9 Fachbegriffe in dieser Kategorie
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Haarstriche sind die dünnsten Striche eines Buchstabens, die bei Schriften mit wechselnder Strichstärke auftreten können. Beim Schreiben mit der Breitfeder entsteht ein Haarstrich durch das Ziehen der Feder parallel zur Breite der Feder. Bei Spitzfedern entstehen Haarstriche durch den minimalen Schreibdruck.
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Englische Bezeichnung für die Bildschirmoptimierung, die in einem Font integriert ist. Auch der Prozess der Erstellung derselben wird als Hinting bezeichnet.
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Das Handgießinstrument ist ein Apparat, in den eine Matrize eingespannt und mit einer flüssigen Bleilegierung ausgegossen wird. Auf diese Weise lassen sich beliebig viele Buchstaben einer Vorlage gießen. Das Handgießinstrument bildete einen wesentlichen Bestandteil der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern im 15. Jahrhundert und kam über mehrere Jahrhunderte zum Einsatz.
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Beim Handsatz werden die Buchstaben einzeln und manuell gesetzt. Dies entspricht der klassischen Bleisatztechnik für die Reproduktion im Buchdruck, wie sie seit dem 15. Jahrhundert über mehrere Jahrhunderte verbreitet war. Der Begriff Handsatz etablierte sich mit der Verbreitung des Maschinensatzes zur Abgrenzung von dieser neuen Technik.
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Englische, aber auch im Deutschen häufig verwendete Bezeichnung für einen Festeinband.
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Typografischer Fachausdruck für den Gedankenstrich. Während sich der Begriff Gedankenstrich aus einer typischen Funktion dieses Zeichens herleitet, bezieht sich die Bezeichnung Halbgeviertstrich auf die typische Breite des Zeichen, die in etwa einem halben Geviert entspricht. Die exakte Breite ist jedoch von Schrift zu Schrift unterschiedlich und kann unter Umständen auch deutlich von einem Halbgeviert abweichen. Die Länge wird dann eher aus visuellen Gesichtspunkten in Übereinstimmung mit der S
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Ein Hurenkind ist eine einzelne, letzte Zeile eines Absatzes, die am Anfang einer neuen Seite oder Spalte steht.
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Wenn ein Schriftsetzer im Bleisatz ein Wort doppelt gesetzt hat, nennt man dies Hochzeit. (Das Gegenstück: Ein fehlendes Wort ist für den Bleisetzer eine »Leiche«.) Solche Satzfehler zu korrigieren, ist im Bleisatz sehr aufwendig, weil alle nachfolgenden Zeilen bis zum Ende des Absatzes oder bis der Schaden reguliert ist neu umbrochen und maschinell oder von Hand erneut ausgeschlossen, also mit Blindmaterial auf die Breite der Kolumne gebracht werden müssen.
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Das hz-Programm, benannt nach Schriftgestalter Hermann Zapf, ist eine Satztechnologie, die Zapf in den 1980er Jahren in Zusammenarbeit mit URW in Hamburg entwickelte. Mit dieser Technologie war es möglich, vollautomatisch das Satzbild ganzer Absätze zu optimieren. Ziel war dabei vor allem ein einheitlicher Grauwert mit gleichmäßigen Wortabständen und möglichst wenigen, untereinander stehenden Trennzeichen am Zeilenende. Dies wurde vor allem durch geringfügiges Verkleinern und Verbreitern der Buc
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Oft aufgerufene Begriffe
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Die vier Umschlagseiten werden mit U1 bis U4 bezeichnet. Das erste, was man von einer Publikation, sei es nun Buch, Zeitschrift oder sonst etwas, sieht, ist die Seite U1. Schlägt man das Werk auf, schaut man links auf die, bei Büchern in der Regel unbedruckte, Seite U2 (und bei Büchern rechts dann auf den Schmutztitel). Blättert man nun das ganze Werk durch, bis man die letzte Seite umgeschlagen hat, dann ist links die letzte Seite des Werkes und rechts liegt U3, bei Büchern meistens ebenf
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Versalien ist der typografische Fachbegriff für Großbuchstaben. Der Begriff leitet sich ursprünglich von den Großbuchstaben ab, die am Anfang einer Verszeile (lat. versus = »Zeile«) standen. Der Singular lautet der Versal, wird aber in der Typografie praktisch nie gebraucht. Die Schreibweise in Versalien zählt neben kursiv, fett etc. zu den Auszeichnungsarten im Schriftsatz. Ein anderes, ebenfalls häufig gebrauchtes Wort für Großbuchstaben ist Majuskeln – im Gegensatz zu den Minuskeln, den
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Das Versal-Eszett bezeichnet die Großbuchstabenform des Buchstaben ß (Eszett). Die Erweiterung des deutschen Alphabets um diesen Buchstabens wird seit Ende des 19. Jahrhundert diskutiert. Bis 1941 waren in Deutschland die gebrochenen Schriften für deutsche Texte vorherrschend und in diesen Schriften gibt es nur in sehr seltenen Fällen Großschreibung von Wörtern. Das ß existierte deswegen lange Zeit nur als Kleinbuchstabe, da es für eine Großbuchstabenvariante schlicht keinen Bedarf gab. Seit dem
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Mit Condensed wird eine im Vergleich zum Normalschnitt schmaler laufende Schrift bezeichnet. Condensed-Schriften bieten sich auf Grund des geringeren Platzbedarfes zum Beispiel für Tabellen oder Zeitungsüberschriften an. Eine Schrift, die im Gegensatz zur Standardweite noch breiter läuft, wird im Englischen Extended bezeichnet.
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Die Versalhöhe beschreibt die Höhe eines Großbuchstabens (z.B. des H) des jeweiligen Schriftschnittes.
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LF ist die Abkürzung für Lining Figures – im deutschen Sprachraum in der Regel als Versalziffern bezeichnet.
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Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der deutsche Grafiker Ludwig Sütterlin im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums zwei Schulausgangsschriften: eine nach lateinischen Schriftstil, und eine zweite als Weiterentwicklung der bis dahin im deutschsprachigen Raum vorherrschenden Kurrentschrift. Letztere bekam in der Folge die umgangssprachliche Bezeichnung Sütterlinschrift. Sütterlin verzichtete in seiner Vorlage auf die typische Schrägstellung der Kurrent und den Schwellzug.
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Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen Querstrich des kleinen »e« der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Strichstärken-Unterschiede
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Der Begriff Kurrent kann im weitesten Sinne als Synonym von Schreibschriften (von lateinisch currere: »laufen«) benutzt werden. Diese Bedeutung ist jedoch nicht die übliche. In der Regel meint man mit Kurrent einen spezifischen Schreibschriftstil des lateinischen Schriftsystems, der auf die gotische Kursive des 15. Jahrhunderts zurückgeht und sich im deutschsprachigen Raum bis ins 20. Jahrhunderts als verkehrsübliche Schreibschrift halten konnte. Die Kurrent bildet als Schreibschrift das Pendant
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Der Bleisatz ist ein Satzverfahren, das in unserem Kulturkreis seit seiner Erfindung durch Johannes Gutenberg in Mainz um 1440 angewendet wird. Dabei werden die Texte aus sogenannten beweglichen Lettern – einzelnen Buchstaben aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung – zu einer Druckform zusammengesetzt, und von diesen wird im Hochdruckverfahren gedruckt. Handsatz in einer amerikanischen Staatsdruckerei Das manuelle Zusammenfügen der einzelnen Lettern durch einen Schriftsetzer wird H
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