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Der Begriff Bouma enstammt der Psychologie und steht für das charakteristische Wortbild, das man in einem Cluster von Buchstaben – d.h. in der Regel einem zusammenhängenden Wort – erkennt.

In der Typografie wird allgemein davon ausgegangen, dass wir Minuskeltext wegen der charakterstischen Bouma-Form, die hauptsächlich durch die Ober- und Unterlängen entsteht, besser lesen können als Versaltext, der meist nur gleichförmige, rechteckige Wortbilder erzeugt. Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese These umstritten. Der Begriff Bouma geht auf wissenschaftlichen Studien von H. Bouma zurück (vgl. zum Beispiel »Visual Interference in the Parafoveal Recognition of Initial and Final Letters of Words, Vision Research, 1973), wird aber fast ausschließlich im bereich der (englischsprachigen) Typografie verwendet.

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