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Typografie-Artikel

Neuigkeiten und Fachartikel zu Schrift und Typografie
Typografie.info-Mitglied Manfred Siemoneit bietet ein Drei-Tage-Seminar auf DVDs an. Der Autor ist gelernter Schriftsetzer, Dozent und hat verschiedene Fachbücher für Typografie und Drucktechnik verfasst. Wir haben uns das Werk angeschaut.
 
Typografie nicht in einem trockenen Fachbuch studieren, sondern bequem als Video vom Sessel aus – das klingt natürlich verlockend. Der DVD-Kurs von Manfred Siemoneit kommt auf zwei DVDs daher und hat eine Gesamtlaufzeit von circa vier Stunden.
Der Kurs richtet sich an Anfänger und vermittelt typografisches Grundwissen sozusagen im Schnelldurchlauf: Papiere und deren Formate, Falzungen, Schriftklassifikation, Satzspiegel, Satzarten, Empfehlungen zur Mikro- und Makrotypografie, Bilder, Farben, Linien, Tabellensatz, Corporate Design und vieles weitere mehr. Die vollständige Übersicht der einzelnen Kapitel kann hier eingesehen werden.

Der mit iDVD erstellte Kurs ist ordentlich produziert. Der Autor hält mit klarer und gut verständlicher Stimme seine Plädoyers für gute Typografie in bester Schriftsetzer-Tradition. Auch das begleitende Bildmaterial scheint mit sehr viel Mühe und Liebe zum Detail aufbereitet zu sein.


 
Von der Machart ist der Kurs jedoch im wahrsten Sinne des Wortes eine Vorlesung. Der Autor spricht einen vorbereiteten Text und dazu passend werden statische Folien eingeblendet. Dies finde ich etwas schade, da doch gerade das Medium Video hier mehr Möglichkeiten bietet. Der Vorteil von typischen Video-Workshops ist ja gerade, dass man dem Präsentierenden direkt bei der Arbeit über die Schulter schauen und so Abläufe lernen kann, die in Textform nur schwer zu beschreiben wären. Die hier vorliegenden DVDs funktionieren aber exakt wie ein typografisches Fachbuch mit einem fortlaufenden Text und begleitendem Bildmaterial.
 
Die Zielgruppe beschreibt der Autor folgendermaßen: Mitarbeiter in Unternehmen, die für den Print- und Screenbereich gestalten, Studenten der Fachbereiche Kommunikationsdesign, Mediengestaltung und verwandter Studiengänge, Verlagshersteller, Redakteure, speziell im Bereich Technische Dokumentation, Ausbilder und Auszubildende in Medienunternehmen und Agenturen sowie alle Interessierten, die entweder in die Typographie quer einsteigen oder ihr Wissen über Typographie ergänzen wollen.
 
Ich würde vor allem die Quereinsteiger herausstellen wollen, die aus privaten Interesse oder beruflicher Notwendigkeit mit der Gestaltung von Drucksachen in Berührung kommen. Als Kurs für junge, angehende Designstudenten kann ich mir dieses DVD-Seminar nur schwer vorstellen. Der Autor hat im Jahr 1960 seinen Abschluss gemacht und so prallen in diesem Fall naturgemäß unterschiedliche Welten bzw. Generationen aufeinander. Auch wenn typografische Grundprinzipien natürlich universell gelten, so ist Tempo, Aufbereitung und auch der teilweise noch tief im Bleisatz verwurzelte Inhalt des Kurses nicht unbedingt auf die Sehgewohnheiten und Gestaltungsstile jüngerer, angehender Designer zugeschnitten.



Der DVD-Kurs »Typographisches Gestalten« kann für 39,80 Euro (inkl. Versandkosten) per E-Mail von dieser Seite aus bestellt werden.
Ulrike Wilhelm aus Berlin verbindet Schrift und Illustration auf höchst interessante Weise und der Erfolg gibt ihr Recht. Ihre erste vollständige Schrift, die LiebeErika, wurde unter die besten MyFonts-Schriftveröffentlichungen des Jahres 2010 gewählt. Im nachfolgenden Interview verrät Ulrike etwas mehr über ihre Schriften und ihre Arbeitsweise.

Wie bist Du zum Typedesign gekommen?

Eigentlich eher nebenbei. Ich habe zwar im Studium an der FH Potsdam zwei, drei Mal den Schriftgestaltungskurs von Luc(as) de Groot besucht. Aber eigentlich haben mich spontane, analoge Arbeitsweisen wie Illustration und Kalligrafie immer mehr interessiert als das stundenlange Optimieren von Bézierkurven. Im Abschlussprojekt meines Kommunikationsdesign-Studiums habe ich sogar versucht, eine universelle Schrift ohne Buchstaben – nur mit Piktogrammen – zu gestalten. Das hat natürlich nicht so richtig geklappt und ist sowieso mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Aus diesen piktogrammartigen, handgezeichneten Illustrationen ist dann auch die Idee entstanden, die Illustrationen in eine Fontdatei zu pressen und bei MyFonts zu verkaufen. Das hat Spaß gemacht und wurde auch ganz gut angenommen, deshalb kamen immer mehr Piktogrammfonts dazu. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass es keine Schrift gab, die hundertprozentig zu meinen Illustrationen und Piktogrammen passte. Deshalb habe ich mich letztes Jahr an meine erste »richtige« Schrift gewagt: LiebeErika.


Zeichnest Du per Hand am Computer oder zuerst auf Papier?
Unterschiedlich. Es fängt aber immer analog an. Die ersten Skizzen landen immer auf Papier. Ich arbeite auch gerne mit meinem Zeichentablett in Photoshop, weil ich da sauberer und präziser arbeiten kann als mit gescannten Zeichnungen. Den Schritt zur Vektorgrafik mache ich erst, wenn die wichtigsten formalen Entscheidungen getroffen sind. Ich versuche auch, nicht zu viel Vektorkosmetik zu betreiben. Schließlich leben meine Fonts von den handgemachten Unregelmäßigkeiten. Manchmal mache ich auch nachträglich Abschlüsse noch etwas dicker oder Striche etwas wackeliger, um einen unregelmäßigen Tintenfluß zu simulieren.
In LiebeErika und LiebeDoni gibt es etliche kontextabhängige Alternativformen, so dass zwei aufeinanderfolgende identische Buchstaben nicht genau gleich aussehen. Das hilft in meinen Augen sehr, das »Handgemachte« glaubwürdiger rüberzubringen.
 

 
Was hat es mit der »Liebe« im Namen Deiner Fonts auf sich?
Wie ich genau darauf kam, weiß ich gar nicht mehr. Ich finde aber, dass der Name ganz gut zu den liebevoll gezeichneten und irgendwie lieb aussehenden Fonts passt. Es ist auch ziemlich praktisch: Wenn ich eine neue Schrift mache, ist die Hälfte des Namens schon fertig. Mir war es auch wichtig, dass meine Marke ein Stück Herkunft kommuniziert, deshalb kam ein komplett englischer Name nicht in Frage. Und der Name funktioniert international erstaunlich gut.



LiebeDoni – die eigentlich so strenge Bodoni mit handgezeichneter Charakter umgesetzt. Wie kamst Du auf diese Idee?
Ich mochte Bodoni schon immer gerne, besonders in fett und groß. Deshalb hatte ich auch in meinem Font LiebeMenuLettering einige Wörter in einer Art Bodoni gezeichnet. Daraufhin habe ich viele Anfragen bekommen, ob es denn die Buchstaben auch einzeln gebe. LiebeDoni ist auch ein schöner Kontrast zu LiebeErika: Die eine fett, breit und mit Serifen, die andere filigran, schmal und serifenlos.
 


