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Typografie.info
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      Tabellensatzziffern

      Werden Proportionale Ziffern in Tabellen eingesetzt, ergibt sich durch die teils deutlich unterschiedliche Breite der Ziffern ein sehr unruhiges Satzbild. Sollen alle Ziffern stets exakt untereinander stehen, benutzt man deshalb (wenn verfügbar) Tabellensatzziffern. Bei diesen Ziffern ist die Dickte der Ziffern exakt gleich. Sind die verschiedenen Ziffernarten auf verschiedene Schriftschnitte verteilt, erkennt man die tabellarischen Versalziffern meist an dem Zusatz »TF« (für Tabular Figures).
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      Taschenbuch

      Ein Taschenbuch ist heute ein kleinformatiges, handliches Buch, das zu einem relativ niedrigen Preis in oft hohen Auflagen erscheint. Umschlag und Bindung sind in der Regel wie bei einer Broschur (»Softcover«) ausgeführt. Ein Taschenbuch ist also gleichzeitig auch eine Broschur, aber nicht jede Broschur auch ein Taschenbuch. 
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      Textarten nach DIN 1450

      Im Grafikdesign ist es üblich, Schriftgrößen direkt spezifische Einsatzbereiche zuzuweisen. So gelten etwa Schriftgrößen von 10 bis 12 Punkt als angenehme Lesegrößen für Fließtexte. Jedoch bezieht sich so eine Zuordnung immer nur auf Drucksachen, die man in die Hand nehmen kann und bei denen man daher von einem einigermaßen festen Leseabstand ausgehen kann. Aber selbst die großen Schriftgrade von Überschriften in einem Magazin können auf einem Schild viel zu klein sein, weil der Leseabstand gegebenenfalls mehrere Meter beträgt. In der DIN 1450 (Ausgabe 2013) werden deshalb Textarten nach einem relativen System definiert, das für jegliche Anwendungen benutzbar ist.   Konsultationstext Begleitende Informationen zu einem Lesetext, die für dessen Verständnis nicht zwingend notwendig sind. Beispiele: Marginaltext, Fußnoten Lesetext Der fortlaufende Text, der die relevanten Informationen enthält. Diese Textart stellt im Sinne der Leserlichkeit hohe Anforderungen an Schriftwahl und Textsatz. Beispiele: Fließtext in Büchern und Magazinen, Anleitungen, Medikamentenbeipackzettel etc. Schautext Dient in der Regel zur Gliederung von Lesetext und wird meist deutlich größer als der Lese- und Konsultationstext dargestellt. Beispiele: Überschriften in Zeitschriften oder auf Werbetafeln im öffentlichen Raum Durch die relative Größe des Schautextes stellt dieser sehr geringe Anforderungen an die Leserlichkeit. Auch ausgefallene Schriften sind möglich. Die DIN 1450 definiert daher für Schautext keinerlei Bedingungen. Signalisationstext Wird für Informationen zur Orientierung und für sicherheitsrelevante Informationen im öffentlichen Raum benutzt. Beispiele: Leit- und Orientierungssysteme, Kennzeichnung von Notausgängen, brandschutzrelevanten Hinweisen in Gebäuden etc. Signalisationstext erscheint zwar in der Regel recht groß, aber er muss aus möglichst großer Entfernung gelesen werden und stellt daher im Sinne der Leserlichkeit hohe Anforderungen an Schriftwahl und Textsatz (z.B. Kontrast, Buchstabenabstand etc.)   Trotz völlig unterschiedlicher Schriftgrößen: Im Sinne der Wahrnehmung ist die Leserlichkeit auch bei völlig unterschiedlichen Anwendungsbereichen vergleichbar und die typischen Textarten (Lesetext, Konsultationstext, Schautext) treten meist zusammen auf.
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      Tiegel

      Der Tiegel ist der flache Gegendruckkörper in Maschinen für den Hochdruck nach dem Fläche-gegen-Fläche-Prinzip. Zu den Pressen mit Tiegeldruckprinzip zählen auch Spindel-/Schraubenpressen und Kniehebelpressen nach dem Stanhope-Prinzip. Fachsprachlich üblich ist jedoch die Beschränkung des Begriffs Tiegeldruckpresse (oder kurz »Tiegel«) auf Pressen mit Klapp-Tiegeln nach Boston-/Liberty-/Gally- und Gordon-System. 
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      Tintenfalle

