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Hervorgehobene Antworten

Aber wie groß ist da die Zielgruppe? Lohnt sich das? Kann Freund Pachulke mit so einem Buch reich werden? Na ja, zumindest der Druck sollte ja kein Problem sein … Ich biete Unterstützung beim Layout an. Oder beim Bücher binden – falls Pachulke mich anlernt …

  • Ersteller

Es wäre genug da für eine mehrbändige Serie.

Es gab (über ein Buch) schon mal ein Vorgespräch mit dem Hermann-Schmidt-Verlag. Die hättens auf mein Risiko verlegt, also wenn ich die Auflage vorfinanziert hätte. So nötig habe ich die Publikation nun aber auch nicht. Es gibt übrigens auch schon schöne Bücher zum Thema.

das muss man ja gar nicht so groß aufziehen. ein kleines buch mit einem 'best of german gullideckels' im selbstverlag reicht doch auch. eventuell wil das ja sogar ein hersteller dieser deckel finanzieren, hmm... jetzt wo ich drüber nachdenke: hast du deine fotos schonmal einem hersteller angeboten, für einen kalender oder etwas ähnliches?

  • Ersteller

Dier Herstellung wäre sicher lösbar, aber wie willst Du das mit dem Vertrieb machen? Und die Gießer haben naturgemäß wenig Interesse an der Darstellung schöner Deckel von anderen Gießereien.

Und noch ein paar Einzelexemplare, die mir in den letzten Jahren vor die Linse gekommen sind.

 

Aus Reykjavík:

IS-Reykjavik.2011-08-08T123826.small.jpgIS-Reykjavik.2011-08-08T123842.small.jpg

 

Selfoss (auch in Island):

IS-Selfoss.2011-08-07T161505.small.jpgIS-Selfoss.2011-08-07T161736.small.jpgIS-Selfoss.2011-08-07Tnotime.small.jpg

 

und zu guter Letzt noch eins von zwei identischen Exemplaren vor dem Smithsonian Institution Building in Washington:

US-DC-Jefferson_Dr_SW-The_Castle.2015-05

 

Alle Exemplare gibt es, auch in groß, wie immer hier.

 

  • Ersteller

Ah, ein Dresdner in Wolgast. Bei dem hats mit dem Aussterben aber noch ein bißchen Zeit, da liegen gefühlte Hunderttausende im ganzen Ostblock.

Es sind eben weniger die Deckel, die den Anlass zum Verschwinden geben, sondern viel mehr, der Beton darunter, der mittlerweile marode ist (Dank RGW-Magerbeton, denn aus den Betrieben war immer noch ein wenig mehr herauszuholen, und so verschwand wohl im Betonwerk so mancher volkseigener Betonsack auf dem Weg zum volkseigenen Häuslebau, den Kanal-Betonringen sah man die etwas gestreckte Misching ja nicht gleich an, und gehalten haben sie ja, bis jetzt...), und kommen neue Betonringe, bringen die eben auch ihr neues Deckelchen mit.

Beim Betrachten ist mir zum ersten mal aufgefallen, wie schön und voller Symbolik diese Deckel sind.

 

Die Randgestaltung mit Wappen und Mauerkronen :-? scheint mir jedenfalls ein subtiles Bekenntnis zu städtisch-bürgerlich-republikanischem Selbstbewusstsein zu sein. Und gelöst wurde das, sowohl durch die Einbeziehung an die funktionalen Antirutschbipusse im Inneren als auch die symmetrische Gestaltung m.E. erheblich besser als beim neuen kommunalen Standardmodell, bei dem einfach das Stadtwappen möglichst groß auf einem 0850-Deckel zentriert wird. Bei letzterem sieht der Passant das Stadtwappen dann ja auch in 90% der Fälle das Wappen schief oder auf dem Kopf. Lokalpatriotismus will sich da bei mir nicht einstellen.

…Vielleicht liegt es ja daran, dass die US-Deckel außer Hardcorefans wirklich kaum jemandem fotografierwürdig erscheinen.

 

Terroristen. Wenn ich daran denke, dass beim G7-Gipfel im Umkreis von vielen Kilometern alle zugeschweißt wurden, würde ich in USA keine fotografieren. Die Erklärung, dass es wirklich nur der Deckel ist, der interessant ist, wird mir die CIA nicht glauben …

Terroristen. Wenn ich daran denke, dass beim G7-Gipfel im Umkreis von vielen Kilometern alle zugeschweißt wurden, würde ich in USA keine fotografieren. Die Erklärung, dass es wirklich nur der Deckel ist, der interessant ist, wird mir die CIA nicht glauben …

 

Dass ich durch Skandinavien fuhr, um Verkehrsschilder zu fotografieren, wollten mir die norwegischen Grenzer vor ein paar Jahren auch nicht glauben und haben mich erstmal als potenziellen Drogendealer in die Zelle gesperrt, während sie meinen Wagen zerlegt haben. 

Komische Interessen zu haben ist halt gefährlich …

Nun ja, Vorsicht ist die Mutter des, ähm, Drainspotters, aber in den USA bekämst du mit dem FBI zu tun. Die CIA kümmert sich nur um das, was im Ausland passiert.

 

Re Norwegen, Zelle, Auto zerlegt:  :shock:  :trost:

  • Ersteller

Beim Betrachten ist mir zum ersten mal aufgefallen, wie schön und voller Symbolik diese Deckel sind.

 

Sie sind wirklich auf eine schlichte Art perfekt.

 

 

Die Erklärung, dass es wirklich nur der Deckel ist, der interessant ist, wird mir die CIA nicht glauben …

 

Dass ich durch Skandinavien fuhr, um Verkehrsschilder zu fotografieren, wollten mir die norwegischen Grenzer vor ein paar Jahren auch nicht glauben  …

 

Gut, wenn man in solchen Fällen auf eine umfangreiche Sammlung von Kanaldeckeln oder Verkehrsschildern im Netz verweisen kann, um sich zu legitimieren. Vielleicht erscheint es ja doch plausibel, daß niemand über Jahre hinweg solche Photos macht, nur um irgendwelche finsteren Praktiken zu vertuschen.

drum hab ich eben auch mal so einen Massenware-Normalo gezeigt. Jeder, der so etwas knipst, fotografiert die besonderen, und die ganz normalen, die zu Millionen herum lagen verschwinden so langsam sang und klanglos, und plötzlich sind sie weg.

 

Mir ist schon oft aufgefallen, dass ich plötzlich feststelle, dass Dinge, an die ich mich erinnere einfach nicht mehr da sind, und ich einfach nicht mitbekommen habe, wann genau sie verschwanden. Z.B. die Telegrafenmasten am Straßenrand, oder diese Holzböcke, auf die die Bauern die Michkannen heraus stellten, wenn der Milchwagen kam, um die leer zu saugen.

 

Und betrachte ich die Fotos, die meine Eltern gemacht haben, zeigen sie einen klitzekleinen Peter, einen kleinen Peter, einen größeren Peter... Aber nie die ganz normale Umgebung, an die sich der große Peter heute gern wieder erinnern würde. Die Dinge, die in der jeweiligen Zeit ganz normal waren.

  • 3 Wochen später...
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