 
Schriften wie Deine LiebeDoni haben einen umfangreichen Zeichenausbau. Wie lange dauert die Entwicklung Deiner Schriften von den ersten Skizzen bis zum verkäuflichen OpenType-Font?
Die »richtigen« Schriften sind wesentlich aufwendiger als die Piktogramm-Fonts. An LiebeDoni habe ich alles in allem ungefähr ein halbes Jahr gearbeitet, allerdings nicht Vollzeit. LiebeErika ging etwas schneller, vermutlich weil man bei der geringen Strichstärke und dem fehlenden Kontrast schneller zu harmonischen Wortbildern kommt. Wahrscheinlich würde alles schneller gehen, wenn ich mich nicht so im Detail verlieren würde. Aber ich kann es nicht lassen, mir immer wieder doch noch eine weitere lustige Ligatur oder Alternativformen auszudenken. Ich bin auch sehr geduldig und diszipliniert. Ich glaube, das ist wichtig, wenn man Schriften gestalten will.



Du vertreibst Deine Schrift selbst über MyFonts und bist also neben dem Entwurf auch für das technische Mastering, Marketing, Kundenbetreuung und so weiter zuständig. Betrachtet du diese Arbeitsweise eher als Fluch oder Segen? Wie organisierst Du Deine Arbeit um Dich nicht in diesen vielen Arbeitsbereichen zu verzetteln?
Ich genieße die Freiheit, alles selbst machen zu können. Ich freue mich bei jedem Arbeitsschritt schon auf den nächsten. Ich mache mir beim Zeichnen der Buchstaben immer schon Gedanken darüber, wie die Anwendungsbeispiele aussehen könnten. Und wenn ich später beim Gestalten der Marketing-Materialien noch Probleme finde, kann ich einen Schritt zurückgehen und einzelne Buchstaben noch im Detail korrigieren.



Ich habe außerdem jemanden zu Hause, der von dem Thema Ahnung hat, jede Zeichnung kritisch betrachtet und auch ein gutes Gespür fürs Marketing hat. Und einige Tester im Freundeskreis werden mit Betaversionen versorgt, so dass ich schon vor der Veröffentlichung wertvolles Feedback bekomme.



Hast Du Vorbilder im Bereich Schrift oder Illustration? 
Die Schule von Luc(as) de Groot hinterlässt wohl bei jedem seiner Studenten sichtbare Spuren. Hohe Ansprüche an die Lesbarkeit und gewisse humanistische Konstruktion sind dann einfach so drin, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt. Ich schaue mir auch sehr gerne die Arbeiten von Jessica Hische und Seb Lester an.
 

 
Deine Fonts enthalten ein Versal-Eszett. Wie ist Deine persönliche Meinung zu diesem derzeit kontrovers diskutierten Thema?
Ich sehe schon, dass das Versal-Eszett bei Eigennamen sehr sinnvoll sein kann. Dass das Versal-Eszett in meinen Schriften vorhanden ist, hat aber weniger etwas mit meiner Haltung zum Thema zu tun. Ich finde es auch sehr schwierig, diesen noch sehr ungewohnten Buchstaben so hinzubekommen, dass es nicht absurd aussieht.



Welche Font-Projekte können wir in Zukunft von Dir erwarten? Weitere Ornamente, Schriften oder etwas ganz anderes?
Momentan arbeite ich intensiv an einem noch geheimen Projekt. Es ist eine Art Touchscreen-Kinderbuch, so viel kann ich verraten. Parallel entwerfe ich auch schon die nächste Schrift, die wieder in eine andere Richtung geht als die ersten beiden: eine geschriebene, verbundene Schwungschrift.


Zugehörige Links:
LiebeFonts bei MyFonts
Detroit wurde 1701 von Antoine de la Mothe Cadillac als »Ville d’Etroit« (Stadt an der Meerenge) gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts wird Detroit zum Geburtsort und Zentrum der amerikanischen Automobilindustrie. Die »Big Three« – General Motors, Ford und Chrysler – schaffen die Autostadt schlechthin. Hier gibt es die erste Straße mit Betonbelag; hier gibt es die erste Stadtautobahn. Lange prahlt Detroit mit einem Wirtschaftswachstum sondergleichen. Während der 1920-er Jahre entsteht ein Hochhaus nach dem andern; Riesige Warenhäuser und Kinopaläste säumen die Straßen. 1930 ist Detroit die viertgrößte Stadt der USA.



Der Reichtum der Stadt spiegelt sich auch im Design der Detroiter Automobile wider. Nie waren sie größer und prunkvoller als in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Mit den Automobilen wachsen auch die obligatorischen Chrom-Schriftzüge an Cadillac und Co. immer weiter in die Breite und so entwickelt die Automobilindustrie nebenbei auch eine völlig eigenständige Form der Schriftgestaltung. Denn da die schweren Embleme nach wie vor aus einem zusammenhängenden Stück Metall gefertigt werden, müssen die Buchstaben auf der Grundlinie beziehungsweise x-Höhe mit einer stabile Verbindung versehen werden. Die »Streamline-Schriften« sind geboren und entwickeln sich rasch zu einem repräsentativen Designelement der Zeit, das sich später auch auf anderen Produkten wieder findet, etwa auf Plattenspielern, Staubsaugern und Kühlschränken.



Doch auf den raschen Aufstieg der Stadt folgt ein ebenso dramatischer Abstieg. In den 1960er Jahren kommt es durch steigende Arbeitslosigkeit zu schweren Rassenunruhen, die schließlich dazu führen, dass sich der überwiegende Teil der weißen Bevölkerung aus der Stadt in die Vororte flüchtet. Als später auch die Automobilhersteller ihre Fabriken in die Vororte verlegen, verkommt die Innenstadt Detroit fast zu einer Geisterstadt, die nur noch durch Amerikas höchste Mordrate und die jährliche Devil’s Night Schlagzeilen macht, wenn in der Nacht vor Halloween hunderte von Häusern in der Innenstadt in Brand gesetzt werden.




Die Grafikdesigner Franziska Jähnke, Dörte Wächter und Ralf Herrmann verbrachten einige Monate in der Innenstadt von Detroit und erkundeten die noch immer allgegenwärtigen Relikte der Detroiter Glanzzeit. Die verlassenen Fabriken der berühmten Automobilhersteller stehen noch immer – es fehlt schlicht das Geld sie abzureißen oder anderweitig zu nutzen. Auch die alten Autos gehören noch immer zum Straßenbild. Sie werden so lange gefahren, bis sie buchstäblich auseinander fallen. Die Detroiter nennen solche Schrottkarren liebevoll »Hooptie«. Wenn sie dann doch den Geist aufgeben, werden sie einfach am Straßenrand stehen gelassen und rosten dort über Jahrzehnte vor sich hin.
Der ausgefallene Schriftstil der Chromschriftzüge an den Detroiter Autos der 1930er bis 1950er Jahre erweckte sofort das Interesse von Ralf Herrmann, der basierend auf diesem Stil eine Serie von Fonts mit dem Namen Hooptie Script entwickelte.