      Wenn sich in einer Buchstabenform zwei Elemente in einem relativ geringen Winkel berühren, kann dies im Druck in kleinen Schriftgrößen dazu führen, dass die Druckfarbe an dieser Stelle physisch oder zumindest scheinbar zusammenläuft und einen unerwünschten Fleck bildet. Um dem entgegenzuwirken werden die Schnittpunkte an den betreffenden Stellen optisch offener gestaltet. Im Englischen wird dieser Einzug Ink Trap genannt. Im Deutschen gibt es bislang keinen allseits akzeptieren Begriff für Ink Traps. Neben Tintenfalle finden zum Beispiel auch Lichtkeil und Einstich (Max Caflish) Verwendung.
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      Titelei

      Die Titelei bezeichnet die Seiten eines Buchs, die dem eigentlichen Inhalt vorangestellt sind. Teil der Titelei eines Buches können zum Beispiel sein: der Schmutztitel, das Frontispiz, die Titelseite auf dem Titelblatt,  Impressum, Vorwort, Widmung und Inhaltsverzeichnis.  
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      Titelseite

      Die Titelseite ist formell korrekt die Vorderseite des Titelblattes in Druckwerken wie Büchern. Häufig werden Titelseite und Titelblatt jedoch auch synonym verwendet. Die Titelseite enthält den Titel des Druckwerkes und bei Büchern heute in aller Regel auch Angaben zu Autoren, dem Verlag sowie Publikationszeit und -ort.  Bei Büchern ist die Titelseite Teil der Titelei. 
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      Transitional

      Englische Bezeichnung für Barock-Antiqua; im Deutschen sind auch die Synonyme Bastarda bzw. Bastardschrift gebräuchlich, die darauf verweisen, daß die Barocken sowohl Merkmale der Klassizistischen als auch der Renaissance-Antiqua in sich vereinigen.
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      Tropfenserife

      Eine als Kreis oder Tropfen ausgeformte Serife. 
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      TrueType

      TrueType wurde von Apple in den späten 1980er-Jahren entwickelt. Vorausgegangen waren Streitigkeiten mit dem damals noch kleinen Unternehmen Adobe. Dieses Unternehmen hatte mit PostScript schon Mitte der 1980er-Jahre einen Standard der Druckvorstufe geschaffen, der bereits skalierbare Schriften enthielt. Da Apple aber nicht bereit war, einen so wichtigen Teil seines Betriebssystems gegen Lizenzgebühren in die Kontrolle eines anderen Unternehmens zu übergeben, entschied man sich, ein eigenes Schriftformat zu entwickeln. Die dabei entstandene TrueType-Technologie bot gegenüber den PostScript-Fonts sogar Vorteile wie die damit mögliche bessere Bildschirmdarstellung. Und so sprang auch Microsoft auf diesen Zug auf und ließ sich die TrueType-Technologie von Apple lizenzieren. Ironie des Schicksals ist, dass Apple dadurch nie die Lorbeeren für diese Entwicklung ernten konnte, da TrueType bis heute zumeist der Windows-Welt und Microsoft zugeordnet wird. Apple unterstützte TrueType erstmalig 1991 in Mac OS 7. Die ersten Fonts Times Roman, Helvetica und Courier zeigten auf beeindruckende Weise, was mit skalierbaren Schriftformaten möglich war. Microsoft unterstützte das TrueType-Format erstmals 1992 in Windows 3.1. In Zusammenarbeit mit Monotype entstanden die Fonts Times New Roman, Arial und Courier. Besonders auf den Windows-Rechnern führte die Einführung des TrueType-Formates zu einem regelrechten Boom. Der Windows-Markt wurde rasch mit schlecht digitalisierten, billigen Fonts überflutet, und das TrueType-Format verdankt dieser Entwicklung bis heute seinen schlechten Ruf. Mit Windows 95 wurde die TrueType-Engine von Microsoft vollständig und verlässlicher. Graustufen-Rasterung (Kantenglättung) und neue hochwertige, aber kostenlose TrueType-Schriften wurden von Microsoft veröffentlicht. Dennoch ist das TrueType-Format bis heute noch nicht vollständig rehabilitiert. Auch die gern zitierten Probleme von TrueType- Fonts beim Rastern von Druckdaten in älteren RIPs (Raster Image Processor) bekräftigten immer wieder die Vorbehalte gegen TrueType. Heute ist bei den üblichen PostScript-RIPs allerdings nicht mehr mit Problemen zu rechnen, da hier das Rastern der TrueType-Schriften fest in den Standard integriert ist. Unterschiede zu PostScript-Fonts Im Gegensatz zur den Postscript-Type-1-Fonts können TrueType-Fonts mit einer detailgenaueren Bildschirmoptimierung (Hinting) versehen sein. Deshalb sind TrueType-Fonts der dominierende Standard für Systemfonts auf den meisten Betriebssystemen. Eine Weiterentwicklung des TrueType-Standards stellt das OpenType-Format dar. Die Umrissbeschreibung von TrueType beruht auf quadratischen Bézier-Kurven; bei PostScript basiert sie auf kubischen Bézier-Kurven. TrueType-Kurven lassen sich prinzipiell schneller errechnen, PostScript-Kurven benötigen dagegen teilweise weniger Stützpunkte. In der Praxis werden die beiden Kurven-/Fonttechnologien jedoch als gleichwertig angesehen. Tendenziell finden sich jedoch immer noch mehr TrueType-basierte Fonts bei der Bildschirmanwendung und mehr PostScript-basierte Fonts im Druckbereich. Beispiel: Frutiger-a mit TrueType-Kurven Frutiger-a mit PostScript-Kurven Varianten und Datei-Endungen TrueType-Fonts haben heute in der Regeln die Datei-Endung .ttf, ebenso wie TrueType-basierte OpenType-Fonts. Mehrere TrueType-Fonts lassen sich in einer TrueType Collection (.ttc) zusammenfassen. Im Mac OS werden die Windows-TrueType-Fonts und die TrueType-basierten OpenType-Fonts nativ seit Mac OS X unterstützt. Außerdem können TrueType-Fonts einer Schriftfamilie zu einem »Fontkoffer« (Suitcase) zusammengefasst werden. Seit Mac OS X sind die Daten nicht mehr im Resource-Zweig, sondern im Datenzweig der Datei abgelegt. Daher die Bezeichnung und der Suffix dfont. Die früheren TrueType-Fonts im Resource-Zweig besaßen keine Datei-Endung und sind nicht unter Windows einsetzbar, da dieses Betriebssystem keinen Resource-Zweig benutzt.
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      TTF

