19 Fachbegriffe in dieser Kategorie
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Der Geviertstrich (—) ist in ein waagerechter Strich, dessen Breite in etwa der Geviertlänge entspricht. Im Englischen kann der Geviertstrich als Gedankenstrich verwendet werden. Im Deutschen gibt es im Gegensatz zu Bindestrich und Gedankenstrich keine fest in der Orthografie verankerte Anwendung. Möglich ist zum Beispiel die Anwendung zur Kenntlichmachung von Anstrichen (»Spiegelstrich«) und glatten Währungsbeträgen (z.B. 50,— Euro). In anderen Sprachen wie dem Englischen kommt der Geviertstric
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Eine Glyphe (Mehrzahl Glyphen) ist die grafische Darstellung, also das konkrete Erscheinungsbild eines Buchstabens oder anderen Schriftzeichens, während das »Zeichen« selbst in der Regel die Idee oder Bedeutung bezeichnet; zum Beispiel »der Buchstabe a des deutschen Alphabets«. Ein Zeichen kann innerhalb einer Schrift durch verschiedene Glyphen repräsentiert werden. So kann ein Font zum Beispiel ein Standard-a, ein Alternativ-a und ein Kapitälchen-a enthalten – 3 Glyphen für ein und dasselbe Zei
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Der Grauwert bezeichnet die flächige Hell-Dunkel-Wirkung eines Textes. Je nach Kontext kann es dabei um die Stärke oder auch Gleichmäßigkeit des Grauwertes gehen. Der Grauwert wird dabei sowohl durch die verwendete Schrift und deren Eigenschaften bestimmt (Strichstärke, Duktus, Weißraum etc.), als auch durch die Art und Weise des Schriftsatzes (Laufweite, Zeilenabstand etc.). Der Grauwert gilt als ein Kriterium der Lesefreundlichkeit von Schriften beziehungsweise Texten.
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Grundstriche (auch Schattenstriche genannt) sind die dicksten Striche eines Buchstabens, die bei Schriften mit wechselnder Strichstärke auftreten können. Beim Schreiben mit der Breitfeder entsteht ein Haarstrich durch das Ziehen der Feder in großem Winkel (maximal 90°) zur Breite der Feder. Bei Spitzfedern entstehen Grundstriche bei der Spreizung der Feder durch hohen Schreibdruck.
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Glatter Satz ist die vor allem im Buchdruck verwendete Bezeichnung für einfachen Mengentext, der ohne Tabellen, Formeln, Bildeinschübe, Schriftwechsel und ähnliches auskommt.
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Ein Geviert ist … 1.) Ein quadratisches Stück Blindmaterial im Bleisatz, dessen Kantenlängen genau der Schriftgröße (Kegelhöhe) entsprechen. 2.) Ein Bezugssystem des Schriftsatzes. Da die Seitenlänge des Gevierts identisch mit der Schriftgröße ist, nutzt man den Begriff Geviert auch, um schriftgrößenunabhängige Bezüge herzustellen. So lässt sich zum Beispiele die Breite von Zeichen im Verhältnis zum Geviert beschreiben. Die Bezeichnungen Geviertstrich, Halbgeviertstrich (Gedanke
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Der Grusograph-Schriftprojektor ist ein speziell für Schriftvergrößerungsverfahren entwickeltes Gerät. Hier sind alle Buchstaben in stabilen, glasklaren Kunststoffstreifen in 20 mm Höhe aufgereiht. Die Streifen werden in eine Schiebekassette geschoben und durch ein lichtstarkes Vergrößerungsgerät auf eine Papierbahn geworfen, wo man sie leicht nachzeichnen kann. So lassen sich Schriften von 50 bis 250 mm Höhe projizieren, mit einem Zusatzgerät bis 600 mm Höhe.
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Der Begriff Grotesk dient in der Typografie zur Schriftstil-Klassifikation und beschreibt serifenlose Schriftarten, die typischerweise keinen oder nur einen minimalen Strichstärkenkontrast aufweisen. Als Druckschriftgattung traten Groteskschriften erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts auf und setzten sich insbesondere im 20. Jahrhundert als ein Standardschriftstil durch. In der deutschen Schriftklassifikationsnorm DIN 16518 werden Groteskschriften als »Gruppe VI: Serifenlose Linear-Antiqua«
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Englische und französische Bezeichnung für die im Deutschen benutzte Klassifizierung »Französische Renaissance-Antiqua«
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Gasse (oder Gießbach) bezeichnet im Schriftsatz unerwünschte Leerräume, die über mehrere Zeilen eine Verbindung bilden. Alternative Bedeutung: In einer Handsatz-Buchdruckerei wird mit Gasse auch der Arbeitsbereich zwischen den Setzregalen bezeichnet.
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Die Gattung der Gebrochenen Schriften gehörte in Mittel- und Westeuropa durch viele Jahrhunderte hindurch zu den vorherrschenden Schriftstilen. Am längsten hielt sie sich in Form der Fraktur in Deutschland. Als Schrift für Zeitungstitel, Biermarken oder rustikale Pensionen oder Kneipen, als historische Schrift, aber auch als junge Trendschrift in der Mode, HipHop- und Basketballszene und als Auszeichnungschrift ist sie nach wie vor international weit verbreitet. Im 12. Jahrhundert bildete s
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Gemeine (Bedeutung etwa »die Gewöhnlichen«) ist der typografische Fachbegriff für Kleinbuchstaben. Ein anderes, ebenfalls häufig gebrauchtes Wort für Kleinbuchstaben ist Minuskeln (vergl. zum Beispiel Karolingische Minuskeln) – im Gegensatz zu den Majuskeln, den Großbuchstaben.