Schriften dieser Art waren mit den früheren Fontformaten nicht zufriedenstellend umsetzbar, da jeder Buchstabe an passender Stelle mit den jeweiligen Nachbarbuchstaben legiert werden muss. Hat das »o« einen Abstrich auf x-Höhe verbindet es sich perfekt mit einem nachfolgenden »f«, doch nicht mit einem »s«, das eine Verbindung auf der Grundlinie erfordert. So sieht man bei der Anwendung von Retro-Schreibschriften sehr oft, dass Buchtstaben an den falschen Stellen zusammenstoßen oder schlicht gar nicht verbunden sind. Das Problem lässt sich übrigens auch nicht mit Ligaturen lösen. Denn jede eingesetzte Ligatur muss sich ja ihrerseits auf beiden Seiten mit den angrenzenden Buchstaben verbinden …
Mit der OpenType-Technologie war es hier erstmals möglich, einen Streamline-Font zu erstellen, der durch OpenType-Klassen, Alternativzeichen und kontextbedingte Ersetzungen vollautomatisch für jede beliebige Buchstabenkombination die passende Verbindung erzeugt.
Das jeweils nachfolgende Zeichen in einem Buchstabenpaar »kennt« seine optimale Verbindung zu seinem Vorgänger und dieser wird, wenn nötig, automatisch ausgewechselt.



Es ist sogar möglich, die Wörter durch Einsatz des Unterstrichs zu verlängern und noch »stromlinienförmiger« darzustellen. Auch dabei werden vollautomatisch die optimalen Alternativbuchstaben ausgewählt.



Zusätzlich zu den beiden Grundschnitten Hooptie Script und Hooptie Script Star Chief gibt es auch eine Oblique, eine »Rusted« mit rauer Outline sowie einen Schwungbuchstabenschnitt, der einige handgezeichnete Alternativbuchstaben enthält.



Weitere Details finden sich im PDF-Schriftmuster der Hooptie Script. Die Schriften kann man sich über fonts.info und MyFonts lizenzieren lassen. Bis 15. November sind die Fonts zu einem Einführungspreis mit 30 Prozent Rabatt verfügbar.



Doch Detroit und seine Geschichte hinterließen auf die drei Designer eine so nachhaltigen Eindruck, dass schnell die Idee geboren wurde, die Schriften zusammen mit einem Buch herauszubringen, das die eindrucksvolle Geschichte der Motor City als Wiege der Automobilindustrie schildert. Das Buch fungiert dabei auch als Schriftmuster, ist aber weit mehr als nur ein »Verkaufsprospekt«. Schriften und Schriftmuster sind gleichwertige, miteinander verbundene Teile einer Arbeit, die sich gegenseitig befruchten. Die folgende Zeichnung, die als Doppelseite für das Buch angefertigt wurde, stand später für die Entwicklung der Schwungschriftbuchstaben Pate. Einigen Detroiter gefiel dieses Motiv sogar so gut, dass sie es sich tätowieren ließen.



Die üblichen Blindtexte sucht man in diesem Buch also vergeblich. Die Texte erzählen die spannende Geschichte von Cadillac, Pontiac, Chevrolet, Ford und vielen anderen Persönlichkeiten sowie vom Aufstieg und Einbruch der Stadt im Verlauf des 21. Jahrhunderts. Eine gekürzte Fassung des Buches kann nun begleitend zur Schriftveröffentlichung online und im Vollbildmodus betrachtet werden: http://www.hooptie.de
 

Zugehörige Links:
Hooptie Script bei fonts.info Hooptie Script bei MyFonts Homepage des Motor-City-Buchs anschauen http://vg08.met.vgwort.de/na/e22bdf6205644f998b32270f5c5130f4" width="1" height="1" alt="">
MyFonts ist einer der weltgrößten Schriftverkäufer. Wer sich gerade wo Schriften über MyFonts lizenzieren lässt, kann man nun in Echtzeit in einer Weltkarte beobachten. So offenbaren sich nicht nur die üblichen Bestseller, sondern auch die regionalen Vorlieben bei der Schriftwahl.
Zur MyFonts-Weltkarte
FontShop scheint eine besondere Affinität zu Apple-Produkten zu haben. Nach dem FontBook für das iPad folgen nun Mobile FontFonts. Dies sind Schriftpakete aus FontFont-Schriften, die speziell auf die Verwendung in Mobiltelefonen und Tablet-Geräten zugeschnitten sind. Das Angebot startet zunächst mit 14 Schriftfamilien zu je 4 Schnitten, die sich für Entwickler auf sehr einfache Weise in iOS-Anwendungen für iPad und iPhone integrieren lassen. Weitere Schriften und Geräte (z.B. Android) sind jedoch in Planung.


 
Das besondere an den Mobile FontFonts ist jedoch die einfache Lizenzierung. Normale Schriftlizenzen schließen die Einbindung in Software-Anwendungen generell aus. Interessenten mussten deshalb bisher selbst entsprechende Lizenzen mit den Schriftanbietern aushandeln. Für die Mobile FontFonts ist dies nun nicht mehr nötig. Wie bei Druckschriften müssen die Mobile-FontFont-Lizenzen nur einmalig gezahlt werden und stehen in der Grundvariante fünf Anwendern bzw. Software-Entwicklern zur Einbindung in die Apps zur Verfügung. Die FF Tisa Mobile Pro kostet so zum Beispiel in 4 Schnitten 169 Euro. Ein faires Angebot für Schriften, die mit der Anwendung an beliebig viele Anwender ausgeliefert werden.

Weitere Infos unter: http://www.mobilefontfonts.com
Vom 27. bis 28. April 2012 öffnet die Deutsche Publishing-Konferenz in München zum ersten Mal ihre Tore. Die Vorträge, Workshops und Diskussionen beleuchten Themen rund um Adobe InDesign und die Creative Suite, greifen den Stand der Dinge im Print- und Digital-Publishing auf, sprechen technische Standards (EPUB, Folio, HTML5, XML, etc.) an und geben Einblick in Spezialthemen wie Colormanagement, Barrierefreiheit und Schriftsatz mit OpenType-Funktionen.



Organisiert wird die Konferenz von einzelnen Standortleitern der InDesign User Groups Deutschland zusammen mit dem Veranstalter c//m//t GmbH aus München. Die Workshops sind als „Hands-On“-Workshops konzipiert, so das alle Teilnehmer ihren eigenen Rechner mitbringen können um das Gezeigte gleich nachzuvollziehen.

Anmeldung und weitere Informationen unter:
http://publishing-konferenz.de
Kennen Sie das? Jemand schickt Ihnen Textvorlagen in Form einer TXT-Datei. Sie öffnen diese und stellen fest, dass Umlaute, Eszett und andere Zeichen kryptisch dargestellt werden. Wo »Müllerstraße« stehen soll, steht plötzlich »Müllerstraße«.
Selbst professionelle Anwender sind nicht selten ratlos, wie man mit diesem Problem umgehen soll. Schließlich versichert der Ersteller der Datei, dass sie bei ihm korrekt angezeigt wird. Gar nicht selten fängt man dann sogar an, die Sonderzeichen im ganzen Text manuell zu korrigieren … Doch das muss nicht sein!

Wie entsteht Sonderzeichensalat?
Zum Verständnis ist es zunächst wichtig zu wissen, dass Textdateien überhaupt keine Schriftzeichen im eigentlichen Sinne enthalten. Eine Textdatei ist nichts anderes als lange Anordnung von Kodes. Erst wenn die Textdateien geöffnet und angezeigt werden sollen, werden die Kodes in Schriftzeichen umgewandelt. Dazu benutzt das Betriebssystem bzw. Anwendungsprogramm eine so genannte Zeichenkodierung. Vereinfacht gesagt sind dies Tabellen, in denen jedem Kode ein bestimmtes Zeichen zugeordnet ist. Das Programm arbeitet einen Kode nach dem anderen ab und wandelt diese in eine darstellbare Zeichenfolge.


