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58 Fachbegriffe in dieser Kategorie

  1. Ralf Herrmann ·
    Ein Schriftgießer stellt Druckbuchstaben (»bewegliche Lettern«) her. Dazu wird eine durch Hitze flüssig gehaltene Metall-Legierung aus (in aller Regel) Blei, Antimon und Zinn in eine Negativform (»Matrize«) gegossen. Dies geschah über Jahrhunderte und seit der Zeit Johannes Gutenbergs mithilfe des Handgießinstruments. Erst im Zuge der Industriellen Revolution wurde diese Tätigkeit durch Gießmaschinen ersetzt.  
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  2. Ralf Herrmann ·
    Im Setzkasten werden in der Handsetzerei die Lettern eines Schriftschnitts in einer Schriftgröße aufbewahrt. Die Einteilung und Belegung der Fächer ist standardisiert. Es existieren jedoch unterschiedliche Einteilungen/Belegungen für unterschiedliche Länder, Sprachen und Schriftstile (wie Antiqua und Fraktur).    Schriftkästen werden grundsätzlich in Kästen für liegende Schriften und Steckschriftenkästen (ohne Fächer mit aufrecht stehenden Lettern) unterteilt. Steckschriftkästen werden
    • 7.656 Aufrufe
  3. Ralf Herrmann ·
    Eine Schriftsippe vereint Schriftfamilien unterschiedlicher Schriftstile (z.B. Antiqua, Grotesk, Egyptienne) innerhalb einer zusammengehörigen Großfamilie. 
    • 5.458 Aufrufe
  4. Ralf Herrmann ·
    Der Strichstärkenkontrast beschreibt die Stärke der Änderung der Strichstärke bei Schriftarten und bildet ein wesentliches Charaktermerkmal von Schriften. Bei geschriebener Schrift entsteht der Strichstärkenkontrast durch Art und Haltung des Schreibwerkzeuges. Obgleich viele Satzschriften nicht direkt schreibbar sind und in allen Details frei ausgestaltet werden können, lehnen sich die meisten Satzschriften dennoch an den Duktus typischer Schreibwerzeuge an.  Eine Redisfeder erzeugt ke
    • 9.402 Aufrufe
  5. Ralf Herrmann ·
    Durch die schräge Haltung eines Schreibgerätes – z.B. einer Breitfeder – verändert sich beim Schreiben die Strichstärke und es entsteht ein charakteristischer Schreibduktus. Bei Rundungen zeigt sich hierbei eine Achse zwischen den Stellen mit der geringsten Strichstärke: die Schattenachse. Bei der Einordnung von Schriften in Systeme zur Schriftklassifikation ist die Schattenachse ein wichtiges Kriterium, da sie ein typisches Merkmal verschiedener Schriftepochen darstellt.
    • 15.070 Aufrufe
  6. Ralf Herrmann ·
    Schablonenschriften (Beispiele) verzichten typischerweise auf geschlossene Binnenformen (Punzen). Im Ergebnis lassen sich mit diesen Schriften oft physische Schablonen zum Zeichnen, Sprühen etc. erstellen. Schriften bzw. Schnitte dieser Art tragen oft die englische Bezeichnung »Stencil« im Namen. Der typische Stil dieser Schablonenschriften wird aber bei digitalen Schriften auch teilweise als rein stilistisches Merkmal eingesetzt und die Erstellung von Schablonen ist dann nicht immer
    • 1.626 Aufrufe
  7. Ralf Herrmann ·
    Stehsatz oder stehender Satz ist (in der Regel ausgebundener) Satz, der für eine spätere Wiederbenutzung aufbewahrt wird, statt nach dem Druck abgelegt zu werden. 
    • 7.019 Aufrufe
  8. Ralf Herrmann ·
    Kleine Ausbuchtung (die keine vollwertige Serife bildet) oder Ende eines Stammstriches, insbesondere an Stellen, wo Stämme und Rundungen zusammentreffen. 
    • 5.822 Aufrufe
  9. Ralf Herrmann ·
    Mit dem Schließzeug wird im Hochdruck auf der Schließplatte die Druckform im Schließrahmen fest eingespannt. Das Schließzeug bildet dazu einen Keil, der meist durch einen Schließzeugschlüssel solange verbreitert wird, bis der noch vorhandenen Raum unter Druck vollständig ausgefüllt ist. 
    • 3.819 Aufrufe
  10. Ralf Herrmann ·
    Der Stempelschneider arbeitet mit Sticheln und Feilen aus einen Stahlstift die seitenverkehrte Positivvorlage eines Buchstabens heraus. Der Stempel dient im Anschluss zur Herstellung der Negativform (Matrize), von der die Lettern gegossen werden können.    In ſtiller Klauſe ganz für ſich wirkt hier an ſeinem Arbeitstiſch mit ſcharfem Aug’ und Seelenruh der Stempelſchneider immerzu. Er formt die Sticheln mancherlei in hartem Stahl, in weiches Blei mit Feil’ und Gegenpunze ba
    • 7.361 Aufrufe
  11. Ralf Herrmann ·
    Stempel bezeichnet in der Typografie die vom Stempelschneider aus Stahl geschnittene Positiv-Form eines Buchstabens. Der fertige Stempel wird später in ein weicheres Material abgeschlagen, wodurch die Negativform (Matrize) für den Guss der Lettern entsteht. 
