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      Pachulke

      Ein Begriff aus dem Polnischen, der in abwertender Weise für einen Tölpel oder ungehobelten Burschen verwendet wird. In Druckereien wurde der Begriff für Setzergehilfen bzw. ungeschickte Setzer verwendet, mitunter aber auch im weiteren Sinne für alle Setzergesellen ohne Meisterbrief.
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      Paginierung

      Die Paginierung sind die Seitenzahlen einer Publikation. Bei Büchern beginnt die Paginierung in der Regel auf der Schmutztitelseite, wobei besonders bei Fachbüchern häufig erst ab dem ersten Kapitel arabisch und zuvor römisch nummeriert wird. Bei Magazinen wird häufig auch schon das Cover als Seite eins gezählt. Die Umschlagseiten werden auch mit U1 bis U4 bezeichnet (allerdings nicht so nummeriert).
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      PFB

      PFB steht für PostScript Font Binary und ist der Suffix einer Datei die zu einem Postscript-Type1-Font gehört. Die PFB-Datei enhält die Outline-Daten eines Fonts. Windows benötigt neben der PFB-Datei auch eine PFM-Datei um installiert und benutzt werden zu können.
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      PFM

      PFM steht für PostScript Font Metrics und ist der Suffix einer Datei die zu einem Postscript-Type1-Font gehört. Die PFM-Datei enhält Metrikdaten wie zum Beispiel Unterschneidungswerte. Windows benötigt neben der PFM-Datei auch eine PFB-Datei um installiert und benutzt werden zu können.
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      PFR

      PFR steht für Portable Font Resource und ist der Suffix einer Fontdatei, die zur Verwendung mit der Schrifteinbettungstechnolgie TrueDoc benutzt wurde.
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      PHF

      .phf ist der Suffix einer Fontdatei im Photofont-Format.
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      Photofont

      Photofonts sind Bitmapfonts, die Farben und Transparenzen unterstützen. Die einzelnen Glyphen bestehen dazu aus PNG-Bildern. Das Format wurde von Fontlab Ltd. entwickelt, wird aber kaum von Anwendungsprogrammen unterstützt. Siehe auch http://www.photofont.com
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      Plakadur

      Plakadur war ein Markenname der H. Berthold AG für ein auf Kunstharz basierendes Material, das im 20. Jahrhundert zur Produktion von großformatigen Buchdruck-Schriften als Alternative zu Holzschriften eingesetzt wurde. Im Vergleich zu letzteren ist das Plakadur-Material formstabiler, da es nicht nicht auf Feuchtigkeit, Lösungsmittel etc. reagiert.  Als Rohstoff zur Fertigung dient ein Edelkunstharzprodukt in Streifenform von ungefähr Kegelstärke und Schrifthöhe. Die Kegelseiten werden auf einer Doppelspindel-Fräsmaschine in einem Arbeitsgang beidseitig auf die gewünschte Cicerostärke gefräst. In die nunmehr kegelgenauen Streifen wird die Signatur vertieft eingelassen. Dann werden die Streifen auf die jeweils erforderlichen Dickten der zu fertigenden Buchstaben aufgeschnitten und durch Feinschleifen auf Schrifthöhe gebracht. Die so vorgearbeiteten Einzelblöcke – im Schriftkegel, in der Höhe und Dicke der aufzunehmenden Figur angepasst – werden im Anschluss durch eine Graviermaschine nach dem Storchenschnabelprinzip bearbeitet. Eine erhabene Schablone dient dem Führungsstift zum Umfahren des Buchstabenbildes. Der Storchenschnabel überträgt das Bild auf diese Weise auf das Werkstück. Ecken und Einschnitte werden am Ende von Hand nachgearbeitet. 
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      Polytype

      Polytype (Plural: Polytypen) war eine alternative Bezeichnung von Logotype. 
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      PostScript Type 0

      PostScript Type 0 ist eine Erweiterung von PostScript Type 1, das in Gegensatz zu letzterem eine Adressierung von mehr als 256 Zeichen ermöglicht. Es wurde vor allem für asiatische Fonts mit großem Zeichenvorrat benutzt. Das Format ist vor allem unter der Abkürzung CID (Character Identifier Font) bekannt.
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      PostScript Type 1