 
(Eine ausführliche Erklärung der Zeichenkodierungen findet sich in unserer Artikelserie »Die Geschichte der Zeichenkodierung«.)


Der Sonderzeichensalat entsteht nun immer dann, wenn beim Öffnen des Textdokuments von einer anderen Zeichenkodierung ausgegangen wird, als bei der Erstellung benutzt wurde. So findet sich zum Beispiel in der PC-Standardzeichenkodierung CP-1252 das Eszett an Position 223 in der Kodierungstabelle; in der Mac-Standardzeichenkodierung Mac Roman ist es dagegen an Position 167. Ohne entsprechende Konvertierung wird ein so am PC erstelltes Textdokument somit zwangsläufig beim Öffnen am Mac falsch dargestellt.
Wie behebt man den Sonderzeichensalat?
Die Anwendungsprogramme können in der Regel mit einer Vielzahl solcher Zeichenkodierungen umgehen. Das heißt, sie wandeln beim Öffnen des Textdokumentes automatisch die Kodierung des Quelldokumentes in die benutzte Standardkodierung des Zielprogrammes. Damit diese Konvertierung gelingt, muss jedoch das Programm die benutzte Zeichenkodierung des Dokuments kennen! Und genau hier liegt in der Regel das Problem. Denn Dateiformaten wie TXT fehlt schlicht die Information, welche Zeichenkodierung ursprünglich zum Einsatz kam. TXT ist daher als Austauschformat schlicht ungeeignet und sollte weder angefordert noch versandt werden. Im englischen Sprachraum ist es als Austauschformat verbreitet und macht hier viel weniger Probleme, da nahezu allen westlichen Standardkodierungen auf den ASCII-Zeichensatz aufbauen und somit dessen englische Zeichen immer korrekt dargestellt werden. Doch sobald irgendein Zeichen außerhalb des ASCII-Zeichensatzes benutzt werden soll, fangen die Probleme an.

Tipps zum Umgang mit Sonderzeichensalat
RTF statt TXT: Benutzen Sie statt TXT wann immer möglich ein Austauschformat wie RTF (Rich Text Format), das alle gängigen Textprogramme verstehen. Fordern Sie Dateien zukünftig in diesem Format an.
 
Mit anderen Programm öffnen: Wenn Ihr Standardprogramm (Notepad, Textedit etc.) den zu öffnenden Text falsch darstellt, probieren Sie ein anderes Programm. Viele professionelle Texteditoren verfügen über eine Automatikfunktion, die den Kode analysiert und die benutzte Zeichenkodierung so gegebenenfalls erraten kann.

Manuelles Öffnen mit bestimmter Zeichenkodierung: Versagt die Automatikfunktion können Sie in den meisten Texteditoren auch beim Öffnen die zu verwendende Zeichenkodierung auswählen (siehe Beispielabbildung aus Textedit). Probieren Sie hier einfach gängige Zeichenkodierungen wie Latin1/CP1252, Mac Roman, UTF8, UTF16 aus. Wenn der Sonderzeichensalat verschwindet, haben Sie die richtige Kodierung gefunden.



Achten Sie auch darauf, dass sie die mit falscher Kodierung geöffnete Datei nicht zwischenzeitlich speichern. Sonst bleibt das Müllerstraße dauerhaft im Dokument.
Am Freitag, 7. Oktober 2011, 18 Uhr, wird im Museum für Druckkunst Leipzig die erweiterte Dauerausstellung eröffnet.

Bereichert wird die ständige Präsentation des Museums um die Bereiche »Von der Monotype zum Mac. Druckvorstufe seit 1950« sowie »Techniken des Musiknotendrucks«.

Mit dem neuen Bereich »Von der Monotype zum Mac. Druckvorstufe seit 1950« schließt das Museum für Druckkunst die Lücke zwischen Bleisatz und Desktop-Publishing. Bisher zeigte das Museum die Herstellung von Druckvorlagen für Schrift und Bild, wie sie bis zur 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts Anwendung fand. Ab 1950 kamen mit dem Fotosatz neue Verfahren auf, die die Erstellung von Druckvorlagen maßgeblich veränderten und zu einem schnellen Umbruch der Branche führten. Am Ende der technischen Entwicklung steht der Mac, der seitdem aus dem druckgrafischen Gewerbe nicht mehr wegzudenken ist.


 
Der neue Bereich in der Dauerausstellung zeigt diesen technischen Fortschritt beispielhaft anhand zahlreicher Original-Exponate. Neben Apparaten aus dem Bereich der Reprotechnik und Fotosatz verschiedener Generationen werden auch eine seltene Monophoto-Filmsetzmaschine sowie zwei funktionierende Macintosh-Rechner aus den späten 1980er und frühen 1990er Jahren zu sehen sein.

Weniger schnell als der Satz von Text und Bild entwickelte sich die Druckvorlagenherstellung für den Musiknotendruck. Das im Museum für dieses Thema neu eingerichtete Kabinett zeigt anhand verschiedener Druckverfahren nicht nur den berühmten und vor allem in Leipzig zur Blüte geführten Notenstich, sondern auch den Satz mit Bleilettern und die Reproduktion von Musiknoten in der Lithografie. Diese umfassende und anschauliche Darstellung eines wichtigen Kapitels deutscher Musiktradition ist in Deutschland bisher einmalig und würdigt die Rolle Leipzigs als Musikstadt.

http://www.druckkunst-museum.de

Fotos: diatype: Ralf Herrmann; Mac: Wikipedia Commons; User Danamania; CC BY-SA 2.5
Der österreichische Designer Rudolf Horaczek hat sich der Schrift der Wiener Straßenschilder angenommen und diese digitalisiert und weiterentwickelt. Das Ergebnis steht und Creative-Commons-Lizenz zum kostenlosen Download bereit.
 
Im Zuge des Wachstums der Stadt Wien an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert wurde es notwendig, innerhalb der Straßenzüge eine Orientierungshilfe zu schaffen. Man bediente sich dabei entweder der Namen von Hausbesitzern, oder verwendete Hauszeichen. Die an sich naheliegende Methode, die Häuser durchzunummerieren, wurde erstmals im 16. Jahrhundert aufgegriffen.
 
Da man sich in der Regel keiner Tafeln bediente, sondern die Nummern einfach auf die Hauswände malte, wurden die Kennzeichnungen durch Witterungseinflüsse oder Übermalungen bald unleserlich. Ein großer Fortschritt war die Verordnung aus dem Jahr 1782, nach der auch die Straßennamen mit schwarzer Schrift auf den Mauern angebracht werden sollten; in der Wiener Blutgasse ist eine solche Straßenkennzeichnung noch heute zu sehen. Im Jahr 1860 hat der Gemeinderat beschlossen, die Häuser in allen Bezirken nach Straßen und Gassen durchzunummerieren und bei gleichnamigen Verkehrsflächen – eine Folge der Eingemeindung – entsprechende Namensänderungen vorzunehmen. Die niederösterreichische Statthalterei als übergeordnete Instanz stimmte unter der Auflage zu, dass die Tafeln auch die Nummer des Bezirks beinhalten sollten. Für die Straßentafeln wurde an der bisher gebräuchlichen Frakturschrift festgehalten. Die Tafeln der inneren Bezirke sollten aus Zinkguss, jene der äußeren Bezirke jedoch aus Zinkblech hergestellt werden und in Form, Farbe und Erscheinungsbild gleichartig aussehen.
 


