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Kniffliges Wort …


Kathrinvdm

Empfohlene Beiträge

Leider hinter Bezahlschranke (die aktuell auch für mich gilt); ich habe den Artikel nicht gelesen. Aber allein schon die Überschrift und der Einleitungssatz sind zitierwürdig, denke ich:
 

Reh Rücken nach «Jäger*Art»

Im Herbst ist das Lesen von Speisekarten ein unvergleichliches Vergnügen: Auf den Menus geht es wahrlich wild zu und her.

 

https://www.nzz.ch/feuilleton/wildzeit-im-herbst-geht-es-auch-sprachlich-wild-zu-und-her-ld.1650352?reduced=true

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vor 30 Minuten schrieb BerndH:

Jäger*Art

Konsequenterweise müsste man »art« als Teil des Wortes «Jäger*Art« doch eigentlich klein schreiben.

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vor 9 Minuten schrieb Dieter Stockert:

Konsequenterweise

In dem Artikel wird gegen Menschen gerantet, die niemanden hatten, der ihre Speisekarte Korrektur lesen konnte. Und die keine Ahnung haben, wofür das Gendersternchen steht, es aber sicherheitshalber zusammen mit einer Handvoll Deppenleerzeichen in die Speisekarten meißeln...

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Das Gendersternchen-Problem scheint ja eh vollkommen konstruiert zu sein. Es gibt Rechtschreib- und Fremdsprachfehler, das Asterisk-Argument kommt von der*die Autor*in als Polemik à la Suisse.  Clickbait.

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NZZ halt. In leider schon lang vergangenen Zeiten, gehörte dieses Blatt mal zu den Besten. Was für ein Absturz. 

 

Beste Grüße 

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Ich finds eher erstaunlich, dass der Autor den Gag im letzten Satz nicht gebracht.
 

Zitat

Es bleibt einem dann nur noch, einen «Jägermeister*in» zu bestellen und das ganze wilde Zeugs herunterzuspülen.

 

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vor 4 Stunden schrieb RobertMichael:

Ich konnte den Artikel problemlos ohne Schranke lesen.

Bei mir wurde er blockiert. Aber ich hatte zuvor auch schon einige andere angesehen, daran mag es liegen.

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Am 20.10.2021 um 16:43 schrieb BerndH:

Reh Rücken nach «Jäger*Art»

Der Artikel ist mir an einer Stelle zu hoch: »Beim ›Reh Rücken‹ (ist die Leine für das Tier im Preis inbegriffen?) …« im Zusammenhang mit einem falschen Leerzeichen? Kann jemand diese wohl ironisch gemeinte Anmerkung entschlüsseln? 

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Am 20.10.2021 um 21:12 schrieb KlausWehling:

NZZ halt. In leider schon lang vergangenen Zeiten, gehörte dieses Blatt mal zu den Besten. Was für ein Absturz.

Gehört eigentlich nicht hierher, interessiert mich aber gerade: ich kehre immer wieder zur NZZ zurück und finde z.B. daß insbesondere die Corona-Artikel deutlich besser und vorallem auch daten-getreuer sind als viele andere Kanäle. Allerdings ist diese Einschätzung relativ: hier in England nutzt man halt gerne die BBC-News-Internetseiten als Standard, und die finde ich absolut grauenhaft und auf halbem Weg zum Bildzeitung-Niveau. Die Frage wäre daher: was ist denn eigentlich derzeit im Deutschsprachigen Raum eine bessere Quelle?

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vor einer Stunde schrieb CRudolph:

Die Frage wäre daher: was ist denn eigentlich derzeit im Deutschsprachigen Raum eine bessere Quelle?

Kommt darauf an, was Du lesen willst. Und Quelle wofür? Das journalistische Spektrum ist ja sehr allen Unkenrufen zum Trotze reichhaltig. Nur muss man heute mehr Medienkompetenz an den Tag legen. Einfach alle Erzeugnisse des Axel-Springer-Verlages auf Bild-Niveau runterzubrechen, ist mit Sicherheit zu kurz gefasst. Aber auch im Spiegel gibt es Beiträge, die derart interessensgeleitet sind (ich könnte es auch Propaganda nennen), bei denen ich mich frage, ob die ein Schülerpraktikant oder eine Agentur für gewisse Parteien geschrieben hat (letzt hat der Spiegel die Niederlande in die Nähe eines failed state gerückt (ok, das Cover ist ja schon fast Kult)).

