prima.

Nur eben vielleicht nicht nur nach dem Maßstab, wo es gerade wieder irgendeine Familie mit den meisten Schnitten zum kleinsten Preis gibt. 

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 Wir sprechen hier nicht von Interpretationen jahrhundertealter Schriften, sondern von (leicht) modifizierten Fonts, die zu einem Bruchteil des Preises veräußert werden, die der Schriftentwerfer des Originals verlangt. 

Was mich wieder einmal die m.E. noch nicht zufriedenstellend beantwortete Frage stellen lässt: wo ist die Grenze? Bzw. wie lange bleibt der Urheberrechtsanspruch bei Schriftschöpfern aus der Bleisatzzeit erhalten? Wie bei Autoren und bildenden Künstlern 70 Jahre nach Todesdatum?

Dann wären ja die Bleisatzschriften beispielsweise von Stanley Morrison (1965 gestorben), G.G. Lange (2008), Kapr (1995), Miedinger (1980), Schneidler (1956), Post (1978), Thannhaeuser (1963) u.v.a. und von den noch lebenden Syntax-Meier, Frutiger, Wunderlich u.a. geistiges Eigentum.

Und da kommen mir dann Zweifel, ob das digitale Abkupfern deren Schriften (und möglicherweise gelegentliche Ergänzung der einen oder anderen damals ungebräuchlichen Glyphe) nun tatsächlich eine schöpferische Leistung darstellt. In meinen Augen wäre das wohl eher eine rein handwerkliche Leistung - einen vorhandenen ausgearbeiteten Entwurf (Buchstabenformen und Zurichtungen sind ja im Grunde komplett vorhanden und sogar schon weitreichend getestet und bewährt) noch in eine digitale Form zu bringen ... das ist Reinzeichnerarbeit. Im Bleisatz war es der Stempelschnitt - und wer kennt heute noch die Namen der Stempelschneider?

Im Grunde scheint mir, einen vorhandenen digitalen Font so umzufummeln, daß er doch als eine "neue" Schrift verkauft werden kann, sogar eine größere kreative Leistung zu sein - auch wenn dies rein vom Handwerklichen vielleicht noch weniger Arbeit sein sollte.

Ich finde es ziemlich scheinheilig, hier einerseits digitale Abkupferer zu brandmarken und andererseits Digitalisierer analoger Schöpfungen zu kreativen Schriftschaffenden zu erklären. Abkupfern bleibt abkupfern - ich wäre ja auch kein Picasso, wenn ich seine Grafiken digitalisieren würde ...

Und ich könnte natürlich auch nicht einmal annähernd die Preise des Originals erzielen.

Von daher finde ich es auch in Ordnung, wenn nachgemachte oder nachempfundene Schriften billig auf den Markt kommen: eine unsignierte Grafik eines Künstlers kostet nunmal weniger als eine signierte und eine Reproduktion derselben ist eben noch billiger ... weil ich sie natürlich nicht zum Preis des Originals verkaufen kann.

Wenn diese billigen Schriften im Unterschied zu den zumeist unbenutzbaren Billigfonts vergangener Jahre nun auch noch in Sachen Qualität (Glyphenreichtum, Zurichtung etc.) an ihre Vorbilder immer mehr und immer öfter heranreichen und mittlerweile teilweise auch meinen Ansprüchen genügen, dann freut mich das natürlich als Benutzer - ich hab ja auch kein Geld zu verschenken. Möglicherweise fällt mir ja auch auf, daß eine billige Schrift einer anderen teuren sehr ähnelt. Wenn sie aber meinen Ansprüchen genügt und auf normalen legalen Kanälen lizensiert werden kann - warum denn nicht?

Ich kaufe mir auch keine Schaufel bei Manufaktum, sondern im Baumarkt. Und warum soll ich als Anwender nun einen Unterschied machen zwischen Schriften, die sich "zufällig" ähneln, aber "nicht abgekupfert" sind und solchen, die sich eben nicht zufällig ähneln, weil sie (anhand ihrer Zeichenpfade) mutmaßlich tatsächlich geklaut wurden? Erstens kann (und will) ich wie viele andere hier gar nicht immer sooo intensiv und eingehend die Schriften miteinander vergleichen - weil mir dafür die Zeit, die Geduld und auch einige technische Mittel fehlen. Zweitens: wenn nicht einmal der beklaute Schriftschöpfer gegen den Verkauf der von ihm geklauten Schrift vorgehen kann oder will - warum soll ich dann die Schrift nicht kaufen?

Natürlich muss hier nicht für jeden billigen Font geworben werden und natürlich ist es interessant zu erfahren, daß dieses oder jenes da und dort möglicherweise geklaut wurde. Aber das grundsätzliche Problem ist meines Erachtens, daß Schriften eben nicht so geschützt werden können, wie es verschiedene Schriftgestalter gerne hätten - natürlich aus ihrer Warte immer mit dem Ausblenden der Tatsache, daß auch die "Beklauten" in gewisser Weise ja selber geklaut haben. Es gibt m.W. bis heute keine vernünftig handhabbare Definition (weder formal noch technisch) wo bei einer lateinischen Schrift die Grenze des geistigen Diebstahls liegt. Das Übereinanderlegen der Zeichenpfade eines Fonts scheint mir dafür jedenfalls nicht geeignet zu sein. Also: wo ist die Grenze?

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Wenn sie aber meinen Ansprüchen genügt und auf normalen legalen Kanälen lizensiert werden kann - warum denn nicht?

 

Kannst du ja. Es fördert aber nicht die Qualität und Innovation im Designbereich, sondern schwächt sie eher. Die Kopierer machen vielleicht mehr Gewinne als jene, die sich die Mühe machen und von Grund auf Schriften neu entwerfen. Und warum sollten letztere sich dann überhaupt die Mühe machen. 

Es ist also eher eine ethische Frage und der ewige Wettstreit zwischen Original und Fälschungen wie es ihn seit Jahrhunderten in allen Gestaltungsbereichen gibt. 

 

Es gibt m.W. bis heute keine vernünftig handhabbare Definition (weder formal noch technisch) wo bei einer lateinischen Schrift die Grenze des geistigen Diebstahls liegt. Das Übereinanderlegen der Zeichenpfade eines Fonts scheint mir dafür jedenfalls nicht geeignet zu sein. Also: wo ist die Grenze?

 

DIE Grenze gibt es nicht – wie in jedem anderen Designbereich auch. Die Grenze wird im Notfall für jeden einzelnen Fall vor Gericht ausgefochten und der Ausgang ist im Voraus unklar. Es nützt also nichts, nach dieser Grenze zu fragen. Sie lässt sich formal nicht exakt definieren. (Ist bei Fotografie, Illustration etc. aber auch nicht anders.)

Worum es dabei aber prinzipiell geht, lässt sich schon beschreiben. Kompliziert wird es – wie man im Rahmen dieses Stranges ja auch immer merkt – weil hier zwei Dinge zusammentreffen: die Gestaltung (Entwurf) und das Produkt (die Fontsoftware). Hier die Rechte und Pflichten der Anbieter und Nutzer (→ und Kopierer) auseinanderzuhalten ist gar nicht so einfach. Aber ich werde mich genau diesen Fragen demnächst ausführlich in Artikelform widmen. 

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 weil hier zwei Dinge zusammentreffen: die Gestaltung (Entwurf) und das Produkt (die Fontsoftware). Hier die Rechte und Pflichten der Anbieter und Nutzer (→ und Kopierer) auseinanderzuhalten ist gar nicht so einfach

 

Software? Auf den Argumentationsakt bin ich gespannt :)

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