Im Zusammenhang mit den politischen Veränderungen nach dem Ersten Weltkrieg führte der Stadtrat zahlreiche Umbenennungen durch. Vor allem jene Verkehrsflächen und Parkanlagen, die an die Monarchie erinnerten, wurden umbenannt.

Im Zuge dieser Umbenennungen wurde 1923 eine entscheidende Maßnahme zum Aussehen der Straßenschilder in Wien getroffen. Die nun stahlblau (RAL 5011) emaillierten Tafeln tragen weiße und – anstelle der bisherigen üblichen Fraktur Schriftzeichen – lateinische Schriftzeichen, die von einer weißen Umrandung gerahmt werden. Die im ersten Beschluss festgelegte gleichförmige rechteckige Form der Tafeln, änderte man drei Jahre später dahingehend, dass zwar die beschlossene rechteckige Form erhalten blieb, man jedoch in den Bezirken 2 bis 21 für die Längsstraßen und die Plätze die länglich-viereckige, für die Querstraßen die an den Ecken halbkreisförmig abgerundete Form wählte.
 


Im Jahre 1944 entschied man sich für die Herstellung von einheitlich rechteckigen Tafeln, womit die Unterscheidung zwischen Längs- und Querstraßen aufgegeben wurde. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hielt man daran vor allem deshalb fest, weil die Anschaffung verschiedenartiger Tafeln Mehrkosten verursacht hätte und der Großteil der Wiener Bevölkerung diese Unterscheidung kaum wahrnahm.



[headline=3]Entstehung der Schriftart Wiener Norm[/headline]Das Projekt der Digitalisierung begann im Jahr 2004, mit der Absicht, die Originalschrift des Jahres 1923 digital zu rekonstruieren. Nach den ersten Entwürfen stellte sich aber heraus, dass mit den vektorisierten Originalmatrizzen, die bei der Magistratsabteilung 48 einsehbar sind und ursprünglich von Technikern konstruiert wurden, kein harmonisches Schriftbild zu erreichen war.



Die Schrift wurde den modernen Anforderung des elektronischen Schriftsatzes angepasst, im Zeichenumfang stark erweitert und als OpenType Font unter der Creative-Commons-Lizenz (CC BY-NC-ND 3.0) veröffentlicht. Wiener Norm ist als Display-Schrift konzipiert und eignet sich besonders für Schriftgrößen ab einer »Konkordanz« (48 Punkt).
Kostenloser Download der Wiener Norm Homepage von Rudolf Horaczek
Nach dem erfolgreichen Webfontday 2010 gibt es nun eine Fortsetzung der Veranstaltung der Typographischen Gesellschaft München. Am 19. November 2011 findet der 2. Webfontday statt. Während es im letzten Jahr vor allem um die technischen Grundlagen ging, geht es dieses Mal unter dem Motto »Die Revolution frisst ihre Kinder« auch vor allem um die gute typografische Anwendung der Webfonts.



Das Programm ist noch nicht fertig gestellt. Eine Anmeldung ist aber bereits jetzt möglich. Als Redner haben schon zugesagt: Tim Ahrens, Martina Grabovszky, Luc(as) de Groot, Andreas Henkel, Ralf Herrmann, Oliver Reichenstein, Dan Reynolds, Georg Seifert, Jürgen Siebert, Helmut Ness und Torben Willemsen.

Weitere Infos unter http://www.webfontday.de
Auf der jährlichen Konferenz der Association Typographique Internationale (ATypI), die dieses Jahr in Reykjavík stattfand, sprachen Nadine Roßa und Ralf Herrmann über die Besonderheiten des deutschen Eszetts.

Die Präsentation zum großen Eszett kann hier als nachträglich aufgezeichneter Screencast betrachtet werden. Es behandelt die Geschichte des kleinen Eszetts und die heutige Notwendigkeit eines Versal-Eszetts unter Berücksichtigung der typischen Gegenargumente.
 
Der Fonteditor RoboFont von Frederik Berlaen füllt die Lücke eines Editors für das UFO-Fontformat, auf dem bereits viele Programme zur Fontbearbeitung aufbauen (z.B. Superpolator, MetricsMachine, Area51 u.a.).

Genau wie Glyphs von Georg Seifert ist RoboFont ausschließlich für Mac-Nutzer verfügbar. Über das UFO-Format arbeitet RoboFont mit anderen UFO-basierten Anwendungen nahtlos zusammen. Außerdem können PostScript-basierte OpenType-Fonts und TrueType-basierte Fonts (per Konvertierung) geöffnet und generiert werden.



Die Bedienung folgt dem klassischen Prinzip eines Fonteditors. Es gibt eine Glyphen-Übersicht sowie einzelne Bearbeitungsfenster für Glyphen, Kerning, Metrik, Klassen und so weiter. Man findet sich also schnell im Programm zurecht. Entsprechenden Fachwissen ist jedoch zwingend nötig, um vollwertige Fonts von Grund auf in RoboFont zu erstellen. Im Gegensatz zu Glyphs hilft das Programm nicht mit vorgefertigten Zeichenbelegungen oder beim Definieren von Unicode-Werten etc. mit. Dies liegt allein in der Hand des Anwenders.




Auch beschränkt sich die Anwendung momentan auf den Designprozess. Funktionen zum manuellen oder automatischen Hinting der Fonts sind aktuell nicht vorgesehen. Wer die Programmiersprache Python beherrscht kann das Programm zudem nach belieben durch eigenen Skripte um einfache oder komplexe neue Funktionen erweitern.

RoboFont erfordert mindestens Mac OS X 10.6.6 und kostet 400,– Euro. Eine Demo-Version ist ebenfalls verfügbar: http://doc.robofont.com/order/
Sven Neumann hat an der HTW Berlin im Fachbereich Gestaltung in diesem Jahr ein empirische Untersuchung zur Leserlichkeit von von Schrift im öffentlichen Raum durchgeführt. Die durch Prof. Florian Adler betreute Studie basierte in Bezug auf Schriftgrößen und Leseentfernung auf den Vorgaben der Norm DIN 1450 und spiegelt somit reale und empfehlenswerte Bedingungen beim Lesen von Schildern und Texten im öffentlichen Raum wider.

Versuchsbedinungen: Am Test nahmen 106 Personen unterschiedlichsten Alters teil. Die Testpersonen näherte sich in festen Abständen den Schriftmustern an. Bei einer als ausreichend gut empfundenen Lesbarkeit wurden die jeweiligen Leseentfernungen notiert. Vorab wurden Alter und weitere Angaben (Sehhilfe etc.) zu den Probanden erfasst.



Getestet wurden zwei Schriftgrößen mit fiktiven Einzelwörtern sowie ein Fließtext in kurzer Distanz. Da sich die Empfehlungen der aktuell noch gültigen DIN 1450 lediglich auf die Versalhöhe beziehen, wurde eine zweite Versuchsanordnung benutzt, bei der alle Wörter auf die durchschnittliche x-Höhe der benutzten Schriften skaliert wurden.



Dieser Versuchsaufbau hebt sich in zweierlei Hinsicht von vielen wissenschaftlichen Vergleichsstudien zur Leserlichkeit einzelner Schriften ab. Zum einen wurde nicht der typische Fehler begangen, die Schriften lediglich in gleicher Kegelgröße zu setzen. Des weiteren erfolgte der Test mit Wörtern und nicht, wie bei vielen wissenschaftlichen Studien üblich, nur mit Einzelbuchstaben.
Getestet wurden die aufrechten Schnitte der Linotype Frutiger, P22 Johnston Underground, Wayfinding Sans, Arial, DIN1451 Mittelschrift, Franklin Gothic Medium, Futura, Garamond Premier Pro sowie die Swift.

