58 Fachbegriffe in dieser Kategorie
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Ein Schriftgießer stellt Druckbuchstaben (»bewegliche Lettern«) her. Dazu wird eine durch Hitze flüssig gehaltene Metall-Legierung aus (in aller Regel) Blei, Antimon und Zinn in eine Negativform (»Matrize«) gegossen. Dies geschah über Jahrhunderte und seit der Zeit Johannes Gutenbergs mithilfe des Handgießinstruments. Erst im Zuge der Industriellen Revolution wurde diese Tätigkeit durch Gießmaschinen ersetzt.
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Im Setzkasten werden in der Handsetzerei die Lettern eines Schriftschnitts in einer Schriftgröße aufbewahrt. Die Einteilung und Belegung der Fächer ist standardisiert. Es existieren jedoch unterschiedliche Einteilungen/Belegungen für unterschiedliche Länder, Sprachen und Schriftstile (wie Antiqua und Fraktur). Schriftkästen werden grundsätzlich in Kästen für liegende Schriften und Steckschriftenkästen (ohne Fächer mit aufrecht stehenden Lettern) unterteilt. Steckschriftkästen werden
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Eine Schriftsippe vereint Schriftfamilien unterschiedlicher Schriftstile (z.B. Antiqua, Grotesk, Egyptienne) innerhalb einer zusammengehörigen Großfamilie.
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Der Strichstärkenkontrast beschreibt die Stärke der Änderung der Strichstärke bei Schriftarten und bildet ein wesentliches Charaktermerkmal von Schriften. Bei geschriebener Schrift entsteht der Strichstärkenkontrast durch Art und Haltung des Schreibwerkzeuges. Obgleich viele Satzschriften nicht direkt schreibbar sind und in allen Details frei ausgestaltet werden können, lehnen sich die meisten Satzschriften dennoch an den Duktus typischer Schreibwerzeuge an. Eine Redisfeder erzeugt ke
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Durch die schräge Haltung eines Schreibgerätes – z.B. einer Breitfeder – verändert sich beim Schreiben die Strichstärke und es entsteht ein charakteristischer Schreibduktus. Bei Rundungen zeigt sich hierbei eine Achse zwischen den Stellen mit der geringsten Strichstärke: die Schattenachse. Bei der Einordnung von Schriften in Systeme zur Schriftklassifikation ist die Schattenachse ein wichtiges Kriterium, da sie ein typisches Merkmal verschiedener Schriftepochen darstellt.
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Schablonenschriften (Beispiele) verzichten typischerweise auf geschlossene Binnenformen (Punzen). Im Ergebnis lassen sich mit diesen Schriften oft physische Schablonen zum Zeichnen, Sprühen etc. erstellen. Schriften bzw. Schnitte dieser Art tragen oft die englische Bezeichnung »Stencil« im Namen. Der typische Stil dieser Schablonenschriften wird aber bei digitalen Schriften auch teilweise als rein stilistisches Merkmal eingesetzt und die Erstellung von Schablonen ist dann nicht immer
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Kleine Ausbuchtung (die keine vollwertige Serife bildet) oder Ende eines Stammstriches, insbesondere an Stellen, wo Stämme und Rundungen zusammentreffen.
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Mit dem Schließzeug wird im Hochdruck auf der Schließplatte die Druckform im Schließrahmen fest eingespannt. Das Schließzeug bildet dazu einen Keil, der meist durch einen Schließzeugschlüssel solange verbreitert wird, bis der noch vorhandenen Raum unter Druck vollständig ausgefüllt ist.
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Der Stempelschneider arbeitet mit Sticheln und Feilen aus einen Stahlstift die seitenverkehrte Positivvorlage eines Buchstabens heraus. Der Stempel dient im Anschluss zur Herstellung der Negativform (Matrize), von der die Lettern gegossen werden können. In ſtiller Klauſe ganz für ſich wirkt hier an ſeinem Arbeitstiſch mit ſcharfem Aug’ und Seelenruh der Stempelſchneider immerzu. Er formt die Sticheln mancherlei in hartem Stahl, in weiches Blei mit Feil’ und Gegenpunze ba
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Stempel bezeichnet in der Typografie die vom Stempelschneider aus Stahl geschnittene Positiv-Form eines Buchstabens. Der fertige Stempel wird später in ein weicheres Material abgeschlagen, wodurch die Negativform (Matrize) für den Guss der Lettern entsteht.