 

vor einer Stunde schrieb CRudolph:

auf halbem Weg zum Bildzeitung-Niveau

Ich hab grad etwas drüber geschaut, also von der Bild sind die noch sehr weit entfernt.

 

vor einer Stunde schrieb CRudolph:

auch daten-getreuer sind als viele andere Kanäle.

Die greifen doch alle auf den gleichen Datenbestand (der viel zu oft nur Murks ist, ich hab manchmal das Gefühl, die Meldungen von Gesundheitsamt zu Gesundheitsamt werden mit Rauchwolken weitergetragen, irgendwo am Nordpol dann in Marmor gemeißelt und dann per Postkutsche ans RKI weitergereicht...) zu. Meinst Du jetzt die Interpretationen der Daten? Die sind letztlich einheitlich, aber ähnlich wie die Daten zum Klimawandel: unterm Strich sind sich alle einig, nur hier und da gibt es im Detail Unterschiede. Und dann gibt es noch eine sehr lautstarke Minderheit von wissenschaftsfeindlichen Spacken, die Menschen mit eine gewissen Leichtgläubigkeit bzw. Minderbildung in ihre Blasen ziehen und dort dann zu Aluhutträgern ausbilden, finanziell über den Tisch ziehen und antisemitische Topoi salonfähig machen. Und leider manchmal bis hin zum Mord radikalisieren.

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Ich finde, Du vergreifst Dich in Deinem vorletzten Satz im Ton. Was genau meinst Du mit den Spacken, den Leichtgläubigen und Mindergebildeten?

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Nee, mir wird das nicht klar, das ist mir zu allgemein und ein Vorwurf ins Blaue. Kannst Du Namen nennen von Journalisten oder Medien, die verführen? Darum ging es ja in der Diskussion oben.

 

Ich finde es zu einfach und pauschal, den Menschen Leichtgläubigkeit und Minderbildung zu unterstellen, die eine andere Meinung als die der Mainstreammedien haben. Oder den Mindergebildeten zu unterstellen, sie ließen sich besonders leicht verführen. Wir haben hier am Ort zum Beispiel einen hochgebildeten, angesehen Arzt, der für die Basispartei kandidiert hat. Der ist vermutlich weder Leichtgläubig noch Mindergebildet. Er hat lediglich eine andere Meinung.

 

Mir gehts in erster Linie um die Wortwahl. Menschen mit anderer Meinung so zu bezeichnen, sie im nächsten Satz mit Antisemiten und Mördern zu framen, finde ich daneben. Eure Sichtweise interessiert mich sehr, aber so, finde ich, sollten wir keine Diskussion führen. Da steige ich lieber aus.

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vor 1 Stunde schrieb Callelulli:

Journalisten

Boris Reitschuster, Eva Hermann, Ken Jebsen, Julian Reichelt, Jürgen Elsässer... nur um die Spitze des Eisberges zu benennen. In deren Kielwasser schwimmt eine Armada von Journalisten, die aus verschiedenen Motiven (Clickbait, Überzeugung, Lulz, bona fide, ...) Meinungen reproduzieren und diese mit genehmen Fakten illustrieren.

 

vor 2 Stunden schrieb Callelulli:

Medien

Axel-Springer-Verlag mit den Aushängeschildern Bild-TV, Bild und Welt, Russia Today, KenFM, Nachdenkseiten, Junge Freiheit, Compact...

Natürlich gehört in die Aufzählung prinzipiell auch sowas wie Volksverpetzer, Taz oder Junge Welt, doch ich ziehe eine Grenze dort, wo es nicht nur um ein "Dagegen" bzw. Polarisieren um jeden Preis geht und wo auch Lösungen angeboten werden. Und ganz besonders widerlich in ihrer subkutanen Beeinflussung sind all die, die ihre Aussagen hinter "ich stell ja nur Fragen" verstecken.
Also wer seinen Standpunkt klar benennt (und sich nicht hinter "Gastmeinungen" wie die NZZ oder Russia Today versteckt), nicht ausschließlich gegen alles ist und zudem Alternativen bzw. Lösungen klar benennt, ist auf der "guten" Seite, da diese Medien den Konsumenten aktiv darauf hinweisen, dass er*sie hier in einen Dialoge zu treten hat und es nicht um nackte Fakten geht, sondern Medienkompetenz einforderlich ist.
 

vor 2 Stunden schrieb Callelulli:

Mainstreammedien

Das ist ein Framing, dass völlig falsch ist, es suggeriert, dass die Masse der Medien einer übergeordneten Agenda folgen. Das tun sie nicht, sie folgen den Daten und den Agentur-Meldungen. Und dann vielleicht einer politischen Richtung, die der Besitzer oder die Chefredaktion vorgibt. Und wer Bild und Taz in einen Topf wirft, der ist vieles, aber nicht medienkompetent.