Ergebnisse: Klarer Gewinner der Studie ist die derzeit noch unveröffentlichte Wayfinding Sans von Ralf Herrmann, die in einer Beta-Version getestet wurde. »Im Test konnte die Schrift im Vergleich zu allen anderen Schriften in allen Größen früher gelesen werden« schreibt Sven Neumann in seinem Abschlussbericht. Sie ist nicht nur deutlich früher lesbar als die DIN 1451 Mittelschrift, die auf deutschen Verkehrsschildern benutzt wird, sondern überflügelt sogar die Frutiger, die als die Beschilderungsschrift schlechthin gilt und zum Beispiel der Standard im Bereich Flughafenbeschilderungen ist.



Die Frutiger schneidet aber ansonsten erwartungsgemäß sehr gut ab. Mit ihren klaren Grotesk-Formen schuf Adrian Frutiger mehr oder weniger den Archetypen moderner humanistischer Groteskschriften. Ebenfalls gut schnitt die Johnston Underground ab, an die man nicht unbedingt sofort denkt, wenn es um Beschilderungen geht. Die getestete Version ist eine Digitalisierung von P22. Das Original wurde ursprünglich für die Beschilderung der Londoner Verkehrsbetriebe entwickelt. Der typisch britische Charakter vereint klare geometrische Formen mit humanistischen Zügen, die sich zum Beispiel im zweistöckigen a und dem dreistöckigen g zeigen.
Im Mittelfeld landen Arial, DIN 1451 Mittelschrift und Franklin Gothic Medium. Im Gegensatz zu oben genannten Schriften sind sie statischer und geschlossener und fallen deshalb in diesem Test spürbar zurück. Wenig überraschend ist sicherlich auch, dass die Futura im Test mit identischen Versalhöhen noch schlechter abschneidet. Mit ihrem stark geometrischen Aufbau und der geringen x-Höhe kann sie mit den eher humanistischen Groteskschriften in Bezug auf die Leserlichkeit nicht mithalten.
Die Serifen-Schriften Garamond Premier Pro und Swift erzielen erwartungsgemäß ebenfalls keine guten Ergebnisse, wenn alle Schriften mit gleicher Versalhöhe gesetzt werden. Dies liegt weniger an ihrem generellen Gestaltungsprinzip, sondern neben der geringeren x-Höhe auch an ihrem Duktus. Der im Vergleich zu den Groteskschriften starke Strichstärkenkontrast erfordert optimale Lesebedingungen, wie man sie nur bei Drucksachen in typischen Leseentfernungen vorfindet. Bei einem ungünstigen Verhältnis von Schriftgröße und Leseabstand sind die filigranen Details und Haarlinien nicht klar genug zu erkennen und die Leserlichkeit nimmt spürbar ab.



Da der Versuch einmal mit identischer x-Höhe und einmal mit identischer Versalhöhe durchgeführt wurde, ist einer Vergleich der beiden Ergebnisse natürlich besonders interessant. Die Wayfinding Sans und die Johnston Underground haben mit ihrer x-Höhe zwischen 67 und 69 Prozent das perfekte Mittelmaß gefunden und schneiden in beiden Tests gleichermaßen gut ab. Die Schriften mit kleinerer x-Höhe können nur durch eine deutliche Anhebung des Schriftgrades leserlicher dargestellt werden. Dies führt aber verständlicherweise zu einem sehr hohen vertikalen Platzbedarf, der gerade bei Beschilderungen oft nicht gegeben oder sinnvoll ist. Denn sobald die Ober- und Unterlängen mit anderen Zeilen oder Umrandungen in Konflikt geraten, verschlechtert dies die Leserlichkeit wieder beträchtlich.



Die Schriften mit einer größeren x-Höhe schneiden bei beschränkten vertikalen Platzbedarf wenig überraschend besser ab – allerdings auch nur dann. Spielt der Platz keine Rolle und haben alle Schriften die gleiche x-Höhe schneiden Garamond und Futura erstaunlicherweise sogar besser ab als Frutiger, DIN 1450 und Arial.


 
Am Beispiel der Schriften (Versalhöhe 49 mm) wird deutlich, dass nicht nur die Schriftart die Leserlichkeit einer Schrift beeinflusst. Der Vergleich der einzelnen Altersgruppen zeigt erwartungsgemäß eine eindeutige Tendenz. So haben die Teilnehmer im Test in der Altersgruppe bis 15 Jahre am besten und die Gruppe über 60 am schlechtesten abgeschnitten. Durchschnittlich gibt es eine Differenz zwischen höchster und niedrigster Leseentfernung von 4,95 Metern.

Ein ausführliches PDF mit der Darstellung aller Ergebnisse kann von der Homepage der HTW Berlin heruntergeladen werden.
Typisch Schweiz? Gibt es sie noch, die typische Schweizer Typografie? Diese Frage zieht sich durch die erste Tÿpo St.Gallen vom 18. bis 20. November 2011. Teil der Veranstaltung ist das 25. Bundestreffen des Forum Typografie.
Das sehr internationale und hochkarätig besetzte Programm kann auf der Website eingesehen werden.

Teilnehmerpreise:
CHF 290.00 Frühbucher-Tarif bis 30. September 2011
CHF 350.00 Normal-Tarif (ab 1. Oktober 2011)
CHF 190.00 Studenten-Tarif (gültig bis 30.09. gegen Studentenausweis)

Weitere Informationen:
Webseite Facebook
Die Idee des Webfont-Verzeichnisses von Google ist bei den Anwendern von Anfang an auf große Begeisterung gestoßen: kostenlose Webfonts, die man mit nur einer Zeile Kode in jede beliebige Webseite einbinden kann, ohne sich über die vielen Webfont-Formate oder Ladezeiten Gedanken machen zu müssen. Der Service startete 2010 mit nur einer Handvoll Webfonts, ist aber bereits jetzt auf ca. 250 Fonts gewachsen und Google ließ verlauten, das Tempo für weitere Veröffentlichungen nicht zu drosseln.
Aber was schon für die unzähligen Webseiten mit Fonts zum kostenlosen Download gilt, ist auch für die Webfonts von Google leider wahr: Das Gros der Schriften ist optisch oder technisch eher minderwertig. Es finden sich jedoch auch einige wenige Perlen darunter. Hier eine Empfehlung von 10 empfehlenswerten Schriften für die Einbettung in Webseiten.
Abril Fatface
Type Together zählt sicherlich zu einem vielversprechendsten neuen Schriftanbieter der letzten Jahre. Sie bieten hochwertige Schriftentwürfe mit guten Sprachenausbau und waren auch bei der Webfont-Entwicklung als einer der ersten Schriftanbieter mit dabei. Die Abril Fatface wurde gerade neu ins Google Webfont Directory aufgenommen. Dieser Webfont ist Teil einer größeren kommerziellen Schriftfamilie mit 18 Schnitten für Text- und Schaugrößen. Die Fatface ist inspiriert von den Werbepostern des 19. Jahrhunderts in Frankreich und England und eignet sich hervorragend für auffällige, aber zugleich elegante Überschriften. Die Zeichenbelegung bedient mehr als 50 Sprachen.
 

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Hammersmith One
Very British! Diese Schrift von Nicole Fally steht in unübersehbarer Tradition der Schriftentwürfen von Edward Johnston für die Londoner U-Bahn. Die Hammersmith One wirkt jedoch deutlich verspielter.
 