      TTF steht für TrueType-Font und ist der Suffix einer Fontdatei im TrueType-Format.
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      ttfautohint

      ttfautohint ist ein Programm von Werner Lemberg, mit dem man TrueType-Fonts mit einer automatisch generierten Bildschirmoptimierung versehen kann. Die Version 1.0 erschien am 22.3.2014. Weitere Informationen und Download unter http://www.freetype.org/ttfautohint/
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      Type Directors Club (TDC)

      Der Type Directors Club (abgekürzt: TDC) ist eine internationale typografische Organisation mit Sitz in New York. Die Organisation wurde 1946 gegründet und zu den ersten Mitgliedern zählten zum Beispiel Aaron Burns, Herb Lubalin und Hermann Zapf. Zur Arbeit des TDC zählt die Ausrichtung zweier Wettbewerbe, einer für typografische Gestaltung und der andere für die Gestaltung von Schriftarten. Die Ergebnisse erscheinen jährlich in einem Buch und werden auch regelmäßig in Deutschland in einer Ausstellung präsentiert. Neben der Ausrichtung der Wettbewerbe werden auch Vorträge und Workshops – hauptsächlich in den USA – angeboten. http://www.tdc.org
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      TypeDNA

      Der Fontmanager TypeDNA des schwedischen Entwicklerteams Anakron AB verfolgt einen neuen Ansatz. Statt nur als unabhängige Anwendung zu arbeiten, klinkt sich dieses Tool direkt die Creative-Suite-Anwendungen (ab Version 5) InDesign, Illustrator und Photoshop ein und stellt umfangreiche Verwaltungsmöglichkeiten direkt in einem Fenster dieser Programme zur Verfügung.Die meisten Funktionen entsprechen denen üblicher kommerzieller Fontmanager. Die Schriften können durchsucht, in Gruppen verwaltet, in verschiedenen Darstellungsmodi angezeigt werden und so weiter. TypeDNA versucht dabei, möglichst »intelligent« mit den Schriften umzugehen. Es sind Filterungen nach Strichstärke, Weite, optischer Größe und ähnlichem möglich und das Programm kann selbstständig Schriftmischungen vorschlagen. Mit nur einem Klick lässt sich der jeweilige Text im Dokument in den gewählten Schriftarten darstellen. Der ständige Wechsel zwischen Design-Anwendung und Fontmanager entfällt also.Prinzipiell lässt sich das Programm auch ohne die Creative Suite benutzt, aber dann kann es seine Stärken natürlich nicht vollends ausspielen.http://www.typedna.com
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      Typengreif