Und ja, Mindergebildete sind besonders leicht zu verführen, da ihnen die Grundlagen fehlen, Propaganda zu dechiffrieren und Daten einzuordnen. Beispiel: Maskenpflicht. Einerseits gibt es den Tenor, sie schützten nicht, weil die Virionen kleiner als die Maschen sind. Etwas später gab es dann den Tenor, sie würden Menschenleben gefährden durch COx-Stau. Gleichzeitig zeigt die Datenlage, dass es in Zeiten der AHAL-Regeln (für nicht in Deutschland lebenden: Abstand-Hände waschen-Alltagsmaske (oder hochwertiger)-Lüften) so gut wie keine Erkältungskrankheiten gab und auch all die anderen Infektionskrankheiten so gut wie nicht vorkamen.
Dem ersten Punkt fiel ich selbst zum Opfer, bis mir bekannt wurde, dass die Coronaviren aerosolgebunden sind und nicht aerogen sind. Damit war klar, Masken schützen, nicht total, aber jedes Hemmnis mehr ist besser als ein Hemmnis weniger. Aus dieser Erkenntnis, dass die Verbreitung aerosolgebundende Virionen durch Masken massiv eingeschränkt wird, und der Vermutung, aerogene Virionen würden Masken passieren können, sollte für jeden Menschen, der eine gewisse Wissenschaftsakzeptanz hat, und ausreichend Abstraktions- und Transferfähigkeit gelernt hat, klar sein, dass COx nicht in einem Ausmaße unter einer Maske akkumuliert werden kann, der eine Gefährdung für den*die Träger*in bedeutet.

Unter Bildung subsummiere ich grundlegende Medienkompetenz und die oben beschriebene Abstraktions- und Transfermechanismen.

 

vor 2 Stunden schrieb Callelulli:

Menschen mit anderer Meinung so zu bezeichnen, sie im nächsten Satz mit Antisemiten und Mördern zu framen, finde ich daneben.

Nun, die Entwicklungswege von "selber denken" zu Antisemitismus und Mord sind gut dokumentiert und das nicht mal erst mit der Pandemie. Schau Dir die Biographien von Xavier Naidoo oder Attila Hildmann oder Michael Ballweg an. Oder das Publikum der Anti-Corona-Demonstrationen, so ist im Rahmen einer dieser Corona-Partys sogar versucht worden, den Reichstag zu stürmen.

Und ich habe nicht alle Menschen immer so geframt, es geht mir um Entwicklswege. Menschen sind in ihrer Einstellung stets innerhalb eines individuellen Rahmens fluide und ich bin mir sicher, dass jede*r von uns fähig wäre, sich zu radikalisieren, aber auch wieder aus der Radikalisierung wieder herauszufinden. Bildung und Charakter härten uns jedoch gegenüber Verführer*innen.

Charakter führe ich deswegen hier an, da es einer gewissen Demut und gleichzeitig Größe braucht, trotz eigenem Wissen in einem Bereich die Überlegenheit eines widersprüchlichen Wissens im gleichen Bereich anzuerkennen. Falls meine Hausärztin anderer Meinung als Drosten ist, liegt es an mir, abzuwägen, welchem Wissen ich da mein Vertrauen schenken möchte (nichts gegen Drosten, aber einen Katzenbiss würde ich lieber von meiner Hausärztin behandeln lassen wollen. Hingegen ist mir ihre Meinung bezüglich Virologie völlig egal, solange ich Zugriff auf Recherchemöglichkeiten habe, denn ich denke auch lieber selbst in dem Sinne, dass ich mir zumindest die Abstracts von Studien durchlese, für diese reicht mir meist mein Wissen, um mit einem Gefühl einer Ahnung herauszugehen. Oder ich bleib bei dem, was Drosten sagt).