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Droid Sans, Droid Sans Mono und Droid Serif
Viele kostenlose Schriften sind nur als Einzelschnitte für Schaugrößen verfügbar. Ganze Schriftfamilien, die die bewährten Systemschrift-Familien ersetzen können sind jedoch rar. Die Droid-Schriftfamilie erfüllt diesen Wunsch jedoch. Sie wurde ursprünglich von der Ascender Corporation für die Android-Plattform entwickelt und enthält Grotesk-, Antiqua- und Monospaced-Schnitte und ist damit sehr vielseitig einsetzbar.
 

Online-Demo | Bei Google anschauen: Sans, Mono, Serif

Lato
Der aus Warschau stammende Typedesigner Łukasz Dziedzic vor allem bekannt für seine umfassende Schriftfamilie FF Clan. Die Lato entstand ursprünglich für einen Kunden, der es sich aber später anders überlegte. So wurde die Schriftfamilie kurzerhand zur Open-Source-Familie weiterentwickelt und ist nun auch über Googles Webfont-Dienst verfügbar. Ganze 10 Schnitte umfasst die Familie, einschließlich zweier Hairline-Schnitte, die unter Webfonts noch selten sind.
 

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Vollkorn
Die »Brotschrift« des deutschen Schriftgestalters Friedrich Althausen lässt sich, wie der Name schon sagt, problemlos als Fließtextschrift einsetzen. Jedoch hat sich auch gerade in Schaugrößen einen ausgesprochenen Charme. Der normale und der kursive Schnitt wirken äußerst elegant, während die fetten Schnitte mit ihren überdurchschnittlich kräftigen Serifen für Aufsehen sorgen.
 

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Ubuntu
Die Ubuntu-Schriftfamilie sorgte bereits vor ihrer Veröffentlichung für Diskussionsstoff. Manch einer empfand ihr Design zu sehr der DTL Prokyon nachempfunden. Wie der Name schon nahe legt, wurde die Schrift für das Betriebssystem Ubuntu entwickelt und zeichnet sich im Zuge dessen durch seinen umfangreichen Sprachausbau aus, der fortlaufend erweitert werden soll. Mit den bislang 8 Schnitten ist sie vielfältig einsetzbar. Ihren modernen Charakter zeigt sie natürlich vor allem in größeren Schriftgraden, aber sie ist auch dem Einsatz im Web in kleinen Schriftgrößen durchaus gewachsen.
 

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Playfair Display
Die elegante Playfair Display des dänischen Designers Claus Eggers Sørensen lehnt sich an Entwürfe von Baskerville, dem Schriftschneider William Martin und an die bekannte Scotch Roman an. Sie ist derzeit nur in einem Schnitt verfügbar. Der Designer sieht seinen Entwurf jedoch als perfekte Display-Ergänzung zur Georgia, die nach wie vor eine beliebte Wahl für Fließtexte auf Webseiten ist.
 

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UnifrakturMaguntia
Die UnifrakturMaguntia von Typografie.info-Mitglied J. Mach Wust basiert auf Bertholds Mainzer Fraktur, die ihrerseits auf einer Schrift von Carl Albert Fahrenwaldt aus dem Jahr 1901 basiert. Trotz des alten Fraktur-Charmes ist die Schrift kein altes oder lediglich eine der unzähligen minderwertigen Fraktur-Digitalisierungen, die man überall im Netz findet. Sie unterstützt verschiedenste Smartfont-Technologien wie OpenType, AAT und SIL Graphite, um den heutigen Anwendern einen einfachen Zugang zu den vielfältigen Ligaturen des Fraktursatzes zu bieten.
 

Online-Demo | Bei Google anschauen


Ken Barber von House Industries führt bei Gestalten in Berlin einen zweitägigen Kalligraphie-Workshop durch. Er führt dabei sowohl in das Schreiben und Zeichnen der Buchstaben ein, als auch in den Prozess, die Zeichnungen professionell zu vektorisieren. Interessenten müssen sich beeilen. Es stehen nur 20 Teilnehmerplätze zur Verfügung.

Datum: 3 bis 4 Oktober 2011
Zeit: 10:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Gestalten Space, Sophie-Gips-Höfe, Sophienstraße 21, 10178 Berlin
Sprache des Workshops: English

http://www.gestalten.com/event/house-industries
Mit jeder Version des Mac-Betriebsystems OS X gibt kleine und größere Änderungen bezüglich des Schrifteinsatzes. Da stellt auch die neue Version OS X 10.7 Lion keine Ausnahme dar. Hier unsere ausführliche Übersicht der Neuerungen. 
 
Diakritische Zeichen

Eine Funktion in OS X 10.7 (Lion), die von Apples mobiler Betriebssystemversion (iOS) übernommen wurde, ist die einfache Eingabe von diakritischen Zeichen über den jeweiligen Grundbuchstaben. Drückt man beispielsweise die Taste »a« und hält diese gerdrückt, erscheint am Buchstaben ein Auswahlmenü, das die direkte Eingabe von ä, â, à, á, æ, ã, å oder ā ermöglicht. Dazu muss lediglich die unter dem Buchstaben angegeben Zahl eingetippt oder der Buchstabe mit der Maus ausgewählt werden. Bei einer deutschen Tastaturbelegung können so sehr einfach diakritische Zeichen mit allen Vokalen sowie n, s und y in Minuskel- oder Versalform gebildet werden. Auf den gesamten möglichen Vorrat diakritischer Zeichen der lateinischen Buchstaben hat man jedoch keinen Zugriff, da die Auswahl der Zeichen auf die möglichen Sprachen der jeweiligen Zeichenbelegung beschränkt ist. So ist etwas das polnische ł zwar in der polnischen Tastaturbelegung als diakritische Variante zum l verfügbar, nicht jedoch in der deutschen, die nur Zugriff auf westeuropäische Akzentzeichen bietet. Schade! Damit soll wohl eine Überfrachtung der Menüs verhindert werden.
Die Funktion ist wie schon frühere Texteingabehilfen in den meisten Apple-eigenen Programmen wie TextEdit, Mail, Safari usw. verfügbar sowie in Programmen, die Apples Schnittstellen zur Erstellungen von Eingabefeldern direkt benutzen.
 
Zeichenübersicht
Die Zeichenübersicht von Lion ist nun optisch spürbar entschlackt und scheint auch deutlich schneller zu arbeiten. Für das Gros der Nutzer stellt dies sicherlich eine Verbesserung dar. Denn die älteren Versionen mit Ihren unzähligen Darstellungsmöglichkeiten verschiedenster Code-Tabellen und Unicode-Listen waren doch eher etwas für IT-Profis.
 

 
Nun erscheint die Oberfläche aufgeräumt und präsentiert direkt eine Vorauswahl typischer Sonderzeichen-Gruppen wie etwa Pfeile, Klammern und Währungssymbole. Per Ziehen-und-Enfügen oder per Doppelklick wandern die Zeichen dann wie gewohnt in die aktive Anwendung.
Des einen Freud, des anderen Leid. Die neue Zeichenübersicht ist zweifelsohne massentauglicher geworden, doch Profis werden auch einige frühere Funktionen vermissen. Die Ansicht der kompletten Unicode-Belegung ist standardmäßig schlicht nicht mehr verfügbar. Die einzelnen Bereiche müssen vom Anwender erst wieder einzeln manuell zugeschaltet werden. Und die frühere Möglichkeit, den Zeichenvorrat einer einzelnen Schrift gezielt anzuschauen, wurde schlicht gänzlich entfernt. Damit ist es auch im Gegensatz zu OS 10.6 nicht mehr möglich, Zeichen ohne Unicode (wie Kapitälchen, Schwungbuchstaben oder Ornamente) von der Zeichenübersicht in eine andere Anwendung einzufügen. Diese Funktion scheint momentan nur der kommerziellen Fontmanager FontExplorer X Pro in der Version 3.1 zu bieten.
 