    • 3.979 Aufrufe
  12. Ralf Herrmann ·
    Seitenansprache (englisch: Pull quote) nennt man aus Fließtexten herausgestellte Textauszüge, die den Betrachter zum Lesen des Textes animieren sollen.
    • 5.793 Aufrufe
  13. Ralf Herrmann ·
    Ein Schusterjunge ist eine einzelne, erste Zeile eines Absatzes, die als letzte Zeile am Ende einer Seite oder Spalte steht.
    • 9.935 Aufrufe
  14. Ralf Herrmann ·
    Die Signatur ist eine Einkerbung an einem Bleisatzbuchstaben, mitunter auch eine Kombination mehrerer Einkerbungen. Sie zeigt dem Schriftsetzer an, ob die Buchstaben richtig herum in den Winkelhaken gesetzt wurden und – durch Variation in Positionierung und Größe – ob die Lettern zur gleichen Schrift gehören. Komplettguss-Lettern habe eine gerundete Signatur, Monotype-Lettern eine eckige.  
    • 4.556 Aufrufe
  15. Ralf Herrmann ·
    Eine (meist aus Stahl gefertigte) besonders glatte Platte, auf der Hochdruck-Formen geschlossen wurden. Als komplettes Möbelstück in größeren Druckereien war gegebenenfalls auch die Bezeichnung Metteurtisch (»composing/imposing table«) in Verwendung. 
    • 3.835 Aufrufe
  16. Ralf Herrmann ·
    Der Schmutztitel ist eine dem Titelblatt vorangestellten Seite und in der Regel die erste Seite des Buchblocks. Der Schmutztitel enthält deutlich weniger Informationen als das Titelblatt, mindestens aber den Titel des Buches selbst. 
    • 6.326 Aufrufe
  17. gutenberger ·
    Beim Bleisatz werden die Lettern zeilenweise in den Winkelhaken gesetzt und ins Satzschiff gestellt, wo dann die einzelnen Kolumnen zusammengefügt werden. Das Satzschiff ist ein auf meist drei (manchmal auch nur zwei) Seiten mit einem hochstehenden Rand versehenes stabiles rechteckiges Blech. Die vierte Seite (in der Regel eine Schmalseite) bleibt oft ohne diese Begrenzung, damit man den ausgebundenen Satz auf eine Schließplatte schieben kann. Bei vielen Satzschiffen kann man diese vierte S
    • 5.487 Aufrufe
  18. Ralf Herrmann ·
    Im Bleisatz bezeichnet Steg ein Stück Blindmaterial zum Auffüllen größerer, nichtdruckender Räume. Hierzulande sind Stege in der Regel metallisch. Im angloamerikanischen Raum sind die Stege eher aus Holz und werden dementsprechend auch »Furniture« genannt. 
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  19. Ralf Herrmann ·
    Der Schriftsetzer (oder kurz Setzer) führt in die Tätigkeit des Setzens  aus – also das Zusammenfügen von beweglichen Lettern zu Wörtern, Zeilen und ganzen Druckformen. Im traditionellen Buchdruckverfahren gehörte auch die Korrektur und das Ablegen des Satzes dazu. Schriftsetzer war über lange Zeit ein Ausbildungsberuf, der in in der Regel in zwei bis vier Jahren erlernt wurde.  Mit der Etablierung des Maschinensatzes entstand um 1900 eine Trennung in Handsetzer und Maschinensetzer. Mit der
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  20. Ralf Herrmann ·
    Setzlinien sind schmale Streifen (zum Beispiel aus Neusilber, Messing oder Blei), die an den Seiten zwei »Ohren« zum leichteren Anfassen besitzen. Mit den Setzlinien wird das Ausheben der Zeile erleichtert. Außerdem ist es mit eingeschobenen Setzlinien leichter, mehrere Zeilen auf einmal im Winkelhaken aufzureihen. Die Setzlinie kann etwas kürzer als die Satzbreite sein, um die Beweglichkeit der Linie zu garantieren. 
    • 3.400 Aufrufe
  21. Ralf Herrmann ·
    Der Schließrahmen ist eine (in der Regel metallische) Form, in der im Hochdruck die Druckform eingespannt wird. Entsprechend der druckbaren Formate der Druckmaschine gibt es Schließrahmen in verschiedenen Größen. 
    • 3.313 Aufrufe
  22. Ralf Herrmann ·
    Spitz zusammenlaufende Stelle eines Buchstabens, insbesondere am oberen Ende. 
    • 4.736 Aufrufe
  23. Ralf Herrmann ·
    siehe monolinear
    • 3.280 Aufrufe
  24. Ralf Herrmann ·
    Die im klassischen deutschen Fraktursatz am Ende von Wörtern und Morphemen anstelle des langen s (ſ) verwendete runde s-Form. 
    • 3.422 Aufrufe
  25. Ralf Herrmann ·
    Ein Spiegelstrich ist ein horizontaler, der Gliederung dienender Strich am Anfang eines Absatzes, der meist zur Darstellung von Aufzählungen verwendet wird. Der Begriff verweist auf die Anwendung, nicht auf das zu verwendende Zeichen selbst. In der Typografie kommen vor allem der Geviert- und der Halbgevierstrich als Spiegelstrich zum Einsatz. 
    • 20.373 Aufrufe

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