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Schriftmuster Tannenberg


Microboy

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Gast

habe ich gemacht und nun?

darf ich die fonts nun verwenden?

darf ich sie losgelöst von ns-ästhetik verwenden?

bin ich ein nazi-sympathisant wenn ich sie verwende?

will ich nur provozieren wenn ich sie auf einer speisekarte oder in einem logo verwende?

Das sind alles Fragen, die ich — als wortwörtlich Fremder* — Dir sicherlich nicht beantworten kann, das musst Du schon selbst tun.

* «Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.» — Exodus 22,20

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Das sind alles Fragen, die ich — als wortwörtlich Fremder* — Dir sicherlich nicht beantworten kann, das musst Du schon selbst tun.

* «Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.» — Exodus 22,20

 

 

Könntest Du mir den Gefallen tun und bitte mal in Dich gehen und noch mal genau überdenken was Du da sagst und inwiefern das Gesagte hier konstruktiv zur Klärung des Themas dient?

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Gast

Könntest Du mir den Gefallen tun und bitte mal in Dich gehen und noch mal genau überdenken was Du da sagst und inwiefern das Gesagte hier konstruktiv zur Klärung des Themas dient?

Wovon redest Du? Ich jedenfalls als Angehöriger von Nazi-Opfern werde ganz sicherlich nicht damit anfangen, mir völlig unbekannten Personen «Persilscheine» auszustellen!

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Gast

 

Langsam wird das Verhalten einiger Teilnehmer bedenklich.

Sofern Du damit diesen hanebüchenen Fragenkatalog

habe ich gemacht und nun?

darf ich die fonts nun verwenden?

darf ich sie losgelöst von ns-ästhetik verwenden?

bin ich ein nazi-sympathisant wenn ich sie verwende?

will ich nur provozieren wenn ich sie auf einer speisekarte oder in einem logo verwende?

gemeint hast, gilt mit Sicherheit:

Bestimmter Personenkreis hier («MM») beherrscht Baiting/Derailing ganz ausgezeichnet.

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Gast

Nein, den Fragenkatalog meinte ich eigentlich nicht.

Tatsächlich? Nun, dann bist Du sicherlich in der Lage, mir die «Sinnhaftigkeit» dieses Fragenkatalogs im Kontext dieses Threads zu erläutern, oder?

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anderglan du stellst hier dinge in den raum und gehst einfach in den nächsten über, das funktioniert so leider schlecht und macht die diksussion nicht leichter. eventuell bist du als angehöriger von nazi-opfern etwas befangen? sind wir nicht alle irgendwo nazi-opfer? okay diese diskussion geht eventuell zu weit und entspricht nicht dem esoterik-paragraphen des forums.

 

leg doch einfach mal deinen standpunkt dar, wir haben dir wie gewünscht neue anwendungbeispiele der tannenberg gezeigt, was nun?

verteufelst du andere schriften die vom ns-regim verwendet wurden auch so?

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Gast

anderglan du stellst hier dinge in den raum und gehst einfach in den nächsten über, das funktioniert so leider schlecht und macht die diksussion nicht leichter. eventuell bist du als angehöriger von nazi-opfern etwas befangen? sind wir nicht alle irgendwo nazi-opfer? okay diese diskussion geht eventuell zu weit und entspricht nicht dem esoterik-paragraphen des forums.

 

leg doch einfach mal deinen standpunkt dar, wir haben dir wie gewünscht neue anwendungbeispiele der tannenberg gezeigt, was nun?

verteufelst du andere schriften die vom ns-regim verwendet wurden auch so?

Entschuldigung, aber nein, ist sicherlich ganz schrecklich lieb von Dir gemeint, dass Du das Derailing reparieren möchtest, aber:

Danke nein, meine «Standpunkte» sind ein bisschen weiter oben nachzulesen.

Einer Vertiefung derselben bedarf es sicherlich nicht, wenn und solange manche zB eine witzig-sein-wollende Vokabel «Nazi-Schrift» inflationär verwenden und damit die Geschichte der Nazi-Herrschaft — vorsätzlich oder aus Unachtsamkeit, wer weiß — bagatellisieren.

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Ich verstehs trotzdem nicht ganz, die Schrift ist in Deinen Augen also keine Nazi-Schrift?

Ich hab jetzt den gesamten Thread nochmal durchgesehen und leider keinen Standpunkt bzw. eine Meinung zu den Neu-Gotischen-Schriften von Dir wiederfinden können. Das Dir etwas an der Tannenberg missfällt konnte ich herauslesen aber warum gefallen Sie Dir nicht, was stört Dich daran?

