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Adobe veröffentlichte 1985 den PostScript-Standard, eine Seitenbeschreibungssprache zur größenvariablen Druckausgabe von Dokumenten, und mit dem im gleichen Jahr erschienenen, auf PostScript basierenden Apple LaserWriter begann die Revolution des Desktop Publishing – dem Publizieren vom Schreibtisch aus.

Innerhalb des PostScript-Standards etablierten sich zunächst zwei wesentliche Schriftformate: Type-1- und Type-3-Fonts. Für Letztere waren die Spezifikationen frei zugänglich. Allerdings war dieses Format auch nicht so hochwertig wie Type 1, das Hinting unterstützte, um die Schrift in kleinen Schriftgraden am Bildschirm besser lesbar zu machen.

Nachdem klar wurde, dass sowohl Apple als auch Microsoft die PostScript-Type-1-Technologie nicht fest in das Betriebssystem integrieren wollten, kündigte Adobe den Adobe Type Manager (kurz ATM) an, um Type-1-Fonts zunächst auf dem Macintosh anzeigen zu können und auf Nicht-PostScript-Ausgabegeräten drucken zu können. Die PostScript Type-3-Fonts gerieten auf Grund der mangelnden Unterstützung schnell in Vergessenheit. Als Adobe sich dann 1990 gezwungen sah, die Spezifikationen des Type-1-Formates freizugeben und Schrifthersteller keine Tantiemen mehr an Adobe für die Erstellung von Type-1-Schriften zahlen mussten, konnte sich das Schriftformat durchsetzen.

PostScript Type 1 war lange Zeit der dominierende Fontstandard im professionellen Grafikdesign und der Druckvorstufe. Die im Gegensatz zur TrueType-Technologie weniger gut definierbare Bildschirmoptimierung (Hinting) fällt bei dieser Anwendung kaum ins Gewicht.

Ein aus heutiger Sicht gravierendes Problem war die fehlende Unicode-Unterstützung. Deshalb wurden PostScript-Type-1-Fonts immer mehr durch den Nachfolger OpenType abgelöst – eine Weiterentwicklung des TrueType-Formates, das nun aber auch Umrissbeschreibungen im PostScript-Format unterstützt.


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