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Seitenansprache (englisch: Pull quote) nennt man aus Fließtexten herausgestellte Textauszüge, die den Betrachter zum Lesen des Textes animieren sollen.
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Ein Schusterjunge ist eine einzelne, erste Zeile eines Absatzes, die als letzte Zeile am Ende einer Seite oder Spalte steht.
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Die Signatur ist eine Einkerbung an einem Bleisatzbuchstaben, mitunter auch eine Kombination mehrerer Einkerbungen. Sie zeigt dem Schriftsetzer an, ob die Buchstaben richtig herum in den Winkelhaken gesetzt wurden und – durch Variation in Positionierung und Größe – ob die Lettern zur gleichen Schrift gehören. Komplettguss-Lettern habe eine gerundete Signatur, Monotype-Lettern eine eckige.
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Eine (meist aus Stahl gefertigte) besonders glatte Platte, auf der Hochdruck-Formen geschlossen wurden. Als komplettes Möbelstück in größeren Druckereien war gegebenenfalls auch die Bezeichnung Metteurtisch (»composing/imposing table«) in Verwendung.
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Der Schmutztitel ist eine dem Titelblatt vorangestellten Seite und in der Regel die erste Seite des Buchblocks. Der Schmutztitel enthält deutlich weniger Informationen als das Titelblatt, mindestens aber den Titel des Buches selbst.
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Beim Bleisatz werden die Lettern zeilenweise in den Winkelhaken gesetzt und ins Satzschiff gestellt, wo dann die einzelnen Kolumnen zusammengefügt werden. Das Satzschiff ist ein auf meist drei (manchmal auch nur zwei) Seiten mit einem hochstehenden Rand versehenes stabiles rechteckiges Blech. Die vierte Seite (in der Regel eine Schmalseite) bleibt oft ohne diese Begrenzung, damit man den ausgebundenen Satz auf eine Schließplatte schieben kann. Bei vielen Satzschiffen kann man diese vierte S
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Im Bleisatz bezeichnet Steg ein Stück Blindmaterial zum Auffüllen größerer, nichtdruckender Räume. Hierzulande sind Stege in der Regel metallisch. Im angloamerikanischen Raum sind die Stege eher aus Holz und werden dementsprechend auch »Furniture« genannt.
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Der Schriftsetzer (oder kurz Setzer) führt in die Tätigkeit des Setzens aus – also das Zusammenfügen von beweglichen Lettern zu Wörtern, Zeilen und ganzen Druckformen. Im traditionellen Buchdruckverfahren gehörte auch die Korrektur und das Ablegen des Satzes dazu. Schriftsetzer war über lange Zeit ein Ausbildungsberuf, der in in der Regel in zwei bis vier Jahren erlernt wurde. Mit der Etablierung des Maschinensatzes entstand um 1900 eine Trennung in Handsetzer und Maschinensetzer. Mit der
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Setzlinien sind schmale Streifen (zum Beispiel aus Neusilber, Messing oder Blei), die an den Seiten zwei »Ohren« zum leichteren Anfassen besitzen. Mit den Setzlinien wird das Ausheben der Zeile erleichtert. Außerdem ist es mit eingeschobenen Setzlinien leichter, mehrere Zeilen auf einmal im Winkelhaken aufzureihen. Die Setzlinie kann etwas kürzer als die Satzbreite sein, um die Beweglichkeit der Linie zu garantieren.
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Der Schließrahmen ist eine (in der Regel metallische) Form, in der im Hochdruck die Druckform eingespannt wird. Entsprechend der druckbaren Formate der Druckmaschine gibt es Schließrahmen in verschiedenen Größen.
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Spitz zusammenlaufende Stelle eines Buchstabens, insbesondere am oberen Ende.
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Die im klassischen deutschen Fraktursatz am Ende von Wörtern und Morphemen anstelle des langen s (ſ) verwendete runde s-Form.
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Ein Spiegelstrich ist ein horizontaler, der Gliederung dienender Strich am Anfang eines Absatzes, der meist zur Darstellung von Aufzählungen verwendet wird. Der Begriff verweist auf die Anwendung, nicht auf das zu verwendende Zeichen selbst. In der Typografie kommen vor allem der Geviert- und der Halbgevierstrich als Spiegelstrich zum Einsatz.