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die hochzeits-nudeln wurden übrigens vor kurzem modernisiert:

3489320_lightbox.png

»Hochzeits-Nudeln«, wo denn? ;-) Da beim obigen Bild sowohl Bindestrich als auch Fugen-s fehlen, ist mir die Assoziation Vermählung überhaupt nicht gekommen; mein Sprachzentrum will dort unbedingt eine vom Gestalter postulierte besondere (»hohe«) Zeit heraus lesen, die kommt, wenn man Nudeln isst. :-? Also da würde ich die Packung wahrscheinlich schon wegen dieses Lapsus im Regal liegen lassen. (Davon abgesehen stimme ich dir aber zu: das ist vermutlich so freundlich und harmlos-rustikal-historisierend geworden, wie es bei solch einer Schrift überhaupt geht.)

 

Ich hab jetzt den gesamten Thread nochmal durchgesehen

Alle 33 Seiten‽ :shock: Müssen wir uns jetzt langsam um dich Sorgen machen? :-?

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Hallo,

 

die hochzeits-nudeln wurden übrigens vor kurzem modernisiert:

3489320_lightbox.png

find ich pers. sehr sympatisch.

 

Der deutschen Nudel ... Jawohl-Ja!

 

Das ist die Behrensschrift von Peter Behrens. Offizielle Schrift der Weltausstellungen im deutschen Kaiserreich. Später hat Peter Behrens am Schriftzug über dem Reichstag „Dem deutschen Volk“ mitgewirkt.

 

Ach so ...

 

http://moorstation.org/typoasis/designers/steffmann/samples/b/behrens.htm

 

Mit fiesem Grinsen :-P

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Zudem glaube ich, dass diese Schriftarten der Schaftstiefler selbst in der Zeit, als sie richtig modern waren, in sehr vioelen Fällen nicht mit einem deutlichen NS-Hintergedankemn verwendet wurden, sondern ganz einfach, weil diese sich ungleich einfacher, für damals ja zu 100% manuell ausgeführten Hausanschriftren, Schildern, KFZ-Anschriften etc., sauber zu schreiben waren, als klassische Gotische, Rundotisch, Schwabacher oder Fraktur. Und trotz der Einfachheit der Ausführung trotzdem für die damals sehr an Fraktur gewohnte Bevölkerung sehr gut lesbare Anschriften ergab.

 

Man darf ja nicht vergessen, dass damals jeder damit aufgewachsen war, das Zeitungen und Bücher selbstverständlich in Fraktur gesetzt waren, Und das ja schon immer so war, so lange des überhaupt in Deutsch gedrucktes gab

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Hallo,

 

 

Der deutschen Nudel ... Jawohl-Ja!

 

Später hat Peter Behrens am Schriftzug über dem Reichstag „Dem deutschen Volk“ mitgewirkt

Ach so ...

 

Mit fiesem Grinsen :-P

 

Das soll jetzt aber nicht ausgerechnet den Reichstag  zum Nazibau machen???

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Gast

Das soll jetzt aber nicht ausgerechnet den Reichstag zum Nazibau machen???

LOL muss Moderator gefragt werden, Mod sprach von "Nazi-Schrift", und später von "modernisiert".

Uwe: gibt es nicht auch eine Version aus Augsburg?

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Für mich ist die Tannenberg (und ähnliche Schaftstiefel) eine Nazischrift, weil die Schrift Teil der NS-Propaganda war und zur Nazizeit in Deutschland entwickelt wurde und in das damalige aufgedrückte Gestaltungsschema bedient.

 

Ein aktueller Einsatz braucht für mich eine Begründung – eine Verwendung in einer Speisekarte finde ich daneben – da hätte man sicherlich etwas unbelastetes gefunden. (In die Kneipe würde ich schonmal gar nicht reingehen – würde mich immer noch interessieren, welche Kneipe das war.)

 

Als Gestalter sollte man sich den Hintergründen der Schriften bewusst sein, sich informieren und dementsprechend mit ihnen umgehen.

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Gast Schnitzel

… also auch niemals mehr Gill Sans verwenden, wenn man seine Biografie kennt?