      Der Typengreif war ein im deutschsprachigen Raum verbreiteter Industriestaubsauger zum Einsatz in Druckereien mit Handsatz. Das Gerät wurde vom Stuttgarter Unternehmen Typengreif Apparatebau Wilhelm Bilek vertrieben. Im Wesentlichen funktionieren der Typengreif und vergleichbare Geräte anderer Hersteller wie herkömmliche Staubsauger. Den Unterschied macht der Aufsatz. Über den Schlauch liegt ein permanenter Sog an. Wird der Aufsatz in das Fach eines Setzkastens mit Bleilettern gehalten, werden die Lettern angesogen und innerhalb des Gummibehälters gehalten. Ein Metallgitter verhindert, dass die Typen in den Schlauch gelangen. Durch eine Klappe oder ein Knopf am Aufsatz kann der Luftstrom nach hinten umgeleitet werden. Der Sog an der Vorderseite des Aufsatzes wird dadurch aufgehoben und die Lettern fallen wieder aus dem Aufsatz heraus. Die Saugleistung lässt sich beim Typengreif in drei Stufen variieren, um Lettern unterschiedlicher Größe optimal ansaugen zu können.  Der Staubsauger hatte zwei wesentliche Funktionen: einerseits das Reinigen von Bleilettern und Setzkästen, andererseits das einfache Umlegen von Schriften in andere Setzkästen.   Werbeanzeige für den Typengreif. 1951. Quelle: Flickr   Größeres Typengreif-Model. Fotograf: Norman Posselt (www.p98a.com). Mit freundlicher Genehmigung.  Darstellung eines vergleichbaren Gerätes des Unternehmens Electrolux. 
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      Typograf

      Ein Typograf ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Anwendung von Schriften. (Zu alternativen Bedeutungen siehe Ende dieses Artikels) Typograf Jan Tschichold Umgangssprachlich wird die Bezeichnung Typograf oft fälschlicherweise als Synonym für Schriftgestalter verwendet. Allerdings gestaltet nur der Schriftgestalter (englisch »Type Designer«) Schriftarten; der Typograf benutzt in der Regel vorgefertigte Schriften für seine grafischen Gestaltungen. Natürlich kann ein Gestalter auch gleichzeitig Typograf und Schriftgestalter sein.Die Bezeichnung Typograf ist nicht geschützt. Sie fällt in der Regel in das weite Feld des Grafikdesigns. Typografen können zum Beispiel aus folgenden Lehrberufen bzw. Studiengängen hervorgehen: Schriftsetzer Mediengestalter Digital und Print (Deutschland), Medienfachmann/-frau (Österreich), Polygraf (Schweiz) Gestaltungstechnischer Assistent Kommunikationsdesign bzw. Visuelle Kommunikation Alternative Bedeutungen Typograph – eine Setzmaschine der International Typograph Co. Typograf – ein Fontmanager für Windows der Firma Neuber
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      Typografie

      Der Begriff Typografie ist eine Ableitung aus dem Griechischem: von týpos (Schlag, Abdruck, Figur, Typ) und gráphein (schreiben, zeichnen). Je nach Kontext kann der Begriff auf unterschiedliche Weisen verstanden werden. Die Typografie als Technik Die Typografie als Technik beschreibt die Erstellung beziehungsweise Darbietung von Textinformation über vorgefertigte Zeichenvorlagen. In unserem Kulturkreis hat diese Technik ihren Ursprung in der Erfindung Johannes Gutenbergs, der Bücher mithilfe einzelner Bleilettern (sogenannter Typen) druckte. Die einzelnen Bleibuchstaben eines Schriftstils in einer bestimmten Größe werden dabei zu einem Satz zusammengefasst, den man Font nennt. Der heute übliche Digitalsatz ist ein Nachfahre dieser Technik. Fonts sind nun Software, aber sie bestehen weiterhin aus einzelnen Zeichen (jetzt Glyphen genannt), die wie schon zu Gutenbergs Zeiten zu Zeilen und Textblöcken arrangiert werden. Die Typografie in ihrer technischen Definition wird im Fachbereich des Grafikdesigns von zwei anderen Techniken unterschieden: Bei der Kalligrafie werden die Texte allein durch Schreiben mit der Hand erstellt und hinter dem englischen Begriff des Letterings werden alle anderen Techniken zusammengefasst, die weder geschrieben noch mittels vorgefertigten Schriftzeichen erstellt wurden. So werden dementsprechend zum Beispiel gezeichnete, gemalte, gesprühte, geritzte Wörter oder Texte als Lettering bezeichnet. Die Typografie als Lehre Die Typografie als Lehre beschreibt das Wissen um die Anwendung der Schrift. Dieses reicht von historisch, kulturwissenschaftlich Zusammenhängen bis zu den theoretischen und praktischen Grundlagen der gestalterischen Anwendung von Schrift in der Gegenwart. Bildhaft gesprochen kann man von der »Inszenierung einer textlichen Botschaft« sprechen und die Schrift als »Kleidung der Texte« verstehen. Die Kenntnisse, diese »Kleider« nach ästhetischen, funktionalen, kulturellen, künstlerischen, und inhaltlichen Kriterien optimal auszuwählen und anzuwenden, ist die Lehre der Typografie. Sie überschneidet sich in diesem Sinne heute stark mit dem Fachbereich des Grafikdesigns, in dem die Schrift nicht selten eine wesentliche Rolle als Kommunikationsmittel einnimmt. Schrift und Gestaltung sind aber dennoch keine Synonyme. Die Typografie beschreibt immer nur die Dinge, die unmittelbar die Schriftanwendung betreffen. 
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      Typograph