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Oft aufgerufene Begriffe
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Die vier Umschlagseiten werden mit U1 bis U4 bezeichnet. Das erste, was man von einer Publikation, sei es nun Buch, Zeitschrift oder sonst etwas, sieht, ist die Seite U1. Schlägt man das Werk auf, schaut man links auf die, bei Büchern in der Regel unbedruckte, Seite U2 (und bei Büchern rechts dann auf den Schmutztitel). Blättert man nun das ganze Werk durch, bis man die letzte Seite umgeschlagen hat, dann ist links die letzte Seite des Werkes und rechts liegt U3, bei Büchern meistens ebenf
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Versalien ist der typografische Fachbegriff für Großbuchstaben. Der Begriff leitet sich ursprünglich von den Großbuchstaben ab, die am Anfang einer Verszeile (lat. versus = »Zeile«) standen. Der Singular lautet der Versal, wird aber in der Typografie praktisch nie gebraucht. Die Schreibweise in Versalien zählt neben kursiv, fett etc. zu den Auszeichnungsarten im Schriftsatz. Ein anderes, ebenfalls häufig gebrauchtes Wort für Großbuchstaben ist Majuskeln – im Gegensatz zu den Minuskeln, den
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Das Versal-Eszett bezeichnet die Großbuchstabenform des Buchstaben ß (Eszett). Die Erweiterung des deutschen Alphabets um diesen Buchstabens wird seit Ende des 19. Jahrhundert diskutiert. Bis 1941 waren in Deutschland die gebrochenen Schriften für deutsche Texte vorherrschend und in diesen Schriften gibt es nur in sehr seltenen Fällen Großschreibung von Wörtern. Das ß existierte deswegen lange Zeit nur als Kleinbuchstabe, da es für eine Großbuchstabenvariante schlicht keinen Bedarf gab. Seit dem
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Mit Condensed wird eine im Vergleich zum Normalschnitt schmaler laufende Schrift bezeichnet. Condensed-Schriften bieten sich auf Grund des geringeren Platzbedarfes zum Beispiel für Tabellen oder Zeitungsüberschriften an. Eine Schrift, die im Gegensatz zur Standardweite noch breiter läuft, wird im Englischen Extended bezeichnet.
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Die Versalhöhe beschreibt die Höhe eines Großbuchstabens (z.B. des H) des jeweiligen Schriftschnittes.
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LF ist die Abkürzung für Lining Figures – im deutschen Sprachraum in der Regel als Versalziffern bezeichnet.
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Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der deutsche Grafiker Ludwig Sütterlin im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums zwei Schulausgangsschriften: eine nach lateinischen Schriftstil, und eine zweite als Weiterentwicklung der bis dahin im deutschsprachigen Raum vorherrschenden Kurrentschrift. Letztere bekam in der Folge die umgangssprachliche Bezeichnung Sütterlinschrift. Sütterlin verzichtete in seiner Vorlage auf die typische Schrägstellung der Kurrent und den Schwellzug.
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Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen Querstrich des kleinen »e« der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Strichstärken-Unterschiede
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Der Begriff Kurrent kann im weitesten Sinne als Synonym von Schreibschriften (von lateinisch currere: »laufen«) benutzt werden. Diese Bedeutung ist jedoch nicht die übliche. In der Regel meint man mit Kurrent einen spezifischen Schreibschriftstil des lateinischen Schriftsystems, der auf die gotische Kursive des 15. Jahrhunderts zurückgeht und sich im deutschsprachigen Raum bis ins 20. Jahrhunderts als verkehrsübliche Schreibschrift halten konnte. Die Kurrent bildet als Schreibschrift das Pendant
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Der Bleisatz ist ein Satzverfahren, das in unserem Kulturkreis seit seiner Erfindung durch Johannes Gutenberg in Mainz um 1440 angewendet wird. Dabei werden die Texte aus sogenannten beweglichen Lettern – einzelnen Buchstaben aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung – zu einer Druckform zusammengesetzt, und von diesen wird im Hochdruckverfahren gedruckt. Handsatz in einer amerikanischen Staatsdruckerei Das manuelle Zusammenfügen der einzelnen Lettern durch einen Schriftsetzer wird H
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Typo-Wiki-Index
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- Ausbinden
- Aldusblatt
- Ausschluss
- Anpappblatt
- Abziehpresse
- Akzidenzsatz
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