Und nein, Menschen sind weder ungebildet noch leichtgläubig noch dumm noch per se Faschisten, nur weil sie eine andere Meinung als ich haben. Im Zuge der Pandemie ist jedoch Wissenschaft auf eine transparente und synchrone Art erlebbar geworden, wie wir es noch nie in der Menschheitsgeschichte erlebt haben. Und ja, Daten bedürfen einer Interpretation, die höchst individuell ausfallen darf. Wenn sich jedoch die Rezeption von Daten und Interpretationen aus dem methodisch abgesicherten Bereich bewegt, bleibt da die Frage nach der Motivation: Unkenntnis von Fakten, Unfähigkeit oder Unwilligkeit wissenschaftliches Procedere zu verstehen, Isolierung innerhalb einer Bubble, psychische Ausnahmesituationen, niedere Beweggründe. Vielleicht auch mal besonders divergente Genialität, die aber dann in den methodisch gesicherten Bereich überführt wird.
 

vor 3 Stunden schrieb Callelulli:

Da steige ich lieber aus.

Ich habe Deine berechtigten Nachfragen hoffentlich ausreichend beantwortet, doch sollten wir den esoterischen Bereich jetzt wieder verlassen und uns angenehmeren Dingen zuwenden. Können wir uns auf ein Fazit einigen, dass jeglicher Medienkonsum mit einer skeptischen Medienkompetenz zu erfolgen hat, die das Ergebnis schulisch-wissenschaftlicher Bildung sein sollte?
 

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Hallo,

 

Am 21.10.2021 um 23:49 schrieb CRudolph:

Gehört eigentlich nicht hierher, interessiert mich aber gerade: ich kehre immer wieder zur NZZ zurück und finde z.B. daß insbesondere die Corona-Artikel deutlich besser und vorallem auch daten-getreuer sind als viele andere Kanäle. Allerdings ist diese Einschätzung relativ: hier in England nutzt man halt gerne die BBC-News-Internetseiten als Standard, und die finde ich absolut grauenhaft und auf halbem Weg zum Bildzeitung-Niveau. Die Frage wäre daher: was ist denn eigentlich derzeit im Deutschsprachigen Raum eine bessere Quelle?

Es gibt keine wirklich immer vertrauenswürdige Medien. Wichtig sind Quellenangaben mit denen man die Meldung überprüfen kann. Ich kann mich an kein Medium erinnern, dass immer richtig lag. Immer wieder gerate ich an Meldungen in eigentlich vertrauenwürdigen Medien die sich nach einer Überprüfung der Quellen als Fehlinterpretationen erweisen.

 

MfG

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Hallo,

 

vor 12 Stunden schrieb Phoibos:

Dem ersten Punkt fiel ich selbst zum Opfer, bis mir bekannt wurde, dass die Coronaviren aerosolgebunden sind und nicht aerogen sind. Damit war klar, Masken schützen, nicht total, aber jedes Hemmnis mehr ist besser als ein Hemmnis weniger. Aus dieser Erkenntnis, dass die Verbreitung aerosolgebundende Virionen durch Masken massiv eingeschränkt wird, und der Vermutung, aerogene Virionen würden Masken passieren können, sollte für jeden Menschen, der eine gewisse Wissenschaftsakzeptanz hat, und ausreichend Abstraktions- und Transferfähigkeit gelernt hat, klar sein, dass COx nicht in einem Ausmaße unter einer Maske akkumuliert werden kann, der eine Gefährdung für den*die Träger*in bedeutet.

Das Problem ist hier der vollkommen falsche Denkansatz. Alle hCoV sind behüllte Viren. Diese haben eine schützende Fettschicht, die aber nur funktioniert wenn diese auch feucht ist, also Flüssigwasser hat. Sobald diese Fettschicht austrocknet wird das hCoV inaktiv und kann auch nicht mehr durch Wasser aktiviert werden. Das gilt auch für hCoV-2019 AKA SARS-CoV-2, siehe Heinsbergstudie von Prof. Streeck. Bei einer aerogenen Übertragung ist das hCoV einfach inaktiv und nur noch irrelevanter Bio-Müll. Das gilt aber für alle anderen behüllten Viren wie Influenza-, Ardeno und RS-Viren ebenso.

