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  • Tintenfalle – Bedeutung/Definition

    Wenn sich in einer Buchstabenform zwei Elemente in einem relativ geringen Winkel berühren, kann dies im Druck in kleinen Schriftgrößen dazu führen, dass die Druckfarbe an dieser Stelle physisch oder zumindest scheinbar zusammenläuft und einen unerwünschten Fleck bildet. Um dem entgegenzuwirken werden die Schnittpunkte an den betreffenden Stellen optisch offener gestaltet. Im Englischen wird dieser Einzug Ink Trap genannt.

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    Im Deutschen gibt es bislang keinen allseits akzeptieren Begriff für Ink Traps. Neben Tintenfalle finden zum Beispiel auch Einzug (URW, Scangraphic),  Lichtkeil und Einstich (Max Caflisch) Verwendung.


    Quellenangaben:

    Scangraphic: Bernd Holthosen, Albert-Jan Pool, Scangraphic Digital Type Collection Vol. 4, Band 1, 1990

    URW: Peter Karow, Font Technologie, Kapitel über Text, Display, Poster

    Typoart: Steht wahrscheinlich so in »Fotosatzschriften«. Volker Küster (bis 1984 freier Mitarbeiter bei Typoart, danach Type-Director bei Scangraphic, nannte die Dinger auch so. Aber ebenso Bernd Holthusen, der Geschäftsführer von Scangraphic. Er hatte das Wort aber nicht von Küster, die ganze Schriftabteilung hatte ja schon in der Zeit des analogen Fotosatzes die Schriften mit Einzügen versehen. 


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