Für viel Aufsehen sorgte die neue Unterstützung der Emoji-Bildzeichen. Sie werden täglich millionenfach in japanischen Mobiltelefon-Nachrichten verschickt und sind nun auch für alle Mac-Anwender verfügbar. Apple hat dazu einen speziellen Font mit transparenten PNG-Bildchen in das Betriebssystem integriert. Die Zeichen lassen sich aber wie ganz normale Schriftzeichen verwenden, skalieren, kopieren und so weiter. Dies ist möglich, da die Emoji 2010 offiziell in den Unicode aufgenommen wurden und somit problemlos in E-Mail, Textdokumenten oder auf Webseiten einsetzbar sind. Der Empfänger muss zur Anzeige lediglich eine Schrift installiert haben, die eine entsprechende Belegung der benutzten Unicode-Werte besitzt, selbst wenn die farbigen Bildzeichen auf dem Gerät des Empfängers nicht unterstützt werden.


 
Ein genereller Tipp: Um die Zeichenübersicht von Mac OS X schnell erreichen zu können, sollte man sie einfach in die Menüleiste legen. Dazu unter Systemeinstellungen → Sprache & Text → Eingabequellen den Punkt aktivieren: Eingabequellen in der Menüleiste anzeigen.
Anschließend unter Systemeinstellungen → Tastatur → Tastatur den Punkt Tastatur- und Zeichenübersicht in der Menüleiste anzeigen aktivieren. 

Die Schriftsammlung
Auch der integrierte Fontmanager von OS X hat mit der Version 3 in Lion einige Neuerungen erfahren. So bietet die Anwendung nun mehr Informationen über die ausgewählten Schriften und auch der komplette Zeichenvorrat lässt sich über Vorschau → Repertoire beziehungsweise   ⌘    2   betrachten. Im Gegensatz zur Zeichenübersicht zeigt die Schriftsammlung auch Zeichen ohne Unicode, so dass sich wirklich der komplette Zeichenvorrat gut ausgebauter OpenType-Fonts betrachten lässt. Eine Funktion zum Kopieren-und-Einfügen der Zeichen ist jedoch nicht vorhanden.



Neu hinzugekommen ist eine Funktion zur Konfliktbereinigung. Ist eine Schrift mehrfach installiert, wird dies durch ein gelbes Dreieck angezeigt und die überflüssigen Installationen können sehr einfach deaktiviert oder gelöscht werden. In unseren Tests stürzte das Programm jedoch regelmäßig bei Anwendung dieser Funktion ab. Die Stabilitätsprobleme des Programmes sind also wohl auch in Version 3 noch nicht wirklich ausgemerzt und für professionelle Schriftanwender sind kommerzielle Fontmanager wie FontExplorer, Fontcase oder Suitcase Fusion sicher nach wie vor die beste Wahl.



http://vg08.met.vgwort.de/na/745f7c6857964ed3999611239a7eaaa1" width="1" height="1" alt="">
Wer Schriften anhand von Beispielbildern finden möchte, fragt entweder die Experten im Forum von Typografie.info oder benutzt Online-Dienste wie WhatTheFont von MyFonts. Allerdings möchte man auch immer wieder Schriften finden, die man selbst auf dem Rechner hat oder die der gesuchten Schrift zumindest ähnlich sehen. Genau dies macht die Software Find my Font, die für PC und Mac verfügbar ist. Dabei ist es egal, ob diese Schrift installiert oder nur einfach irgendwo abgelegt ist. Das Programm gibt es als Free-, Basic-, Pro-Edition. Die Unterschiede sind hier aufgezeigt.

Besonders hervorzuheben ist die einfach Bedienung des Programmes, die sich in folgendem Video sehr schön sehen lässt. Die Bildvorlage muss im Voraus nicht mühselig bearbeitet werden. Auch gedrehte Texte und farbige Hintergründe kann die Software verarbeiten.
 



Eine 30-Tage-Demo kann hier heruntergeladen werden.
Sag’s per Post – und sag’s mit großen Lettern: eine Postkarten-Serie mit und für’s Versaleszett.

Die Idee zu dieser Serie entstammt der Diplom-Arbeit an der Bauhaus-Universität Weimar. Die Karten wurden erstmals auf der Buchmesse Leipzig verteilt und stießen dabei auf große Begeisterung und weckten bei vielen das Interesse am großen Eszett. Wegen der fortlaufenden Nachfrage wurden die Postkarten nun in Zusammenarbeit mit der Seite7 Designagentur als Serie mit 6 Motiven im Offset-Druck produziert. Sie sind im Shop von fonts.info verfügbar.

 

6 Motive 4/4-farbig, DIN A6 280 g/qm Chromokarton, einseitig gestrichen abgerundete Ecken als Set zu 12 oder 24 Karten verfügbar zum Shop
Der Buchklassiker Letterfontäne* von Joep Pohlen und Geert Setola bietet umfassendes Grundwissen zu Schrift und Typografie. Seit kurzem ist das Buch über den Taschen-Verlag auch in deutscher Sprache verfügbar. Eine Rezension findet sich zum Beispiel im Fontblog.
Die Webseite zum Buch wurde jetzt deutlich erweitert und zeigt Inhalte der ersten 240 Seiten wahlweise in Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch.



In der Rubrik Extras finden sich zudem einige interessante Downloads. Darunter einen Zeitstrahl, der Typografie und Kunstschaffen kombiniert sowie eine zeitliche Übersicht der Entwicklung namhafter Schriftenhäuser.


 
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Auf vielfachen Wunsch haben das Armenische Kultusministerium und die Typographische Gesellschaft München (tgm) die Einreichungsfrist für den diesjährigen internationalen Schriftwettbewerb „GRANSHAN 2011“ noch bis 8. September 2011 verlängert.

Mit der Konzentration auf die Kategorien Armenisch, Kyrillisch und Griechisch ist GRANSHAN weltweit der einzige Schriftwettbewerb, der die Entwicklung nicht-lateinischer Schriften fördert. Und damit im Spannungsfeld von Globalität und Regionalität hilft, Schrift als komplexes multilinguales Zeichensystem für die vielfältigen medialen Anwendungen als Kulturtechnik und Kulturspeicher zu erhalten.

Sprache wird durch Schrift erst schön – hierin sind sich die beiden Chairmen Edik Ghabuzyan, Head of the Department of Creating and Keeping Armenian Fonts of the National Book Chamber in Yerevan, und Boris Kochan, Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München, einig. Das Armenische Kultusministerium hat den internationalen Schriftwettbewerb mit Fokus auf nicht-lateinische Schriften 2008 ins Leben gerufen. Seit 2010 findet er in Kooperation mit der tgm statt.
 


Schriften in den Kategorien Armenisch, Kyrillisch, Griechisch und Display-Schriften können noch bis 8. September 2011 per E-Mail an [email protected] eingereicht werden. Eine internationale, mehrköpfige Jury wird die Schriften begutachten, bevor die Ergebnisse Ende September 2011 vom Armenischen Kultusministerium in Yerewan verkündet werden. Weitere Informationen und Einreichungsdetails finden Sie unter www.granshan.org.
<p>Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen</p>
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