 

Aktiv bleiben können hCoV also nur in Flüssigwasser. Sind die Tröpfchen kleiner als 1µm nennt man die Tröpfchen Aerosol, sind sie 1µm oder größer nennt man die Tröpfchen Tröpfchen. Auch die Unterscheidung in Aerosol und Tröpfchen ist eher willkürlich und nicht besonders zielführend. Und dann sind wir in der mir vertrauten Meteorologie und Physik der Atmosphäre. Aerosole sind leichter und können länger in der Luft bleiben, aber auch schnell austrocknen. Tröpfchen trocknen wesentlich langsamer aus, fallen aber auch schneller zu Boden. Und wer am Boden einatmet hat idR ganz andere Probleme. Da gibt es dann zwei gegenläufige Mechanismen: Das Fallen, welches die Tröpfchen benachteiligt und die Evaporation (Verdunstungsterm der nicht Transpiration ist) der die Aerosole austrocknen lässt und damit das hCoV inaktiviert. Wenn man sich einfach nur an diese Tatsachen hält hat man mit dem Verständnis keine Probleme.

 

Die Evaporation geht ungefähr mit der Taupunktdifferenz. Das ist der Unterschied zwischen der realen Lufttemperatur und der Taupunkttemperatur. Das ist die Temperatur bei der das Wasser in der Luft auskondensieren würde. Je größer die Taupunktdifferenz um so schneller geht es mit der Aktivität des hCoV zu Ende. Mit der Taupunktdifferenz steigt ja die Evaporation. Blöderweise nehmen die Mediziner fast immer als Maß für diesen Effekt die spezifische Feuchte, also den Wasserdampfgehalt der Luft, der ja auch mit der Evaporation und damit der Taupunktdifferenz geht. Das ist eine Kreuzkorrelation und für einen Meteorologen auch immer sehr störend.

 

Das sind einfach nur Basiskenntnisse auf Medizinmeteorologie, Bioklimatologe, allgemeiner Meteorologie und Klimatologie. Viele der uns verkündeten Prognosen zu hCoV-2019 passten übrigens absolut nicht in unsere real existierende Atmosphäre. Sie waren physikalisch unmöglich. Überlaufene Krankenhäuser im Mai/Juni ... sind mit einem hCoV oder anderen behüllten Virus in unserer Klimazone bei halbwegs normalem Wetter nicht machbar ... ohne Nachhilfe.

 

vor 12 Stunden schrieb Phoibos:

Gleichzeitig zeigt die Datenlage, dass es in Zeiten der AHAL-Regeln (für nicht in Deutschland lebenden: Abstand-Hände waschen-Alltagsmaske (oder hochwertiger)-Lüften) so gut wie keine Erkältungskrankheiten gab und auch all die anderen Infektionskrankheiten so gut wie nicht vorkamen.

Die Einführung von AHA war irgend wann mal im April? Zu der Zeit gehen die Infektionen mit behüllten Viren grundsätzlich runter und überlassen den unbehüllten Viren, wie den Rhinoviren , das Feld. So ist in unserem gemäßigten Klima zwischen Kalenderwoche KW 20 und KW 40 unter normalen Bedingungen Sommerpause für behüllte Viren. Für die vergangegen Saisonen findet man die Aufzeichnungen bei der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) der RKI, nicht nur für die Influenza sondern auch für Ardeno- und RS-Viren. Die hCoV wurden aber leider erst dieses Jahr mit in die Erfassung und Darstellung aufgenommen.

 

RKI (Arbeitsgemeinschaft Influenza): Saisonberichte
https://influenza.rki.de/Saisonbericht.aspx

 

Die Influenza ist spätestens KW 16 weg, einige andere Viren halten sich ein paar Wochen länger. Aus anderen Ländern gab es da bessere Daten inkl. hCoV. Das RKI ist da nicht gerade führend bei solchen Dingen. Mir fällt da nur eine Ausnahme ein, das war der extrem kalte Schmuddelaugust 1919, in dem die spanische Grippe (ohne h) zugeschlagen hat. Wobei ich bei den Daten zur spanischen Grippe immer vorsichtig bin. Damals war der Stand des Wissens sehr gering. Die Funktionsweise von Viren war noch nicht bekannt. Ich fange daher Vergleich immer erst mit der Hong-Kong-Grippe 1968/69 an. Damit bin ich auf der sicheren Seite und muss mich nicht mit durchaus berechtigen Zweifeln an der Validität der Daten rumkloppen.

 

Dieses saisonale Verhalten findet man am Beispiel der Influenza recht gut erklärt im Buch:

The Transmission of Epidemic Influenza
Authors: Hope-Simpson, R.E. © 1992
https://www.springer.com/gp/book/9780306440731

 

(Das wurde gleich nach dem Erscheinen gerne als Referenz in Medizinmeteorologievorlesungen benutzt.)