Welche Geschichten stehen hinter Garamond und Bodoni? Welche Schriften wurden nach dem Schriftenerlass verwendet? Das sollten wir jetzt schleunigst herausfinden, nicht, dass man da irgendwas übersieht …</ironie>

Vielleicht sollte man auch mal herausfinden, wie weit die Schriften auch für Nicht-NS-Inhalte verwendet wurden?!

wahlplakat-nachkriegszeit-spd.jpg

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Am 5 May 2016 um 19:31 schrieb CLMNZ:

Für mich ist die Tannenberg (und ähnliche Schaftstiefel) eine Nazischrift, weil die Schrift Teil der NS-Propaganda war und zur Nazizeit in Deutschland entwickelt wurde und in das damalige aufgedrückte Gestaltungsschema bedient.

 

Ein aktueller Einsatz braucht für mich eine Begründung – eine Verwendung in einer Speisekarte finde ich daneben – da hätte man sicherlich etwas unbelastetes gefunden. (In die Kneipe würde ich schonmal gar nicht reingehen – würde mich immer noch interessieren, welche Kneipe das war.)

 

Als Gestalter sollte man sich den Hintergründen der Schriften bewusst sein, sich informieren und dementsprechend mit ihnen umgehen.

 

Sorry, aber das ist exakt die undifferenzierte Sichtweise, die letztlich am Anfang all dieser Diskussionen um die Schriftgattung stand. SSG = Nazi-Schrift = Tabu. Das hat mit »Bewusstsein der Hintergründe« wenig zu tun. Das zeigt vielleicht eher, dass man eben gerade nicht genau geschaut hat, welche Schriften alles wirklich für Propaganda in Verwendung waren; warum sie so aussahen, wie sie aussahen (das ist nach wie vor streitig!); wie die Rezeption auf Basis sämtlicher Anwendungen dieser Schriften damals gewesen sein mag usw. All das diskutieren wir ja hier seit Monaten. Hast du das überhaupt mitverfolgt? Es scheint nicht so. 

Auch die »dementsprechende« Anwendung ist eine höchstkomplexe Frage. Assoziationen sind nicht einfach da – WIR, die professionellen Schriftgestalter und -anwender schaffen und beeinflussen sie. Die unpolitische Speisekarte in gebrochener Schrift ist nicht automatisch zu vermeiden, weil sie Nazi-Assoziationen auslösen könnte, sondern umgekehrt gegebenenfalls ein Mittel, den jahrhundertelangen unpolitischen Einsatz gebrochener Schriften am Leben zu halten und nicht durch Vermeidung den politischen Einsatz als einzig möglichen auch noch zu fördern. Auch dessen sollte sich ein Gestalter bewusst sein.  

Und mich würde auch deine Checkliste interessieren, nach denen du die Political Correctness von Schriften prüfst – wenn du das denn wirklich machst (was ich bezweifle). Wo sind da die Grenzen? Welche politische Haltung oder sonstige Vorlieben darf ein Schriftgestalter haben? Wer muss wie böse sein, dass irgendwie zuordenbare Schriften für alle Zeit »verbrannt« sind? 

 

Du machst es dir da meiner Meinung viel zu einfach und – wenn ich dich richtig verstehe – klopfst du dir dabei auch noch selbst auf die Schulter, als vermeintlich einer derer, die »die Hintergründe kennen und »dementsprechend« richtig mit diesen Schriften umgehen würden. 

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nein, man macht es sich viel zu einfach wenn man z.B. der Tannenberg versucht, komplett das Nazi-Image zu nehmen und die Vergangenheit ignoriert.

 

muss ich jetzt die Tannenberg verwenden um den Schaftstiefelgroteskschriften das Nazi-Image zu nehmen. Was für eine abstruse Ansicht.

Ich steh zu meiner Haltung – und hab auch die Diskussion verfolgt – teilweise mit Kopfschütteln, deshalb hab ich hier auch angefangen mitzudiskutieren.

Ich finde es komplett daneben Schriften aus der NS-Propaganda von dieser »losgelöst« zu verwenden – es gibt genügend historisch unbelastete.

 

Grundsätzlich sollte man sich informieren, was man so einsetzt und mit welchem Bildmaterial, Farbcodes man arbeitet usw. – das gilt nicht nur für Frakturschriften, sondern in der generellen Formensprache

 

Die Tannenberg habe ich übrigens schon verwendet.

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fragt sich nur, was ich in der Tannenberg gesetzt habe ... es ging so Richtung Volksbühne

 

Mir gehts auch nicht darum herauszufinden, wo die SSG in den 30er/40er Jahren in nicht NS-Kontext eingesetzt wurden – es ist einfach zu viel NS-Image mit den SSG und deren Formensprache verknüpft.

 

Möchte ich mit der Formensprache arbeiten (egal aus welchem Grund auch) wäre es doch angebracht dann etwas zweifelsfreies, unbelastetes einzusetzen.

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