      Typograph ist der Name einer Zeilensatzmaschine, die vom Amerikaner John Raphael Rogers (1856–1934) entwickelt und über seine Rogers Typograph Company vertrieben wurde. Gebaut wurde die Maschine zunächst in den Werkstätten von Fred E. Bright in Cleveland, Ohio.ArbeitsweiseDie Matrizen sind bei dieser Setzmaschine in einem fächerförmigen Rahmen aufgehängt. Beim Tasten gleiten die stabförmigen Matrizen durch ihr bloßes Gewicht aus der Ruhestellung über Gleitdrähte zur Matrizensammelstelle. Über Spatienringe werden die Wortzwischenräume eingestellt. Die fertige Zeile wird daraufhin abgegossen und durch Schwenken des Matrizenkorbes gelangen die Matrizen wieder in die Ausgangsposition.GeschichtlichesDie Typograph war durch ihren einfachen Aufbau deutlich günstiger als die Linotype-Maschinen der Mergenthaler Linotype Company. Diese verklagte Rogers 1886 wegen Patentverletzungen. Rogers gewinnt zwar die Verhandlung, aber in der Folge kauft die Mergenthaler Linotype Company kurzerhand sämtliche zugehörigen amerikanischen Patente auf und nimmt die Typograph-Setzmaschine vom Markt. Rogers erhält eine Beraterstelle in der Mergenthaler Linotype Company.Die Maschine wird jedoch in Kanada weiter produziert und nach Auslaufen der Patente in den USA auch wieder in Detroit von der American Typograph Company angeboten.Über Kanada kam die Maschine auch nach Deutschland, wo die Ludwig Loewe & Co. in Berlin zunächst Testmodelle baute. Die endgültige Form des deutschen Modells wurde 1897 dann über die Setzmaschinenfabrik Typograph in Berlin hergestellt und vertrieben.Typograph Model B im Druckkunstmuseum Leipzig. Foto: PachulkeDas Model A hatte lediglich ein Buchstabenbild pro Matrize. Mit dem Modell B (1908) waren dann aber (wie bei Linotype) auch zwei Buchstaben pro Matrize möglich und das Ablegen der Matrizen durch Überkippen des Korbes konnte die Maschine nun selbstständig vornehmen. Zu dieser Zeit hatte man bereits 2000 Maschinen in ganz Europa verkauft.Im Zweiten Weltkrieg wurde das Werk in Berlin vollständig zerstört. Video-Portrait einer Druckerei in den 1950er-Jahren, in dem auch eine Typograph-Maschine im Einsatz gezeigt wird (1:40—2:30)
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      Typographica

      Typographica ist der Name eines Typografie-Print-Magazins, das zwischen 1949 und 1967 von Herbert Spencer herausgegeben wurde. Insgesamt sind 32 Ausgaben erschienen. Seit 2002 wird der Name für einen Blog benutzt, den der US-Amerikaner Stephen Coles federführend betreibt. Typographi.ca im Jahr 2002.
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      Typometrie

      Die Typometrie war ein Verfahren zur Reproduktion von Kartenmaterial über die Technik des Buchdruckes. Die Technik kam im ausgehenden 18. Jahrhundert und frühen 19. Jahrhundert zum Einsatz, wurde dann aber durch die Erfindung der Lithografie verdrängt.   
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