      Adobe veröffentlichte 1985 den PostScript-Standard, eine Seitenbeschreibungssprache zur größenvariablen Druckausgabe von Dokumenten, und mit dem im gleichen Jahr erschienenen, auf PostScript basierenden Apple LaserWriter begann die Revolution des Desktop Publishing – dem Publizieren vom Schreibtisch aus. Innerhalb des PostScript-Standards etablierten sich zunächst zwei wesentliche Schriftformate: Type-1- und Type-3-Fonts. Für Letztere waren die Spezifikationen frei zugänglich. Allerdings war dieses Format auch nicht so hochwertig wie Type 1, das Hinting unterstützte, um die Schrift in kleinen Schriftgraden am Bildschirm besser lesbar zu machen. Nachdem klar wurde, dass sowohl Apple als auch Microsoft die PostScript-Type-1-Technologie nicht fest in das Betriebssystem integrieren wollten, kündigte Adobe den Adobe Type Manager (kurz ATM) an, um Type-1-Fonts zunächst auf dem Macintosh anzeigen zu können und auf Nicht-PostScript-Ausgabegeräten drucken zu können. Die PostScript Type-3-Fonts gerieten auf Grund der mangelnden Unterstützung schnell in Vergessenheit. Als Adobe sich dann 1990 gezwungen sah, die Spezifikationen des Type-1-Formates freizugeben und Schrifthersteller keine Tantiemen mehr an Adobe für die Erstellung von Type-1-Schriften zahlen mussten, konnte sich das Schriftformat durchsetzen. PostScript Type 1 war lange Zeit der dominierende Fontstandard im professionellen Grafikdesign und der Druckvorstufe. Die im Gegensatz zur TrueType-Technologie weniger gut definierbare Bildschirmoptimierung (Hinting) fällt bei dieser Anwendung kaum ins Gewicht. Ein aus heutiger Sicht gravierendes Problem war die fehlende Unicode-Unterstützung. Deshalb wurden PostScript-Type-1-Fonts immer mehr durch den Nachfolger OpenType abgelöst – eine Weiterentwicklung des TrueType-Formates, das nun aber auch Umrissbeschreibungen im PostScript-Format unterstützt.
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      Private Use Area

      Private Use Area (»Private Verwendung«) ist ein Bereich im Unicode-Standard, für den keine festen Zeichen zugeordnet sind. In der Basic Multilingual Plane erstreckt sich der PUA-Bereich von U+E000 bis U+F8FF. Schrifthersteller können diesen Bereich nutzen, um Zeichen, für die kein eigener Unicode-Wert existiert, zu kodieren. Typisch sind hier etwa Kapitälchen, Schwungbuchstaben und Ornamente aller Art. Apple nutzt zum Beispiel den Kode U+F8FF für das Apple-Logo. Da die Private Use Area nicht standardisiert ist, funktionieren diese Zeichen meist nur in der gerade benutzten Schriftart. Beim Wechsel der Schriftart kann entweder gar kein, oder ein völlig anderes Zeichen erscheinen.
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      Proportionale Ziffern

      Proportionale Ziffern besitzen im Gegensatz zu Tabellensatzziffern eine unterschiedliche Dickte der einzelnen Ziffern.
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      PUA

      Abkürzung von Private Use Area
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      Punze

      Punze (von lateinisch »punctio«: Stechen) oder auch Bunze (veraltet) hat zwei Bedeutungen: Die Punze ist ein Werkzeug bei der Erstellung von Bleisatz-Stempeln. Damit müssen die Innenformen von Buchstabenvorlagen (Abbildung: fig 2) nicht manuell graviert werden, sondern werden durch das Einschlagen mit der Punze (Abbildung: fig 1) erzeugt. Die durch das oben genannte Werkzeug erstellten, nicht druckenden Innenformen eines Buchstabens bzw. des gedruckten Buchstabenbildes werden ebenfalls als Punzen bezeichnet. Alternativ spricht man heute auch vermehrt von Binnenformen. Punzen bzw. Binnenformen können geschlossen (z.B. »o«) oder offen (z.B. »n«) sein.
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Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk
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