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Schriftmuster Tannenberg


Microboy

Empfohlene Beiträge

Gast Arno Enslin
vor 5 Minuten schrieb RobertMichael:

H&M zeigt das es auch ohne nazibezug funktioniert:

Ich bezog mich eigentlich auf diesen Beitrag von dir. Da ging es um die Bomberjacke.

 

Aber egal. Funktionieren?  Was meinst du? Den ungezwungenen Umgang mit der Schrift? Einen Nazibezug gibt es natürlich nicht. Aber ich würde das T-Shirt trotzdem nur mitnehmen, wenn H&M mich dafür bezahlen würde.

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... ich bezog mich vorallem auf meine aussage, dass die beispiele oben von microboy leider immer einen bezug zum nationalismus aufweisen. ich suche nach beispielen wo fraktur und vorallem die SSG ungezwungen und frei von dieser assoziation verwendet wird. ob das visuell jetzt gelungen ist steht für mich erstmal außer frage.

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Neulich im Bierregal:
wussie-pilsner.jpg

Vollbild

 

Ist jetzt keine Naziassoziation, aber mit einer (unterstellten) aggressiven Konnotation wird da schon bewusst gespielt, oder?

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Die Aggression kommt in meiner Wahrnehmung durch das großflächiges Rot, die mich anglotzende Fratze  und den Anmachspruch. Genau genommen finde ich die Fraktur eher unpassend dazu.

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Who you callin´ist eine "normale" Fraktur, wirkt auf mich nicht aggressiv. »WUSSIE« ist neu gezeichnet, beispielsweise spitzere Winkel, ausgeprägte Zacken. Das wirkt aggressiv, ist für mich aber kein allgemeines Merkmal einer Fraktur.

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Ich sehe es so: Auf dem Bild ist eigentlich keine Fraktur zu sehen, schon gar keine »normale«, sondern eine Gotische. Die sich durch jene Spitzigkeit auszeichnet, frei von jeder Rundung, die, entkleidet von jeglich Zierrat (»schlichte« Gotisch), ebenjene Angriffslust des Teufels unterstreicht. Jeder Buchstabe sieht aus wie eine Waffe; im großen Schriftzug ist nur das Prinzip aufgenommen worden. Mit einer rundlicheren Schrift wäre das kaum zu erreichen. Vielleicht mit einer schmalfetten Serifenlosen. Keinesfalls mit einer Anglaise.

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Genau, für mich hat die gewollte Aggressivität des Schildes und der Aussage nichts mit dem Wesen der Fraktur an sich zu tun, sondern mit dessen speziellen Gestaltung.

 

Frühstück :-) 

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Ich fürchte, du hast das Gegenteil von dem verstanden, was ich meinte. Es gibt in diesem Bild keine Fraktur. Und Schriften jeglichen eigenen Ausdruck rundweg abzusprechen, beendet natürlich das Nachdenken über den Ausdruck von Schriftbildern; sie hätten dann ja keinen und würden allein durch Anwendung wirken. Danach wäre eine kursive Garamond oder eine Fraktur (im eigentlichen Sinne) in diesem Entwurf ebenso aggressiv. Wozu brauchte man dann aber mehr als eine einzige Schrift?

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Ich nehme mal an, dass das Ansinnen der Gestalter war, eine visuelle Nähe zur Metal-Szene herzustellen. Drollig finde ich dabei, dass der Dämon so ein niedliches Disney-Gesicht hat. Schwierig dagegen finde ich, dass das »SS« im Namen so hervorsticht. Absicht oder Zufall? Man weiß es nicht …

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"Ich fürchte, du hast das Gegenteil von dem verstanden, was ich meinte. Es gibt in diesem Bild keine Fraktur. Und Schriften jeglichen eigenen Ausdruck rundweg abzusprechen, beendet natürlich das Nachdenken über den Ausdruck von Schriftbildern; sie hätten dann ja keinen und würden allein durch Anwendung wirken. Danach wäre eine kursive Garamond oder eine Fraktur (im eigentlichen Sinne) in diesem Entwurf ebenso aggressiv. Wozu brauchte man dann aber mehr als eine einzige Schrift?"

 

Doch, ich denke dass ich etwas von dem verstanden habe (zugegeben: ich bin kein Setzer, Typograph o.ä.) und dass wir ähnlich denken.

Das verwenden einer Fraktur alleine macht dieses Schild respektive seine Aussage nicht aggressiv. Es bedarf mehrerer Ebenen, um dies zu erreichen:

  • rote, große Farbflächen
  • starke Farbkontraste
  • starke Formenkontraste
  • Teufelsfratze mit Blick auf den Betrachter
  • Anmachspruch gegen den Leser
  • WUZZIE in übersteigerter Darstellung (Größe, spitze Winkel, Zacken und scharfe Kanten)

Schriften transportieren sicherlich eine Aussage, aber zur Gestaltung und zur Spezifizierung der Aussage bedarf es weiterer Elemente (Satzspiegel, Schriftgrößen, Papierformate und all die Dinge, die Spezialisten und Künstler in diesem Fach noch finden).

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Gast Arno Enslin
vor 59 Minuten schrieb Ralf Herrmann:

(ohne Worte)

Genau. Wenn mir der Teufel sagte: »Du kannst dir das I aussuchen, das ich dir ins Fleisch ramme.« Dann würde ich mich für das Teufelswerkzeug entscheiden. Das tut nämlich weniger weh.

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solche »gotischen Frakturen« waren und sind ganz typisch für bieretiketten und werbung rund ums bier.

dieses schild beweisst ja auch, dass es nicht nur die schrift allein ist welche das schild aggressiv wirken lässt.

 

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vor 3 Stunden schrieb RobertMichael:

dieses schild beweisst ja auch, dass es nicht nur die schrift allein ist welche das schild aggressiv wirken lässt.

Das verstehe ich jetzt nicht.

 

Was beweist der Umstand, dass das Stoppschild drei charakteristische Merkmale hat? Etwa, dass rot keine Signalfarbe ist? :-?

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jetzt versteh ich dich nicht.

ich will damit sagen: ersetzt man eines der 3 elemente (font, farbe, kopf) bzw. entfernt diesen, wirkt das schild bei weitem nicht mehr so aggresiv. wie auch immer ... ist ja auch irrelevant, weil das schild ja aggressiv sein will. siehe: arrogant bastard + teufelskopf.

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vor 2 Stunden schrieb RobertMichael:

ersetzt man eines der 3 elemente (font, farbe, kopf) bzw. entfernt diesen, wirkt das schild bei weitem nicht mehr so aggresiv.

Ah, dann sind wir doch einer Meinung! :gimmifive:

 

Zitat

Windel für Heavy-Metal-Babys

:mrgreen:

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vor 36 Minuten schrieb Arno Enslin:

 

Von wegen Kuppelstriche! Waldbaer’s Pilsner Windel is an ignorant bastard.

Wollte es so realistisch wie möglich simulieren :-D

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hier mal ein paar aktuelle anwendungen von sgs-schriften die mal zur abwechslung nichts mit bier zu tun haben:

 

2295494.jpgPackagingDesign_Medical_Hansaplast_ABC_P

 

 

640px-Gothaer.svg.png

38ab50aa7f84a91f29d8a4633cdafc19.jpg

 

 

 

 

attack-on-titan.jpg

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