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Gothic ist ein Zusatz bei vielen serifenlose Schriften aus dem englischen Sprachraum (z. B. Franklin Gothic, Letter Gothic). Häufig wird Gothic daher auch synonym mit »Amerikanische Grotesk« verwendet, also jenen Schriften, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA überwiegend als Anzeigen- und Werbeschrift entstanden. Gothic sollte nicht mit Gotisch (Sammelbegriff für Schriften, deren Formen zwischen 1100 und 1500 n.Chr. entstanden sind) verwechselt werden.
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Einige wenige Schriften besitzen Grauwert-Abstufungen (englisch: Grades). Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich die einzelnen Versionen nur unmerklich in der Strichstärke unterscheiden. Diese Schriftschnitte werden deshalb nicht zur Auszeichnung benutzt, sondern um unter unterschiedlichen Darstellungsbedingungen (Papierarten, Druckprinzipien, Leuchtbedingungen, Kontrastarten) jeweils den gleichen Eindruck der Strichstärke zu vermitteln. Beispiele: Benton Modern Text Grade 1 bis 4 Bureau
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Guillemets sind eine Form von Anführungszeichen, die im Französischen und anderen romanischen Sprachen die Standardform bilden. In Deutschland und Österreich stellen sie alternative Formen zu „dieser“ Schreibweise dar. «So ‹schreibt› man es in der Schweiz» »So ›schreibt‹ man es in Deutschland«
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(Schrift-)Garnitur bezeichnet im Bleisatz die Gesamtheit aller erhältlichen Grade eines Grundentwurfs. Beispiel: Die Garnitur A der Halbfetten Gotenburg umfasst Schriftschnitte in den Graden von 6 bis 84 Punkt.
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Oft aufgerufene Begriffe
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Die vier Umschlagseiten werden mit U1 bis U4 bezeichnet. Das erste, was man von einer Publikation, sei es nun Buch, Zeitschrift oder sonst etwas, sieht, ist die Seite U1. Schlägt man das Werk auf, schaut man links auf die, bei Büchern in der Regel unbedruckte, Seite U2 (und bei Büchern rechts dann auf den Schmutztitel). Blättert man nun das ganze Werk durch, bis man die letzte Seite umgeschlagen hat, dann ist links die letzte Seite des Werkes und rechts liegt U3, bei Büchern meistens ebenf
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Versalien ist der typografische Fachbegriff für Großbuchstaben. Der Begriff leitet sich ursprünglich von den Großbuchstaben ab, die am Anfang einer Verszeile (lat. versus = »Zeile«) standen. Der Singular lautet der Versal, wird aber in der Typografie praktisch nie gebraucht. Die Schreibweise in Versalien zählt neben kursiv, fett etc. zu den Auszeichnungsarten im Schriftsatz. Ein anderes, ebenfalls häufig gebrauchtes Wort für Großbuchstaben ist Majuskeln – im Gegensatz zu den Minuskeln, den
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Das Versal-Eszett bezeichnet die Großbuchstabenform des Buchstaben ß (Eszett). Die Erweiterung des deutschen Alphabets um diesen Buchstabens wird seit Ende des 19. Jahrhundert diskutiert. Bis 1941 waren in Deutschland die gebrochenen Schriften für deutsche Texte vorherrschend und in diesen Schriften gibt es nur in sehr seltenen Fällen Großschreibung von Wörtern. Das ß existierte deswegen lange Zeit nur als Kleinbuchstabe, da es für eine Großbuchstabenvariante schlicht keinen Bedarf gab. Seit dem
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Mit Condensed wird eine im Vergleich zum Normalschnitt schmaler laufende Schrift bezeichnet. Condensed-Schriften bieten sich auf Grund des geringeren Platzbedarfes zum Beispiel für Tabellen oder Zeitungsüberschriften an. Eine Schrift, die im Gegensatz zur Standardweite noch breiter läuft, wird im Englischen Extended bezeichnet.
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Die Versalhöhe beschreibt die Höhe eines Großbuchstabens (z.B. des H) des jeweiligen Schriftschnittes.
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LF ist die Abkürzung für Lining Figures – im deutschen Sprachraum in der Regel als Versalziffern bezeichnet.
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Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der deutsche Grafiker Ludwig Sütterlin im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums zwei Schulausgangsschriften: eine nach lateinischen Schriftstil, und eine zweite als Weiterentwicklung der bis dahin im deutschsprachigen Raum vorherrschenden Kurrentschrift. Letztere bekam in der Folge die umgangssprachliche Bezeichnung Sütterlinschrift. Sütterlin verzichtete in seiner Vorlage auf die typische Schrägstellung der Kurrent und den Schwellzug.
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Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen Querstrich des kleinen »e« der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Strichstärken-Unterschiede
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Der Begriff Kurrent kann im weitesten Sinne als Synonym von Schreibschriften (von lateinisch currere: »laufen«) benutzt werden. Diese Bedeutung ist jedoch nicht die übliche. In der Regel meint man mit Kurrent einen spezifischen Schreibschriftstil des lateinischen Schriftsystems, der auf die gotische Kursive des 15. Jahrhunderts zurückgeht und sich im deutschsprachigen Raum bis ins 20. Jahrhunderts als verkehrsübliche Schreibschrift halten konnte. Die Kurrent bildet als Schreibschrift das Pendant
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Der Bleisatz ist ein Satzverfahren, das in unserem Kulturkreis seit seiner Erfindung durch Johannes Gutenberg in Mainz um 1440 angewendet wird. Dabei werden die Texte aus sogenannten beweglichen Lettern – einzelnen Buchstaben aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung – zu einer Druckform zusammengesetzt, und von diesen wird im Hochdruckverfahren gedruckt. Handsatz in einer amerikanischen Staatsdruckerei Das manuelle Zusammenfügen der einzelnen Lettern durch einen Schriftsetzer wird H
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