 

Leider ist der meteorologische Teil in diesem Buch etwas unterbelichtet. Der saisonale Effekt überwiegt da so ziemlich alles und man kann aus dem Rückgang der Infektionen erst mal nicht auf einen Erfolg von AHA-L schließen. Man sieht da in der fallenden Flanke erst mal nur den altbekannten saisonalen Verlauf dieser Infektionen. Und die steigende Flanke ist nicht richtig gemessen worden. Erschwerden kommen da die Vergleiche von verschiedenen US-Bundesstaaten mit ähnlichem Klima aber vollkommen verschiedenem Vorgehen bzgl. der Maßnahmen hinzu. Da sieht man im zeitlichen Verlauf erst mal keinen Unterschied.

 

vor 12 Stunden schrieb Phoibos:

Im Zuge der Pandemie ist jedoch Wissenschaft auf eine transparente und synchrone Art erlebbar geworden, wie wir es noch nie in der Menschheitsgeschichte erlebt haben.

Das habe ich ganz anders erlebt. Da wurden wir wie dumme Kleinkinder angeschwurbelt und -gekreischt, Unsinn vorgehüpft, mehrfach der Stand der Wissenschaft geleugnet, als dann der Unsinn aufgeflogen ist wurde eine neue Wahrheit definiert ... Jeder der auf die Fehler in den irren und wirren Aussagen vom Viehdoktor und seinen Volldrosten hingewiesen hat wurde als Natsi, Natsi, Natsi, Rächts, Rächts, Rächts diffamiert. Der Hinweis auf das oben erwähnte Fachbuch und widersprüchliche Aussagen unserer Politkaste reichte zur Löschung von Postings in einigen Foren. Was ich erlebt habe war eine gigantische Propagandawelle, ein Rückschritt in die Zeiten vor Humanismus und Aufklärung. Fake News in den ÖR, also ARD und ZDF ... Und das geht jetzt weiter mit den Injektionen. Hinweise auf bekannte Phänomene bei der Influenzaschutzimpfung vaccine associated hypersensivity und virus interference führen auch zu Löschungen von Postings. Damit sind wir übrigens wieder ON-Topic. Dieser Effekt hat in einer Druckerei sehr schön zugeschlagen. Der Arbeitgeber wollte Ausfälle vermeiden, legte den Angestellten die Influenzaschutzimpfung nahe ... Na ja. Das stand aber nicht in der BILD, das war in der BILD, also der Druckerei die für den süddeutschen Raum Teile der BILD druckt und beinahe wegen der vielen Krankmeldungen das nicht mehr geschafft hätte. Das war um 1980. Ich sehe da also nur das Mittelalter, wie wir es aus den Geschichtsbüchern kennen.

 

Keep Calm and COVID on

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Und siehe, es war in der Nacht, als mir im Traum ein Engel erschien, der da sagte: "Besinne dich und kehre zurück zum Thema, das da aber lautet Kniffliges Wort." - "Wer bist du?", fragte ich. - "Du sollst mich nennen Mott." Es handelte sich also um ein'

 

Mottengel.

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Uwe: Keep Calm and COVID on

:nana:Och, och, och, Uwe! Das hier ist unser Thread für die kniffligen Wörter – nicht für die verqueren! Du kennst doch den »Esoterik-Paragraphen«* der Forumsordnung – diskutiert werden ausschließlich Typografie- und Gestaltungsfragen. Fachfremde Themen, die geeignet sind, Unfrieden, Streit und Zwist zu stiften, müssen draußen bleiben. Punkt!:!: 

 

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Nachtrag:

*Der »Esoterik-Paragraph« im Wortlaut: Nicht erwünscht sind Themen, die nicht zum Thema dieser Community passen und naturgemäß starke Reaktionen hervorrufen können. Dazu zählen z.B. aber nicht ausschließlich Themen wie Gesellschaft und Politik (wenn kein Bezug zu Designfragen besteht), Religion, Esoterik und Verschwörungstheorien. Im Zweifel werden entsprechende Diskussionen von den Moderatoren/Administratoren geschlossen oder verschoben.

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Macht nix! Hier kann man schon mal den Überblick verlieren. Wir haben über die Jahre ja schon ordentlich was an Kniffelmaterial zusammengetragen …  :-D

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